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Östronautin

Shemale Fetish, Humor, Kurzgeschichte, TS, Age

Empfohlener Beitrag

Östronautin
Geschrieben

Er ist gerade 89 Jahre alt geworden und ihm ist langweilig. Immer wenn er seine Frau in den Nebenraum des Altersheims geschoben hat, das sie sich teilen, zieht er sich “so Filmchen” rein, das geht nun schon seit 27 Jahren so. Er hat beinahe schon alles durch, nachdem ihn nichtmal mehr die lesbischen dicken Zwillinge auf der Outdoor-Bukkakeparty auf dem Bauernhof mit zwei neugeborenen Kälbern reizen können, fasst er sich ein Herz und klickt auf einen dieser “Shemale”-Filme. Da er kein Englisch kann, hält sich der Ekel auch soweit in Grenzen, dass der süße Blasemund seine Neugier wecken kann. Und als ihm bewusst wird, dass “die da” aus einer anderen Ecke der Welt kommen, wo das vielleicht normal ist, also Russland, Marokko, Köln oder Berlin, regt sich doch endlich was, als sie ihren Zauberstab rausholt.

Beim nächsten Mal googlet er Shemale und suhlt sich mehr und mehr am Reiz der “oben Frau unten Mann”-Exotik. Bald ist er soweit, diese perversen Sexmonster sogar auf deutsch zu mögen, wie geil das ist, dass die ALLE ihren Körper verkaufen, um sich irgendwann mal umoperieren zu lassen, sogar in Deutschland gibt es sowas. Da die Stimmen in seinen Filmen auch synchronisiert sind, überwiegt der Reiz. Die Frage, ob er schwul ist, braucht er sich in dem Alter nicht mehr zu stellen, darum überspringen wir dieses durchaus witzige und pointenreiche KlischeeKapitel im allzuernsten Identitätfindungsprozess mitteleuropäischer Schubladendenker.

Als er sich immer öfters an der Frage aufgeilt, wie devot und sexgeil die denn sein müssen, dass sie sich sogar ein Loch extra anfertigen lassen NUR für die Männerwelt und deren Vergnügen. fällt ihm langsam auch ein, dass die ja froh sind, wenn überhaupt wer sich interessiert und man könnte es ja mal versuchen.

Allerdings ist er “noch hetero” genug, um sich dann doch lieber erstmal für so ein devotes Stück zu interessieren, dass sich schon genug verkauft hat, um ihm die gewohnten Möglichkeiten zu bieten, außerdem hat es ja durchaus seinen Reiz, dass da “was abgeschnitten und für den Mann hergerichtet wurde”, da lässt sich doch auch ne ganze Menge versauter Gedanken reininterpretieren, wie sich das anfühlt usw.!!

Ihm fällt auch sehr schnell ein, dass “so etwas” bestimmt auch in sehr jung, sehr attraktiv und unterwürfig zu haben ist (sind die das nicht alle?), also so, wie er das in seinem Alter, mit seinem kleinen Geldbeutel und seiner uncharmanten Art bei einer “normalen Frau” nie mehr bekommen könnte.
Also macht er sich schnell nen Account, lernt allmählich die wichtigsten Lügen und Begriffe auswendig, die er braucht, um “so jemand” zu bekommen und macht dann die ersten Anzeigen. Er schreibt nicht viel über sich, sondern einfach, dass der/die (!!) möglichst jung, attraktiv und weiblich sein soll. Und staunt nicht schlecht, als ihm tatsächlich einige antworten, tja, so läuft das.

Nachdem sie ihm selbstverständlich 20 hocherotische Aktfotos vom Fotografen geschickt hat und er allmählich nicht mehr auf Anhieb kommt davon, lädt er sie ein, nachdem sie ihm selbstverständlich alle Fragen bezüglich ihrer Unterwäsche, Geschlechtszugehörigkeit, Vergangenheit, Bereitschaft, zu dienen (natürlich wird das nicht so benannt, sondern als ganz normal weibliche Eigenschaft beschrieben, ist ja alles ganz normal hier, oder?) und der Tatsache, dass sie noch nie oder erst ganz selten Sex hatte, beschrieben hat.

