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Unterschied der Generationen


Fe****

Empfohlener Beitrag

so und jetzt fühl ich mich alt! danke auch, lol

 

ich denk wie elli, dasses schon immer unterschiede gab, wie das einzelne menschlein dies nun genau auslebt oder in welcher intensität etc

@FeuerHerr .. und jo, vielleicht gabs weniger regeln, aber an die wurd sich eben gehalten!

wo ich nich so mitgeh iss das sexuelle.. das iss ja nun seit manch unsäglichem film der absolute fokus der meisten.. war früher denk, zumindest im SM, nich so 

(bearbeitet)

Bevor das Thema komplett, an dem vorbeigeht, was mich interessiert hat, versuche ich es mal zu konkretisieren:

Mit Regeln meinte ich vor allem dinge, wie sich eine Sub zu verhalten hat, das Doms auf eine bestimmte Weise reagieren/verhalten sollen, spielen und Sex getrennt sein sollte usw. Es gab eine Vielzahl von ungeschriebenen Regeln für Clubs und Locations. Es wurde direkt beim Erstkontakt ein Anpassen an die Rolle erwartet beispielsweise.

Mir geht es also konkret um die Frage was BDSM sein soll und was nicht im Blick der Generationen.

Die Thematik der Verrohung durch das Internet und die völlig unrealistischen Vorstellungen die durch die Medien und Erwachsenenunterhaltung geschaffen wurden, ist meiner Meinung nach ein ganz anderes, sehr spannendes, Thema.

vor 45 Minuten, schrieb Davina87:

Ich glaube das es diese Probleme in der Scene früher seltener gab...

Die Probleme waren da. Aber durch den eher geschützten Rahmen (Kleine vom Inhaber gepflegte Online Communitys, Stammtische usw.) wurde das Problem meistens schneller aussortiert. Dafür waren die Hürden in die Szene zu kommen viel größer.

 

vor 40 Minuten, schrieb ElliHH:

Neulinge gehen gefühlt naiver an die Sache ran.

Sehr spannend. Ich dachte, dass die Neulinge mittlerweile viel abgeklärter allgemein sind.

 

vor 24 Minuten, schrieb towel:

vielleicht gabs weniger regeln, aber an die wurd sich eben gehalten!

Man wurde andernfalls auch sehr schnell aussortiert :-)

 

vor 24 Minuten, schrieb towel:

wo ich nich so mitgeh iss das sexuelle

Ich habe ja nur beschrieben wie ich und meine Freunde das damals wahrgenommen haben. Die ältere Generation vor uns hatte kaum Sex im Spielkontext und für uns war das ein wichtiger Aspekt als Teil unserer Sexualität.

bearbeitet von FeuerHerr
Rechtschreibung
(bearbeitet)
vor 8 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Man wurde andernfalls auch sehr schnell aussortiert :-)

ja, aber das war auch gut so!

 

btw, grad gesehn, du bist ja jünger als ich..  vielleicht mein ich da auch tatsächlich die generation davor.. die 'alte schule' eben (und jaa, der begriff.. i know^^)

 

rein für mich zum verständnis-

was genau iss für dich oder auch für betty die 'szene'? 

bearbeitet von towel
ergänzung
vor 2 Minuten, schrieb BettyBlaze:

Mehr Spass und Offenheit als die älteren BDSMler würde ich jetzt auch nicht behaupten, die waren aus den recht offenen (späten) 60ern und 70ern, flower power freie Liebe und so.

Das ist durchaus ein Argument. Trotzdem haben wir es damals gefühlt so wahrgenommen. Es war einfach alles sehr "ernst" in unseren Augen.

vor 3 Minuten, schrieb BettyBlaze:

Mein Sub (30) sagt, dass es heutzutage mehr Idioten und Pseudodoms gibt

Leider absolut richtig.

vor 3 Minuten, schrieb BettyBlaze:

Ausserdem meinte er, dass vieles was heutzutage durch die Anonymität im Internet passiert, eher schädlich für die Szene ist, da auch viele eher auf ne schnelle Nummer aus sind.

Auch das ist leider völlig korrekt.

vor 3 Minuten, schrieb BettyBlaze:

Ich denke, wenn man es früher endlich in die Szene reingeschafft hat, war man besser aufgehoben, als heutzutage auf diversen Plattformen.

Ja, das sehe ich auch so. Bedauerlicherweise wird die Freiheit, die das Internet bietet, von einigen vorrangig dafür genutzt sich wie ein Idiot zu verhalten.

vor 5 Minuten, schrieb towel:

ja, aber das war auch gut so!

