Jump to content

Wie unbeliebt darf eine Strafe sein?


Su****

Empfohlener Beitrag

vor 14 Stunden, schrieb TakeThis:

Hey Brion .... Ja, Strafe ist ein Mittel zur Erniedrigung. Und ja, es dient der Erziehung. Und ja, Belohnung hat einen größeren Effekt als Bestrafung. Aber ...... wenn ich meine Sub liebe, dann kann ich ihr keine Belohnung vorenthalten. Also wenn ich sie liebe, dann will ich ihr Gutes tun. Das kann ich doch dann nicht zu einem Erziehungsmittel instrumentalisieren ..... also das würde meinem Bedürfnis zuwiderlaufen. Und ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass Sub eine Beziehung zu einem Herrn möchte, bei dem sie nie weiß - hat er mir was Gutes getan, weil er mich liebt, oder weil er mich für mein Verhalten belohnt? .... geschweige denn dass man das als gesund ansehen könnte.

 

Also ..... ich gehe mal davon aus, dass du das auf eine gesunde Weise tust, aber an alle Subs, die das hier lesen und unsicher sind: Nee, Belohnungen vorenthalten ist nicht normal, das Warnlämpchen ist nicht umsonst angegangen.

@TakeThis ich will nicht mit Hey angesprochen werden und ich verbitte mir das deutlich!

 

Warnlampe?

Satire: @alle Subs die meinen Betrag gelesen haben und sich deswegen unsicher sind, versteckt euch schnell vor mir bei TakeThis, dem Beschützer von Subs, Brats, und Bottoms jeglicher Couleur. Er weis wie die Besen fegen, der Mob wischt und der Pölpel rülpst. Seit ihm dankbar für seine Aufklärenden Worte TaktThis kann für euch eine Festung in der Brandung sein. :-)

 

Zurück zum eigentlichen Thema. In der Erziehung, in unserem Fall hier die sexuelle Erziehung,  geht es um die Konditionierung hin zu einem bestimmten Verhalten. Das hat nichts mit Liebe zu tun, selbst wenn Zögling geliebt, verehrt, vergöttert wird, selbst wenn Erzieher geliebt, verehrt, vergöttert wird.

Erniedrigung ist kein Erziehungsmittel. Erniedrigung  ist eine Waffe die Ängste hervorruft. Erniedrigung dient dazu den Willen zu brechen, dient der Selbstaufgabe und zielt darauf ab, Stolz und Ehre zu vernichten. Erniedrigung verletzt die Würde des Menschen. Auch wenn dieses in beiderseitigem Einverständnis, was es in Machtgefällebeziehungen meiner Ansicht nach gar nicht geben kann, vereinbart wird. Belohnung hingegen setzt einen Anreiz, der mutiges Verhalten fordert und Stolz und Ehre mit sich bringt. Würde wir damit nicht verletzt sondern sie wird in ein anderes, wertigeres  Licht gehoben.

Belohnungen werden von mir nicht vorenthalten sondern sie werden nicht ausgegeben, für mich besteht da ein Unterschied. Wie verstehe ich das? Wird eine Belohnung für gute Leistung  in Aussicht gestellt und diese dann bei guter erbrachter Leistung trotzdem nicht ausgegeben dann  ist es ein Vorenthalten und zählt für mich damit zu den erniedrigenden Maßnahmen. In dem Wort Belohnung steckt schon der maßgebliche Teil drin: Lohn, also das Tauschmittel für entgegengebrachte Leistung. Wenn mangelhafte Leistung, nur Teilleistung oder gar keine Leistung erbracht wird, wofür soll dann belohnt werden? Belohnung ist etwas das erarbeitet wird, man verdient sie sich. Und wer sie sich verdient hat, der bekommt sie auch. Beide Anwendungen schaffen Vertrauen und Verlässlichkeit.

Liebe hingegen ist bedingungslos - keine Verlangensdiktatur, keine Erbringungspflicht, kein Machtgefälle - Liebe ist viel mehr Verbundenheit auf Augenhöhe. Liebe hat nichts mit Erziehung zu tun.

Eine sehr interessante Frage, die ich gerne aus der Sicht eines Sub beleuchten möchte. In unserer Beziehung gab es sehr lange keine physischen Strafen und in unserer Dom/Sub Beziehung haben wir auch selten schmerzhafte Praktiken eingesetzt, weil meiner Hoheit, dies keinen Lustgewinn gebracht hat. In unseren Spielen verwenden wir eher subtilere Praktiken, um das Machtgefällte zum Ausdruck zu bringen. Das Thema Strafe haben wir für uns vor einiger Zeit gefunden, um die Challenge für mich zu erhöhen und so den Lustgewinn auch für mich zu steigern. Wenn ich eine schwierige Aufgabe von meiner Herrin erhalten habe,  war dies wohl zu Beginn jeweils sehr schön für uns beide aber wenn ich versagt habe, weil der Druck zur Bewältigung zu gering war, dann ist daraus für beide am Schluss eine Enttäuschung entstanden. Erst als wir realisiert haben, dass eine Strafandrohung bei Nichterfüllung erlaubt, meine Grenzen zu verschieben, haben Strafen Einzug gehalten. Wichtig dabei ist, dass die Strafen wirklich unangenehm für mich sind und nicht zu unserem Standard-Repertoir der Dom/Sub-Spiele gehören. Eine äusserst effektive Methode die Wirksamkeit einer Strafe zu erhöhen, ist auch der zeitliche Versatz zwischen Versagen und Strafe. Wenn ich den Wunsch meiner Hoheit nicht zu erfüllen vermag, dann erhalte ich die Strafe nicht sofort, sondern muss sie zu einem bestimmten Zeitpunkt später abholen. Durch diesen zeitlichen Versatz wird einerseits der Druck zu performen noch einmal erhöht und andererseits ist die Wartezeit auf die Strafe für mich eine zusätzlicher Ansporn, meiner Herrin so gut wie möglich zu dienen. Die Phase bis zur Strafe und die dauernde Angst vor der Strafe ist zudem etwas sehr erregendes. Die richtige Art der Bestrafung zu finden, war für uns gar nicht so einfach, weil es sich ja von unseren übliche Praktiken unterscheiden sollte und für mich wirklich unangenehm und keinen Lustgewinn bewirken sollte. Der Rohrstock war unser Start, aber meine Herrin hatte eher eine Abneigung gegen diese Strafe, so dass wir in der Zwischenzeit zu weniger "handfesten" Methoden gewechselt haben, die aber auch sehr unangenehm sind und auch länger anhalten. Ich empfinde Bestrafung deshalb in der Zwischenzeit als wichtigen Gewinn in unserer Beziehung, da sie mir geholfen haben, meine Hoheit viel intensiver zu dienen und meine Unterwerfung zu vertiefen.

Deswegen ist das auch bei mir über Lob eine "Warnlampe". 😅

vor 8 Minuten, schrieb Brion-:

Belohnung hingegen setzt einen Anreiz, der mutiges Verhalten fordert und Stolz und Ehre mit sich bringt. Würde wir damit nicht verletzt sondern sie wird in ein anderes, wertigeres  Licht gehoben.

Belohnungen werden von mir nicht vorenthalten sondern sie werden nicht ausgegeben, für mich besteht da ein Unterschied. Wie verstehe ich das? Wird eine Belohnung für gute Leistung  in Aussicht gestellt und diese dann bei guter erbrachter Leistung trotzdem nicht ausgegeben dann  ist es ein Vorenthalten und zählt für mich damit zu den erniedrigenden Maßnahmen. In dem Wort Belohnung steckt schon der maßgebliche Teil drin: Lohn, also das Tauschmittel für entgegengebrachte Leistung. Wenn mangelhafte Leistung, nur Teilleistung oder gar keine Leistung erbracht wird, wofür soll dann belohnt werden? Belohnung ist etwas das erarbeitet wird, man verdient sie sich. Und wer sie sich verdient hat, der bekommt sie auch. Beide Anwendungen schaffen Vertrauen und Verlässlichkeit.

Du sprichst von Stolz & Ehre. Mein Herr muss einfach lieben, was er an mir liebt! 😉

Ja, ein Lob kann mal was besonders Gutes sein, aber ich bin immer gleich wertig für meinen Herrn und ein Lob hebt nicht erst diese Wertigkeit an... Genau damit spielen Doms. Wann sie stolz auf eine Sub sind - oder nicht. "Wertigeres Lich", oh man...

