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Schlaflos schlafend Teil2 (kein BDSM und kein Sex)


Empfohlener Beitrag

Der Text ist heiß!

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Ich legte das Telefon aus den Händen, schlüpfte unter meine Bettdecke und versuchte wieder einzuschlafen.

Es gelang mir nicht. Jedenfalls nicht so richtig. Ich war nur für einen kurzen Moment weg gedöst. Dann war ich auch schon wieder wach. Ich konnte nicht wieder einschlafen. Immerzu musste ich jetzt an diese schöne rothaarige Frau denken, die da völlig nackt, mit ihrer weißen, mit Sommersprossen verzierten Haut, auf dem roten Sofa saß, in der Wohnung von Max. Die Beine übereinandergeschlagen, mit dem Fuß auf und ab wippend, den ausgeschalteten Fernseher anstarrend. Ich glaubte nicht, dass sie die Frau von dem Plakat war. Wahrscheinlich sah sie nur so aus. Aber mit Sicherheit war es nicht die selbe Frau. Wer, oder was war sie wohl? Wo sie wohl her kam, und was sie wohl wollte?

Ich schaltete das Licht ein, zog die Bettdecke weg und stand auf. Mit halb zugekniffenen Augen ging ich in die Küche, um mir ein neues Glas Wasser zu holen. Dabei nahm ich auch glich noch die Rolle Papiertücher mit, um das verschüttete Wasser neben meinem Bett aufzuwischen.

Als ich zurück zu meinem Bett kam, musste ich mit Erstaunen feststellen, dass dort weder ein umgestürztes Glas, noch verschüttetes Wasser zu sehen war. Scheinbar hatte ich es schon aufgewischt. Nur wann? Ich konnte mich nicht dran erinnern.

Offenbar war ich ziemlich durcheinander, und an Schlaf war auch nicht mehr zu denken. In meinem Kopf war es sehr laut geworden. Max war an allem schuld. Diese idiotische Geschichte. Desto mehr ich drüber nachdachte, umso unwirklicher erschien mir alles. Offenbar hatte Max mich doch verarscht. Und ich Vollidiot hab es auch noch geschluckt. Leichte Wut stieg in mir auf. Na, der sollte was erleben. Ich begann nach dem Telefon zu suchen. Ich fand es nicht. Es lag weder auf, noch neben dem Bett. Also brachte ich erst mal die Papiertücherrolle zurück in die Küche. Und, was soll ich sagen, dort lag das Telefon. Es lag auf dem Tresen, wo es sonst eigentlich auch immer liegt. Ich fand das alles Merkwürdig. Aber wahrscheinlich hatte ich es mit in die Küche genommen, als ich mir ein neues Glas Wasser und die Papiertücher holte, und hatte es dann dort an seinem Stammplatz abgelegt. So etwas macht man ja schon ganz automatisch. Sachen an ihren Platz zurücklegen. Das merkt man ja gar nicht mehr. So musste es gewesen sein.

Ich setzte mich an den Tresen, schnappte mir das Telefon, und rief Max an.

Er nahm ab.

„Ja?“

„Hier auch Ja, du blöder Penner! Kannst du mir mal verraten, wie ich jetzt noch, nach deiner bekloppten Story, schlafen soll?“

„Wer ist da?“

Er klang verwirrt. Zumindest tat er so.

„Hier ist Henry, du blöder Penner. Tu mal nicht so.“

„Alter, was ist los? Was hab ich verpasst?“

Er spielte seine Rolle gut. Scheinbar wollte er die Geschichte noch weiter treiben. Aber nicht mit mir.

„Lass es einfach. Ich kauf dir den Scheiß nicht ab. Ich hab dich durchschaut.“

„So so, durchschaut hast du mich also. Bei was denn?“

Er stellte sich weiter dumm.

„Ich kauf dir deine bekloppte Story, mit der nackten Rothaarigen nicht ab. So!“

„Alter, bist du high, oder voll? Doch nicht etwa beides? Du weißt doch das saufen und kiffen zugleich immer böse endet.“

„Ha“, sagte ich. „Jetzt habe ich dich! Das waren exakt meine Worte. Genau das selbe hatte ich dich vorhin auch gefragt.“

„Wie, vorhin? Heute Morgen, oder was?“

Er klang wirklich verwirrt. So als hätte er tatsächlich keine Ahnung, wovon ich sprach. Er spielte seine Rolle verblüffend gut. Scheinbar hatte ich ihn in der Sache unterschätzt.