Absolut!
 

 

vor 5 Minuten, schrieb towel:

btw, grad gesehn, du bist ja jünger als ich..  vielleicht mein ich da auch tatsächlich die generation davor.. die 'alte schule' eben (und jaa, der begriff.. i know^^)

Genau.

vor 6 Minuten, schrieb towel:

was genau iss für dich oder auch für betty die 'szene'? 

Eine sehr gute Frage … mittlerweile ist es ja hauptsächlich online. Früher waren es Stammtische, Clubs und vor allem private Partys in Kellern.
Ich würde jetzt einfach für mich definieren: Der Raum in dem man sein BDSM gemeinsam mit anderen ausleben kann. Egal ob Online oder IRL.

Gerade eben, schrieb FeuerHerr:

Eine sehr gute Frage … mittlerweile ist es ja hauptsächlich online. Früher waren es Stammtische, Clubs und vor allem private Partys in Kellern.
Ich würde jetzt einfach für mich definieren: Der Raum in dem man sein BDSM gemeinsam mit anderen ausleben kann. Egal ob Online oder IRL.

okay.. dann interpretiern wir es recht ähnlich wohl

aber dann sollt ich erwähnen, dass nich meine welt iss als exklusives menschlein.. ich lebe das nur mit einem (wenn dann), tausche mich ansonsten rein platonisch aus

vor 1 Minute, schrieb Igel:

Hmmm ...

Ich denke, das kommt auch drauf an, mit wem man seine ersten Kontakt hat bzw. hatte, wie diese Leute gerade drauf sind bzw. waren. Also eher individuell und nicht »epochen-abhängig« (vor 20 Jahren ⇿ heute)

aber suchst dir nich auch entsprechend deiner neigung den kreis der menschen?

Das Problem das ich sehe ist, dass es auf Grund der doch immer facettenreicheren Auslegung von dem, was jeder für sich als BDSM interpretiert auch häufiger Missbrauch gibt. Wenn ich in den letzten zwei Jahren mit Subs schreibe, kommt es doch häufiger vor, dass ich von Erlebnissen erfahre, die Sub/Sklavin traumatisiert zurücklassen. Sicherlich haben wir alle Dinge gemacht oder erlebt wo man hinterher gesagt hat "Ungeil" aber zumindest hat man früher die Frau weniger Ihrem Schicksal überlassen und wie es ihr damit geht. Ich finde früher waren wir da weiter, denkt ihr nicht?

vor 7 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Mit Regeln meinte ich vor allem dinge, wie sich eine Sub zu verhalten hat, das Doms auf eine bestimmte Weise reagieren/verhalten sollen, spielen und Sex getrennt sein sollte usw. Es ganz eine Vielzahl von ungeschriebenen Regeln für Clubs und Locations. Es wurde direkt beim Erstkontakt ein Anpassen an die Rolle erwartet beispielsweise.

Keine Ahnung, ob das ein Generationending sein soll. Wenn das irgendwann mal ein "muss so" gewesen ist, bin ich froh, dass dies vorbei ist.

Wichtig ist, was die draus machen, die in Interaktion gehen, nicht was Zuschauer davon halten. 

Solche Erwartungen, dass alle sich an bestimmte Rollen und Regeln halten, kenne ich nicht von der Mehrheit der BDSMer, die ich persönlich kenne. Und da ist von 30 Jahren Erfahrung bis ganz neu, alles dabei. So klingen eher noch mal die ganz Neuen, die ihren Weg noch suchen, aber schon nach einem Jahr eigener Erfahrungen, klingen auch die anders und wissen, wie wichtug es ist, "ihr Ding" zu machen. Sieht man auch hier im Forum.

Was tatsächlich allgemeine Regeln sind, denen man hier begegnet, sind Konsent und Respekt.

 

vor 16 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Mir geht es also konkret um die Frage was BDSM sein soll und was nicht im Blick der Generationen.

Es hat in meinen Augen weniger mit länge der Erfahrung zu tun, als mit der Verschiedenheit der Erfahrungen. Wer immer nur ein BDSM mit einem Partner erlebt hat, wird meinen, das muss so. Wer dann nur immer im selben Zirkel Gleichgesinnter unterwegs war, glaubt, das würden alle so machen. 

Wer verschiedene Beziehungen geführt und gesehen hat, wird eine andere Sicht haben, egal ob diese Erfahrung sich in 20 Jahren gesammelt haben oder in zwei.

vor 18 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Man wurde andernfalls auch sehr schnell aussortiert :-)

Gatekeeping und Gleichmacherei und auch etwas Unterdrückung... Daher kommen noch so Sätze, wie "Sub muss..." "Dom darf nicht...", "Das ist so definiert..." 