Eine Belohnung für gute Leistung in Aussicht zu stellen und dann nicht zu geben, wenn die Leistung entsprechend gut ist, finde ich nicht erniedrigend, sondern Verarschung...😆

Lohn als Tauschmittel für entgegengebrachte Leistung? 

Wo sind wir denn? Bdsm ist doch kein "Tauschgeschäft". 

Was ist denn da Vertrauen und Verlässlichkeit? Ich wäre raus. 🙃 

vor 20 Minuten, schrieb Brion-:

Erniedrigung dient dazu den Willen zu brechen, dient der Selbstaufgabe und zielt darauf ab, Stolz und Ehre zu vernichten. Erniedrigung verletzt die Würde des Menschen. Auch wenn dieses in beiderseitigem Einverständnis, was es in Machtgefällebeziehungen meiner Ansicht nach gar nicht geben kann, vereinbart wird.

Ja, genau. Das Einverständnis kann es in Machtgefälllebeziehungen gar nicht geben. Selten so gelacht. 

Mich erregen Erniedrigungen 👍und unterdrücken mich nicht als Menschen. 

Zu viel Erziehung mit Lob und Ehre und bla, bla, ich bin da auch immer beim Warnlämpchen. Nicht mein Ding. Aber gut, Subs sind ja bekanntermaßen alle verschieden. 🙃 Beweisen muss ich mir nichts! 

vor 9 Stunden, schrieb Brion-:

@TakeThis ich will nicht mit Hey angesprochen werden und ich verbitte mir das deutlich!

 

Warnlampe?

Satire: @alle Subs die meinen Betrag gelesen haben und sich deswegen unsicher sind, versteckt euch schnell vor mir bei TakeThis, dem Beschützer von Subs, Brats, und Bottoms jeglicher Couleur. Er weis wie die Besen fegen, der Mob wischt und der Pölpel rülpst. Seit ihm dankbar für seine Aufklärenden Worte TaktThis kann für euch eine Festung in der Brandung sein. :-)

 

Zurück zum eigentlichen Thema. In der Erziehung, in unserem Fall hier die sexuelle Erziehung,  geht es um die Konditionierung hin zu einem bestimmten Verhalten. Das hat nichts mit Liebe zu tun, selbst wenn Zögling geliebt, verehrt, vergöttert wird, selbst wenn Erzieher geliebt, verehrt, vergöttert wird.

Erniedrigung ist kein Erziehungsmittel. Erniedrigung  ist eine Waffe die Ängste hervorruft. Erniedrigung dient dazu den Willen zu brechen, dient der Selbstaufgabe und zielt darauf ab, Stolz und Ehre zu vernichten. Erniedrigung verletzt die Würde des Menschen. Auch wenn dieses in beiderseitigem Einverständnis, was es in Machtgefällebeziehungen meiner Ansicht nach gar nicht geben kann, vereinbart wird. Belohnung hingegen setzt einen Anreiz, der mutiges Verhalten fordert und Stolz und Ehre mit sich bringt. Würde wir damit nicht verletzt sondern sie wird in ein anderes, wertigeres  Licht gehoben.

Belohnungen werden von mir nicht vorenthalten sondern sie werden nicht ausgegeben, für mich besteht da ein Unterschied. Wie verstehe ich das? Wird eine Belohnung für gute Leistung  in Aussicht gestellt und diese dann bei guter erbrachter Leistung trotzdem nicht ausgegeben dann  ist es ein Vorenthalten und zählt für mich damit zu den erniedrigenden Maßnahmen. In dem Wort Belohnung steckt schon der maßgebliche Teil drin: Lohn, also das Tauschmittel für entgegengebrachte Leistung. Wenn mangelhafte Leistung, nur Teilleistung oder gar keine Leistung erbracht wird, wofür soll dann belohnt werden? Belohnung ist etwas das erarbeitet wird, man verdient sie sich. Und wer sie sich verdient hat, der bekommt sie auch. Beide Anwendungen schaffen Vertrauen und Verlässlichkeit.

Liebe hingegen ist bedingungslos - keine Verlangensdiktatur, keine Erbringungspflicht, kein Machtgefälle - Liebe ist viel mehr Verbundenheit auf Augenhöhe. Liebe hat nichts mit Erziehung zu tun.

Sehr geehrter Herr Brion, wir haben ein sehr verschiedenes Verständnis von Erziehung. Ich würde nie Konditionierung dazu sagen, denn eine Konditionierung ist aus meiner Sicht eine einseitig vorgenommene Wesensänderung, und das wäre für mich zu groß um es allein verantworten zu können.

Bei meiner Erziehung geht es um einfache Verhaltensänderungen wie die korrekte Haltung, und auch um Wesensänderungen, dann aber ausschließlich im klaren, ausdrücklichen beiderseitigen Einvernehmen. Ja, da macht das BDSM-Machtgefälle nix. Immer, wenn es ein reales Machtgefälle gibt, sollte man meiner Meinung nach die Finger von D/s lassen, bzw. andersrum: Eine Beziehung auf Augenhöhe ist meiner Meinung nach Grundvoraussetzung für D/s.

Ist das gegeben, kann man gegenseitig Bedürfnisse erfüllen, selbstverständlich auch eines nach Erniedrigung. Verstehe ich nicht ganz, wie man so ein klassisches BDSM-Sujet in diesem Forum als Verletzung der Menschenwürde bezeichnen kann. Und, naja, wenn jemand das Bedürfnis hat, Leistung zu erbringen um dafür belohnt zu werden, warum nicht? Für mich wäre das eher Pet Play als D/s, aber ist ja egal wie man es nennt 😁

Vor 10 Stunden, schrieb Bratty_Lo:

Deswegen ist das auch bei mir über Lob eine "Warnlampe". 😅

Ja, genau. Das Einverständnis kann es in Machtgefälllebeziehungen gar nicht geben. Selten so gelacht. 

Mich erregen Erniedrigungen 👍und unterdrücken mich nicht als Menschen. 

Zu viel Erziehung mit Lob und Ehre und bla, bla, ich bin da auch immer beim Warnlämpchen. Nicht mein Ding. Aber gut, Subs sind ja bekanntermaßen alle verschieden. 🙃 Beweisen muss ich mir nichts! 

Eine Belohnung in Aussicht stellen und dann bewusst vorenthalten? Das würde mein Vertrauen doch nachhaltig beeinflussen

ein wieder interessantes und gleichzeitig kontroverses thema - hier meine sichtweise dazu....

ich sehe keinen sinn darin situationen zu schaffen, die danach eine möglichkeit für bestrafungen bieten!

ich bin sadist und wenn ich schmerz zufügen möchte tu ich das, auch ohne einen grund dafür zu haben - na sicher gibt es immer mal kleinere vergesslichkeiten oder tollpatschigkeiten und ich glaube einen "blick" dafür zu haben, ob es eben solche grad waren, dann passt es für mich, wenn es mehr oder weniger scharfe aber "leise" ermahnungen gibt, die die aufmerksamkeit definitiv in dem wissen steigern, dass eine wiederholung des fehlers wenig zielführend sein würde ...

sollte es schwerwiegendere verfehlungen geben die eine intensivere reaktion darauf nötig machen und es die situation nicht hergibt sofort zu strafen ... zb öffentlich ... dann kündige ich die zeitnahe strafe an, ohne sie zu bennenen - oft sind es dann demütigungen (weil es neigungen sind, die häufiger bei meinen gespielinnen vorkommen) die sich aber durch besondere umstände zb gastherren oder bestimmte locations verschärfen lassen ...

und habe dann die möglichkeit situationen zu schaffen, in denen diese strafen auch wirkung zeigen ....

darüber hinaus sehe ich für mich keine notwendigkeit strafen zu wollen 

vor 21 Stunden, schrieb Bratty_Lo:

Deswegen ist das auch bei mir über Lob eine "Warnlampe". 😅

Du sprichst von Stolz & Ehre. Mein Herr muss einfach lieben, was er an mir liebt! 😉

Ja, ein Lob kann mal was besonders Gutes sein, aber ich bin immer gleich wertig für meinen Herrn und ein Lob hebt nicht erst diese Wertigkeit an... Genau damit spielen Doms. Wann sie stolz auf eine Sub sind - oder nicht. "Wertigeres Lich", oh man...

