Dominas, so heißt es, erfüllen Männerträume. Doch wenn man sagen würde, es handele sich um Sexkontakte, würden wohl die Damen selbst wie auch ihre Kunden den Kopf schütteln. Sexkontakte? Sextreffs mit der Domina? Haben wir nicht gehört, dass „es“ eine Domina niemals tut? Kein Sex mit niemandem, jedenfalls nicht mit einem Kunden? Nun, ganz wahr ist es nicht, denn bei gängigen Praktiken wie dem „Smothering“ („Queening“) oder „Tease and Denial“ bleibt der Haut-zu-Haut-Kontakt ja nicht aus. Auch bei der „CBT“ muss die Domina durchaus seine „Kronjuwelen“ berühren – sind das etwa keine Sexkontakte?

Es kommt immer darauf an, was man als „Sexkontakte“ sieht. „Penetrativer Sex“ käme nicht infrage, heißt es immer, aber ansonsten gäbe es schon sehr erotische Berührungen. Beispielsweise, wenn dem unartigen „jungen Mann“ ein paar sinnliche, aber schmerzhafte Backpfeifen gehauen werden oder die nackte Hand den Hintern verklatscht. Auch der Austausch von Körperflüssigkeiten ist bei einem Sextreff mit der Domina durchaus möglich – freilich als Dominakuss, also der Aufnahme von Speichel durch den sinnlich lechzenden Kunden. Aber was da von einem Mund in den anderen wandert, sind doch auch Körperflüssigkeiten, oder etwa nicht?

Feminisierungen – keine Sexkontakte?


Kaum als Sextreffs werden die beliebten Feminisierungen bezeichnet, bei denen Männer als Frauen umgeschminkt und eingekleidet werden. Sie dauern relativ lang und sind ausgesprochen sinnlich – leichte Arbeit für die Domina, aber sehr kostenintensiv: Man braucht schließlich High Heels, Wäsche, Kleider, Perücken – das ganze Programm. Die Jungs, die sich so umschminken und dann als Frauen behandeln lassen, heißen auch „Sissys“ – Schwesterchen“.
Sexkontakte? Oh ja, wenn die Sissy perfekt gelungen ist und „sie“ dann ganz in weibliche Dessous gehüllt wurde und endlich so demütig sein darf, wie „sie“ will, dann kommt es zu einem Sexkontakt, der zu den bestgehüteten Geheimnissen der Dominas und ihrer Kunden gehört. Er heißt „Pegging“ – zu Deutsch etwa „aufspießen“. Es ist nicht mehr und nicht weniger als die „endgültige Unterwerfung als Frau“, bei der sich der Mann überbeugt (deswegen auch BOF – Bend Over, Boyfriend) und seine an sich für einen anderen Zweck vorgesehen Körperöffnung mithilfe eines Dildos penetriert wird.
Sicher ist die kein Sexkontakt im herkömmlichen Sinne, aber es ist eben doch eine Penetration – und sehr intim ist sie zudem.

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