Ich denke mir da immer: "Wer es halt braucht, um sich besser und überlegen zu fühlen..." 

 

vor 22 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Die ältere Generation vor uns hatte kaum Sex im Spielkontext und für uns war das ein wichtiger Aspekt als Teil unserer Sexualität.

Wenn wir Lust haben, haben wir auch penetrativen Sex dabei oder danach oder auch als Bestandteil. Aber ich fasse meine Definition von Sex auch nicht so eng, das nur auf Ficken zu beziehen. Sex ist Interaktion und im BDSM interagiere ich mit meinem Partner, zu unserer Erregung. Warum auch nicht. Wer sollte es uns verbieten?

vor 12 Minuten, schrieb slavejaykay:

Zu stark sexualisiert, zu verspielt und zu soft nach meinen Geschmack.

Das habe ich auf jeden Fall auch beobachtet. Das ist ziemlich in die gegensätzliche Richtung gewandert.

 

vor 13 Minuten, schrieb slavejaykay:

Aber das was ich erfahren hatte, war eher mehr das was man unter dem alten BDSM kennt. Es gab wenig verschiedene Begriffe. Sub und Dom habe ich damals soweit ich weiß nie gelesen. Es war immer die Rede von Sklave und Herrschaft. SM war wenig sexuell, zumindest hatte es nicht wie heute diesen hohen Stellenwert.

Ja, genau so habe ich es damals auch kennengelernt. Und das hatte für mich auch einen starken Reiz und hat es auch immer noch. Aber für uns war das nicht genug. Wir wollten auch ein lockeres BDSM, ein alltagstaugliches, wenn man so möchte.

(bearbeitet)
vor 2 Stunden, schrieb FeuerHerr:

Wie sieht uns die junge Generation von heute? Wie nehmt ihr BDSMler zwischen 40 und 60 wahr? Welche Erfahrungen macht ihr auf Stammtischen oder geht ihr dort überhaupt noch hin?

Hi @FeuerHerr.

Mein Herr ist seit über 30 Jahren im bdsm, Anzugträger usw. 

Ich seit unter 10 Jahren.

Ja, er gehört wohl zu den Doms "alter Schule". Und so waren auch meine ersten Veranstaltungen.

Die allererste, da haben wir vorher angerufen. Es wurde betont, dass es sich nicht um eine Swinger Veranstaltung handelt! Ein Essen, Stammtisch und Play danach. Die Teilnahme am Essen war Pflicht! Man merkte sehr eindeutig, wer Dom oder Sub war. Die Subs deckten den Tisch ein. Die Verhaltensweisen waren klar. 

Ich saß in einem Käfig am Boden im Vierfüßlerstand und konnte auf Herrenschuhe blicken, die an mir vorbei gingen. Die sahen auch alle ähnlich aus...

Heute ist mein Herr auf Stammtischen teilweise der Einzige! Im Anzug. 

Die Szene hat sich allgemein etwas aufgelockert, bis auf einzelne Events. Anders herum waren wir inzwischen auch mal auf Shibari Veranstaltungen und die sind einfach anders und waren es vermutlich schon immer...😉 

Insgesamt weichen die Gepflogenheiten des D/S auf. Ich mag diese schon und sie ergeben auch einen Sinn. Allerdings sind nicht alle unbedingt erforderlich. 

Solange gefragt wird und Konsens herrscht. Heute ist bdsm teilweise sehr verspielt, offen, kinky, manchmal Partymäßiger, bunt. Diese Leute haben es auch oft sehr mit Konsens. Sie sind teilweise einfach "alternativer". 

Andere verwechseln diese offene Stimmung allerdings auch mit ungefragt mal "touchy" werden oder so. 

Möglich, dass es dies früher auch schon gab und mehr unter den Tisch gekehrt wurde. Zumindest ist von den Doms alter Schule, trotz gewisser Vorstellungen, nie jemand übergriffig gewesen. 

Es waren die jungen Männer, die meinten mal spontan ihren Dödel rauszuholen... 

Viele denken leider auch an den "Sexgedanken". Also kommen dafür auf SM Veranstaltungen. Es ist unangenehm, nervig, was soll man machen? 🙄

bearbeitet von Bratty_Lo

Da die „Szene“ früher stärker fragmentiert war, also mehr abgeschlossene kleine Gruppen existieren, ist es schwer, aus der persönlichen Erfahrung ein allgemeines Bild zu formen. Ich habe den Verdacht, dass diese ach so strengen Regeln früher nicht allgemein waren, sondern dem BDSM-Verständnis der Veranstalter entsprachen… heute würde man es Mottoparty nennen.