Eine Belohnung für gute Leistung in Aussicht zu stellen und dann nicht zu geben, wenn die Leistung entsprechend gut ist, finde ich nicht erniedrigend, sondern Verarschung...😆

Lohn als Tauschmittel für entgegengebrachte Leistung? 

Wo sind wir denn? Bdsm ist doch kein "Tauschgeschäft". 

Was ist denn da Vertrauen und Verlässlichkeit? Ich wäre raus. 🙃 

Ja, genau. Das Einverständnis kann es in Machtgefälllebeziehungen gar nicht geben. Selten so gelacht. 

Mich erregen Erniedrigungen 👍und unterdrücken mich nicht als Menschen. 

Zu viel Erziehung mit Lob und Ehre und bla, bla, ich bin da auch immer beim Warnlämpchen. Nicht mein Ding. Aber gut, Subs sind ja bekanntermaßen alle verschieden. 🙃 Beweisen muss ich mir nichts! 

 

vor 22 Stunden, schrieb Bratty_Lo:

Deswegen ist das auch bei mir über Lob eine "Warnlampe". 😅

Du sprichst von Stolz & Ehre. Mein Herr muss einfach lieben, was er an mir liebt! 😉

Ja, ein Lob kann mal was besonders Gutes sein, aber ich bin immer gleich wertig für meinen Herrn und ein Lob hebt nicht erst diese Wertigkeit an... Genau damit spielen Doms. Wann sie stolz auf eine Sub sind - oder nicht. "Wertigeres Lich", oh man...

Eine Belohnung für gute Leistung in Aussicht zu stellen und dann nicht zu geben, wenn die Leistung entsprechend gut ist, finde ich nicht erniedrigend, sondern Verarschung...😆

Lohn als Tauschmittel für entgegengebrachte Leistung? 

Wo sind wir denn? Bdsm ist doch kein "Tauschgeschäft". 

Was ist denn da Vertrauen und Verlässlichkeit? Ich wäre raus. 🙃 

Ja, genau. Das Einverständnis kann es in Machtgefälllebeziehungen gar nicht geben. Selten so gelacht. 

Mich erregen Erniedrigungen 👍und unterdrücken mich nicht als Menschen. 

Zu viel Erziehung mit Lob und Ehre und bla, bla, ich bin da auch immer beim Warnlämpchen. Nicht mein Ding. Aber gut, Subs sind ja bekanntermaßen alle verschieden. 🙃 Beweisen muss ich mir nichts! 

Das mit der Warnlampe habe ich noch nicht so richtig verstanden auch aus dem Beitrag von TakeThis habe ich es wohl auch noch nicht richtig verstanden. Vielleicht kann das mal jemand deutlich aussprechen, würde mich darüber freuen.

Wenn dich Erniedrigung erregt ist das doch schön aber es ändert nichts an der Tatsache, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. Und auch wenn es den Herrn erregt zu erniedrigen so ändert auch das nichts daran, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. 

Für mich ist das interessant weil ich mir die Frage stelle in wie weit kann ich einen Menschen noch respektieren wenn er sich freiwillig von mir erniedrigen lässt und die Kernfrage, wie oder wo fängt Erniedrigung an. Wenn Stolz, Ehre  und Würde keine Rolle mehr spielen was macht den Menschen dann noch als Menschen aus?  Ich denke dann fehlen essentielle Einrichtungen.

"Ja, genau. Das Einverständnis kann es in Machtgefälllebeziehungen gar nicht geben. Selten so gelacht. " Warum, was findest du daran so lächerlich?

vor 3 Minuten, schrieb Brion-:

Das mit der Warnlampe habe ich noch nicht so richtig verstanden auch aus dem Beitrag von TakeThis habe ich es wohl auch noch nicht richtig verstanden. Vielleicht kann das mal jemand deutlich aussprechen, würde mich darüber freuen.

Wenn dich Erniedrigung erregt ist das doch schön aber es ändert nichts an der Tatsache, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. Und auch wenn es den Herrn erregt zu erniedrigen so ändert auch das nichts daran, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. 

Für mich ist das interessant weil ich mir die Frage stelle in wie weit kann ich einen Menschen noch respektieren wenn er sich freiwillig von mir erniedrigen lässt und die Kernfrage, wie oder wo fängt Erniedrigung an. Wenn Stolz, Ehre  und Würde keine Rolle mehr spielen was macht den Menschen dann noch als Menschen aus?  Ich denke dann fehlen essentielle Einrichtungen.

"Ja, genau. Das Einverständnis kann es in Machtgefälllebeziehungen gar nicht geben. Selten so gelacht. " Warum, was findest du daran so lächerlich?

Wie sagte ein, für mich  besonderer Mensch erst letztens zu mir, ich bin Sklave und diene mit Stolz.

Ich liebe die Erniedrigung,  es sieht für dich vielleicht aus, wie Entwüdigung, ist aber im höchsten Maß an Wertschätzung vom Master an die Sklavin zu verstehen. Er schätzt sie somit wert, in ihrem Wesen, in ihrer Neigung und ihren tiefen Bedürfnissen.  Es ist der größte Beweis an Wertschätzung und Vertrauen, den es gibt. Das ist meine Meinung dazu.

vor 13 Stunden, schrieb TakeThis:

Sehr geehrter Herr Brion, wir haben ein sehr verschiedenes Verständnis von Erziehung. Ich würde nie Konditionierung dazu sagen, denn eine Konditionierung ist aus meiner Sicht eine einseitig vorgenommene Wesensänderung, und das wäre für mich zu groß um es allein verantworten zu können.

Bei meiner Erziehung geht es um einfache Verhaltensänderungen wie die korrekte Haltung, und auch um Wesensänderungen, dann aber ausschließlich im klaren, ausdrücklichen beiderseitigen Einvernehmen. Ja, da macht das BDSM-Machtgefälle nix. Immer, wenn es ein reales Machtgefälle gibt, sollte man meiner Meinung nach die Finger von D/s lassen, bzw. andersrum: Eine Beziehung auf Augenhöhe ist meiner Meinung nach Grundvoraussetzung für D/s.

Ist das gegeben, kann man gegenseitig Bedürfnisse erfüllen, selbstverständlich auch eines nach Erniedrigung. Verstehe ich nicht ganz, wie man so ein klassisches BDSM-Sujet in diesem Forum als Verletzung der Menschenwürde bezeichnen kann. Und, naja, wenn jemand das Bedürfnis hat, Leistung zu erbringen um dafür belohnt zu werden, warum nicht? Für mich wäre das eher Pet Play als D/s, aber ist ja egal wie man es nennt 😁

Danke für den Wechsel in der Anrede. 

Das mit der Warnlampe habe ich noch noch nicht verstanden, vielleicht möchtest du etwas dazu sagen.

Konditionierung mit dem Ziel als einseitige Wesensveränderung funktioniert so nicht weil sich der Konditionierende mit der Konditionierung des Gegenüber auch verändert.

"Verstehe ich nicht ganz, wie man so ein klassisches BDSM-Sujet in diesem Forum als Verletzung der Menschenwürde bezeichnen kann" Das ist die Frage für mich, geht es um Absprachen, Freiwilligkeiten die im klaren Verstand getroffen werden oder bewegen wir uns bewusst oder unbewusst im Ausnutzen von psychisch ungünstigen oder auch günstigen Zuständen.

vor 2 Stunden, schrieb Brion-:

Das mit der Warnlampe habe ich noch nicht so richtig verstanden auch aus dem Beitrag von TakeThis habe ich es wohl auch noch nicht richtig verstanden

Ich versuche es nochmal zu erklären @Brion- Ein Lob kann eine Sub auch mal wachsen lassen. Aber Anerkennung bringt mein Herr mir so oder so entgegen. 😉 Sicher bewertet er auch mein Verhalten, aber eben neigungsbezogen. Für mich ist es so, dass die meisten Subs ihrem Dom gefallen möchten. Und ja, Lob geht da noch besser als Strafe. Oder eben auch, wann sie stolz auf die Sub sind. Sie da ein wenig weiter zu bringen, dagegen spricht nichts. Dabei gehen aber genug Subs weiter als sie eigentlich möchten.
 
Und nicht gerade selten wird Lob manipulativ eingesetzt, bzw. das Spiel wann der Dom denn stolz auf die Sub ist und wann nicht!  Ein hoher Druck, wie ich finde. Und da gibt es Doms, Sub ist richtig oder gut, wenn sie Leistung erbringt.
 
