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Grundsätze für 24/7


Paradox

Empfohlener Beitrag

vor 1 Stunde, schrieb Jacqueline89:

Es geht ja auch nicht um SM, sondern um D/s... Es geht um ein Machtgefälle das rund um die Uhr besteht und ja das gibt es. Viele leben 24/7. SM kann dabei eine Rolle spielen, muss es aber nicht.

24/7 heißt nicht rund um die Uhr Sessions. Es heißt, ich bin immer in meiner Position, es gibt immer Regeln an die sich Sub/Sklave zu halten hat. Die Herrschaft bestimmt über Bereiche, über die er bestimmen darf und das auch rund um die Uhr. Beim TPE, kann er über alles bestimmen. Eigentlich sehr einfach. 

Ich verstehe nicht, wieso 24/7 oft so missverstanden wird.

Weil es verschiedene Definitionen gibt?! 

Einig ist man sich beim "permanenten Machtgefälle".

Uneinig, ob dies auch getrentlebend virtuell oder nur zusammenlebend persönlich gemeint ist bzw. funktioniert. 

vor 2 Stunden, schrieb DerKater:

Darf man denn  bei 24/7 wenigstens 8 Stunden am Tag schlafen oder muss man da wach bleiben,
weil man sich kein echter Dom/Sub ist?

Der Dom kann ja machen was er will. Sub steht 24/7 zur Verfügung ... darf also schlafen, kann aber geweckt werden, so wie ein Feuerwehrmann oder ein Bereitschaftsarzt auch.

Oh je, "24/7" - das Thema - neu aufgekocht.

Ich habe hier nur wenig quergelesen, Aber ich hatte mal eine Auseinandersetzung, die tatsächlich für beide Seiten akzeptabel war (und für mich immer noch ist).

Diese Auseinandersetzung war vor ein paar Jahren, ganz genau über dieses Thema. Sie wollte 24/7 leben, aber gleichzeitig auch frei entscheiden, was sie in ihrem Leben wie machen möchte.

Meine Korinthenkacker-Goldwaagennutzer-Sichtweise war, dass es 24/7 ja eigentlich gar nicht geben kann, weil es im Leben immer Situationen gibt, in denen die Sub (oder die Sklavin, je nach Auslegungsweise) selbst und vor allem SOFORT entscheiden muss. Das sehe ich zurzeit immer noch so.

Unser Konsens war, dass sie 24/7 immer zur Verfügung stehen muss, also nicht ständig mit 'ner Peitsche in der Hand hinter mir her dackeln muss, aber jederzeit allzeit bereit zu sein hat.

Kann jetzt sein, dass ich das Thema nicht richtig, angemessen und allumfassend betrachtet habe, aber ich glaube, dass mit anderen Partner*innen eh die eine ober andere Nuance neu und individuell abgesteckt werden muss. Siehe diesen Thread hier.

(bearbeitet)
vor einer Stunde, schrieb Toy4her:

Mit dem immergleichen Ergebnis, dass sich einige Außenstehende hinstellen und sagen: „Dies/ Das geht so nicht.“ und Menschen, die es ausleben erläutern, wie sie es real umsetzen.

Es geht erstmal nicht darum was geht, sondern was WAS ist, d.h. eine allgemeingültige Definition von 24/7, die es in der Szene nicht gibt. 

Z.B. hier auch (ähnlich wie bei Fetisch):

"24/7 ist eine Bezeichnung für das Zusammenleben eines Paares, dessen Beziehung ganztägig und zu allen Zeiten (24 Stunden an sieben Tagen) auf besonderen Bedingungen beruht. Zumeist wird es im BDSM-Bereich verwendet, also in einem Bereich, in dem Menschen unter folgenden Bedingungen zusammenleben können."

aus: Lexikon der Lust

 

Daher macht es Sinn bei 24/7 immer zu erwähnen in welchem Kontext dies gelebt wird, da es einen Unterschied macht, ob täglich zusammen oder auf x-Kilometer (5 oder 500) getrennt lebend mit virtuellen Elemente und regelmäßigen oder sporadischen Treffen.

