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Eigene Akzeptanz, das man BDSM mag...


Einfach-Ich

Empfohlener Beitrag

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vor einer Stunde, schrieb NoDoll:

Ich frage mich gerade warum wir nun das zweite Thema benötigen indem es um BDSM und Öffentlichkeit geht. Eigentlich sogar das dritte. 

Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass es schon wieder um Öffentlichkeit geht, obwohl ich das aus der eigentlichen Frage gar nicht heraus gelesen habe. Es scheint also zum einen eine Frage von lesen und verstehen zu sein, zum anderen scheint Bedarf zu bestehen, das Thema "Öffentlich" zu besprechen.

bearbeitet von Teaspoon

Ach @Teaspoon man kanns ja gar nicht zu 100 % definieren...

Ist jemand maso, der leichte Schmerzen einfach mag?

Oder muss er tiefe Befriedigung daraus ziehen? 

Endlos maso ist ohnehin keiner. 

Man schreibt ja drüber wie weit man Dinge für sich will... 

(bearbeitet)

Und hier vermischen sich in der Tat auch Themen

"Selbstakzeptanz", hat rein nix mit Öffentlichkeit zu tun...

"Outing", Akzeptanz nach außen usw. schon...

 

bearbeitet von Bratty_Lo
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vor 2 Stunden, schrieb Einfach-Ich:

Ich formuliere es Mal Anders. Es gibt Personen die sind jenseits des eigenen Tellerrand s unterwegs.
Selbst weiß man, da wo die anderen sind kommt man selbst aus unterschiedlichen Gründen nicht hin, statt es zu akzeptieren erfolgt Neid oder Verurteilung

Es gibt Bereiche, wo andere sind, da will ich tatsächlich und wirklich nicht hin. Wenn ich das dann so sage, drücke ich damit keinen Neid aus. Und wenn ich das Gefühl habe, dass die Person, die da ist, auch nicht da sein will, dann ist es erst Recht kein Neid.

vor 6 Minuten, schrieb Teaspoon:

Ich wundere mich ehrlich gesagt, dass es schon wieder um Öffentlichkeit geht, obwohl ich das aus der eigentlichen Frage gar nicht heraus gelesen habe. Es scheint also zum einen eine Frage von lesen und verstehen zu sein, zum anderen scheint Bedarf zu bestehen, das Thema "Öffentlich" zu besprechen.

Naja Tea vielleicht wegen dem letzten Satz im EP

 

Zitieren

Bei solchen Auslegungen stellt sich die Frage, stört diese Personen es, wenn diese öffentlich mit ihrer Vorliebe konfrontiert werden
Besteht evtl die Angst sich ungewollt zu outen.

 

@NoDoll Vielleicht denke ich strukturell einfach anders? 

Wer um Selbstakzeptanz ringt mag ein anderes Verhältnis dazu in der Öffentlichkeit haben. Oder auch nicht. Öffentlich als "außerhalb der eigenen vier Wände" ist auch der Stammtisch. Da kann ich diskutieren mit Leuten, die wissen worum es geht. 

Warum sollte ich mit der Kassiererin bei Aldi über meine Selbstakzeptanz reden?

vor 5 Minuten, schrieb Teaspoon:

Warum sollte ich mit der Kassiererin bei Aldi über meine Selbstakzeptanz reden?

Ja das ist die Frage. Warum sollte man dies tun?  
Und genau das brauch ich nicht und muss es auch nicht diskutieren. Ich frage mich aber warum man dies überhaupt in Erwägung ziehen will/würde. 

Denk es ging auch darum, ob Leute die eben diese Selbstakzeptanz nicht haben, deswegen nicht in der Öffentlichkeit spielen, weil sie ANGST vor einem "Outing" haben...

Und die, die diese Selbstakzeptanz haben, völlig selbstverständlich bdsm in der Öffentlichkeit machen...

Die Selbstakzeptanz ist aber nicht = eine Akzeptanz anderer Leute.

