Dies ist ein beliebter Beitrag. bd**** Geschrieben vor 6 Stunden Der Text ist heiß! Um weiterlesen zu können benötigst Du einen Account. Jetzt kostenlos registrieren! Jetzt registrieren Dies ist ein beliebter Beitrag. Der Raum ist dunkel. Nicht schwarz, aber so, dass Konturen verschwimmen. Sehen fällt fast schon schwer. Die Augenbinde habe ich dir bereits abgenommen. Du siehst wieder. Langsam. Noch unscharf. Das Andreaskreuz, an dem du gefesselt bist, zeichnet sich nur als Schatten ab. Holz. Seile. Stille. Normalerweise würde jetzt die Taschenlampe die Spielzeugtasche ausleuchten. Ein klares, gelbes, fast kühles Licht. Ordnung im Chaos. Aber heute hat sie die Länge der Session nicht durchgehalten. Für solche Fälle habe ich Knicklichter dabei. Mein Backup … Ich breche eines. Ich suche etwas Kleines. Ich breche es mit einem leisen Knacken und lege es seitlich in die Tasche. Es beginnt von innen zu glimmen. Nicht hell. Aber genug. Die Tasche leuchtet jetzt weich, als hätte sie ein eigenes Herz. Du bist noch am Kreuz. Gefesselt. Gehalten. Die Seile, die dich gedrückt und beengt haben, habe ich bereits gelöst. Nicht alles. Nur das, was Raum macht, ohne die Haltung zu nehmen. Ich halte kurz inne. Und bewundere einen Moment die Ästhetik der Szene. Dein Körper ist ruhig. Dein Blick nicht. Als ich mich zur Tasche bewege, wird er weiter. Wacher. Als ich das Knicklicht breche, höre ich hinter mir ein Geräusch, das andeutet, dass du genug hast. Deine Aufmerksamkeit zieht sich zusammen, wie vor etwas Ungewissem. Für einen Moment weißt du nicht, ob es noch einmal weitergeht oder ob wir wirklich am Ende sind. Die Spannung steigt noch einmal an. Kurz. Scharf. Der Gedanke ist klar: Es muss wichtig sein. Er opfert ein Knicklicht … ohne Nachfrage … Man sieht es an deinem Atem. An der feinen Bewegung deiner Brust. Am Herzschlag, der für ein paar Sekunden schneller wird. Unsicherheit. Ein letzter schmaler Grat. Ich gehe ruhig. Lasse mir Zeit. Extra … Und in dem Moment, in dem du realisierst, dass ich nicht zurückkomme, um mehr zu fordern, sondern um etwas zu bringen, weiß dein Körper: Für heute hast du es geschafft. Ich sehe, wie du erleichtert ausatmest. Es war genug für heute … Ich drehe mich um. In meiner Hand ist etwas Vertrautes. Du hast es schon erkannt … Etwas aus einer anderen Zeit als deiner. Ich bin ein bisschen älter. Und das hier kommt aus meiner Welt. Der Kirschlolli. Er hat die optimale Größe. Nicht zu groß. Nicht zu klein. Kleiner als die normalen Lollis. Früher war er rund. Rot. Mit grünem oder weißem Stiel. Damals lag er im Blumenladen. Nicht im Regal. Sondern hinter der Theke. In einem kleinen, runden Glas. Wenn Erwachsene Blumen kauften und Kinder dabei waren, gab es oft einen dazu. Als Bonus. Als stilles Versprechen, dass alles gut ist. Heute ist er herzförmig. Der Geschmack ist derselbe. Ein bisschen künstlich. Sehr süß. Vielleicht ein Hauch Lakritz. Aber wirklich nur ein Hauch. Ich komme näher. Du bist noch gefesselt, aber nichts drückt mehr. Nichts zwingt. Ich packe den Lolli aus und schiebe ihn dir langsam in den Mund. Deine Lippen schließen sich darum. Warm. Weich. Du lutschst. Und mit jedem kleinen Zug kannst du dich mehr fallen lassen. Jetzt weißt du es sicher. Der gemütliche Teil des Abends beginnt. Die ganze Anspannung darf gehen. Ich löse die restlichen Seile. Ruhig. Achtsam. Heute habe ich nur den Hoodie dabei. Meinen. Er passt mir genau. Für dich ist er zu groß. Aber es ist meiner. Alt. Verwaschen. Er riecht nach mir. Er ist persönlich. Er hat Geschichte. Er ist bewusst alt. Er erzählt etwas über mich. Ich lege ihn dir um. Und wir bleiben noch einen Moment so. Der Raum ist still. Das Knicklicht glimmt. Der Lolli zwischen deinen Lippen. Du bist ausgepowert. Dankbar. Ganz da. Ich bin dankbar für dich. Ohne es sagen zu müssen. Keine Rollen mehr. Kein Spiel. Nur Nähe. Und für einen Augenblick steht die Zeit still, wie in einer letzten Einstellung, bevor das Bild langsam ausblendet.
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