Dies ist ein beliebter Beitrag. bd**** Geschrieben Februar 6 Der Text ist heiß! Um weiterlesen zu können benötigst Du einen Account. Jetzt kostenlos registrieren! Jetzt registrieren Dies ist ein beliebter Beitrag. Die Tür lässt sich tatsächlich abschließen. Kein großes Schloss. Kein dramatisches Geräusch. Nur ein leises Klicken. Aber das reicht. Der Raum gehört uns. Für diesen Abend. Für diesen Abschnitt. Das Nebenzimmer ist kleiner, als man es erwartet. Eigentlich eher eine Nische. Ein Raum mit klarer Absicht und ohne jede Übertreibung. Das Andreaskreuz steht da. Nicht monumental. Pragmatisch. Als hätte jemand entschieden, dass weniger völlig genügt. Ein Absperrband hängt halb schief an der Wand. Mehr Symbol als Grenze. Sie schaut sich um. Neugierig. Nicht ehrfürchtig. „Winzig“, sagt sie und lächelt. Ich nicke. „Reicht trotzdem.“ Es ist kalt hier. Nicht überraschend kalt. Eher diese nüchterne Kälte von Räumen, die für anderes gedacht sind als für heiße Spiele. Ihr zartes Party-Outfit ist dafür nicht gemacht. Für Nähe schon. Eher für Räume, die eigentlich wärmer sein sollten. Man sieht es an ihrer Haltung. An der Art, wie sie die Schultern minimal anzieht. Wie sie kurz innehält, als würde sie prüfen, ob sie sich daran gewöhnen kann. Die Kälte zeichnet sich ab. Auf ihrem Oberteil. Nicht laut. Aber eindeutig. Ich merke es, noch bevor ich es bewusst denke. Wenn ich jetzt ein Foto hätte, wäre es ein Schwarz-Weiß-Bild. Hoher Kontrast. Klares Licht. Etwas, das man in einer Galerie aufhängen würde, ohne erklären zu müssen, was genau man sieht. Ich sage, dass ich kurz etwas aus dem Auto hole. Der rosa Koffer fühlt sich auf dem Weg schwerer an als vorher. Vielleicht, weil er jetzt Bedeutung trägt. Als ich zurückkomme, sitzt sie auf der kleinen Bank an der Wand. Der Bademantel liegt locker um ihre Schultern. Die Kälte ist geblieben. Ich stelle den Koffer ab. Öffne ihn langsam. Nicht, um zu beeindrucken. Sondern um nichts zu verstecken. Der Inhalt ist ordentlich. Übersichtlich. Kein Chaos. Keine Eile. Sie schaut genau hin. Mit Interesse. Und mit Respekt. Wir gehen die Dinge gemeinsam durch. Nicht alles. Nur das, was gerade Raum hat. Manches bleibt liegen. Manches wird kurz in die Hand genommen. Manches sofort wieder zurückgelegt. Bei der Ingwerknolle hält sie inne. „Okay“, sagt sie langsam. „Jetzt bin ich neugierig.“ Ich erkläre ihr ruhig, dass es beim Tunnelspiel nicht um Schmerz geht. Und nicht um Geschwindigkeit. Sondern um Wahrnehmung. Um das bewusste Verzögern. Um das Nicht-sofort. Dass es sich anfühlen kann wie Wärme. Langsam. Deutlich. Und manchmal länger, als man es erwartet. Genau deshalb ist Vorsicht wichtig. Ich sage ihr auch klar, dass heute nichts davon stattfindet. Und dass das keine Einschränkung ist. Tunnelspiele brauchen Zeit. Und Vertrauen. Und die Sicherheit, dass jederzeit nichts passieren darf. Sie hört aufmerksam zu. Stellt ein, zwei Fragen. Keine technischen. Der Respekt bleibt. Auf beiden Seiten. Wir schließen den Koffer wieder. Nicht alles, was man öffnet, muss benutzt werden. Die Tür ist zu. Der Raum ist privat. Ich ziehe sie in den Arm. Nicht plötzlich. Nicht fordernd. Meine Hand reibt langsam über ihren Rücken. Einfach, um Wärme zu geben. Sie lehnt sich an. Ganz selbstverständlich. Der Raum ist klein. Die Nähe nicht. Wie genau der Abend verläuft, bleibt unser Geheimnis. Als wir später die Tür wieder öffnen, ist die Musik draußen lauter als vorher. Oder wir leiser. „Ich will eigentlich nur duschen“, sagt sie und lacht. Ich nicke. „Ich auch.“ Auf der Party gibt es keine Duschen. Das muss warten. Manche Dinge dürfen nachwirken. Nicht alles muss sofort aufgelöst werden. Der rosa Koffer bleibt geschlossen. Und trotzdem war alles da, was dieser Abend gebraucht hat. ⸻ Ich hätte jetzt Lust auf einen hotwings-Eimer von Kentucky Fried Chicken. Seltsam, was mein Gehirn manchmal so von sich gibt.Und die Abenteuer gehen weiter ….
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