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Kobold

Frage an die Sadisten zum "Spuren Hinterlassen"

Empfohlener Beitrag

Kobold
Geschrieben

Wie stehen die Aktiven, die Sadisten unter uns zum Thema Spuren auf fremden Körpern hinterlassen?

Wenn ihr Euch an jemandem austobt, ist es für euch geiler, wenn der Körper des Spielpartners danach richtig geschunden aussieht?

Wo liegen für euch die Grenzen wo die besonderen Reize? Leichte Striemen und Rötungen? Blaue Flecken und großflächige Hämatome? Brandwunden? Schnitte? Was davon braucht ihr? Was findet ihr übertrieben? 

Habt ihr Gesundheitliche Bedenken während ihr jemanden quält, oder habt ihr manchmal sogar Gewissensbisse oder das Gefühl zu übertreiben?

Wie ist es mit besonders empfindlichen Körperteilen? Müssen/dürfen Hoden, Penis, Schamlippen usw. deutliche Spuren aufweisen, oder seid ihr da eher vorsichtig?

Da ich keine sadistische Neigung besitze würde es mich total interessieren mich ein wenig besser in Euch hineinversetzen zu können, ohne jetzt hier irgendwen über einen Kamm scheren zu wollen.

Eure individuellen Gedanken, Erfahrungen und Gefühle zu diesem Thema interessieren mich!

Geschrieben (bearbeitet)

Hm... das ist nicht so leicht zu beschreiben. Persönlich sehe ich mich nämlich nicht als Sadist, da ich tatsächlich ungern Leid ohne Grund verursache und irgendwo ein Gewissen habe. So sind zum Beispiel Fliegen, Keller Käferzeug und Mücken auf der Abschussliste, aber schon bei Hausspinnen habe ich ein schlechtes Gewissen wenn ich sie töte. Öfters verirrt sich nachts in meinem Waschbecken eine und kommt nicht mehr raus (Ich bezeichne ihn immer als "Champion" in der Spinnenarena) die ich dann vorsichtig aus ihrer Misslage befreie. Einmal zur Liebe einer anderen Person habe ich eine endgültig entfernt, das tat mir Tage später noch leid der Spinne gegenüber... gerade was Tiere angeht bin ich jemand, der auch verletzte Tiere einsammelt und pflegt bis man sie wieder entlassen kann ;-)