„Verarsch mich so viel du willst. Ich brauche ja nur in meinem Telefon nachsehen. Dort steht dann wann du mich angerufen hast, und wie lange wir gequatscht haben.“

Jetzt hatte ich ihn. Da konnte er sich unmöglich rauswinden.

„Alter, ich hab dich nicht angerufen. Ich bin eben erst zur Tür rein. Ich hatte Spätschicht.“

Ich antwortete ihm nicht, und sah zur Uhr. Es war erst kurz vor Mitternacht. Verdammt, ich hatte mich geirrt. Ich dachte es sei mitten in der Nacht. In Wahrheit hatte ich noch keine zwei Stunden geschlafen.

„Sieh in deinem Telefon nach“, sagte er. „Keine Ahnung mit wem du da gesprochen hast, ich war es jedenfalls nicht.“

Ich legte auf und arbeitete mich durch das Menü des Telefons. Tatsächlich, er hatte Recht. Er hatte mich nicht angerufen. Niemand hatte mich an diesem Abend angerufen. Plötzlich wurde mir klar, dass ich alles nur geträumt hatte. Was auch sonst? So unglaubliche Sachen passieren ja auch nur in Träumen. Nackte rothaarige Frauen tauchen nicht einfach so aus dem Nichts auf, und verschwinden dann wieder.

Man, war mir das jetzt peinlich. Ich hatte mich gerade wie der letzte Trottel aufgeführt. Wenn ich Max das nächste mal treffen würde, dann müsste ich schon behaupten das ich bekifft und besoffen an diesem Abend war. Alles andere würde er mir nicht abkaufen.

Nun saß ich da. Es war jetzt Mitternacht und ich war putzmunter. An Schlaf brauchte ich gar nicht erst zu denken. Aber was sollte ich jetzt tun? Fernsehen? Chatten?

Ich entschied mich dazu doch wieder ins Bett zu gehen. Ich schlüpfte unter die Bettdecke und schaltete das Radio ein. Ich ließ mich von der Musik berieseln. Mir blitzten einzelne Bilder im Kopf auf. Die Rothaarige auf Max roten Sofa. Die Rothaarige auf dem Plakat. Anna, meine erste wahre liebe. Auch sie hatte rotes Haar, weiße Haut und Sommersprossen. Ich schlummerte langsam weg. Die Musik wich einem Rauschen. Annas Stimme drang durch das Rauschen. Ganz leise. Ich konnte nicht verstehen was sie sagte. Das Rauschen war zu laut. Es wurde immer lauter. Ich konnte Annas Stimme nicht mehr hören. Aber ich sah sie. Sie schien mich anzuschreien. Das Rauschen wurde aber immer lauter, unerträglich laut sogar. Schließlich wachte ich wieder auf.

Es war dunkel. Hatte ich das Licht nicht angelassen? Das Radio war aus. Ich tastete nach meinen Telefon. Es Lag in einer Wasserlache auf dem kleinen Tisch neben meinem Bett. Plötzlich hörte ich ein Geräusch. Ich drehte mich zur Tür um. Licht schien unter der Tür durch. Nur ganz kurz. Mein Herz klopfte wie wild. Starr vor angst lauschte ich. Es war nichts weiter zu hören. Das Licht schien auch nicht mehr unter der Tür durch.

Ich stand auf und schlich zur Tür. Ich öffnete sie ganz leise und blickte durch einen Spalt ins Wohnzimmer. Dort war jemand. Jemand saß auf meinem Sofa. Ich schaltete das Licht an. Meine Augen waren noch an die Dunkelheit gewöhnt, ich konnte kaum was sehen. Langsam erkannte ich etwas. Da saß eine Frau auf meinem Sofa. Es war die Rothaarige von dem Plakat. Zumindest sah sie genau so aus. Sie war nackt. Man konnte ihre Brüste aber nicht sehen. Ihre langen roten Haare bedeckten sie. Sie saß einfach da, hatte die Beine übereinandergeschlagen, wippte mit einem Fuß auf und ab und starrte auf den ausgeschalteten Fernseher.

Was zur Hölle ging hier vor sich?

 

Bis dahin bin ich erst gekommen. Die letzten Absätze sind erst gestern entstanden. 

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