Wenn man nicht, wie offenbar @DerKater, davon ausgeht, dass es gar nicht existiert. 

 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor 6 Minuten, schrieb SM-Art-5-GG:

Es geht erstmal nicht darum was geht, sondern was WAS ist, d.h. eine allgemeingültige Definition von 24/7, die es in der Szene nicht gibt. 

Z.B. hier auch (ähnlich wie bei Fetisch):

"24/7 ist eine Bezeichnung für das Zusammenleben eines Paares, dessen Beziehung ganztägig und zu allen Zeiten (24 Stunden an sieben Tagen) auf besonderen Bedingungen beruht. Zumeist wird es im BDSM-Bereich verwendet, also in einem Bereich, in dem Menschen unter folgenden Bedingungen zusammenleben können."

aus: Lexikon der Lust

 

Und weil in deinem Beispiel hier nun 2x „Zusammenleben“ steht ist es für dich kein 24/7, wenn man nicht den selben Wohnsitz im Ausweis stehen hat?

Bei Fet sieht man es hinsichtlich der eigenen Postanschrift tatsächlich nicht so eng:

“Für die meisten Menschen, die BDSM praktizieren, ist BDSM ein Aspekt ihrer Sexualität. Aber es gibt auch jene, für die es mehr ist. Eine Lebenseinstellung, etwas das sogar ihren Alltag bestimmen kann. Bei diesen Menschen durchdringt die SM-Dynamik viele Aspekte ihres Lebens und ist ein bestimmender Teil ihrer Partnerschaft. Viele dieser Menschen praktizieren etwas, das in der Szene als 24/7 bekannt ist. Sie leben BDSM immer, 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Sie spielen keine Rolle, beziehungsweise sie befinden sich immer in ihrer Rolle als hingebungsvolle Sub oder bestimmender Dom.“


Aber gut, bleiben wir doch bei deinem Knackpunkt. Was, wenn er jetzt Außendienstler (mit Kundenterminen, Messen und Geschäftsreisen) und sie Krankenschwester (im Schichtdienst) ist? Sie sehen sich beruflich bedingt zu Hause nicht so häufig, wie man sich denken kann. Ist damit eine 24/7-Beziehung für sie unmöglich, weil sie berufstätig sind? Immerhin wohnen sie ja schon zusammen. 🤔

Ich frage mich, was man davon hat, anderen das Beziehungslabel „24/7“ zu entziehen, weil man es selbst anders sieht, auch wenn man gar nicht Teil dieser Beziehung ist oder um entsprechende Einordnung gebeten wurde.  

vor 14 Minuten, schrieb Toy4her:

Und weil in deinem Beispiel hier nun 2x „Zusammenleben“ steht ist es für dich kein 24/7, wenn man nicht den selben Wohnsitz im Ausweis stehen hat?

Bei Fet sieht man es hinsichtlich der eigenen Postanschrift tatsächlich nicht so eng:

“Für die meisten Menschen, die BDSM praktizieren, ist BDSM ein Aspekt ihrer Sexualität. Aber es gibt auch jene, für die es mehr ist. Eine Lebenseinstellung, etwas das sogar ihren Alltag bestimmen kann. Bei diesen Menschen durchdringt die SM-Dynamik viele Aspekte ihres Lebens und ist ein bestimmender Teil ihrer Partnerschaft. Viele dieser Menschen praktizieren etwas, das in der Szene als 24/7 bekannt ist. Sie leben BDSM immer, 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche. Sie spielen keine Rolle, beziehungsweise sie befinden sich immer in ihrer Rolle als hingebungsvolle Sub oder bestimmender Dom.“


Aber gut, bleiben wir doch bei deinem Knackpunkt. Was, wenn er jetzt Außendienstler (mit Kundenterminen, Messen und Geschäftsreisen) und sie Krankenschwester (im Schichtdienst) ist? Sie sehen sich beruflich bedingt zu Hause nicht so häufig, wie man sich denken kann. Ist damit eine 24/7-Beziehung für sie unmöglich, weil sie berufstätig sind? Immerhin wohnen sie ja schon zusammen. 🤔

Klar ist das möglich. Wenn eine Beziehung möglich ist, ist auch eine 24/7-Beziehung möglich. Man lebt die Beziehung halt immer entsprechend den Rahmenbedingungen, und ich kenne kein absolutes Mindestmaß an wöchentlicher Kontaktzeit für 24/7.

