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Ein neuer Ansatz für S/M


Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Hallo werte Community,

Ich habe mich in der letzten Woche an den verschiedensten Themen beteiligt,das für mich persönlich Interessanteste war jenes über das switchen. Oder der "Erziehung zur Sub",nun zu letzt möchte ich noch mal deutlich machen für die/den das richtig ist soll es dann ja auch sein dürfen. 

Nur habe ich bei beiden Themen die Frage aufgeworfen ob es im BDSM nicht auch ein S/M ohne das bekannte Dom/Dev Muster einer lang läufigen "normalen" D/S-Beziehung oder -Affäre geben sollte und könnte. Gerade im Primal-Play zum Beispiel kommt einer zum Teil komplett weg von der klassischen Rollenverteilung,muss dies sogar auch damit Primal-Play wirklich funktioniert.

Aber auch gerade für Neueinsteiger die noch gar nicht so recht wissen wohin und in welche Ausrichtung ihr Weg im BDSM und mit einem Fetisch gehen wird wäre so ein reines BDSM doch eigentlich eher wünschenswert. Ohne das sie sich gleich zu Beginn ihres Weges auf eine Rolle wie devote Sklavin/ve festlegen müssen!

Schließlich ist es doch wohl für die meisten von uns eh schon so das eine Rollenverteilung im BDSM auf das rein sexuelle beschränkt und nicht in den Alltag übernommen wird! Und switcher eh dazu geeignet wären dies klassische Muster ohnehin zu durchbrechen! Also warum nicht einmal das ganze komplett umdenken und BDSM als klassisches Model vom S/M trennen als reine Aktion. Es Würde mich freuen wenn darüber mal ein vernünftiges Gespräch zustande käme um zu neuen Ansätzen zu finden.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Unvollständig
Geschrieben

Ich sehe den Bedarf nach wie vor nicht. BDSM als Definition oder Sammelbezeichnung drückt niemanden in etwas rein, erst Recht nicht in etwas, was er nicht will. Die Fantasien von Neulingen kennen womöglich nicht mal dieses Modell, sondern sind typischerweise geprägt von lebendigen Vorstellungen davon, was sie gerne tun würden oder wie sie sich wünschen würden, behandelt zu werden. Wenn sie auf welchem Weg auch immer festgestellt haben, dass sich ihre Fantasien unter dieser Sammelbezeichnung einordnen lassen, ermöglicht dies einerseits, Gleichgesinnte zu finden. Andererseits ermöglicht es, eine umfassende Welt an ähnlich gelagerten oder gar miteinander verwandten Sexualpräferenzen zu entdecken, in die man sich dann einordnen kann oder auch nicht. Das beste Beispiel, dass das gut funktioniert, sind die bekannten Neigungsdiagramme. Dass sich letztlich viele dann in eine devote oder dominante Richtung einordnen, führe ich auf die vorhandenen Wünsche zurück, nicht auf den Zwang, sich da einordnen zu müssen.

Geschrieben (bearbeitet)

Nichts gegen dich vrscr,ein wenig erscheinst du mir wie das lebendige BDSM-Handbuch,nicht böse gemint jetzt sondern mit einem Augenzwinkern. Ich kann dir da nur bedingt zustimmen das alles im BDSM enthalten ist. Ich habe nun mal auch hier Leute kennen gelernt die den Begriff BDSM nicht in einem kompletten Zusammenhang sehen wollen,eben das Bondage (Dominanz) Disciplin (Submission) Sado und Maso in eine Reihe als untrennbar zusammen gehörend und sich Ggegenseitig Bedingend zu lesen wäre.

Und ich muss zugeben ich beginne auch am althergebrachten zu Zweifeln nach 30 Jahren Erfahrung,wohl bemerkt

Sondern die BDSM in BD und SM trennen möchten und das auch tun,ja sogar die ersten beiden Buchstaben nicht annehmen möchten.Dieses Dom/Dev-Schema halt  durchbrechen möchten ohne auf S/M verzichten zu müssen.Darum geht es in diesem Thread.

Weiß klingt jetzt etwas abgehoben,aber wüsste jetzt auch nicht wie ich das besser aufdröseln konnte,sorry dafür.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Ergänzung
Geschrieben
vor 5 Minuten, schrieb Allewonnen:

Sondern die BDSM in BD und SM trennen möchten und das auch tun,ja sogar die ersten beiden Buchstaben nicht annehmen möchten.Dieses Döm/Dev-Schema halt  durchbrechen möchten ohne auf S/M verzichten zu müssen

Ja, doch genau das können solche doch dann auch tun? Es ändert halt nichts dran, dass es gut in diesen Gesamtzusammenhang reinpasst, weil bspw. grundsätzliche Regeln wie SSC für alle diese Varianten gelten. Egal, was man nun davon ausleben möchte und vor allem wie man das tun möchte.

