Jump to content
verwirrtemeisterin

Meister und Sklave

Empfohlener Beitrag

Tauchlehrer_Tobias
Geschrieben
Moin Verwirrte, Derartiges nennt man Switcher. Gemäß der Aussage einiger Aktiven, können die Dominati mit Switchern teilweise Nichts anfangen. Sie nehmen die Zwitterstellung als Lehrling und subordinierter Part ein, und bedeuten Arbeit. Arbeit in dem Sinne, da sie als Full-Time-Sub oder Sklave nicht "nutzbar" sind und dem "Ausbilder/Trainer/Sempai" mehr Geduld, Planung, Stringenz, Kontrolle und gegebenenfalls mehr Ernsthaftigkeit abverlangen. Als Switcher kommst Du eher in Kontakt mit anderen Switchern. Die allgemein bekannte Tendenz unter Sozialpädagogen ist, dass Switcher zum Devoten neigen. Wie stark diese ausfällt ist immer personenbezogen. Mit freundlichen Grüßen, TLT
  • Gefällt mir 2
verwirrtemeisterin
Geschrieben

Wow danke für diese ausführliche Antwort, klingt ja fast so als wäre das voll das Problem 😶ich nehme halt gerne die Rolle der schwachen Frau ein, die sich halt nicht komplett unterwirft sondern sich auch wehrt, keine Ahnung wie man das nennen soll sin halt besondere Rollenspiele.... kenn mich null aus hab m ine Neigungrn grad erst entdeckt. Auf der anderen Seite dominiere ich meine Partnerin gerne (also ich übe noch) ich bin komplett verwirrt... 

  • Gefällt mir 1
TLTundJJ
Geschrieben (bearbeitet)

Hallo V.M.,

es ist ein Pseudo-Problem mehr nicht und nicht für mich.

Deine Beschreibung klingt nach Beute mit Tendenz zur Brat (verzogenen Göre) und weibliche Dominanz gegenüber Spielpartnerinen. Interessant.

Da hier einige Switcher unterwegs sind, empfehle ich Dir es in Deine Rollen aufzunehmen. Es erleichtert ihnen und Dir die Kontaktaufnahme zu wissen, wie Ihr tickt.

TLT

bearbeitet von TLTundJJ
  • Gefällt mir 2
verwirrtemeisterin
Geschrieben

Okay scheint zu passen,Is halt generell verwirrend wenn man seine jahrelange Sexualität auf den Kopf stellt. Aber schönhier unter Gleichgesinnten zu sein 

All4Fun
Geschrieben
Ja... Mir geht es genauso... Ka kommt immrt auf meinen Partner an...
  • Gefällt mir 1
Marci-X
Geschrieben

Nun ja,  so ganz unproblematisch ist das Thema dann doch nicht. 

Ich bezeichne gern Switchen als Wandler zwischen beiden Welten.

Wobei Jeder eine Tendenz hat, bei mir eher dominierend/sadistisch, aber eben auch masochistisch. Da wird die Behandlung mit Finalgon ein Erlebnis für Beide... 

Es ist der unschlagbare Vorteil der Switcher: Sie kennen die Gefühle des Sub. Die manchmal bestehenden Ängste, aber auch die Gewissheit, (meist) aufgefangen zu werden und nicht zum Selbstzweck benutzt zu werden.

Für mich unverständlich, weshalb viele BDSMler nicht mit Switchern können. Oft ist es der Kopf.  Beispielsweise wurde mir von einer Sub beschrieben: Der Sub ist in ihrer Vorstellung immer wieder rumgeistert, dass ihr Dom selbst mal als Sub vor einem Dom kniet. Das ging über ihren Horizont. 

Ich als Dom weiß, wo die Grenzen sind und tue nie das, was ich als Sub auch nie und nimmer möchte, wenn es vorher abgesprochen wurde...

Mir ist der Sub heilig, selbst wenn er Schmerzen erleidet...
Ich bin ohne ihn Nichts, er gibt mir den Rahmen und die "Macht".
Aber nur im Spiel...

Insofern kann ich meine Erfahrungen aus dem Sub-Kosmos einbringen.

  • Gefällt mir 2
verwirrtemeisterin
Geschrieben

Kann man seinen Dom lieben? Wenn es erst Gefühle und dann diese Rollenverteilung gab? 

ich gebe mir alle Mühe dominant zu sein, habe auch Spaß daran, sie soll sich mir hingeben bedingungslos und wehrlos damit ich ihr das geben kann was sie braucht. 

  • Gefällt mir 1
Marci-X
Geschrieben
vor 4 Stunden, schrieb verwirrtemeisterin:

Kann man seinen Dom lieben? Wenn es erst Gefühle und dann diese Rollenverteilung gab? 