Wenn es dir hilft, kann ja einer der beiden immer mit Keuschheitsvorrichtung rumlaufen ... dann akzeptierst du 24/7? Und wenn sich der mit Keuschhektsvorrichtung jetzt ohne Equipment 24/7 an sein Keuschheitsgebot hält, dann ist das nicht mehr 24/7 weil sie sich nur eine Stunde am Tag sehen???

(bearbeitet)
vor 23 Minuten, schrieb Toy4her:

Ich frage mich, was man davon hat, anderen das Beziehungslabel „24/7“ zu entziehen, weil man es selbst anders sieht, auch wenn man gar nicht Teil dieser Beziehung ist oder um entsprechende Einordnung gebeten wurde.  

Um ein Thema wie "Grundsätze für 24/7" sinnvoll zu besprechen, sollte man sich doch vorher einig sein oder klar definieren/benennen, über welches "24/7" man redet, oder? 

 

Um mehr geht es doch erstmal nicht. Ansonsten lebt jede/r BDSM doch eh, wie er/sie das möchte. 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor 6 Minuten, schrieb TakeThis:

Klar ist das möglich. Wenn eine Beziehung möglich ist, ist auch eine 24/7-Beziehung möglich. Man lebt die Beziehung halt immer entsprechend den Rahmenbedingungen, und ich kenne kein absolutes Mindestmaß an wöchentlicher Kontaktzeit für 24/7.

Wenn es dir hilft, kann ja einer der beiden immer mit Keuschheitsvorrichtung rumlaufen ... dann akzeptierst du 24/7? Und wenn sich der mit Keuschhektsvorrichtung jetzt ohne Equipment 24/7 an sein Keuschheitsgebot hält, dann ist das nicht mehr 24/7 weil sie sich nur eine Stunde am Tag sehen???

Sicher das du mich zitieren wolltest? Ich bin hier nicht derjenige, der irgendwem irgendwas abspricht. 😉

(bearbeitet)
vor 10 Minuten, schrieb Jacqueline89:

Es gibt nicht verschiedene Definitionen, nur verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten. 

Alles geht, virtuell, getrennt lebend und zusammenlebend. Dass es funktioniert, haben einige schon bewiesen. Nur weil für dich etwas nicht vorstellbar ist, heißt es nicht, dass es allgemein nicht funktionieren kann. 

Lies bitte nochmal oben. Die FETISCH-Beschreibung von 24/7 und die des Lexikon der Lust. 

Ich hoffe ja, dass nicht nur ich das sehe bzw. lesen kann. 😂

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor 2 Minuten, schrieb SM-Art-5-GG:

Lies bitte nochmal oben. Die FETISCH-Beschreibung von 24/7 und die des Lexikon der Lust. 

Nein, weil das Quatsch ist. Hat Fetisch das schwarze Buch geschrieben? Ich halte mich an die allgemeine Definition. 

Und Lexikon der Lust... sorry. 😂 Darauf gebe ich nichts. 

(bearbeitet)
vor 27 Minuten, schrieb Jacqueline89:

Und was ist der Unterschied zwischen getrennt und zusammenlebende Menschen? Es besteht bei beiden ein 24/7 Machtgefälle. Beide haben Regeln, Aufgaben und Rituale. Beide haben Sessions... bei beiden, bestimmt die Herrschaft. Es mag anders ausgestaltet sein. Dann findet beim getrennt lebenden D/s Paar, eben nur am Wochenende Sessions statt, bei zusammenlebenden Paaren kann das auch unter der Woche mal passieren. Aber wenn beide arbeiten, findet sich auch eher am Wochenende Zeit für Sessions. 