Und um die Angst sich zu outen, geht es eher weniger, als darum schlicht keine Leute zu belästigen...

Das Thema "Selbstakzeptanz" als solches ließe sich völlig gesondert betrachten und hat mit Öffentlichkeit erstmal nichts zu tun...

(bearbeitet)

Absolut @Bratty_Lo

 

Manche Sachen sieht man einfach anders, auch ohne dass dem negative Gedanken oder Gefühle zugrunde liegen.

Das klingt eher, als bräuchte man diese Vermutung, um die Meinung anderer nicht ernst nehmen zu müssen.

bearbeitet von Teaspoon
vor 1 Minute, schrieb Bratty_Lo:

Denk es ging auch darum, ob Leute die eben diese Selbstakzeptanz nicht haben, deswegen nicht in der Öffentlichkeit spielen, weil sie ANGST vor einem "Outing" haben...

Und die, die diese Selbstakzeptanz haben, völlig selbstverständlich bdsm in der Öffentlichkeit machen...

Ja und darum meine Gegenfrage ob diese Leute mir der Selbstakzeptanz so ein Geltungsbedürfnis haben?

Warum sollte es eine Aussagekraft haben ob man diese Selbstakzeptanz hat wenn man sich in der Öffentlichkeit auslebt? Das ist die Frage die ich mir hier stelle. 

Würde ja bedeute meine eigene Ansicht das ich meine Neigung für mich so wie sie ist akzeptiert habe nicht der Wahrheit entspräche weil ich kein Bedürfnis habe mich in der Öffentlichkeit auszuleben. 

 

(bearbeitet)

Vielleicht geht es auch darum Akzeptanz von Außen zu erlangen, weil es mit der Selbstakzeptanz doch nicht so weit her ist?

 

Um bei meinem Beispiel zu bleiben: ich sehe mich nicht als besonders maso, aber ich bin wahrscheinlich masochistischer als besagte Kassiererin. Und wenn sie mir dann sagt, dass ich pervers sei, weiß ich, dass ich doch krass drauf bin. Wenn ich das bräuchte, würde es mich anheben. 

bearbeitet von Teaspoon
vor 1 Minute, schrieb Teaspoon:

Vielleicht geht es auch darum Akzeptanz von Außen zu erlangen, weil es mit der Selbstakzeptanz doch nicht so weit her ist?

Darauf wollte ich hinaus. 

vor 2 Minuten, schrieb Teaspoon:

Das klingt eher, als bräuchte man diese Vermutung, um die Meinung anderer nicht ernst nehmen zu müssen.

Eben. Die Selbstakzeptanz zur Akzeptanz anderer zu machen. Das fließt dann wohl in einer egoistischen Form sichtbar in die Öffentlichkeit. Also nicht mit der Kassiererin über Selbstakzeptanz plaudern, die einfach dreist zeigen!

Anders herum dürfte es einfließen: Sub hat so wenig Selbstakzeptanz, dass sie nahezu ALLES tut, um Akzeptanz beim Dom zu finden und sich auch vor der Kassiererin auf Befehl in die Hose ***t... Damit der Dom sagen kann wie "stolz" er auf die ist... 

 

Und ja, beim Dom fließt wohl auch irgendwas mit ein, was die Leute sehen sollen... Nen Geltungsbedürfnis oder so... Bei uns soll niemand etwas mitbekommen. Es ist ein Versehen wenn das passiert.

Die Sub immer wieder öffentlich bloßzustellen ist irgendwie ein bedenkliches Ego des Doms...

(bearbeitet)

Und dann vielleicht anzunehmen, dass andere denken: "WOW, was die für IHN bereit ist zu tun..."

Diese Doms haben wohl den Gedanken der Bewunderung, den andere haben sollen. 

Nicht bdsm'ler haben manche Gedanken aber einfach nicht, bzw. sehen das abstoßend und nicht als "toll" an...

bearbeitet von Bratty_Lo
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vor 1 Minute, schrieb Bratty_Lo:

 Bei uns soll niemand etwas mitbekommen. Es ist ein Versehen wenn das passiert.