 

Aus meiner Stammtisch- und Event-Erfahrung weiß ich, dass engstirnige Besserwisser altersunabhängig sind und auch von allen Generationen mit einem Augenrollen belächelt werden. Da ist es eigentlich egal, ob es der alte Hase ist, der meint, dass früher ja alle waren wie er, oder ob es Anfänger sind, die ihr BDSM gerade entdecken und ihren Weg für das alleinige Nonplusultra halten.

vor 1 Minute, schrieb Bratty_Lo:

Heute ist mein Herr auf Stammtischen teilweise der Einzige! Im Anzug. 

Das ist mir bei einem Stammtischbesuch vor einiger Zeit auch etwas aufgestoßen. Da war kaum jemand etwas zurechtgemacht und einige sogar in Jogginghose.
 

 

vor 4 Minuten, schrieb Bratty_Lo:

Andere verwechseln diese offene Stimmung allerdings auch mit ungefragt mal "touchy" werden oder so. 

Das ist leider auch die Kehrseite.

vor 5 Minuten, schrieb Bratty_Lo:

Viele denken leider auch an den "Sexgedanken". Also kommen dafür auf SM Veranstaltungen. Es ist unangenehm, nervig, was soll man machen? 🙄

Ja, von keinem Sex auf Partys, über, Sex ist ok, hin zu, es beschweren sich Leute, weil eine BDSM-Party kein Flatrate-Puff ist, ist die Entwicklung erstaunlich gewesen.

vor 7 Minuten, schrieb Leondriel:

Da die „Szene“ früher stärker fragmentiert war, also mehr abgeschlossene kleine Gruppen existieren, ist es schwer, aus der persönlichen Erfahrung ein allgemeines Bild zu formen. Ich habe den Verdacht, dass diese ach so strengen Regeln früher nicht allgemein waren, sondern dem BDSM-Verständnis der Veranstalter entsprachen…

Das ist sehr gut möglich. Da ich direkt im D/s Bereich eingestiegen bin, kann das durchaus mein Bild stark geprägt haben...

Gerade eben, schrieb FeuerHerr:

Das ist mir bei einem Stammtischbesuch vor einiger Zeit auch etwas aufgestoßen. Da war kaum jemand etwas zurechtgemacht und einige sogar in Jogginghose.

Ich fand auch mein Herr sah am besten aus...🤭 Ja, einige trugen ein normales T-Shirt oder so. Miss man sich dran gewöhnen. Für uns spielt da ein gewisser "Flair" auch eine Rolle. Und irgendwie das zu einer besonderen Sache zu machen. 

vor 2 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Das ist leider auch die Kehrseite

Weil die "Szene" riesig geworden ist und junge Doms nicht mehr in das bdsm "eingeführt" werden, sich teilweise auch nicht informieren. 

vor 3 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Ja, von keinem Sex auf Partys, über, Sex ist ok, hin zu, es beschweren sich Leute, weil eine BDSM-Party kein Flatrate-Puff ist, ist die Entwicklung erstaunlich gewesen.

Es gint ja extra Red Light District Partys, gegen Spielgeld eine "Nutte" kaufen, Gangbang usw. Auch nach strengen Regeln im Übrigen! 

Aber ausgeschriebene SM Partys, da verirren sich immer mehr Leute, die Sex suchen! 

vor 19 Minuten, schrieb FeuerHerr:

Ja, genau so habe ich es damals auch kennengelernt. Und das hatte für mich auch einen starken Reiz und hat es auch immer noch. Aber für uns war das nicht genug. Wir wollten auch ein lockeres BDSM, ein alltagstaugliches, wenn man so möchte.

So sehen mein Herr und ich das auch. Wir folgen niemandem, wir schauen, was wir selbst wollen, was wir brauchen. Wir haben unser BDSM gefunden. In mir war es schon seit ich denken kann. Ich hatte immer schon eine gewisse Vorstellung, noch bevor ich wusste, das es BDSM gibt und praktiziert wurde. Ich habe mich nur leider viele Jahre an den Mainstream BDSM angepasst, dachte nur das sei normal und meine tiefsten Wünsche wären dies eben nicht. Erst im laufe der Zeit mit der Erfahrung und mit meinem Herrn an meiner Seite konnte ich wirklich so sein wie ich bin und ich lernte andere Menschen kennen die ähnlich denken und fühlen. Das tat gut. 😊

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