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Reden, Reden, Reden


Vi****

Empfohlener Beitrag

Lustig, wie du ein Beispiel für beides bereits zusammengefasst hast: darüber zu reden, nicht über alles zu reden 😅

Zum Thema: Ich bin auch uneingeschränkt für Kommunikation, es darf aber gerade bei unterschiedlichen Standpunkten nicht dauerhaft darin ausarten, dass man sich in einem Kreislauf wiederkehrender Argumente verennt. Taucht ein kontroverses Thema immer und immer wieder auf, ohne dass beide Parteien auf einen Nenner kommen, wäre das für mich ein Beispiel.

Weiter würde mir einfallen, dass man nicht jegliche Kleinigkeiten bis ins Detail und völlig außer Maß zerreden muss, wenn diese eigentlich schon geklärt sind. Von daher gibt es aus meiner Sicht durchaus Grenzen, wann "einfach mal gut ist".

Also man hat es hier ja auch oft, dass man tatsächlich gewisse Themen zum Beispiel durch "Oversharing" zerreden kann.
Gerade extrovertierte, die eine besondere Form von Mitteilungsbedürfnis haben, können eine Kontaktaufnahme auch sehr schnell kaputt machen.
Unabhängig davon, ob es sich um devote Subs oder eben auch teilweise durch gewisse Formen der dominanten Gesprächsführung handelt.
Also wir hatten damals eine klare Regelung da Sie sehr polygam ausgeprägt war, während ich selbst monogam gehalten wurde.
Da gab es damals ohnehin nicht so viel Mitspracherecht. 🤷🏻‍♂️😉

Wenn das D/s Verhältnis gut eingestellt ist dann braucht es eigentlich keine Worte. Für mich der Idealzustand. Worte braucht es um dieses Ziel zu erreichen.

Würde mal sagen, man lernt sein Gegenüber mit der Zeit einfach kennen. Die große Rede-Phase ist am Anfang, aber ab einem gewissen Punkt beginnt man ohne Worte zu verstehen, liest die Körper-Signale, weiss wie das Gegenüber gewisse Gefühle ausdrückt und alles wichtige wurde bereits gesagt.
Grade deshalb ist es mir ja so wichtig, einander gründlich kennenzulernen, etwas festes zu haben. Es gibt ein Gefühl der Sicherheit.
Dieser Punkt ab dem viele Worte nicht mehr notwendig sind.
Einfach miteinander sein.

Ja man kann Dinge zerreden. Meistens aber nach meiner Meinung nach nur, wenn es eigentlich um was ganz anderes geht als tatsächlich beredet wird.
Manchmal kann auch schweigen die geeignetere Kommunikation sein. Ein Beispiel. Wenn ein geliebter Mensch von uns geht möchte ich natürlich auch reden aber auch einfach Stunden nicht reden aber nicht alleine seine.
Zu dem konkreten Beispielen. Ich kann nur von mir reden aber meine zukünftige Herrin müsste mir nicht sagen mit wem was. Ich ihr aber nach meinem empfinden sehr wohl bzw. ich als Sklavin würde um Erlaubnis bitten. Bitte aber nicht umgekehrt.

Man kann Dinge erst dann „zerreden“, wenn zwei Menschen auf unterschiedlichen Ebenen kommunizieren – etwa wenn der eine eher rational und der andere eher emotional argumentiert. In solchen Fällen führt das Gespräch oft zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis für beide Seiten. Meiner Meinung nach ist es deshalb wichtig, sich bewusst zu machen, was man eigentlich sagen möchte und vor allem, mit welchem Ziel man in das Gespräch geht, möchte man sich verbinden oder einfach recht haben?

Ich finde es kann Zuviel werden. Meine sub zum Beispiel kann mit jedem Problem zu mir kommen. Wir hatten aber eine Zeit wo sie mein Handeln nicht nachvollziehen konnte oder Aufgaben nicht ausführen wollte weil sie den Sinn dahinter nicht sieht. Davon mal ab das der Sinn mir zu gefallen ausreichen sollte 😂😂 können Aufgaben bei Menschen die ein Problem haben wo sie festgefahren sind befremdlich wirken. Es wurde dann immer Ellen lange diskutiert wo der Sinn ist etc. bis sie gemerkt hat” oh hoppla das bringt mich ja weiter “ seit dem wird einfach gemacht was ich sage.

Vor 21 Minuten , schrieb Goodgirl101:

Man kann Dinge erst dann „zerreden“, wenn zwei Menschen auf unterschiedlichen Ebenen kommunizieren – etwa wenn der eine eher rational und der andere eher emotional argumentiert. In solchen Fällen führt das Gespräch oft zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis für beide Seiten. Meiner Meinung nach ist es deshalb wichtig, sich bewusst zu machen, was man eigentlich sagen möchte und vor allem, mit welchem Ziel man in das Gespräch geht, möchte man sich verbinden oder einfach recht haben?