Bei Menschen sieht das anders aus, aber auch unterschiedlich. Dafür muss ich aber etwas ausholen. In meiner Jugend (eigentlich schon als Kind) war ich immer "Stressucher" mit einer gewissen Aggressivität, wobei ich nicht sinnlos auf die Schwachen losgegangen bin, sondern immer auf den Größten, Stärksten und Gemeinsten und der Kern meiner Jugendclique war genauso drauf. Sprich, wir haben nicht wahllos einen rausgepickt, eher war es so das man etwas mitbekommen hat, einer von usn angegangen wurde oder auch einer der Jüngeren wieder von einem der Größeren abgezockt, verprügelt oder anders gequält wurde und zu uns kam (wir hatten mit der Zeit einen gewissen Ruf). Zwar traten wir immer als Gruppe auf, aber wir haben auch nie mit mehreren auf einen eingeschlagen, es war immer "einer gegen einen", die Frage war nur, wer von uns das jetzt regelt und machen will, wenn es nicht eh zur Gruppenkeilereei kam. Aber auch untereinander wurden manchmal Differenzen auf diese Weise bei uns geregelt, mit dem Unterschied das es nicht zum Bruch kam, sondern eher noch das Bündnis verstärkt hat. Du lernst einen Typen nur wirklich kennen, wenn man sich die Scheisse gegenseitig rausprügelt. Natürlich verläuft sich das im Laufe der Jahre wenn man älter wird und jeder geht seinen eigenen Weg, trotzdem hatte oder habe ich immer noch diese Einstellung. Das Leben wurde zwar etwas entspannter, aber das Tier in mir war immer noch da und wütete in mir. Ich fand mein Ventil & die Lösung im Kampfsport, wobei ich alles mögliche ausprobiert habe, endete aber im Vollkontakt (bevor MMA Mainstream wurde), wenn es der Körper hergab mit 5-6 mal pro Woche Training und 2 Mal in der Woche Sparring. Besten Jahre meines Lebens, auch wenn ich ständig blaue Augen, Prellungen & Schwellungen und sonstiges hatte und auf der Arbeit ziemlich blöde angeguckt wurde. Am Anfang dachten meine Kollegen ich wäre Fussball Hooligan, weil ich ständig irgendwie zermatscht war, aber irgendwann hat mich wer drauf angehauen in einer ruhigen Minute und ich konnte aufklären. Aber es hat mir auch innerlich geholfen, das Tier in mir zu kontrollieren und bin ausgeglichen seid dem. Auch wenn ich nicht mehr aktiv bin, so habe ich sehr viel in dieser Trainingszeit über mich selbst gelernt. Erst nur ein Ventil aber es wurde zu einer Lektion fürs Leben und Selbsterfahrung. Nicht das es falsch verstanden wird, inzwischen versuche ich Stress zu vermeiden, gehe ihm aus den Weg wenn ich kann, lebe nach dem Motto: "Gewalt ist keine Lösung, aber es gibt Menschen die verstehen keine andere Sprache mehr", aber ob einer oder zehn, wenn eine Grenze überschritten wird oder es drauf angelegt wird, dann warte ich nicht auf den ersten Schlag. Zwar immer noch kontrollierter als früher in meiner Jugend, aber dann legen sich die Schalter im Kopf um und das Tier wird geweckt und freigelassen. Sicher habe ich auch schon kassiert und "verloren", bin auch schon im Krankenhaus gelandet bei 5 gegen 1 weil unsere Imigrationsbürger dachten, sie können mich berauben. 2 am Boden, am 3ten dran und einer von diesen Arschlöchern meinte mir einen Totenschläger über den Kopf ziehen zu müssen, wobei ich für diesen Treffer selber schuld bin da ich meine Deckung unten hatte, ansonsten wäre das nicht passiert. Hat mich zwar nicht ausgeknockt oder zu Boden geworfen, aber ich merkte wie die rote Suppe aus meinem Kopf sprudelte, das die scheinbar so geschockt davon waren hat das sie wegrannten. Jemand hatte das mitbekommen und Polizei gerufen (was nicht normal ist in der Ecke und nachts in der Woche) und der Krankenwagen kam wohl gleich mit. Na ja, die fast 10cm Narbe nähe der Schläfe (gut getroffen Arschloch) kann ich jeden Tag im Spiegel bewundern. Nettes Andenken...

Das ist jetzt aber nur die Einleitung und zum Verständnis zu dem was jetzt folgt und rechtlich war alles Selbstverteidigung mit übertriebener Härte, aber wenn das Zittern anfängt ausgelöst durch das Adrenalin das durch den Körper jagdt, was dann oft als Angst intepretiert wird aber das Zittern verschwindet sofort sobald der erste Schlag fällt, das fühlt sich ein bischen an wie "frei" sein. Im Blutrausch folgt pure Brutalität, keine Regeln & keine Reue, und ich geniese es. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen es ist wunderschön. Gnade kannst du vergessen, da reicht es nicht nur das Auge blau zu hauen oder eine blutige Nase. Es ist nichts sexuelles, aber definitv befriedigend so ein Ellbogengelenk zu brechen. Vor meiner Trainingsphase habe ich mich selbst kaum stoppen können und immer weiter nachgesetzt wenn nicht wer dazwischengesprungen wäre nach dem Mottto "der hat genug", inzwischen ist mein Denken eher Richtung "Gefahr gebannt" und das Tier legt sich wieder friedlich hin wenn die Situation geklärt ist. Der Punkt ist der, das ich jede Konfrontation sehr genossen habe (egal wie es ausging) und es definitv befriedigend war, Gewalt, Schmerzen und Verletzungen jemand anderen zuzufügen.