Am 28.12.2025 at 09:33, schrieb Brion-:

sondern sie wird in ein anderes, wertigeres  Licht gehoben.

Das mit dem "wertiger" und einige Stellen fand ich in der Hinsicht nicht gut. 

Es mag nicht so gemeint gewesen sein, aber es klang nach einem "leistungsorientieren" bdsm. Die Sub läuft Anerkennung hinterher. Und wertig sollte sie ja immer sein. 
 
Jedenfalls muss es passen und eine Sub nicht nur gut sein unter bestimmten Bedingungen. Das ist man halt schon durch die Wahl als Partner. 👍 Dafür erbringe ich im bdsm nicht erst "Leistung" oder "Gegenleistung". 
 
Am 28.12.2025 at 09:33, schrieb Brion-:

Liebe hingegen ist bedingungslos

Das schreibst du ja zum Glück und Entschuldigung, daß hatte ich zunächst nicht gelesen. Das dann echt toxische wäre für mich: "Ich habe dich lieb, wenn..."

Jedenfalls ist das bei mir eine gewisse Skepsis, diese Richtung im bdsm, mit Lob und Stolz und "für mich", ich kann es nicht beschreiben. Ich habe einfach eine Neigung. Und Lob & Anerkennung - bzw. das Ausbleiben dessen, mag vielleicht sogar in einem "Abhängigkeitsverhältnis" mit die größte Manipulation sein. Ich sehe es so. Und ja, mein Herr wertet neigungsbezogen auch schon braves Verhalten oder nicht usw. Aber ich bin eben immer richtig für ihn. Darauf wollte ich hinaus. 

vor 16 Stunden, schrieb TakeThis:

Und, naja, wenn jemand das Bedürfnis hat, Leistung zu erbringen um dafür belohnt zu werden, warum nicht? Für mich wäre das eher Pet Play als D/s, aber ist ja egal wie man es nennt 😁

Deine Leistung zu erbringen @TakeThis macht hingegen richtig Bock! 😅👍 Tolle Spiele und Challenges! Einer der Klassiker ist bei uns mit einer Nippelkette Bügelschlösser transportieren. Man kann mehr auf einmal aufnehmen, dann tut es auch sehr weh. Oder häufiger laufen und schafft vielleicht nicht alle. Logisch, die liegen gebliebenen geben Hiebe. 😔

Und lustig war die Reihe aus Domino Steinen, die ich auf dem Boden mit auf den Rücken gefesselten Händen bauen sollte. Nicht einfach, die kleinen Steine mit dem Mund abzustellen, den Abstand korrekt zu machen. 😅 Und wenn einer vorzeitig fällt, geht die Reihe zu früh los und man muss von vorne anfangen. Natürlich tickt die Zeit. Ich konnte allerdings auch Steine stehen lassen. Bei den letzten habe ich vor Aufregung gezittert und die liegen gelassen. Die Kette hat dann funktioniert! 😃 Bis auf 2, 3 nicht gemachte Steine, die dann Hiebe gaben. Auf die Füße und davor habe ich Angst. 😰 Aber nachher hätte ich die zu zittrig hingestellt und die müssen ja eng neben die anderen Steine mit dem Mund und ich hätte die umgeschubst. Wären alle zu früh losgegangen, wäre alles nicht geschafft gewesen! 

Wir haben auch schon Tor Schießen gespielt. Dabei wurde mir ein Plug in den Hintern gesteckt und daran ein Schwänzchen befestigt. Mühsam in der Hocke musste ich mit dem Schwänzchen hinten dran einen Tennisball treffen und zum Anstoßen mein Becken nach vorne bewegen, den Ball in ein Tor manövrieren. War gar nicht so einfach, er kullerte manchmal in die falsche Richtung und ich bin schnell in der Hocke wie eine Ente hinterher... Seile im Raum gespannt, durch die ich mich winden soll, Angelspiele von einer Schnur oder auf Zehenspitzen breitbeinig über eine Schnur laufen und die nicht berühren zu dürfen, der heiße Draht... Rohrstock Mikado spielen. Uh! 😱 Ich habe beliebtere und unbeliebtere Rohrstöcke. Je nachdem, welche wackeln oder nicht, kommen die dann dran. Einen Turm aus Klötzchen mit dem Mund errichten müssen und lustige Apportierspiele. 😆 Oder ein Parcours. Dann muss ich dreimal im Knien unter dem Tisch durch, dann wieder schnell hoch und weiterlaufen, etwas einsammeln usw. 
 
Ja, ich renne auf alle Vieren auch schneller, wenn ich vor dem Rohrstock flüchten will. Und merkte mal gar nicht, dass ich mir die Knie schon blutig aufgekratzt gelaufen hatte. Hoch amüsant für meinen Herrn. Wie schnell ich dann werden kann...😅👍
 
Klar, man kann da auch scheitern. Aber es gibt eine realistische Chance. Wie in Spielsendungen. Teams schaffen eine Aufgabe in einer bestimmten Zeit oder auch nicht. Dabei kann es "Alles oder Nichts" heißen, aber auch Zwischenziele geben. Man erspielt einen Geldkoffer und kann pokern, ob man noch mehr auf Risiko geht und den nächst größeren wagt usw. 😅 So oder so, wertet mein Herr Mühe. Mich treibt die Angst vor Hieben an. Aber auch die Aussicht Belohnungen oder Erleichterungen erspielen zu können, kann natürlich was. In Kombination geht das auch. Wer strengt sich da nicht an? 😜 Dabei ist das natürlich ein Spiel, aber ich bin dan so drinnen, als ginge es um Alles. 😅 Mein Herr amüsiert sich dabei hervorragend. Ja, sowas finde ich leistungsbezogen richtig gut! 
 
Zu Konditionierung: macht mein Herr eher "seicht". Das sind dann Sachen, die ich quasi per Automatismus tue und wo er das sinnvoll findet. Ich weiß das aber. Grundsätzlich mag er ja gerade das bewusste Hadern und Zögern und weniger den perfekten Gehorsam (wenn auch einen "Grundgehorsam" in so einigen Dingen). 
 
Am 28.12.2025 at 09:33, schrieb Brion-:

Erniedrigung verletzt die Würde des Menschen. Auch wenn dieses in beiderseitigem Einverständnis, was es in Machtgefällebeziehungen meiner Ansicht nach gar nicht geben kann, vereinbart wird. 

Das sehe ich halt anders @Brion-. Ich spreche Erniedrigungen vorher ab. Sie erregen mich. Und da habe ich auch klare Tabus. Bodyshaming zum Beispiel. Aber gerade das Spiel um mein Schamgefühl, "peinliche" Dinge tun zu müssen, das erregt mich sehr. Dabei wäre ich von selbst nicht dazu in der Lage. 🙈 Und ich mag und brauche den Druck, dass mein Herr mich dahinführt. Und auch das Machtgefälle erregt mich. Befehle und so. 😅 Allein ein "bück dich!" Und im Grunde genommen kann man das schon als erniedrigend ansehen, eine Bückstellung einnehmen zu müssen. Natürlich gehen Erniedrigungen weitaus weiter. Wenn man denn drauf steht...👍 Und mehr ist es nicht. Bei mir ist das sexuell konnotiert. 

vor 2 Stunden, schrieb Brion-:

Das ist die Frage für mich, geht es um Absprachen, Freiwilligkeiten die im klaren Verstand getroffen werden oder bewegen wir uns bewusst oder unbewusst im Ausnutzen von psychisch ungünstigen oder auch günstigen Zuständen.

Tja, psychisch ungünstige Zustände sollten nie ausgenutzt werden. Und ein Ausnutzen verstehe ich als bewusst. Wo wir uns unbewusst hinbegeben, das ist wohl auch ein ständiges Reflektieren und Kommunizieren, lernen, was einem da gut tut und ein Dom, der dahingend die Zustände seiner Sub immer besser einzuschätzen weiß. 

vor 2 Stunden, schrieb Brion-:

Für mich ist das interessant weil ich mir die Frage stelle in wie weit kann ich einen Menschen noch respektieren wenn er sich freiwillig von mir erniedrigen lässt

Das eine ist schlicht und einfach ganz klar Neigung für mich @Brion- Als Sadist mag mein Herr auch Erniedrigungen. Denn ich "quäle" mich da hindurch, muss mich überwinden usw. Aber es ist ja ebenfalls meine Neigung. Es wäre ja wohl schlimm, wenn er mich deshalb nicht mehr respektieren könnte. 😳 Dann kann man das in der Tat lassen. 

vor 2 Stunden, schrieb Brion-:

und die Kernfrage, wie oder wo fängt Erniedrigung an. Wenn Stolz, Ehre  und Würde keine Rolle mehr spielen was macht den Menschen dann noch als Menschen aus?