Geschrieben

Doch das Handbuch dabei? Gut das ist deine Meinung dazu,danke schön dafür,warten wir doch mal ob sich Leute zu Wort melden die es ähnlich sehen und lesen wir dann deren Meinung.

Geschrieben

OK ich kann das jetzt nicht so schön in Worte fassen wie ihr, aber ich versuche mal meine Fragen zu stellen. Wir haben ja BD und SM. Ich frage mich nun, ist ein Masochist nicht in dem Moment devot wo er es von jemandem Anderem ausführen lässt? Masochismus ist ja das eine, wo es auch gleich immer andere schlimmere Bezeichnungen für gibt. Und führt nicht der reine Sadist nur Schmerzen zu, sondern nutzt dabei nicht auch seine Macht aus. Sonst sehe ich das als bezahlten Arzt. Mir fällt es schwer die beiden Begriffe zu trennen. 

Aber ich lasse mich immer gerne aufklären. 

Ich bin nicht unfehlbar und lerne ständig dazu. 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Nun ich will es mal so versuchen Obe. Meine eigene Sexualität spielt zu einem weiten Teil ins Primal-Play. Nun bin ich da eher ein Sadist,ohne jetzt näher darauf eingehen zu wollen,aber das heißt nichts andres als das ich Lust daraus gewinne anderen etwas "anzutun" und das ist für sich genommen das was einer als Dominant bezeichnen würde.

Dann gibt es da das klassische Primal-Prey also die welche sich eher als die Beute sehen und somit eine Maso-Position einnehmen,was einer natürlich mit Devot gleichsetzen Könnte,aber letztendlich ziehen diese Leute ihren Lustgewinn daraus was einer ihnen "antut",soweit sind wir glaube ich dacor.

Nun gibt es aber auch ein offenes Primal-Play wo eben nicht von vornherein so fest steht wer Jäger oder Beute ist.Das stellt sich erst im Laufe des Spiels heraus ohne das irgendeiner nun unbedingt Dominant oder Devot sein müsste! Jetzt könnte man natürlich meinen: "Ja klar das sind dann switcher!" Aber das trifft es nicht ganz denn auch die meisten switcher beziehen eben das Dom/Dev-Schema mit ein und tauschen sich nur in den Rollen aus,und das trifft nicht den Kern des Konzeptes S/M ohne Dominanz oder Submission zu leben.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Rechtschreibfehler
Geschrieben

Aber ist das Opfer des primals nicht in dem Falle ein Sub auch wenn es im nächsten Moment selbst Beute schlägt? 

Geschrieben (bearbeitet)

Nicht unbedingt Obe,;Gegenfrage:Warum in aller Welt muss ein Primal-Prey oder Masochist devot sein,kann er nicht einfach nur Primal-Prey sein ohne sumission,nur wieder als Beispiel!

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Ergänzung
Geschrieben

Ist einfach schwer zu sagen. 

Ich sehe das so wie bei Wölfen.

Der Leitwolf knurrt und alle anderen im Rudel machen eine demütige Geste des Gehorsams, dennoch ist Jeter einzelne von ihnen ein dominanter Kämpfer der gleichberechtigt ist. 

Geschrieben
vor 3 Minuten, schrieb Obedience:

Der Leitwolf knurrt und alle anderen im Rudel machen eine demütige Geste des Gehorsams

Wobei ich aber denke,es ginge bei Menschen auch ohne "Leitwolf" sondern in freier Übereinkunft.

Geschrieben

Um das noch einmal zu verdeutlichen,auch für Newbees:dies wäre ein Beispiel wo die Klassische Dom/Dev-Rolle durchbrochen werden könnte und es nur um den reinen S/M geht.:

 

Geschrieben
vor 2 Stunden, schrieb Obedience:

Wir haben ja BD und SM. Ich frage mich nun, ist ein Masochist nicht in dem Moment devot wo er es von jemandem Anderem ausführen lässt?

