Hier sind die drei wahrscheinlichsten Varianten, was sie gemeint haben könnte:
1. BDSM und „Deutsche Disziplin“
Im Fetisch-Bereich (oft auch international als German Discipline bezeichnet) steht das für eine sehr strukturierte Form von BDSM. Hier geht es meist um:
Strenge Regeln und Rollenspiele: Weiterlesen… Dominanz und Unterwerfung (D/s), bei denen Pünktlichkeit, Gehorsam und eine gewisse „Strenge“ (z. B. Lehrer/Schülerin, strenge Erziehung) im Vordergrund stehen.
Klarheit und Struktur: Weniger emotionales Chaos, sondern klare Absprachen und das exakte Einhalten von Tabus und Grenzen.
2. Der internationale Fetisch-Stereotyp
Im englischsprachigen Raum (USA/Großbritannien) gibt es das Klischee der „German Practices“. Wenn dort im sexuellen Kontext davon gesprochen wird, meint man oft extremere Fetische.
Dazu gehören ausgeprägte Leder-/Lack-Szenen, Klinik-Fetische (Arzt/Patienten-Rollenspiele mit medizinischem Equipment) oder auch der Bereich ***/Kaviar (Urin/Kot).
Aber Vorsicht: Wenn eine Deutsche im normalen Gespräch in Deutschland diesen Begriff nutzt, meint sie das in den seltensten Fällen, da dieser Stereotyp eher über Deutsche im Ausland existiert.
3. Freikörperkultur (FKK) und Naturismus
Es kann auch viel harmloser und naturnaher gemeint sein. Deutschland ist weltweit bekannt für seine ausgeprägte FKK- und Saunakultur.
Vielleicht steht sie einfach darauf, Freizügigkeit ganz ungezwungen zu leben – sei es an FKK-Stränden, in der gemischten Sauna oder schlichtweg nackt in den eigenen vier Wänden.
Wie gehst du jetzt damit um?
In der gesamten Kink- und Fetisch-Szene gilt eine goldene Regel: Kommunikation ist alles. Niemand erwartet von dir, dass du alle Begriffe kennst, und es wird dir in diesen Kreisen auch niemand übel nehmen, wenn du nachfragst. Im Gegenteil: Ehrliches Interesse wirkt oft sehr anziehend.
