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Rape-Play

Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Hallo in die Runde,

seid einiger Zeit begegnen mir immer mehr Frauen mit dem Wunsch nach "Rape-Play". Im Grunde ist es moralisch für mich nicht verwerflich diesen Wunsch zu erfüllen, jedoch stellen sich mir rechtliche Fragen. Dabei rede ich nicht einmal davon, dass Sie bleibende Spuren behälten könnte, sondern eher um das psychologische Befinden. Ebenso beschäftigt mich die Frage nach dem Thema: "Erwischt werden". Für die Beteiligten mag alles abgesprochen sein, aber für einen Aussenstehenden würde das ganze doch eher nach "sofort Notruf anrufen" aussehen.

Mir ist bekannt das einige hier mit Verträgen arbeiten. Ich kenne diese bereits aus anderen Bereichen, jedoch habe ich spezifisch zu "Rape-Play" nichts gefunden - naja und googlen möchte ich das ganze aus beruflichen Gründen nicht wirklich ;)
Es wäre schön wenn ihr mir hier weiter helfen könntet. Links zu Quellen oder Hilfestellungen sind gerne gesehen!

 

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Schokisub
Geschrieben
Erfahrungen kann ich da leider nicht teilen aber Verträge in jeglicher Hinsicht sind bei sowas haltlos wenn es hart auf hart kommt.
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Geschrieben
Das Thema ist ein heißes Eisen. Was Schokisub schreibt, wäre auch mein Wissensstand zum Thema BDSM-Verträge. Und in dem Fall machen auch Google-Musterverträge keinen Sinn. Wenn ich dich richtig verstehe, soll das Spiel in deinen Beispielen schon draußen beim spielerischen Überwältigen in freier Wildbahn beginnen. Davon würde ich aus den von dir selbst genannten Gründen abraten. Wenn, dann nur drinnen spielen und nur, wirklich nur dann, wenn du dir bei der Gespielin zu 90% sicher bist, dass sie dir nicht danach eventuell ein Ei legt, falls ihr mal Zoff habt etc. Diese Spielart würde ich wirklich nicht mit jede/r/m ausleben wollen.
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ablon90
Geschrieben

Wie bei allen sexuellen Praktiken ist es hier nochmal wichtiger, dass vorher abgesprochen wird, was im Spiel ungefähr passieren wird und wo die Grenzen liegen. Der Schwerpunkt beim Rape-Play liegt eben doch auf dem Wort: Play. Es sollten sich beide einig sein, was sie wollen und was sie nicht wollen. Auch sollte es wie bei allen BDSM Praktiken solltet ihr auch vorher unbedingt ein Safe Word ausmachen. 

Im Magazin gibt es einen Artikel zum Thema Rape Play.

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Geschrieben

Grundsätzlich kamen mir diese Gedanken auch alle. Verträge sind, sobald es um das leibliche Wohl geht, sittenwiedrig und unwirksam meines Wissens nach.
Doch so weit möchte ich wie gesagt gar nicht gehen :) Mir graut es eher vor eventuellen Problemen mit der Psyche. Sicherlich könnte man hier testen, aber eine wirkliche Sicherheit hat man nicht - und da kommen wir zum rechtlichen. Wie kann ich mich zum Beispiel schützen, wenn alles gut lief - vll. sogar mehrfach - und die Dame plötzlich aus Eigennutz die Storry umdreht. Es mag jetzt vll etwas abwegig für den ein oder anderen klingen, aber auch dafür muss es doch irgendwelche Richtwerte oder Richtlinien geben, oder?

handlungsbedarf
Geschrieben

Es tut mir leid aber ich möchte da gerne mal vehement widersprechen. Es mag stimmig sein dass "so eine Art Sklavenvertrag" o.Ä für diese Situation nicht greift, sollte der passiven Person plötzlich auffallen dass diese einen ja verklagen könnte, aber es gibt genug Mittel und Wege die sehr wohl zu Gunsten des aktiven Player als Beweis vor Gericht gelten. Allerdings finde ich solche Fragestellungen an sich schon ziemlich weit ab vom Wege der spielerischen Verschönerung des Sexuallebens in Verbindung mit oder durch BDSM.

 

Grundlegend sollte man meines Erachtens nach - und das schreibe ich nur weil hier scheinbar Wunschvorstellungen etwaig verschiedener fremder Frauen auf die Idee gebracht haben sich mehr damit zu beschäftigen - erst mal eine Basis mit dem Menschen schaffen und dann in irgendwelche Gefilde vordringen, die in die BDSM Richtung gehen. Es stellt sich mir auch die Frage warum "Rape-Play" direkt aufs Menü gesetzt wird, wenn der Weg dahin sehr köstlich sein kann?! Und zwar für beide Akteure und ohne dass man sich Gedanken machen müsste dass einem die Polizei einen Besuch abstattet oder ein Brief des Anwalts der Klägerin ins Haus flattert. 

