Aus der Sicht eines neutralen Betrachters wirken viele BDSM Rollenspiele, wie ein Verstoß gegen geltendes Recht. Fesseln, Schlagen, Anspucken oder gar das Zufügen von gezielten Elektroschocks fallen im Alltagsleben unter die strafrechtlich relevanten Verhaltensweisen, da die Persönlichkeitsrechte des dominierten Partners verletzt werden.

Anders sieht das der Gesetzgeber jedoch, wenn diese sadomasochistischen Praktiken in gegenseitigem Einvernehmen durchgeführt werden. Selbst der Tatbestand des sexuellen Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person greift nicht, sofern ein Safewort vereinbart wurde. Dies bezieht sich jedoch auf die deutsche Rechtsprechung. In Großbritannien, dem Mutterland sadomasochistischer Praktiken, sieht dies ganz anders aus.

Auf der Insel verstoßen auch einvernehmliche BDSM Praktiken gegen geltendes Recht, da eine Einwilligung in eine Körperverletzung oder eine Freiheitsberaubung nach britischem Rechtsverständnis grundsätzlich nicht statthaft sind. Und tatsächlich wurden etliche BDSM Anhänger von englischen Gerichten verurteilt, obwohl die Beteiligten bei dem Verfahren angaben, dass es sich um einvernehmliche sexuelle Praktiken handelte. Also Vorsicht, wenn ihr eure nächste SM-Session im englischen Königreich geplant habt.

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Gast

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Gewisse Praktiken sind aber auch in Deutschland verboten, da sie nicht mehr über eine Einwilligung gerechtfertigt werden können ;)

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