Alles, was neigungsbezogen beide gut finden. Das hat für mich 0 mit "Ehre" zu tun. Schädlich wäre es für mich, einer Person ohne Neigung dadurch ihren Willen nehmen zu wollen. Ich werde gerne mal auf eine solche Art untergeordnet und gequält. Wir sind auch ganz normal. 😅 

Genau und was sind Erniedrigungen? Gerade trage ich eine Mülltüte untenrum. 😔 Ist schon erniedrigend, dann wird das so feucht und knistert peinlich. Ich laufe nur langsam... Und muss noch einkaufen. Einen Plug trage ich auch. 
 
Die schallende Ohrfeige? Zuckt direkt untenrum bei mir. Aus dem Napf schlabbern und den Hintern dabei so schön rausstrecken? Mich vor meinem Herrn in der Badewanne ergießen zu müssen?  Die Gewichte, die schmerzhaft an den Schamlippen oder Nippeln ziehen? 😭 Oder wäre das rein SM? Objektifizierung? Kann ja auch mal nett sein, ein Möbelstück zu sein. Ekelsachen? Mal was auflecken, ja auch Schuhe lecke ich ab oder mein Gesabber vom Boden. Kann mein Herr ja nichts dafür, wenn ich mit dem Knebel meinen Speichelfluss nicht kontrollieren kann...😔 Den Muschislip als Knebel? Was kann er schon dafür, wenn ich feucht werde? 😔 
 
Man kann machen, was beide mögen. Ich mag diverse Erniedrigungen. Ich denke hier allerdings, dass meine Grundidee von bdsm und meine Vorstellungen davon, vermutlich auch sehr anders sind, als deine. Alles gut, solange jeder da weiß, was man gut findet...😅👍 
vor 4 Stunden, schrieb Brion-:

Das mit der Warnlampe habe ich noch nicht so richtig verstanden auch aus dem Beitrag von TakeThis habe ich es wohl auch noch nicht richtig verstanden. Vielleicht kann das mal jemand deutlich aussprechen, würde mich darüber freuen.

Wenn dich Erniedrigung erregt ist das doch schön aber es ändert nichts an der Tatsache, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. Und auch wenn es den Herrn erregt zu erniedrigen so ändert auch das nichts daran, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. 

Für mich ist das interessant weil ich mir die Frage stelle in wie weit kann ich einen Menschen noch respektieren wenn er sich freiwillig von mir erniedrigen lässt und die Kernfrage, wie oder wo fängt Erniedrigung an. Wenn Stolz, Ehre  und Würde keine Rolle mehr spielen was macht den Menschen dann noch als Menschen aus?  Ich denke dann fehlen essentielle Einrichtungen.

"Ja, genau. Das Einverständnis kann es in Machtgefälllebeziehungen gar nicht geben. Selten so gelacht. " Warum, was findest du daran so lächerlich?

Warnlampe: Ich denke, der Grundzustand der Beziehung zwischen Dom und Sub sollte gut sein, so dass sich beide wohl fühlen. Ohne dass man irgendwas spezielles dafür tun müsste. Und Sub sollte, so es der Kink von beiden ist, dem Herrn dienen WOLLEN. Also auch ohne Belohnung. Weil es eben ihr Kink ist. Wenn Sub dient, weil sie Belohnung will, und nicht weil sie dienen will ........ was tut sie dann sonst noch für Belohnung? Dann finde ich es sehr schwierig eine Grenze zu ziehen, inwieweit Sub Dinge tut, die sie nicht tun will, nur wegen einer Belohnung, und das kann dann gefährlich bzw. entwürdigend werden.

Und sie muss es ja tun, weil anscheinend der Grundzustand - einfach so, ohne irgendwas spezielles, also auch ohne Belohnung - belastend ist. Ehrlos, ohne Stolz. Wenn es dann also keine Belohnung gibt .... dann fehlt doch Interaktion. Aftercare. Gerade in solchen Momenten braucht es das doch, sich gegenseitig zu spüren. Aber Belohnung vorenthalten, das ist doch so etwas wie Kontaktabbruch, du entziehst dich ihr .... also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es gesunde Subs gibt, die sagen "Bitte bestrafe mich damit, dass du dich mir entziehst, das ist mein Kink". Wer weiß, vielleicht gibt es das tatsächlich, und diejenigen werden dann sicher voll auf dich abfahren, bei den anderen leuchtet halt ein Warnlämpchen.

Entwürdigung: "Würde" ist ein komplizierter Begriff, nicht einfach zu definieren, aber ich denke er hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun. Wenn ich selbst bestimmen kann was ich tue, was ich esse, wo ich bin, wer mich sieht, mit wem ich zusammen bin, dann habe ich Würde ..... mal als Arbeitsdefinition. So, dann ist es einfach: Wenn ich erniedrigt werden möchte, weil mich das erregt, dann suche ich jemanden, der das im beiderseitigen Einvernehmen macht - das ist Selbstbestimmung. Wenn einem das verboten wird und man seine sexuellen Phantasien nicht ausleben kann, dann ist das Fremdbestimmung und nimmt dem Menschen einen Teil seiner Würde.

Um Selbstbestimmung ausüben zu können, muss man sich sehr gut kennen, man muss den Mut haben zu sich stehen. Man braucht Selbstbewusstsein. Ein Mensch, der sich freiwillig erniedrigen lässt, verdient höchsten Respekt, weil er sich die Freiheit nimmt, er selbst zu sein. Mehr Würde geht nicht. (Das mit dem höchsten Respekt natürlich nur insgeheim!)

vor 10 Stunden, schrieb Brion-:

Wenn dich Erniedrigung erregt ist das doch schön aber es ändert nichts an der Tatsache, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. Und auch wenn es den Herrn erregt zu erniedrigen so ändert auch das nichts daran, dass Erniedrigung eine entwürdigende Handlung ist. 

Für mich ist das interessant weil ich mir die Frage stelle in wie weit kann ich einen Menschen noch respektieren wenn er sich freiwillig von mir erniedrigen lässt und die Kernfrage, wie oder wo fängt Erniedrigung an. Wenn Stolz, Ehre  und Würde keine Rolle mehr spielen was macht den Menschen dann noch als Menschen aus?  Ich denke dann fehlen essentielle Einrichtungen.

Dabei gilt es, wie ich finde, aber doch in jedem Fall den Kontext mit zu berücksichtigen. 
 

Es ist Erniedrigung, aber diese wirkt doch auf entsprechende Menschen dieser Vorliebe ganz, ganz anders als z. B. eine Erniedrigung durch Fremde auf der Straße. Daher sollte man ggf. doch auch hinsichtlich der Wirkung klar differenzieren.
Gerade durch den SafeSpace, den eine innige und vertrauensvolle Verbindung bildet kann man die Erniedrigung im BDSM-Kontext zu etwas sehr lustvollem machen, frei von Entwürdigung. 
Vielmehr gleicht es dann einem Ritterschlag, einer liebevollen Geste, dem „Gesehenwerden“ unter dem Aspekt des Machtgefälles. Natürlich immer vorausgesetzt beide finden Gefallen daran. 
 

Dann, so habe ich die Erfahrung gemacht, kann Erniedrigung ein sehr intensives Empfinden begünstigen und wenn die Dom-Person dies gern gibt werden beide daraus das Ihre ziehen können.
 

Ganz schlimm finde ich die Vorstellung, aufgrund von Erniedrigung nicht mehr als Mensch respektiert zu werden. Das kann ich mir wirklich nur vorstellen, wenn die Dom-Person mit Erniedrigung im BDSM gar nichts anfangen kann. Aber dann sollte man dies, zum Wohle der Beziehung, wohl einfach auch ganz lassen. 
Man darf dabei ja nie vergessen, dass zum einen durch die Erniedrigung ein inniges Bedürfnis, auf Seiten der Sub-Person, befriedigt wird und andererseits dies nicht leichtfertig zugelassen wird, sondern wohl in der Regel nur sehr wenige, ausgesuchte Menschen soweit gehen dürfen, entsprechende Erniedrigung zu erzeugen. Man lässt sich also vermutlich nicht wahllos von Jedermann erniedrigen und zeigt so gar keine Selbstachtung. Vielmehr ist es für mich ein starker Vertrauensbeweis, sich so zu zeigen und dies zulassen zu können. 