Was uns jetzt zum Thema BDSM bringt, den sexuell fand ich perverser und abartiger schon als Jugendlicher geil und hier nimmt mein Sadismus auch kreative Formen an, auch in Form von Demütigung, Ekel, Scham und ähnlichem, also nicht nur Schmerzen. Aber es war auch eine große Hürde für mich an Anfang, der Partnerin wehzutun und zu demütigen. Schliesslich ist es nicht irgendein Arschloch das ich am liebsten töten würde, sondern jemand den man beschützen und behüten möchte und liebevoll knuddeln, im Idealfall sogar liebt. Und trotzdem geniesst man es zu quälen, sogar auf eine Art die auch sexuell stimuliert. Das kann ein schwieriger innerer Konflikt sein den man austragen muss. Aber dafür war meine Vorgeschichte auch wichtig, den mein Kampfsporttraining hat mir eben auch hier geholfen, Hemmungen kontrolliert zu überwinden anstatt Blutrünstig ohne Kontrolle auszuleben, was mit einer Sub nie möglich gewesen wäre aufgrund der eigenen Hemmungen, allein der Gedanke eine Frau zu schlagen war schon eine Grenze. Und erst seid dem kann ich auch mehr anrichten als nur Flagellation auf den Arsch/Muschi/Titten wie es vorher der Fall war. Natürlich tastet man sich sehr behutsam und vorsichtig heran, deswegen bin ich auch kein Freund von ONS, Sessions oder Spielbeziehungen. Man kann nicht an einem Abend oder in ein paar Stunden herausfinden, wie weit man gehen kann. Das dauert seine Zeit sich auch in diesem Bereich kennenzulernen, wobei natürlich immer der Gedanke nach mehr vorhanden ist, aber ich will nicht "verbrannte Erde" hinterlassen wie ich es bezeichne und bin stolz darauf, das auch nicht bisher getan zu haben. Lieber merhmals zu soft gewesen sein, als einmal zu hart. Was mir schon passiert ist und ich habe den Absturz erlebt, nicht nur von ihr, sondern auch von mir als Ausführender. Hier bin ich schon froh, das ich kein kalter Klotz bin, sondern auch Emotionen und ein Gewissen habe. Ich will sie (ja, bin rein hetero) ja nicht kaupttmachen oder dauerhaft schädigen. Das es dabei Spuren die mehrere Tage bis zu 2-3 Wochen halten oder kleine Verletzungen (z.B. durch Nadeln) geben kann, ist schon möglich und auch gerne gesehen von meiner Seite aus. Wie weit man gehen kann, liegt da nicht an mir, wobei wenn die Bereitschaft dazu nicht wirklich vorhanden ist, wird es eh keine lange Verbindung. Allerdings habe ich meistens auch einen Grund zu quälen im Rahmen der "Erziehung", es passiert aber auch zu meinem Vergnügen. Natürlich ist die Tagesverfassung beider ebenso entscheidend, auch ich habe Tage wo ich lieber kuscheln will als foltern und nicht jeden Tag kann Sie das aushalten, wie vor ein paar Tagen. Also ist es jedesmal ein rantasten. Was dauerhafte Spuren angeht, da wird es schwieriger und das liegt auch nicht in meinen Händen und im Vergleich zu temporären Spuren die vergehen, ist es nichts was ich verlangen kann. Auch wenn ich ein Anhänger von TPE/CIS etc bin, so ist es etwas was ich im Grundsatz nicht entscheiden kann und vom submissiven Part quasi "erlaubt" werden muss. Wenn die Entscheidung in meine Hände gelegt wird ist es eine andere Sache, aber die Entscheidung ob das geschieht kann ich wie erwähnt nicht verlangen. An mir habe ich schon einige Narben und sie stören mich auch nicht, sind eher Trophäen. An Ihr muss ich diese aber nicht haben. Ob Branding oder Cutting, nun Branding ist möglich, solange sie klein und versteckt bleiben, ganze Gemälde über den Körper finde ich nicht umbedingt ansprechend, aber da ist es auch möglich feine "temporäre" Brandings zu machen, die nur ein paar Wochen halten und nach der Heilzeit quasi unsichtbar sind und nur zu sehen, wenn man weiss wo man gucken muss. Aber als Raucher finde ich natürlich einen menschlichen Aschenbecher/Zigarettenausdrücker natürlich ansprechend. Was Cutting angeht, das sehe ich persönlich als Tabu an. Auch da ich Klingen als Werkzeug betrachte, auch wenn es schöne Messer gibt und sie ihren Reiz haben, aber dadurch das ich eben auch mit Waffen oder Dingen die man als Waffen missbrauchen kann geübt habe, weiss ich auch anatomisch was man damit anstellen kann. Abgesehen davon das es mir keine Lust bereitet, in der Hinsicht die Übung für so feine Schnitte fehlt und das nicht mein täglich Brot ist wie bei einem Schlachter oder Chirug, die sich auch mal verschneiden an einem schlechten Tag oder in einem Moment der Unachtsamkeit, ein absolutes NoGo für mich. Vielleicht ändert sich das irgendwann, kann es mir aber nicht vorstellen. Vor Klingen habe ich Respekt und was den reinen Schmerzfaktor angeht, das gibt es Methoden die schlimmer aber sicherer sind. Und jeder hat sich schonmal geschnitten und weiss wie sich das anfühlt und damit wohl zum Abschluss des Ganzen, den ich denke alles was man jemand anderem im BDSM Bereich antut, sollte man auch mal selbst erlebt oder an sich probiert haben bzw über sich ergehen lassen. Unabhängig ob man selber drauf steht oder es einem gefällt, nur um zu wissen wie es sich anfühlt und damit man weiss was man in dem anderen auslöst. So habe ich diverse Dominas mal angehauen dies und jenes an mir zu machen (ohne dieses ganze Rollenspiel drumherum) und auch meine Zigarettennarbe mir selbst zugefügt und ich war nicht zimperlich mit mir. Also nicht schnell nur ausdrücken sondern langsam ausrollen... Nur um zu wissen ob ich es für mich verantworten kann und wie es sich anfühlt. Wenn es nicht so hässliche Narben geben würde, wäre es geil dies mit anderen zu tun ;-)