Sie versichert ihm noch, dass sie keinerlei Geschlechtskrankheiten hat, heimlich nachts zu ihm kommt, keine Drogen nimmt und sich besonders hübsch für ihn machen wird und so treffen sie sich noch am gleichen Abend. Er stellt sich vor, dass sie früher mal ein Mann war, alles getan hat, um “wie eine normale Frau zu werden”, mit einem Messer zwischen den Beinen bearbeitet wurde und das sicher sauweh getan hat, außerdem, dass sie alles tun wird, was er sagt, ihn nie wegen irgendwas kritisieren wird und selbstverständlich ist, dass ihre Treffen heimlich und unverbindlich bleiben. Schließlich kann dieser Freak ja froh sein, dass irgendsoein gütiger alter Mann sich “ein Herz” gefasst hat und das arme halbverhungerte Ding in billigem Pornooutfit (auf Wunsch) zu sich zu ihm nach Hause eingeladen hat. Da ihn ja irgendjemand sehen könnte draußen oder drinnen, hat er sich nämlich im letzten Moment doch dagegen entschieden, das billigste Stundenhotel der Stadt für eine Stunde anzumieten, peinlich wäre ihm nicht, in einem Stundenhotel gesehen zu werden, sondern mit einem Umoperierten Mann… (sobald die Angst, gesehen zu werden aufflackert, sind die Verhältnisse und eingeredeten Sichtweisen nämlich sofort wieder da und der “Altenstift” macht solang eine kurze Atempause). Er macht sich aber nicht allzu verrückt und erzäht ihr einfach nicht, dass sie unten im Heim klingeln muss.

Kurz davor stellt er sich folgendes vor: Das junge Monster wird ihm sämtliche Wünsche von den Augen ablesen und erfüllen, dafür sind die schließlich da. Sie wird ihn lieben und verwöhnen für seine gütige Toleranz, Offenheit und Jugendlichkeit und er wird sich nachher ganz als der weltoffene Gönner fühlen, nachdem er sie klammheimlich aus dem Notausgang des Heims gelotst und per Handschlag verabschiedet hat von dem jungen Herrn(ein Kuss wäre ja zu offensichtlich, wer weiß, wer das sieht nachts).

Der Sex wird schweinisch werden, sie wird ihm alle Wünsche erfüllen, ihn am Ende machen lassen und dabei unverschämt gut aussehen, sich verdorben anfühlen, aber wichtig ist schon, dass sie ihm dabei nicht zu Nahe kommt. Da sie “ja eigentlich ein Mann” ist, muss man sich ja nicht unbedingt küssen, streicheln oder in die Augen sehen. Er stellt sich vor, dass er ihre “Kunstpflaume” sogar mal mit der Hand berühren würde, wenn er gerade richtig heiss ist, kurz bevor sie sich umdreht und er richtig loslegt.
Sie wird ihm immer wieder bestätigen, ein heisses Luder zu sein, etc. etc. Sollte seine Frau reinkommen, dann hat er auch schon eine Ausrede parat, nämlich dass er dem jungen Mann Nachhilfeunterricht gibt oder ER sein neuer Pfleger ist. Ein todsicheres Alibi!

Sollte er nach dem Akt nicht allmählich wieder den gesunden Abscheu fühlen, den man auch fühlt, wenn man mal wieder eine Transe auf der Titelseite der BILD entdeckt hat, dann wird er ihr vielleicht noch ein paar Minuten von seiner Jugend oder seinem spannenden Hobby, dem Segelflugbau erzählen, bevor er sie rausschmeißt. Hauptsache, sie erzählt nichts von sich, außer dass sie jung, geil und unerfahren ist. Er hofft auch sehr, dass er vermeiden kann, sie als er oder sie zu bezeichnen, denn in seinen Augen ist “er” ja beides und genau darin liegt ja auch der Reiz, oder? Nachdem er seine Frau ins Nebenzimmer gebracht, er sich einige Male vor Vorfreude im Badezimmer erleichtert und anschließend die alte Feinrippunterhose auf links gedreht hat, klingelt es an der Tür…

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