Genau genommen D/s und S/M, aber ja. Die Anteile von beiden sind ja völlig variabel zwischen 0 bis 100% und letztlich spielt es ja auch keine Rolle, welchen Anteil man da in seinem Spiel hat, wenn es den Teilnehmern gefällt.

Geschrieben (bearbeitet)

Eben nicht D/S (sorry ich schreibe das S groß um die Gleichwertigkeit der Rollen zu betonen) UND S/M. Sondern S/M OHNE D/S,das ist der Kern der Botschaft,nicht nur im Primal,vielleicht ja auch in einer so ausgerichteten Partnerschaft.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Ergänzung
Geschrieben

Super interessanter treat, danke allewonnen.

 

Ich weiß zwar nicht genau was primal bedeutet, habe aber die Erfahrung gemacht, das ds und am nicht zwangsläufig zusammen laufen. Ich kenne ds auch ohne am, sm ohne ds allerdings nicht. Klar können die Rollen tauschen oder sich verändern. Menschen spielen es und wir unterliegen Stimmungen und Fassungen.

 

Für mich ist es, wie auf eine Wippe zu steigen. Im Spiel merkt man wer steigt und wer sinkt.... Und auch wie sehr ( wie steil die Wippe ausschlägt). 

 

Mit vorgefertigten Rollen, Drehbücher vielleicht sogar, kann es kein echtes Spiel der Sinne geben. Ich finde es wichtig diverse Register ziehen zu können, oder ziehen zu lassen. 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)



Es gibt eine Reihe von Sammelbezeichnungen mit denen sich Leute diskriminieren (unterscheiden) können. Dann redet man zusammen darüber. Und entweder es passt oder es passt nicht. Die Sammelbezeichnung BDSM beinhaltet ja noch weitere Sammelbezeichnungen - und so kommt man immer gut zu den individuellen Defintionen bzw. dadurch zum Dialog.

Meine Frage ist: Was willst du mit diesen Thread erreichen? Ein Sammelbecken neu definieren? Dafür hast Du, ich und Wir hier im Forum nicht die Macht! Natürlich kannst du die Diskussion weiter voran treiben, andere Personen beeinflussen und eine Politik der Definition gestaltet. Aber eine absolute Kontrolle wirst du über dieses Sammelbecken nie erlangen!

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Grenzwertigen Kommentar entfernt
Geschrieben
vor 7 Stunden, schrieb Berlino:

Meine Frage ist: Was willst du mit diesen Thread erreichen? Ein Sammelbecken neu definieren? Dafür hast Du, ich und Wir hier im Forum nicht die Macht! Natürlich kannst du die Diskussion weiter voran treiben, andere Personen beeinflussen und eine Politik der Definition gestaltet. Aber eine absolute Kontrolle wirst du über dieses Sammelbecken nie erlangen!

Eine etwas befremdliche Frage,ich will hier kein Sammelbecken neu definieren,wozu auch es existiert doch bereits hier! Habe nur einmal etwas in Frage gestellt,und da bin ich nicht der einzige der so oder so ähnlich denkt,ich habe es nur Verfasst hier. Es ist meine freie Meinung die ich vertrete,ob sie nun jemand nachvollziehen möchte oder kann bleibt doch jeden selbst überlassen! Kontrolle ist doch wohl das falsche Wort,in meinen Augen ist es Meinungsfreiheit!

LG

Geschrieben
Am 19.8.2019 at 10:49, schrieb Allewonnen:

Aber auch gerade für Neueinsteiger die noch gar nicht so recht wissen wohin und in welche Ausrichtung ihr Weg im BDSM und mit einem Fetisch gehen wird wäre so ein reines BDSM doch eigentlich eher wünschenswert. Ohne das sie sich gleich zu Beginn ihres Weges auf eine Rolle wie devote Sklavin/ve festlegen müssen!

Aus meiner persönlichen Sicht ist für Neulinge das Switchen die geeignetste Form.

Sehen wir es einmal so, ein Neuling hat kaum bis gar keine Berührungspunkte mit der Materie gehabt. Er kennt möglicherweise es sogar nur von imaginären Film und Bildmaterial. Oft auch verblendet, da in solchen Material die Dominate Persönlichkeit falsch dargestellt wird.

Nun werde ich einmal einige Leute hier verärgern:

Meine Erkenntnis aus Petplay Kreisen:

Es gibt viele die von sich sagen " Ich bin Owner oder Reiter ". Was ist ein Owner oder Reiter wenn er kein Pet oder Pony hat?