Dein besonderer Fall ist,  so verstehe ich es,  dass du beide Rollen bei einer Partnerin und in einem Spiel ausleben willst?

  • Gefällt mir 1
Marci-X
Geschrieben
vor 14 Minuten, schrieb NeoMind:

Viele festgefahrene Vorstellungen und Vorurteile sind mir schon begegnet. Kommentare wie "wissen nicht was sie wollen", "nichts halbes, nichts ganzes", "möchtegern Dom/Sub", "kein Fisch, kein Fleisch" usw., sind mir inzwischen zu Hauf begegnet.

Mir auch. 

verwirrtemeisterin
Geschrieben
vor 30 Minuten, schrieb NeoMind:

Hallo zusammen, liebe verwirrtmeisterin.

Ich weiß, dass das alles sehr verwirrend sein kann. Auf beides zu stehen lässt vieles erst mal "komplizierter" erscheinen. Zu Beginn, in der Orienierungsphase, ist es auch tatsächlich so. Aber bitte liebe Community, bei wem ist es denn anders in einer solchen Phase? Über die "Langstrecke" garantiere ich dir aber das genaue Gegenteil! Wenn Du auf beiden Seiten wandelst, fühlst Du, siehst Du, erfährst Du wie es ist. Dein Verständnis für dein Gegenüber kann durch nichts weiter gesteigert werden - und mit ihr die Lust. Du kostest und genießt die süße Lust auf beiden Seiten und aus vollem Herzen. Nicht umsonst haben wir zwei Herzkammern! Alles andere käme mir regelrecht halbherzig vor. Switch zu sein, ist meiner Meinung nach, dass beste was Dir passieren kann! Ich betrachte es als Geschenk frei auf den Grenzen zu tanzen auf die so viele stossen.

Das einzige Problem was Du damit haben wirst sind die anderen. Viele festgefahrene Vorstellungen und Vorurteile sind mir schon begegnet. Kommentare wie "wissen nicht was sie wollen", "nichts halbes, nichts ganzes", "möchtegern Dom/Sub", "kein Fisch, kein Fleisch" usw., sind mir inzwischen zu Hauf begegnet. Vor kurzem musste ich sogar jemand erklären, dass Switch nichts mir Windelfetisch zu tun hat. Ja, festgefahrene Vorstellungen sind für mich das Grab für echte Fantasie. Wer nur sein Programm abspulen will der sollte besser bingewatchen - und zwar immer wieder den gleichen Film.

Sorry lieber Tauchlehrer_Tobias, auch wenn wir Switcher "mehr Arbeit" machen, mehr Geduld, mehr Ernsthaftikeit, Planung und Stringenz erfordern, ist genau das die logische Konsequenz aus der sich ergebenen Tiefe. Auf beiden Seiten zu wandeln erzeugt automatisch ein tieferses Verständnis. Einen Switch zu dominieren, dass ist mitunter Championslieauge. Einen Sub, der seinen Film abspult, zu dominieren ist mitunter einfach nur "Gassi gehen".

So, ich wollte hier niemanden zu nahe treten. Ich weiß selber, dass es im BDSM zu einem bedeutendem Teil eben um genau das Kopfkino geht. Und wenn sich zwei oder mehr finden, die auf den "selben Film" stehen, nur mit verteilen Rollen, dann ist das auch gut so! Es sind nur die Klischees und Voruteile, die mich manchmal doch etwas ermüden. Ich bin euch auch echt dankbar, dafür, dass ich hier in der Community auf viel Verständnis gestossen bin - auf der anderen Seite... ;)

der absolute Hammer Text, das nimmt mir echt bissi die Panik. Ich bin halt so und werde es ausleben entweder finde ich jemand der die 'Arbeit' mag oder er/sie hat halt Pech 😅 vielen vielen dank 

verwirrtemeisterin
Geschrieben
vor 17 Minuten, schrieb Marci-X:

Mir auch. 

Is hart wenn sowas gerade in der Orientierungsphase kommt, hilft ned besonders weiter.... 

verwirrtemeisterin
Geschrieben
vor 47 Minuten, schrieb Marci-X:

Dein besonderer Fall ist,  so verstehe ich es,  dass du beide Rollen bei einer Partnerin und in einem Spiel ausleben willst?

nein ich akzeptiere ihre sub Seite und will nicht das sie aus ihrer Rolle geht und sich nicht gut fühlt, wir haben beide jeweils einen Dom für die Gelüste. Aber ich weiß nicht wie sich sowas entwickelt, das die sub irgendwann gar nicht mehr normal leben kann (Alltag u Sex) 

NeoMind
Geschrieben

"Kann man seinen Dom lieben?" Das Herz will, was das Herz will. Liebe kann man nicht kontrollieren. Sie ist da oder eben nicht.