Grundsätzlich mag ich es wenn die Strafe/Funishment zum Vergehen passt.

Sie nörgelt rum, dann gibt es Knebel. Sie hat was nicht erwähnt, vorlesen eines Aufsatzes auf trockenen Erbsen kniend. Ein unerlaubter Orgasmus, endet mit Zwangsorgasmen. 
Bei Funishments schaue ich auch natürlich, dass ich Spaß daran habe die „Strafe“ umzusetzen.

Bei Strafen, die dazu dienen richtige Scham und Schuldgefühle, für etwas das schief gelaufen ist zu verarbeiten. Da geht es hauptsächlich darum, diese Gefühle zu verarbeiten. Nicht um meinen oder den Spaß von Sub. 

vor 8 Stunden, schrieb TakeThis:

Warnlampe: Ich denke, der Grundzustand der Beziehung zwischen Dom und Sub sollte gut sein, so dass sich beide wohl fühlen. Ohne dass man irgendwas spezielles dafür tun müsste. Und Sub sollte, so es der Kink von beiden ist, dem Herrn dienen WOLLEN. Also auch ohne Belohnung. Weil es eben ihr Kink ist. Wenn Sub dient, weil sie Belohnung will, und nicht weil sie dienen will ........ was tut sie dann sonst noch für Belohnung? Dann finde ich es sehr schwierig eine Grenze zu ziehen, inwieweit Sub Dinge tut, die sie nicht tun will, nur wegen einer Belohnung, und das kann dann gefährlich bzw. entwürdigend werden.

Und sie muss es ja tun, weil anscheinend der Grundzustand - einfach so, ohne irgendwas spezielles, also auch ohne Belohnung - belastend ist. Ehrlos, ohne Stolz. Wenn es dann also keine Belohnung gibt .... dann fehlt doch Interaktion. Aftercare. Gerade in solchen Momenten braucht es das doch, sich gegenseitig zu spüren. Aber Belohnung vorenthalten, das ist doch so etwas wie Kontaktabbruch, du entziehst dich ihr .... also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es gesunde Subs gibt, die sagen "Bitte bestrafe mich damit, dass du dich mir entziehst, das ist mein Kink". Wer weiß, vielleicht gibt es das tatsächlich, und diejenigen werden dann sicher voll auf dich abfahren, bei den anderen leuchtet halt ein Warnlämpchen.

Entwürdigung: "Würde" ist ein komplizierter Begriff, nicht einfach zu definieren, aber ich denke er hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun. Wenn ich selbst bestimmen kann was ich tue, was ich esse, wo ich bin, wer mich sieht, mit wem ich zusammen bin, dann habe ich Würde ..... mal als Arbeitsdefinition. So, dann ist es einfach: Wenn ich erniedrigt werden möchte, weil mich das erregt, dann suche ich jemanden, der das im beiderseitigen Einvernehmen macht - das ist Selbstbestimmung. Wenn einem das verboten wird und man seine sexuellen Phantasien nicht ausleben kann, dann ist das Fremdbestimmung und nimmt dem Menschen einen Teil seiner Würde.

Um Selbstbestimmung ausüben zu können, muss man sich sehr gut kennen, man muss den Mut haben zu sich stehen. Man braucht Selbstbewusstsein. Ein Mensch, der sich freiwillig erniedrigen lässt, verdient höchsten Respekt, weil er sich die Freiheit nimmt, er selbst zu sein. Mehr Würde geht nicht. (Das mit dem höchsten Respekt natürlich nur insgeheim!)

Based. 

Love it. 

Über eine Strafe entscheidet allein die Herrin/der Herr. Die Grenze ist zuvor vereinbart worden.

 

vor 4 Minuten, schrieb oldieü65:

Über eine Strafe entscheidet allein die Herrin/der Herr. Die Grenze ist zuvor vereinbart worden.

So kurze Worte und dabei so basiert; - Respekt! :) 

vor 21 Stunden, schrieb Bratty_Lo:
Ich versuche es nochmal zu erklären @Brion- Ein Lob kann eine Sub auch mal wachsen lassen. Aber Anerkennung bringt mein Herr mir so oder so entgegen. 😉 Sicher bewertet er auch mein Verhalten, aber eben neigungsbezogen. Für mich ist es so, dass die meisten Subs ihrem Dom gefallen möchten. Und ja, Lob geht da noch besser als Strafe. Oder eben auch, wann sie stolz auf die Sub sind. Sie da ein wenig weiter zu bringen, dagegen spricht nichts. Dabei gehen aber genug Subs weiter als sie eigentlich möchten.
 
Und nicht gerade selten wird Lob manipulativ eingesetzt, bzw. das Spiel wann der Dom denn stolz auf die Sub ist und wann nicht!  Ein hoher Druck, wie ich finde. Und da gibt es Doms, Sub ist richtig oder gut, wenn sie Leistung erbringt.
 

Das mit dem "wertiger" und einige Stellen fand ich in der Hinsicht nicht gut. 

Es mag nicht so gemeint gewesen sein, aber es klang nach einem "leistungsorientieren" bdsm. Die Sub läuft Anerkennung hinterher. Und wertig sollte sie ja immer sein. 
 
Jedenfalls muss es passen und eine Sub nicht nur gut sein unter bestimmten Bedingungen. Das ist man halt schon durch die Wahl als Partner. 👍 Dafür erbringe ich im bdsm nicht erst "Leistung" oder "Gegenleistung". 
 

Das schreibst du ja zum Glück und Entschuldigung, daß hatte ich zunächst nicht gelesen. Das dann echt toxische wäre für mich: "Ich habe dich lieb, wenn..."

Jedenfalls ist das bei mir eine gewisse Skepsis, diese Richtung im bdsm, mit Lob und Stolz und "für mich", ich kann es nicht beschreiben. Ich habe einfach eine Neigung. Und Lob & Anerkennung - bzw. das Ausbleiben dessen, mag vielleicht sogar in einem "Abhängigkeitsverhältnis" mit die größte Manipulation sein. Ich sehe es so. Und ja, mein Herr wertet neigungsbezogen auch schon braves Verhalten oder nicht usw. Aber ich bin eben immer richtig für ihn. Darauf wollte ich hinaus. 

Deine Leistung zu erbringen @TakeThis macht hingegen richtig Bock! 😅👍 Tolle Spiele und Challenges! Einer der Klassiker ist bei uns mit einer Nippelkette Bügelschlösser transportieren. Man kann mehr auf einmal aufnehmen, dann tut es auch sehr weh. Oder häufiger laufen und schafft vielleicht nicht alle. Logisch, die liegen gebliebenen geben Hiebe. 😔

Und lustig war die Reihe aus Domino Steinen, die ich auf dem Boden mit auf den Rücken gefesselten Händen bauen sollte. Nicht einfach, die kleinen Steine mit dem Mund abzustellen, den Abstand korrekt zu machen. 😅 Und wenn einer vorzeitig fällt, geht die Reihe zu früh los und man muss von vorne anfangen. Natürlich tickt die Zeit. Ich konnte allerdings auch Steine stehen lassen. Bei den letzten habe ich vor Aufregung gezittert und die liegen gelassen. Die Kette hat dann funktioniert! 😃 Bis auf 2, 3 nicht gemachte Steine, die dann Hiebe gaben. Auf die Füße und davor habe ich Angst. 😰 Aber nachher hätte ich die zu zittrig hingestellt und die müssen ja eng neben die anderen Steine mit dem Mund und ich hätte die umgeschubst. Wären alle zu früh losgegangen, wäre alles nicht geschafft gewesen! 

Wir haben auch schon Tor Schießen gespielt. Dabei wurde mir ein Plug in den Hintern gesteckt und daran ein Schwänzchen befestigt. Mühsam in der Hocke musste ich mit dem Schwänzchen hinten dran einen Tennisball treffen und zum Anstoßen mein Becken nach vorne bewegen, den Ball in ein Tor manövrieren. War gar nicht so einfach, er kullerte manchmal in die falsche Richtung und ich bin schnell in der Hocke wie eine Ente hinterher... Seile im Raum gespannt, durch die ich mich winden soll, Angelspiele von einer Schnur oder auf Zehenspitzen breitbeinig über eine Schnur laufen und die nicht berühren zu dürfen, der heiße Draht... Rohrstock Mikado spielen. Uh! 😱 Ich habe beliebtere und unbeliebtere Rohrstöcke. Je nachdem, welche wackeln oder nicht, kommen die dann dran. Einen Turm aus Klötzchen mit dem Mund errichten müssen und lustige Apportierspiele. 😆 Oder ein Parcours. Dann muss ich dreimal im Knien unter dem Tisch durch, dann wieder schnell hoch und weiterlaufen, etwas einsammeln usw. 
 