Also ich sehe keinen Unterschied. 

Ist der Begriff zeitlich begrenzter Sessions sinnvoll bei einem PERMANENTEN Machtgefälle? 

Gibt es wirklich keinen Unterschied in der Dynamik getrenntlebender und zusammenlebender Paare? 

Trifft sich die Mehrheit der getrennlebenden "24/7er" wirklich JEDES Wochenende oder bilden diese eher die Ausnahme? 

 

Fragen über Fragen. 

 

PS: Man kann natürlich alles davon als 24/7 bezeichnen, aber dann sollte man zum besseren Verständnis den KONKRETEN KONTEXT dazu benennen. 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor 17 Minuten, schrieb SM-Art-5-GG:

PS: Man kann natürlich alles davon als 24/7 bezeichnen, aber dann sollte man zum besseren Verständnis den KONKRETEN KONTEXT dazu benennen. 

Bisher hatte ich noch nie Schwierigkeiten. Ich habe mich immer bestens mit anderen 24/7 o. TPEler verstanden. Aber die verstehen auch was 24/7 bedeutet. 😉

(bearbeitet)
vor 22 Minuten, schrieb SM-Art-5-GG:

Ist der Begriff zeitlich begrenzter Sessions sinnvoll bei einem PERMANENTEN Machtgefälle? 

@SM-Art-5-GG einige sprechen ja auch gar nicht von Sessions, wenn sie ständig ein Machtgefälle haben. 

Nun ja, bei uns spielte bdsm und das Machtgefälle schon immer eine Rolle. Auch wenn ich meinen Herrn über die Ferne besucht hatte, hatten wir zwar im Regelfall "Sessions", aber nicht immer. Da wir andere Städte besichtigt oder Ausflüge in die Natur gemacht haben. Auch da wurde allerdings mal was eingebaut...😜 Ebenso wie mein Verhalten gewertet. 

Manchmal war man Abends auch müde und hat noch etwas Fernsehen geschaut. Ich auf dem Boden, er legte von oben seine Hand um meinen Hals oder hatte mich an der Leine, bis es gefesselt schlafen ging. Maßregelungen konnten zwischendurch erfolgen, kleinere "Piekser", der Klaps auf den Hintern, Regeln beachten usw. Aber alles keine "Session" für mich. 

Jetzt geht zwischendurch natürlich mehr bei uns (wenn meine Tochter weg ist). Selbst wenn sie aber da ist, achte ich auf bestimmte Dinge. Und letzens kam mein Herr nach Hause, kniff mir im Flur in die Nippel, ich sollte niederknien, er fragte dann: "Ist K da?" Ja, war sie. Die Zimmertür zu, aber kann ja auch aufgehen und auf die Knie musste ich dann nicht gehen, sondern nur "angedeutet"...😅 Dann geht es halt nicht und die Gelegenheit wird schon kommen... 

Wir haben früher wie heute bewusste "Sessions". Das muss man sicher nicht so sehen oder machen. Aber wir haben dann den Abend für uns, nehmen uns bewusst Zeit, alle paar Wochen besuchen wir auch mal Veranstaltungen. 

Diese Sessions finden wir für uns schon immer wichtig. Sie können sich verschieden gestalten. Manchmal bereitet mein Herr auch aufwendigere Dinge vor. Schreibt Aufgaben auf Zetteln für den Abend, oder oder... Manchmal macht er spontan, was er möchte. Aber es ist eine intensive bdsm Zeit. Die nehmen wir uns gerne, denn egal ob man zusammen wohnt oder nicht, logischerweise geht das nicht ständig. Mit SM, Fesselungen, intensiven Erniedrigungen und was es so gibt. 

bearbeitet von Bratty_Lo
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