Da stellt sich nun die Frage, warum ich mich nicht als Sadist sehe. Ich habe eine sadistische Ader, kein Zweifel, aber reine Sadisten sind für mich Menschen ohne Rücksicht, Kontrolle oder Grenzen. Bei jemandem in einer körperlichen Auseinandersetzung, da bin ich Sadist. Aber als Dom sehe ich mich nicht als Sadist, einfach weil ich in dem Moment auch eine dewisse Verantwortung für diese Person übernehme und die Taten für mich verantworten muss und da ich ein Gewissen besitze und trotz all dem Kram den ich hier geschrieben habe, doch eine gewisse weiche Ader und Feinfühligkeit in mir schlummert (heule immer noch bei einem Land vor unserer Zeit wenn die Dinomutti stirbt). Es besteht ein feiner Unterschied zwischen dem sexuellem Lustschmerzrausch und dem reinen Blutrausch. Was denn Blutrausch und auch andere Adrenalinkicks die man gesucht hat angeht... nun, bin langsam zu alt für den Scheiss. Was den Lustschmerz angeht, da werde ich nicht älter, nur besser... ;-)

bearbeitet von AndersimNorden
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Geschrieben

Wer möchte Bdsm ohne Spuren? In Bdsm Videos und auf Bildern sind es gerade diese Spuren, die mich am Stärksten erregen. Wichtig ist nur, das alles von der Sub ausgeht, das dies ihr Wille ist.

SweetAndWild
Geschrieben

Also ich bin zwar eher masochistisch veranlagt, aber kann dir dazu gern auch meine Meinung geben.

Ich finde es mega erregend, wenn ich am Morgen nach einer heißen Nacht irgendwelche blauen Flecken (gerade vom Würgen oder Festhalten/Handschellen) entdecke!

Dabei kommt es mir nicht so auf die Art der 'Verletzung' an, sondern eher auf die Tatsache, dass ich mich dadurch immer gleich an die jeweilige Ursache erinnere, und auch, dass andere Leute mich fragen könnten, wovon ich diese Hämatome habe, macht mich mega an. :$


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