Eigentlich nur eine Dominate Persönlichkeit. Ich kann nur Besitzer von etwas sein wenn der Besitz da ist. Ich kann nur Reiten wenn ich ein Pferd habe.

Genauso sehe ich das mit Dome und Sub, das eine ergänzt das andere.

Das gleich gilt natürlich auch für die passive Rolle.

Sonst kann ich eigentlich nur von einer Persönlichkeitsprägung und einer Neigung sprechen.

Wenn man von  D/S-Beziehung oder -Affäre auseinander setzt  sollte man einmal darüber nachdenken.

 

Geschrieben
vor 9 Minuten, schrieb Gismor-7945:

Es gibt viele die von sich sagen " Ich bin Owner oder Reiter ". Was ist ein Owner oder Reiter wenn er kein Pet oder Pony hat?

Genau das ist eben zu kurz gedacht,ist genauso wie mit der Dominanz,bin ich nur Dominant wenn ich eine Sub habe oder bin ich Dominant aus mir selbst heraus? Ein kräftiges Ja zum Letzteren!

Geschrieben

Dominat ist man aus der Persönlichkeit heraus, aber ein Dome im Sinne von BDSM nur mit Sub.

Geschrieben
Am ‎19‎.‎08‎.‎2019 at 10:49, schrieb Allewonnen:

Und switcher eh dazu geeignet wären dies klassische Muster ohnehin zu durchbrechen!

Ja in diesem Satz sind gleich 2 Dinge, die ich ansprechen möchte.

Klassisches Muster. Wer definiert klassisch? Die Allgemeinheit? Was heißt klassisch? Dom und Sub, Sad und Mas ...müssen zwangsläufig zusammen eine BDSM Beziehung eingehen? Mein persönliches BDSM hat rein gar nichts mit den allgemeinen Vorstellungen von BDSM zu tun. Die meisten von euch beziehen eine klare Position, dann gibt es einige Mischformen, bsp.maso und sub, Dom und Sad..... und dann gibt's tatsächlich noch diejenigen unter uns, die alle Rollen in sich tragen und tatsächlich in jeder Beziehung eine andere Art des BDSM ausleben. Bei uns ist es nicht festgelegt, wie bei anderen, die eine klare Rolle haben. Ich passe mich den gegenbenheiten des Partners an und das ist immer sehr spannend, da sie immer der Meinung sind, das persönliche Rollen fest stehen und Grenzen nicht variabel sind. Zwinker

Geschrieben

LaPerla-switch,

anders läuft es bei uns auch nicht. Ein Haushalt mit drei Dominaten Persönlichkeiten legt zwar ein gewisse Rangordnung fest, aber zum ausleben bleibt nur das Switchen übrig.

Geschrieben

@LaPerla da habe ich dann doch mal ein paar Sekündchen überlegen müssen ob ich gefällt mir drücke,will dir auch schreiben warum.Ich verstehe das variabel sein da du da benennst nur in Grenzen.Schau ich bin Sadist,nun bin ich das Variabel da die Grenze die Sub zieht an der sich zu halten ist.Aber seine dominante Seite als switcher zu verbergen nur um in einer Beziehung den devoten Part einnehmen zu können,ginge mir zu weit,zwinker.

Geschrieben (bearbeitet)

lDanke für deine Zeilen Allewonnen, wie ich sagte, du gehörst halt zu den Dom und Sad. Hast deine festgelegte Rolle. Und switcher eben nicht, ich nehme bewusst eine oder 2 Rollen in einer Beziehung ein, weil ich bereit dafür bin ,weil ich es möchte. Und glaube mir das schwierige an der Sache ist einfach, das die anderen Rollen in mir schlummern und doch gerade die Dominanz unverhofft in einer Situation durchkommt. Es ist dann an unseren Partnern, wie sie damit umgehen. Es gab Beziehungen, in denen das hervorragend funktionierte und in meiner letzten Beziehung ist es total in die Hose gegangen. Also, es liegt an dir, ob oder in wie weit du da mitgehen könntest.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
.
Geschrieben
vor 4 Minuten, schrieb Allewonnen:

Aber seine dominante Seite als switcher zu verbergen nur um in einer Beziehung den devoten Part einnehmen zu können,ginge mir zu weit,zwinker.

Ist eine Frage der Kompromissbereitschaft. Meine Damen habe ich eingeführt. Nun war es für uns die Frage ewig hungriger Wolf mit eventuellen Reibungspunkten oder ein ausgeglichenes Zusammenleben.

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