Liebe Grüße,

Neo!

Marci-X
Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb verwirrtemeisterin:

nein ich akzeptiere ihre sub Seite und will nicht das sie aus ihrer Rolle geht und sich nicht gut fühlt, wir haben beide jeweils einen Dom für die Gelüste.

Dann dürfte es doch passen...

Marci-X
Geschrieben
vor 1 Stunde, schrieb verwirrtemeisterin:

Aber ich weiß nicht wie sich sowas entwickelt, das die sub irgendwann gar nicht mehr normal leben kann (Alltag u Sex) 

Mhm. Was ist schon normal?
Sicherlich ist der Alltag und auch der Sex nach/mit einer Spielbeziehung ein anderer. 
 

verwirrtemeisterin
Geschrieben
vor 15 Stunden, schrieb Marci-X:

Mhm. Was ist schon normal?
Sicherlich ist der Alltag und auch der Sex nach/mit einer Spielbeziehung ein anderer. 
 

Ich hoffe mal, ich weiß es ja von mir das ich das Spiel nur ab u d zu brauche. Sind wahrscheinlich nur hirngespenste 

  • Gefällt mir 1
NeoMind
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde, schrieb verwirrtemeisterin:

Ich hoffe mal, ich weiß es ja von mir das ich das Spiel nur ab u d zu brauche. Sind wahrscheinlich nur hirngespenste 

Also, das Leben ist eine einzige Entwicklung. Bei Dir, bei mir, bei allen. Für Entwicklung offen zu sein schließt ja nicht aus, dass man irgendwann "sein Ding" gefunden hat. Und wenn das so ist, dann ist das auch völlig in Ordnung, hauptsache Du bist glücklich damit. Die einzigen Ratschläge, die ich dir ans Herz lege sind dabei folgende:

  1. Bleib Neugierig.
  2. Die Menge macht das Gift. Besonderes solltest Du auch nicht zu oft machen, damit es etwas besonderes bleibt.
  3. Lass Dir Zeit, genieße deine "Entdeckungsreise" so lange Du kannst. Es liegt in der Natur der Dinge, dass das zweite Stückchen Schokolade schon nicht mehr mit dem ersten mithalten kann.
  4. Nimm das alles nicht zu ernst! Es gibt einen Unterschied zwischen deiner Identität und deiner Sexualität. Du bist Du und nicht "Brat", "Switch" oder sonst was. Schön cool bleiben.
  5. Sei Vorsichtig mit Leuten die dir ein Label auf die Stirn klatschen wollen. Sie könnten zu engstirnig für dich sein. Niemand ist dazu gemacht in Schubladen gesteckt zu werden. Dieses Denken ist aber ansteckend.

So, jetzt höre ich aber auf. Sonst wird es zu viel.

Liebe Grüße und viel Spaß!

Neo!

P. s.: Und lass Dich hier nicht so zutexten... ;) (Ironie)

bearbeitet von NeoMind
Ironie verdeutlichen
verwirrtemeisterin
Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb NeoMind:

Also, das Leben ist eine einzige Entwicklung. Bei Dir, bei mir, bei allen. Für Entwicklung offen zu sein schließt ja nicht aus, dass man irgendwann "sein Ding" gefunden hat. Und wenn das so ist, dann ist das auch völlig in Ordnung, hauptsache Du bist glücklich damit. Die einzigen Ratschläge, die ich dir ans Herz lege sind dabei folgende:

  1. Bleib Neugierig.
  2. Die Menge macht das Gift. Besonderes solltest Du auch nicht zu oft machen, damit es etwas besonderes bleibt.
  3. Lass Dir Zeit, genieße deine "Entdeckungsreise" so lange Du kannst. Es liegt in der Natur der Dinge, dass das zweite Stückchen Schokolade schon nicht mehr mit dem ersten mithalten kann.
  4. Nimm das alles nicht zu ernst! Es gibt einen Unterschied zwischen deiner Identität und deiner Sexualität. Du bist Du und nicht "Brat", "Switch" oder sonst was. Schön cool bleiben.
  5. Sei Vorsichtig mit Leuten die dir ein Label auf die Stirn klatschen wollen. Sie könnten zu engstirnig für dich sein. Niemand ist dazu gemacht in Schubladen gesteckt zu werden. Dieses Denken ist aber ansteckend.

So, jetzt höre ich aber auf. Sonst wird es zu viel.

Liebe Grüße und viel Spaß!

Neo!

P. s.: Und lass Dich hier nicht so zutexten... ;) (Ironie)

Danke dir so hat mir meine Frau auch geraten, genießen heißt es ;) 


×