Dann sollte dein Herr etwas mehr darauf achten. Sprecht miteinander.

Glaub halt bei manchen spielt es wie gesagt ungesund mit rein, andere sind einfach dreist und frech!

vor 53 Minuten, schrieb Teaspoon:

Ich tue mich immer noch damit schwer, mich selbst als masochistisch zu verstehen. 

Ja, ich mag einen gewissen Schmerz, aber sehe mich da weit entfernt von dem, wie ich mir Masochisten vorstelle und was ich hier von Masochisten im Forum lese. 

 

Andererseits höre ich dann Kommentare, wie: "Ja, schon klar, du bist nicht maso! 😉" oder "Bastonade magst du? Ich finde das schlimm!" oder "Orgasmus durch Spanking? Neee, kenne ich nicht." oder "Echt jetzt? Messer?" 

Ich glaube, da muss ich für mich etwas ins Reine kommen.

 

Die andere Akzeptanz-Baustelle ist bei mir das Thema Erniedrigung. Im Moment schließe ich das wegen schlechter Erfahrung aus. Ich kann das einfach im Moment nicht. Gleichzeitig glaube ich, dass ich mich damit abfinden muss, dass es mich auf gewisse Art kickt. Ich glaube, wenn ich das für mich selbst akzeptieren kann, wäre es vielleicht mit dem Richtigen irgendwann auch wieder für mich möglich und anregend.

Aber um mal auf diesen Beitrag einzugehen.

Wie einige hier wissen war ich lange lange auf der devoten Seite unterwegs. Einfach weil es seinerzeit für mich und mein damaliges Weltbild selbstverständlich war das maso sein gleichzeitig bedeutet auf der devoten Seite zu sein. Das mich diese Seite viel öfter unglücklich als glücklich gemacht hat musste ich erst begreifen. Der Lernprozess kam erst richtig in Gang als ich angefangen habe tiefer in meinem Unterbesusstsein zu graben und mich dem zu stellen was mich unglücklich gemacht hat. Der nächste Schritt war dann auszuprobieren was es noch gibt und der letzte Schritt war zu erkennen das maso sein zwar ein Teil von mir ist, dieser aber gar nicht so prägnant ausgelebt werden will. Viel mehr ist es die sadistische Seite die wirklich Zufriedenheit und Glück bringt. Ferner habe ich festgestellt das meine Ausflüge in die Masowelt für mein Verständnis, meine Empathie gegenüber Masopersonen, meinem Wissensdrang entsprungen sind. Zu wissen wie sich etws anfühlt um es zu begreifen war rückblickend die tiefere Intention dahinter. Lernen durch erfahren wenn man so will.

Die Akzeptanz all dessen kam letztlich auch mit und durch das gemeinsame Ausleben mit meinem letzten Partner der, gkücklicherweise, großartig darin war mir den ganzen Raum zu geben den ich brauchte um mich selbst kennenzulernen. Ein weiterer Prozess und ich will nicht sagen dieser wäre schon abgeschlossen.

Und bezogen auf dich und was man hier im Forum so alles über Masochismus liest, kommt es mir manchmal auch vor als wäre es für die eine oder andere Person eine Art Wettbewerb. 
Mit dir selbst ins Reine kommen ist eben auch ein Prozess und ich denke das du nicht hören musst das es nicht abhängig von Aussagen anderer ist. Ich finde es auch gut und richtig sich selbst immer mal wieder zu hinterfragen. Letztlich ist bei all dem BDSM ist so, muss so, sollte so...immer noch dein eigenes Leben mit dem du zufrieden und glücklich sein solltest. Zieht man dann noch HSP mit hinzu, ist deine Gefühlswelt ohnehin schwer vergleichbar mit der Welt anderer. 

(bearbeitet)
vor 1 Stunde, schrieb Bratty_Lo:

Und ja, beim Dom fließt wohl auch irgendwas mit ein, was die Leute sehen sollen... Nen Geltungsbedürfnis oder so... Bei uns soll niemand etwas mitbekommen. Es ist ein Versehen wenn das passiert.