Mhh naja ich zb als Dom sage meiner sub auf sachlicher ebene was ich will… sie reagiert darauf oftmals emotional. Ich denke das ist bei Ds oft der fall. Bei SM vielleicht eher weniger

Ich habe das Gefühl, wenn immer wiederkehrend das selbe Thema aufkommt, liegt es meistens darin, das eine der beiden Parteien, den anderen von seiner Meinung überzeugen möchte

Gerade wenn es um einen persönlichen Standpunkt geht, warum muss man darüber ausarten diskutieren, wenn man unterschiedlicher Meinung ist oder man eine andere Sichtweise hat

Ich ertappe mich dabei selbst und sage mir immer und immer wieder, akzeptiere und respektiere eine andere Meinung und Versuch selbst zu überlegen, ob ich mit dieser Meinung/ Ansicht klar kommen kann ohne ständig das Thema aufzugreifen

Solange man einen gemeinsamen Konsens findet, den beide akzeptieren können, fein. Nur wenn man ein Thema mit einem Skalpell zerstückelt, müsste man sich die Frage stellen: wohin soll es führen? Was will ich mit dieser Diskussion erreichen

Thema Beziehungsmodelle, ein Thema was man klar definieren muss um Missverständnis/ Diskussionen/ Verletzungen zu vermeiden

Zum Thema was erzähle ich meinem „Partner“ was halte ich persönlich für relevant/ überflüssig oder von Bedeutung. Sehr schmaler Grat und besonders zu Beginn, wenn man sich neu kennenlernt
Man selbst betrachtet ein Thema für absolut überbewertet, für den gegenüber hat es einen enormen Stellenwert

Wie gesagt meistens kommt man auf einen Nenner, wenn man bewusst darüber redet, wo man hin möchte oder was das Ziel der Diskussion ist

Poly ist getrennt von BDSM und dazu möchte ich auch nichts sagen. aber noch einer session ist es eine gute möglichkeit in der aftercarephase die session zu besprechen und was etwas viel war und was ein highlight. so findet man eine gute grundlage dinge weiterauszubauen. es kommt auch sehr auf den menschen selbst an, manche zeigen durch nähe wie sie etwas erlebt haben ( meine sub schläft in meinem arm ein, zufrieden und entspannt) oder man lässt das gespräch natürlich beim gemeinsamen essen entstehen. ein gezwungenes reden führt meist zu nichts.

Bei mehreren Spielpartnern sollten eigentlich die groben Infos reichen, dass es da noch jemanden für xy gibt - da muss es keine Details geben und nichtmal Namen. 

Gerade wenn man zu unterschiedlichen Veranstaltungen mit anderen Schwerpunkt in wechselnden Begleitungen auftaucht, gibt es dann keine Erklärungsnot, wenn da mal Fragen nach anderen Leuten kommen, mit denen man sonst gesehen wurde oder sich diese Menschen mal dort begegnen.

Zu viel Info kann auch mit einen vorwurfsvollen Unterton beim Gegenüber ankommen, wenn man da zu ähnliche Dinge mit unterschiedlichen Menschen macht, und die sich dann als "nicht gut genug" fühlen könnten.

Wenn ich klar trenne, dass ich x mit Mensch A mache und es für y eben noch B gibt und das mit beiden so kommuniziert habe, dann brauche ich beiden gegenüber kein schlechtes Gewissen zu haben, besonders wenn A dann y nicht mag und B dafür x selbst mit jemand anderem macht, kann das reibungslos so laufen. 

Welche Ansprüche an Exklusivität in einzelnen Punkten man selbst an Spielpartner stellt, diese von einem selbst erwarten und was die Ansprüche in der Richtung von deren anderen möglichen Beziehungen sind, abgeklärt zu haben sind natürlich die Voraussetzung...

Kurz gesagt - den Rahmen abstecken und sich gegenseitig vertrauen, sich nur in diesem Rahmen zu bewegen. Mehr Informationen können die ja direkt miteinander austauschen, wenn die sich mal begegnen und dabei selbst entscheiden, was sie da mitteilen wollen und was nicht. Sonst müsste ich mir ja bei jeder Kleinigkeit erst die Erlaubnis einholen, etwas weitergeben zu dürfen und so schütze ich dann eben die Privatsphäre, wenn nur ganz allgemein von x oder y die Rede ist. Die Szene ist halt ein Dorf und über zwei Ecken kennt man sich dann doch irgendwie, dass Heimlichkeiten eh keinen Sinn ergeben... 

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