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Bekanntschaften in der BDSM-Szene, wichtig?


BL****

Empfohlener Beitrag

Mich würde es einfach mal interessieren was ihr über "Freunde" und Bekanntschaften in der Szene denkt.
Ist es euch wichtig für den Austausch? Fühlt ihr euch auf Veranstatungen wohler, wenn ihr bekannte Gesichter oder bekannte Masken dort begegnet? Bevorzugt ihr wenige vertraute Kontakte oder eher ein breites Spektrum an Leuten?
Oder ticken hier einige wie ich? Ich bin überzeugter Einzelgänger und vermeide solche Beziehungen/Freundschaften in dieser Szene auch aus Gründen der Involviertheit in Communities generell. Ich sehe mich als Teil der "schwarzen Szene", der Metalheads und auch der BDSM-Szene integriere mich aber bewusst nicht voll in irgendwelche Szenen.

Wie sieht es bei euch aus?

BDSMler sind meist Welt offene Menschen und gerade daher sind mir die Kontakte wichtig. Freunden Hass oder ähnliches ist prozentual weniger und es ist einfach so. Wer fremdes hasst, hasst auch Menschen wie mich. Außerdem kommt es mir so vor, als ob BDSMler selbst reflektierter sind und besser kommunizieren können. Auch deshalb ist es mir wichtig.

Da sprichst du einen entscheidenden Punkt an der mich sehr stört an Szenen/ Bubbles/ Communities, die Toxizität innerhalb wie gegen Außenstehende gerichtet, wenn man nicht mit ihren Ansichten d'accord geht.
Die Anfeindung von außerhalb darf natürlich nicht unterschlagen. Es fehlt prinzipiell an Kompromissbereitschaft. Empfinde ich zumindest so.

Ich finde es "leichter" oder "angenehmer" zumindest 1-2 Bekannte Gesichter zu sehen, als so komplett "allein" zu sein...das macht das Ankommen und wohl fühlen für mich irgendwie einfacher...

Wobei ich dazu sagen muss, das ich bisher nur Open minded people getroffen habe und jeder absolut offen war 😊

Vor 17 Minuten , schrieb BLACK_EVIL23:

Da sprichst du einen entscheidenden Punkt an der mich sehr stört an Szenen/ Bubbles/ Communities, die Toxizität innerhalb wie gegen Außenstehende gerichtet, wenn man nicht mit ihren Ansichten d'accord geht.
Die Anfeindung von außerhalb darf natürlich nicht unterschlagen. Es fehlt prinzipiell an Kompromissbereitschaft. Empfinde ich zumindest so.

Die Toxizität von der BDSMler nach außen hin kann ich so nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil. Offen und freundlich. Wie bei anderen rand Szenen. Natürlich gibt es überall auch Ausnahmen aber gerade in der Matel Szene und kinky Szene habe ich diese feindlichkeit nach außen nie erlebt. Als Teil der Szene.

@DreamGirlYuki das freut mich für die, wenn du so gut herzlich aufgenommen wirst. Ich habe auch in diesen vermeintlich toleranten Szenen andere Erfahrungen. Ich nehm mich aber auch nicht heraus und gebe zu in manchen Gepflogenheiten als befremdlich zu empfinden und daher etwas judgy zu sein.

Doch das größte Naserüpfen kommt deutlich von außen, wenn realisiert wird, dass man anders ist und nicht den Stereotypen entspricht.

Den realen Kontakt zu anderen Menschen, die auch BDSM leben, halte ich für super wichtig. Klar gibt es nicht die eine Szene, sondern einen ganzen Strauß. Klar sind manche Grüppchen echt schräg, da möchte ich auch nicht in Verbindung gebracht werden. Aber es gibt heute in Deutschland doch fast überall auch wirklich gute Communities, die Gold wert sind. Zum Austausch. Als Korrektiv. Als Safe Space. Zum Ausheulen. Zum miteinander feiern. Als Partnerbörse. Als hier-bin-ich-richtig-und-okay-so-wie-ich-bin-Ort. Als Netzwerk von Brettspielabend bis Leder-Workshop.

Werden das dann alles enge Freund:innen? Natürlich nicht. Da ist alles dabei von "das Gesicht habe ich irgendwo schon mal gesehen" bis enge Freundschaften. Und das ist ja auch okay.

P.S. Für Anfänger:innen, die die Spreu vom Weizen im Internet noch nicht unterscheiden können, halte ich reale Communities für super wichtig. Den Support, den man sich dort holen kann, ist gerade zu Anfang unbezahlbar.

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