Ja, ich renne auf alle Vieren auch schneller, wenn ich vor dem Rohrstock flüchten will. Und merkte mal gar nicht, dass ich mir die Knie schon blutig aufgekratzt gelaufen hatte. Hoch amüsant für meinen Herrn. Wie schnell ich dann werden kann...😅👍
 
Klar, man kann da auch scheitern. Aber es gibt eine realistische Chance. Wie in Spielsendungen. Teams schaffen eine Aufgabe in einer bestimmten Zeit oder auch nicht. Dabei kann es "Alles oder Nichts" heißen, aber auch Zwischenziele geben. Man erspielt einen Geldkoffer und kann pokern, ob man noch mehr auf Risiko geht und den nächst größeren wagt usw. 😅 So oder so, wertet mein Herr Mühe. Mich treibt die Angst vor Hieben an. Aber auch die Aussicht Belohnungen oder Erleichterungen erspielen zu können, kann natürlich was. In Kombination geht das auch. Wer strengt sich da nicht an? 😜 Dabei ist das natürlich ein Spiel, aber ich bin dan so drinnen, als ginge es um Alles. 😅 Mein Herr amüsiert sich dabei hervorragend. Ja, sowas finde ich leistungsbezogen richtig gut! 
 
Zu Konditionierung: macht mein Herr eher "seicht". Das sind dann Sachen, die ich quasi per Automatismus tue und wo er das sinnvoll findet. Ich weiß das aber. Grundsätzlich mag er ja gerade das bewusste Hadern und Zögern und weniger den perfekten Gehorsam (wenn auch einen "Grundgehorsam" in so einigen Dingen). 
 

Das sehe ich halt anders @Brion-. Ich spreche Erniedrigungen vorher ab. Sie erregen mich. Und da habe ich auch klare Tabus. Bodyshaming zum Beispiel. Aber gerade das Spiel um mein Schamgefühl, "peinliche" Dinge tun zu müssen, das erregt mich sehr. Dabei wäre ich von selbst nicht dazu in der Lage. 🙈 Und ich mag und brauche den Druck, dass mein Herr mich dahinführt. Und auch das Machtgefälle erregt mich. Befehle und so. 😅 Allein ein "bück dich!" Und im Grunde genommen kann man das schon als erniedrigend ansehen, eine Bückstellung einnehmen zu müssen. Natürlich gehen Erniedrigungen weitaus weiter. Wenn man denn drauf steht...👍 Und mehr ist es nicht. Bei mir ist das sexuell konnotiert. 

Tja, psychisch ungünstige Zustände sollten nie ausgenutzt werden. Und ein Ausnutzen verstehe ich als bewusst. Wo wir uns unbewusst hinbegeben, das ist wohl auch ein ständiges Reflektieren und Kommunizieren, lernen, was einem da gut tut und ein Dom, der dahingend die Zustände seiner Sub immer besser einzuschätzen weiß. 

Das eine ist schlicht und einfach ganz klar Neigung für mich @Brion- Als Sadist mag mein Herr auch Erniedrigungen. Denn ich "quäle" mich da hindurch, muss mich überwinden usw. Aber es ist ja ebenfalls meine Neigung. Es wäre ja wohl schlimm, wenn er mich deshalb nicht mehr respektieren könnte. 😳 Dann kann man das in der Tat lassen. 

Alles, was neigungsbezogen beide gut finden. Das hat für mich 0 mit "Ehre" zu tun. Schädlich wäre es für mich, einer Person ohne Neigung dadurch ihren Willen nehmen zu wollen. Ich werde gerne mal auf eine solche Art untergeordnet und gequält. Wir sind auch ganz normal. 😅 

Genau und was sind Erniedrigungen? Gerade trage ich eine Mülltüte untenrum. 😔 Ist schon erniedrigend, dann wird das so feucht und knistert peinlich. Ich laufe nur langsam... Und muss noch einkaufen. Einen Plug trage ich auch. 
 
Die schallende Ohrfeige? Zuckt direkt untenrum bei mir. Aus dem Napf schlabbern und den Hintern dabei so schön rausstrecken? Mich vor meinem Herrn in der Badewanne ergießen zu müssen?  Die Gewichte, die schmerzhaft an den Schamlippen oder Nippeln ziehen? 😭 Oder wäre das rein SM? Objektifizierung? Kann ja auch mal nett sein, ein Möbelstück zu sein. Ekelsachen? Mal was auflecken, ja auch Schuhe lecke ich ab oder mein Gesabber vom Boden. Kann mein Herr ja nichts dafür, wenn ich mit dem Knebel meinen Speichelfluss nicht kontrollieren kann...😔 Den Muschislip als Knebel? Was kann er schon dafür, wenn ich feucht werde? 😔 
 
Man kann machen, was beide mögen. Ich mag diverse Erniedrigungen. Ich denke hier allerdings, dass meine Grundidee von bdsm und meine Vorstellungen davon, vermutlich auch sehr anders sind, als deine. Alles gut, solange jeder da weiß, was man gut findet...😅👍 

Das ist jetzt wirklich ein sehr intensiver Einblick der mich nochmal überdenken lässt. Danke für deine Offenheit, die hat meinen Horizont in eine Richtung doch nochmal erweitert. Danke.

vor 13 Stunden, schrieb Toy4her:

Dabei gilt es, wie ich finde, aber doch in jedem Fall den Kontext mit zu berücksichtigen. 
 

Es ist Erniedrigung, aber diese wirkt doch auf entsprechende Menschen dieser Vorliebe ganz, ganz anders als z. B. eine Erniedrigung durch Fremde auf der Straße. Daher sollte man ggf. doch auch hinsichtlich der Wirkung klar differenzieren.
Gerade durch den SafeSpace, den eine innige und vertrauensvolle Verbindung bildet kann man die Erniedrigung im BDSM-Kontext zu etwas sehr lustvollem machen, frei von Entwürdigung. 
Vielmehr gleicht es dann einem Ritterschlag, einer liebevollen Geste, dem „Gesehenwerden“ unter dem Aspekt des Machtgefälles. Natürlich immer vorausgesetzt beide finden Gefallen daran. 
 

Dann, so habe ich die Erfahrung gemacht, kann Erniedrigung ein sehr intensives Empfinden begünstigen und wenn die Dom-Person dies gern gibt werden beide daraus das Ihre ziehen können.
 

Ganz schlimm finde ich die Vorstellung, aufgrund von Erniedrigung nicht mehr als Mensch respektiert zu werden. Das kann ich mir wirklich nur vorstellen, wenn die Dom-Person mit Erniedrigung im BDSM gar nichts anfangen kann. Aber dann sollte man dies, zum Wohle der Beziehung, wohl einfach auch ganz lassen. 
Man darf dabei ja nie vergessen, dass zum einen durch die Erniedrigung ein inniges Bedürfnis, auf Seiten der Sub-Person, befriedigt wird und andererseits dies nicht leichtfertig zugelassen wird, sondern wohl in der Regel nur sehr wenige, ausgesuchte Menschen soweit gehen dürfen, entsprechende Erniedrigung zu erzeugen. Man lässt sich also vermutlich nicht wahllos von Jedermann erniedrigen und zeigt so gar keine Selbstachtung. Vielmehr ist es für mich ein starker Vertrauensbeweis, sich so zu zeigen und dies zulassen zu können. 

Danke, das erweitert mein Bild nochmal.

vor 19 Stunden, schrieb TakeThis:

Warnlampe: Ich denke, der Grundzustand der Beziehung zwischen Dom und Sub sollte gut sein, so dass sich beide wohl fühlen. Ohne dass man irgendwas spezielles dafür tun müsste. Und Sub sollte, so es der Kink von beiden ist, dem Herrn dienen WOLLEN. Also auch ohne Belohnung. Weil es eben ihr Kink ist. Wenn Sub dient, weil sie Belohnung will, und nicht weil sie dienen will ........ was tut sie dann sonst noch für Belohnung? Dann finde ich es sehr schwierig eine Grenze zu ziehen, inwieweit Sub Dinge tut, die sie nicht tun will, nur wegen einer Belohnung, und das kann dann gefährlich bzw. entwürdigend werden.