Die Sub immer wieder öffentlich bloßzustellen ist irgendwie ein bedenkliches Ego des Doms...

 

vor einer Stunde, schrieb Bratty_Lo:

Und dann vielleicht anzunehmen, dass andere denken: "WOW, was die für IHN bereit ist zu tun..."

Diese Doms haben wohl den Gedanken der Bewunderung, den andere haben sollen. 

Nicht bdsm'ler haben manche Gedanken aber einfach nicht, bzw. sehen das abstoßend und nicht als "toll" an...

Oder Bottom hat keinen oder nur einen geringen Selbstwert/ Eigenliebe, dass dort angesetzt wird für die Anerkennung von Top alles zu tun. Einen ähnlichen Thread hatten wir doch erst, in dem die Scham von Bottom ausgenutzt wird. Nur man selbst kann dann bei sich schauen, was macht dies mit mir. Ich fand @AndersimNorden seinen Beitrag „Blick in die dunklen Flecken der eigenen Seele“ sehr schön, genau da wo es weh tut schau ich genauer hin um ansetzen zu können.

Wenn sich Tops gegenseitig Lobhudeln weil Bottom so brav agiert, sollen sie machen. Ich finds amüsant, das Gegenseitige Egostreicheln. Meine innere Sadistin hebt ihr Pompoms und kichert in sich hinein.

Öffentliches Spiel im passenden Setting, sprich: Stammtische und entsprechende Parties ob privat oder in entsprechenden Etablissements „Hell yes“, ich schaue gern zu beim Ball Busting und Spanking, Schwänze hinter Gitter… aber im sonst öffentlichen Raum gilt gegenseitiger Respekt. Man muss tagsüber auf einem öffentlichen Rastplatz kein ***sszenario durchziehen, sowas kann man durchaus an unauffälligen Orten/ nicht einsehbaren Plätzen abziehen. Auch in HH gibt es Menschen, die eine Hunt ausüben, aber diese ist dann in Bereichen in denen man nicht mit dem Sonntagsspaziergänger rechnen muss und eben zu entsprechenden Zeiten.

Hirn an bevor man in die Umsetzung geht, das ist sexy… Rücksichtnahme ist sexy… 

Ich akzeptiere mich und mein Ausleben von BDSM, muss es aber nicht vor anderen Ausleben… ich erzähle ja auch nicht jeder fremden Person in der Bahn meine Lebensgeschichte. Meine Freunde und Familie kennen meinen dreckigen Humor, mein dunkles Mindset und trotzdem muss ich diese Menschen nicht an einer Session beteiligen und ihnen meine intimste Freude zu teil werden lassen, die ich am Liebsten nur mit meinem Top/ Partner teile und nicht vor fremder Augen, denn sind es diese Augen wert mich so zusehen?! Klares Nein meinerseits, das ist mein Stolz und meine Selbstliebe. 

Was mir zu intim in der Öffentlichkeit ist, beginnt schon beim Zungenkuss… wo man versucht sich gegenseitig die Mandeln zu entfernen… da schaue ich dann einfach weg. 
 

 

bearbeitet von Schneeflöckchen
Moin,

@NoDoll, danke für den Klasse Einblick wie Du dich gefunden hast, Respekt es auch hier so offen dar zulegen.

Es ging mir nicht darum, dass x-ten Thema zu
"BDSM in der Öffentlichkeit und was denken Dritte darüber" auf zumachen, sonder tatsächlich, wie steht man zu sich. Zu jenem wie man sein SM wahrnimmt .
Am 21.2.2024 at 22:05, schrieb Einfach-Ich:

sonder tatsächlich, wie steht man zu sich.

Einer der ersten wichtigen Schritte zur Selbstakzeptanz, ist sich Dinge einzugestehen die einem selbst und anderen erstmal nicht gefallen dürften.

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