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Frankendom87

Sind Switcher richtige Doms oder Subs?

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Geschrieben

Ich möchte mal eure Meinung dazu wissen was ihr von Switcher haltet. Ich selbst bin vor 6 Jahren über die Devote Schiene zum Bdsm gekommen und habe mir von einer Femdom zeigen lassen was es alles in diesem Bereich gibt und habe mich 1 Jahr einführen lassen. Sie hat mir damals auch einen guten Satz mitgegeben als sie sagte "Wer gut Führen will muss das Dienen erstmal gelernt haben ".  Ich finde der Satz hat was. Seit nun ca 5 jahren lebe ich meine Dominante Ader aus. Nach dieser Zeit würde es mich aber wieder sehr reizen zu Switchen und mich wieder einer Frau hinzugeben. Wenn man das aber äußert bekommt man oft die Aussage das Switcher sowohl keine Richtigen Doms sind und auch keine Richtigen Subs, da auf beiden Seiten das 100% ige Engagement  fehle. 

Wie seht ihr das, wenn von vorne herein klar geklärt ist Wer welche Rolle und Part einnimmt? 

Geschrieben

Wenn von vorn herein geklärt ist, wer welche Rolle einnimmt ist doch eigentlich alles super?
Dann ist es meist nur die Frage ob dein Verständnis von Dominanz/Submission mit dem der Gegenseite harmoniert, sprich: Ob es zwischen euch klappt oder nicht.

Das mit diesem "fehlendem Engagement" ist Quatsch. Wo soll das fehlende Engagement den herkommen? Genauso gut könnte ich sagen: Frauen können nicht dominant sein, weil denen aufgrund des Ihrer Weiblichkeit die Befähigung zur Dominanz fehlt... ;)

Diese Vorurteile über Switcher (selbst Switch & Bi) kenne ich zur Genüge. Da gebe ich nicht viel drauf. Klar, man hat als Switcher dann eben nicht das Bedürfnis nur seine dominante oder devote Seite auszuleben, irgendwann will die andere Seite auch mal wieder zufrieden gestellt werden. Nur.. Das kann man ja individuell regeln (bzw. muss man individuell regeln). Und das ist ja auch nicht immer so! Bei den meisten sind es eher dominante und devote Phasen die sich eben abwechseln.

Viele haben eben ein komisches Verständnis von Switchtern. Switcher sein heißt ja nicht zwingend das man 50% der Session dominieren will und 50% dominiert werden will. Das ist immer völlig individuell. Natürlich kann das Ringen um die Macht innerhalb der Session genial sein. Aber dann kann man auch eine(-n) Sub haben gegenüber dem man ausschließlich dominant ist. Oder eine(-n) Dom wo man ausschließlich devot ist.

Submission174
Geschrieben

Ich kann es mir für mich nicht vorstellen. Als Sub bin ich ich ..... natürlich.

Sollte ich nun wechseln zum Dom ...... dann wäre das allenfalls ein Schauspiel.

Wobei, ein "Spiel" ist es so oder so immer ...... denn ausserhalb des "Spiels" bin ich durchaus selbstbewusst, selbstbestimmend und taff.

Aber das mag daran liegen das sich meine Daseinsberechtigung sicherlich nicht über meine Sexualität oder meinen Fetisch definiert ...... Gott sei Dank habe ich den Bezug zur Realität niemals verloren.

 

Geschrieben

Fehlendes Engagement? Was für ein Unsinn....

Auch wenn ich für mich persönlich sexuell noch nie den Drang verspürte, aus der devot/masochistischen Rolle in die andere zu wechseln, glaube ich ganz sicher nicht, dass ich über 'mehr Engagement und Hingabe' für meine Rolle verfüge, als jemand, der den Drang nach beiden Seiten verspürt. Ich hasse diese intolerante 'entweder-oder'-Haltung vieler. Warum nicht beides wenn es doch gefällt?

Und völlig unabhängig von eingenommener/ausgeübter Rolle ist doch immer eine entsprechende klärende Konversation sinnvoll bzw. gar nötig. Also sehe ich da keinerlei Probleme. Die Meinung Außenstehender, und dann noch solcher mit Schubladendenken,  ist absolut unerheblich......

Geschrieben

Wer beide Seiten erlebt hat, wird sich zu einer Seite früher oder Später bekennen. Es wird die Seite sein die überwiegt. Jede/r trägt diese Neigung in sich, aber eine Seite ist meist stärker und diese lebt man dann auch aktiv bzw  aktiver aus. Man wird die Seite wählen in der man sich am Wohlsten fühlt, weil  man will  sich ja auch 100% darin ausleben. Ich selber kenne auch beide Seiten, aber mir  liegt die  dominante Seite  mehr wie die Devote. 

Man muss auch ganz deutlich sagen, das viele unter "Dominant" einiges falsch verstehen, viele  denken das ein Dom  nur  schlägt, bestraft usw. Habe da schon einiges gehört  von Frauen die devot sind und nicht nur beim  Sex  sondern von Natur aus. Eine Bekannte von mir ist so eine Frau und was manche "Doms"  ihr schreiben, bringt mich nur zum  Kopfschütteln. Und was den Spruch angeht " Wer gut führen will..... so kann ich von meiner Seite sagen es stimmt. Aber es gehört schon ein wenig mehr dazu. Man sollte den gegenpart gut  kennen, auch sollte man sich etwas mit Psychologie auskennen, weil wenn man die Psyche eines Menschen verletzt das sind Schäden die man nicht so einfach mal mit  einer Tablette wieder hin bekommt.

Geschrieben

für mich ist es ein Spiel, nicht mehr, nicht weniger. Ich mag beide Seiten, ich bin gerne dominant, ich lasse mich auch gerne leiten, kommt immer auf die Situation an. Ich bin sexuell sehr freizügig, aufgeschlossen und Tolerant. Dennoch habe ich ernsthafte Probleme mit "Dummdoms", Narzisten, aber auch mit Subs, die ihr Dasein als willenlose, hörige und gefügige Sklavin fristen. Für mich ist dieses Spiel nur akzeptabel, wenn beide Seiten ihre Befriedigung darin finden und nicht der eine sich hemmungslos austobt und die andere es geschehen lässt um ihm zu gefallen. Das ist in meinen Augen beides krankhaft und hat für mich mit BDSM absolut nichts gemein. Wer sich auspeitschen lässt, weil er/sie dabei Lust/Lustschmerz empfindet, also sexuelle Erregung, der/die Dom dasselbe in aktiver Form, alles prima, aber auch nur dann. Absolute Hingabe kann nur durch absolutes Vertrauen entstehen. 


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