Und sie muss es ja tun, weil anscheinend der Grundzustand - einfach so, ohne irgendwas spezielles, also auch ohne Belohnung - belastend ist. Ehrlos, ohne Stolz. Wenn es dann also keine Belohnung gibt .... dann fehlt doch Interaktion. Aftercare. Gerade in solchen Momenten braucht es das doch, sich gegenseitig zu spüren. Aber Belohnung vorenthalten, das ist doch so etwas wie Kontaktabbruch, du entziehst dich ihr .... also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es gesunde Subs gibt, die sagen "Bitte bestrafe mich damit, dass du dich mir entziehst, das ist mein Kink". Wer weiß, vielleicht gibt es das tatsächlich, und diejenigen werden dann sicher voll auf dich abfahren, bei den anderen leuchtet halt ein Warnlämpchen.

Entwürdigung: "Würde" ist ein komplizierter Begriff, nicht einfach zu definieren, aber ich denke er hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun. Wenn ich selbst bestimmen kann was ich tue, was ich esse, wo ich bin, wer mich sieht, mit wem ich zusammen bin, dann habe ich Würde ..... mal als Arbeitsdefinition. So, dann ist es einfach: Wenn ich erniedrigt werden möchte, weil mich das erregt, dann suche ich jemanden, der das im beiderseitigen Einvernehmen macht - das ist Selbstbestimmung. Wenn einem das verboten wird und man seine sexuellen Phantasien nicht ausleben kann, dann ist das Fremdbestimmung und nimmt dem Menschen einen Teil seiner Würde.

Um Selbstbestimmung ausüben zu können, muss man sich sehr gut kennen, man muss den Mut haben zu sich stehen. Man braucht Selbstbewusstsein. Ein Mensch, der sich freiwillig erniedrigen lässt, verdient höchsten Respekt, weil er sich die Freiheit nimmt, er selbst zu sein. Mehr Würde geht nicht. (Das mit dem höchsten Respekt natürlich nur insgeheim!)

 

Am 26.12.2025 at 23:35, schrieb TakeThis:

Aber wenn die Sub ein Bedürfnis nach Strafe hat, OK, warum soll man dem nicht nachkommen, aber dann geht es um das Bedürfnis der Sub

es geht um bedürfnis...bingo!   bedürfnis iss nich strafe

vor 19 Stunden, schrieb TakeThis:

Warnlampe: Ich denke, der Grundzustand der Beziehung zwischen Dom und Sub sollte gut sein, so dass sich beide wohl fühlen. Ohne dass man irgendwas spezielles dafür tun müsste. Und Sub sollte, so es der Kink von beiden ist, dem Herrn dienen WOLLEN. Also auch ohne Belohnung. Weil es eben ihr Kink ist. Wenn Sub dient, weil sie Belohnung will, und nicht weil sie dienen will ........ was tut sie dann sonst noch für Belohnung? Dann finde ich es sehr schwierig eine Grenze zu ziehen, inwieweit Sub Dinge tut, die sie nicht tun will, nur wegen einer Belohnung, und das kann dann gefährlich bzw. entwürdigend werden.

Und sie muss es ja tun, weil anscheinend der Grundzustand - einfach so, ohne irgendwas spezielles, also auch ohne Belohnung - belastend ist. Ehrlos, ohne Stolz. Wenn es dann also keine Belohnung gibt .... dann fehlt doch Interaktion. Aftercare. Gerade in solchen Momenten braucht es das doch, sich gegenseitig zu spüren. Aber Belohnung vorenthalten, das ist doch so etwas wie Kontaktabbruch, du entziehst dich ihr .... also ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es" gesunde Subs gibt, die sagen Bitte bestrafe mich damit, dass du dich mir entziehst, das ist mein Kink". Wer weiß, vielleicht gibt es das tatsächlich, und diejenigen werden dann sicher voll auf dich abfahren, bei den anderen leuchtet halt ein Warnlämpchen.

Entwürdigung: "Würde" ist ein komplizierter Begriff, nicht einfach zu definieren, aber ich denke er hat sehr viel mit Selbstbestimmung zu tun. Wenn ich selbst bestimmen kann was ich tue, was ich esse, wo ich bin, wer mich sieht, mit wem ich zusammen bin, dann habe ich Würde ..... mal als Arbeitsdefinition. So, dann ist es einfach: Wenn ich erniedrigt werden möchte, weil mich das erregt, dann suche ich jemanden, der das im beiderseitigen Einvernehmen macht - das ist Selbstbestimmung. Wenn einem das verboten wird und man seine sexuellen Phantasien nicht ausleben kann, dann ist das Fremdbestimmung und nimmt dem Menschen einen Teil seiner Würde.

Um Selbstbestimmung ausüben zu können, muss man sich sehr gut kennen, man muss den Mut haben zu sich stehen. Man braucht Selbstbewusstsein. Ein Mensch, der sich freiwillig erniedrigen lässt, verdient höchsten Respekt, weil er sich die Freiheit nimmt, er selbst zu sein. Mehr Würde geht nicht. (Das mit dem höchsten Respekt natürlich nur insgeheim!)

"Dann finde ich es sehr schwierig eine Grenze zu ziehen, inwieweit Sub Dinge tut, die sie nicht tun will, nur wegen einer Belohnung, und das kann dann gefährlich bzw. entwürdigend werden."  Das ist es worauf ich hinaus wollte, die Frage die mich beschäftigte. "Bitte bestrafe mich damit, dass du dich mir entziehst, das ist mein Kink", das gibt es und ich halte das nicht für gesund aber das muss auch jeder für sich selber entscheiden. Dienen um des dienen Willens ist der Weg.

vor einer Stunde, schrieb Brion-:

Danke, das erweitert mein Bild nochmal.

Ich verstehe deinen Struggle damit (Erniedrigung, die als Entwürdigung empfunden wird) grundsätzlich und mir ging es ganz am Anfang auch so. Als ich bemerkte wie sehr ich Erniedrigung mit ihr genoss kam mir unweigerlich auch der Gedanke, was wenn sie mich irgendwann gar nicht mehr als angemessenen Partner betrachtet (Achtung vor mir als Mensch fehlt etc.)? Nur war sie mir da gedanklich schon einen Schritt voraus und war vollkommen fein damit, mich in entsprechende Situationen zu bringen/ darin zu erleben. Gespräche darüber halfen mir sehr und sich dann, nochmal gelöster, fallen zu lassen, mit der Sicherheit genauso angenommen zu werden, ohne Sorge oder Scham Empfinden zu müssen, war dann noch einmal intensiver. 
Ich kann aber auch total gut verstehen, wenn man sich damit nicht auseinandersetzen mag und Erniedrigung für keinen der Beiden etwas lustvolles/gewinnbringendes ist. Da ist es wie immer, es muss halt matchen. 

vor 47 Minuten, schrieb Toy4her:

Da ist es wie immer, es muss halt matchen. 

that's it!  (unterschreib ich, die selbst auch null damit anfangen kann)

Dezember 25, 2025, schrieb Rosenrot82:

Manchmal, tue ich Dinge, die mir verboten wurden. Ich melde sie sofort. Ich spüre dann weder Reue noch bin ich glücklich oder habe das Ziel ihn zu reizen, es ist ein großes Nichts. Darum mag ich es sehr, wenn er das sieht, mich sieht und hier Korrektur im Sinne einer Strafe anbringt, die doch das Brechen eines Verbotes übersteigt, und mich anfixt wieder zu fühlen. Dann fühle ich auch das ursprüngliche Verbot wieder. Reale Konsequenzen sind dann unumgänglich, gerne bis zu dem Punkt der wahren Reue.

Statt reue etc. ein großes Nichts...
und ich fühle mich schon schlecht wenn ich Dinge tue, die mir erlaubt sind aber wegen Missbilligung gemeldet werden müssen.
Eine Strafe egal welcher Art, auch schönes, ist wie eine Wiedergutmachung und eine Erlösung für mich.
Daher ist egal was kommt, solange etwas kommt...ghosting ist daher am schlimmsten.
(Darf aber nicht zu lange sein, sonst geht's voll nach hinten los)

×
×
  • Neu erstellen...