Ganz speziell das Kennenlernen der Person, ihrer "wirklichen" Vorlieben, ggf. der Bedürfnisse die dahinter stehen und Gedanken die sich damit beschäftigen zeigen einem doch schon ziemlich viele Möglichkeiten auf, die man dann nutzen könnte. In den wenigsten Fällen passt es im Kennenlernen nämlich schon so gut, dass derartiges wie "Rape-Play" überhaupt möglich würde. Und das liegt sicherlich am gesunden Menschenverstand, der sich vorher oft nochmals bei den bereitwilligen Opfern einschaltet! 

 

Und mal im Ernst. Mehrere solcher Spiele mit Zeitintervallen dazwischen und Dann wirst du verklagt?! Nun, diese nochmals deutlich unwahrscheinlichere Variante hat viele positive Nebenwirkungen für dich. Stehst du nämlich längerfristig im Kontakt mit der Person, werden genug Beweise vorhanden sein die "die Klägerin" (...ich glaub so wird meine nächste Gespielin heißen! :P:smirk: ) irgendwie als nicht ganz so brav und artig dastehen lassen würde, wie sie dann ggf. vor Gericht zu beweisen versucht. 

Ich meine wenn sie dir nach dem ersten Play schon anfängt Bilder der Spuren zu schicken, sich zu bedanken für diese tolle Erfahrung und bettelt, fleht und hofft dass sie das wieder mit dir erleben darf, dann ist die Beweislage an der Stelle schon abgeschlossen.

 

Ich frage mich aber auch was du mit dem psychischen Aspekt willst?! Meinst du da draußen suchen sich psychisch labile Mädchen absichtlich ihren Player damit sie dann vor Gericht ihre Psychokarte spielen können, um an dein Geld zu kommen?! (...wenn sie sich denn erstmal zum einmaligen, mehrmaligen, drölfzigsten mal von dir haben rape-playen lassen :confused:)

Geschrieben
vor 4 Stunden, schrieb handlungsbedarf:

Es stellt sich mir auch die Frage warum "Rape-Play" direkt aufs Menü gesetzt wird, wenn der Weg dahin sehr köstlich sein kann?!

Sehr richtig - und sehr poetisch ausgedrückt. :D Rape-Play kann sehr aufregend sein, aber es braucht sehr viel Vertrauen auf beiden Seiten. Und das erfordert eben bereits Erfahrung mit einer Person und Kenntnisse ihrer Vorlieben und vor allem: ihrer Grenzen. Am Ende ist es schließlich ''Play'.

Und es gehört meiner Meinung zur Verantwortung des Doms da übermütige Subs auch zu bremsen. Wenn mir eine Frau sagen würde, sie wolle direkt Rape-Play ausprobieren, würde ich ihr "Nein" sagen. Selbst, wenn sie sagen würde "Ich vertraue dir da", wäre die Antwort "Nein", weil ich ihr noch nicht vertraue. Vor allem weil ich ihr nicht vertraue, dass sie ihre eigenen Grenzen einhalten kann - wobei wir beim psychologischen Befinden wären.

Auch ein im Rape-Play erfahrener Dom kann einer Sub schaden, wenn er sie nicht kennt und sie  (noch) nicht harmonieren. Da sollte man auch sich selbst reflektieren.

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TheMantle
Geschrieben

Bin im letzten Jahr auch mit einer Bekannten, mit der ich mich nun schon mehrere Jahre austausche, auf das Thema gekommen und wir haben es des Zeitvertreibs halber durchgesprochen. Man findet in der Regel Orte oder Möglichkeiten, es in Szene zu setzen, wenn man nicht gerade mitten im Großstadtpark auf der Kinderschaukel spielen will.

Tatsächlich war der kritischste Punkt das von @MrJack angesprochene psychologische Befinden: Was machen, wenn unterdrückte Traumata aufbrechen, der Parter/die Partnerin eine Panikattacke bekommt, zu weinen anfängt? Abbrechen, wenn vorhanden Fesseln lösen und vor allem, ruhig bleiben und Ruhe ausstrahlen. Langsam und ruhig darüber reden, was passiert ist und zuhören. In solchen Momenten braucht die Psyche einen stabilen Anker, der ihr zeigt, dass alles in Ordnung ist. Das ist gerade im öffentlichen Raum schwierig, weswegen ich persönlich eher private Räume bevorzugen würde. Im Vorfeld sollte man darüber sprechen und sich ein Bild der Person und ihrer Hintergründe verschaffen, um auf solche Zwischenfälle vorbereitet zu sein und auch ein Bewusstsein dafür im Sub zu schaffen. Man sollte auch keine Scheu haben, zu fragen, wie man reagieren soll. Bspw. weint eine andere Bekannte bei Analverkehr, will aber nicht, dass ihr Partner abbricht. Klar, der Vergleich hinkt und soll nur zeigen, dass auch negative Reaktionen erwünscht sein können. Dom/Domina sollte also ein offenes Auge auf den/die/das Sub halten, sich im schlimmsten Fall zügeln und bei der Verarbeitung helfen. Der/die Sub sollte sich dessen auch bewusst sein und bei der Wahl des Partners/der Partnerin nicht gerade den größten Holzkopf zu wählen.

Klingt alles ganz furchtbar, ist aber eine seltene Erscheinung, die bei jedem Fesselspiel auftreten kann.


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