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Das "Danach"


Empfohlener Beitrag

Ihr Lieben,

ein Thema hier im Forenbereich hat mich in den letzten Tagen ein wenig nachdenklich gestimmt und ich würde das hier gerne einmal
mit euch gemeinsam aufgreifen. 

Das Ursprungsthema findet ihr hier: https://www.fetisch.de/topic/32438-permanente-keuscheit/

Zum Ende hin wurde mir einmal mehr bewusst wie tiefgreifend vieles von dem was wir tun sein kann und wie sehr sich dies alles
auf unser Leben auswirken kann. 
Ich selbst bin ein Mensch der mal mehr und mal weniger über Konsequenzen nachdenkt. Wenn es um BDSM geht, bin ich eher jemand der auch immer mit einem Auge 
in die Zukunft blickt. Was passiert wenn...

Es finden gewisse Konditionierungen statt, manche sehr bewusst, andere auch unbewusst. Regeln werden integriert, das Leben richtet sich mehr und mehr danach aus.

Doch was passiert wenn man sich trennt?

Ich hatte dort kurz von meiner letzten Trennung, bzw. der Zeit danach berichtet, wie es meinem ehemaligen Sub mit einem bestimmten Thema nach der Trennung erging.

Für mich selbst war es auch nicht leicht, auch ich als Femdom hatte den einen oder anderen Struggel damit mich von Gewohnheiten zu lösen. 

Daher nun meine Frage/n.

Wie habt ihr bisher Trennungen erlebt. Gab es eine Art Entwöhnung? Gab es Probleme die sich auf euren Alltag und auch auf euer Sexleben nach der Trennung ausgewirkt haben? 
Waren es Trennungen im Einvernehmen oder wurdet ihr damit allein gelassen? 
Gab oder gibt es nachhaltige Einschränkungen für euch? 
Und zuletzt, ich weiß der Gedanke ist nicht schön und man würde ihn gern vermeiden, wenn ihr euch heute trennen würdet, was bräuchtet ihr um ohne eure Femdom/ euren Sub gut durch
die Trennung zu kommen? 

Ja, die "Traumtrennung" ist ein sehr abstrakter Gedanke doch vielleicht sensibilisiert das ein wenig dafür wie achtsam wir auch mit Blick ins Morgen sein sollten. 

 

 

vor 1 Minute, schrieb MissCurious:

Ich kann da ja eigentlich nicht mitreden, weil ich noch keine lange, intensive Dynamik hatte. Aber gerade weil es nie auf unendlich lange Zeit ausgelegt war, war ich auch darauf bedacht nichts zu tun was allzu lange nachhallt. Ich will für mich schon genau abgrenzen, wo meine Verantwortung endet, weil ich in meinem Leben durchaus schon Erfahrung mit emotionaler Erpressung hatte. Ich muss gehen können  wenn ich mich nicht wohl fühle und nicht dazu gezwungen sein irgendwelche Leistungen zu vollbringen oder vorsichtig auslaufen zu lassen. 

Bei mir ist es leider so, wenn ich mit einer Person nicht mehr kann, wenn ich gemerkt habe, dass es nicht funktioniert, dass die Mühe nicht fruchtet und ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, kann ich die Person nicht mehr um mich ertragen. Es endet alles irgendwie in ziemlich harten Cuts, die ich dann am Ende machen muss, um mich zu schützen. Ich hatte aber auch keine Trennung die wirklich akzeptiert wurde. Auch meinen Exsub musste ich leider überall blockieren und gemeinsame Communities verlassen. Das hat ihn, da ich seine erste Herrin war, sicherlich nicht unberührt gelassen. Aber es kann nicht sein, dass man nachher den Consent nicht mehr entziehen kann und da drin durch irgendeine Pflicht gefangen bleibt. 

Oh, das ist ja nicht so schön das Sie schon solche Erfahrungen machen mussten 🙈 trotz aller Erziehung, Abrichtung, Zweisamkeit und tollen Erinnerungen, sollte immer eine gewisse Lockerheit trotzdem noch vorhanden sein und jeder es aus was für Gründen auch immer beenden können. Im Endeffekt ist doch jeder frei, sogar man als Sklave. 

vor 17 Minuten, schrieb Mrslave86:

Oh, das ist ja nicht so schön das Sie schon solche Erfahrungen machen mussten 🙈 trotz aller Erziehung, Abrichtung, Zweisamkeit und tollen Erinnerungen, sollte immer eine gewisse Lockerheit trotzdem noch vorhanden sein und jeder es aus was für Gründen auch immer beenden können. Im Endeffekt ist doch jeder frei, sogar man als Sklave. 

Das ist ja eben die Frage von @NoDoll wie locker man da eben sein kann wenn man da in entsprechenden Konditionierungen steckt

(bearbeitet)

Danke @MissCurious, ich wollte die kleine Flirtoffensive nicht unterbrechen. 😆

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Die Trennung auf zwischenmenschlicher Ebene fand bei uns sehr viel früher statt als die Trennung an sich, daher fiel es auch nicht so schwer, sowohl (romantische) Beziehung als auch Dynamik in beidseitigem Einvernehmen zu beenden und sich mental davon zu lösen.
Wie das ist, wenn man sich "nur" als Dynamik ohne romantische Beziehung sieht, weiß ich gar nicht und kann ich mir auch schwer vorstellen. Gerade im 24/7-Format fiele es mir schwer, nicht zumindest irgendeine Art der "Liebesbeziehung" in die Dynamik zu dichten.

Was ich allerdings aus der Zeit zwischen meinen Beziehungen gelernt habe: Meine Vorlieben und die Praktiken, die wir damals ausgeübt haben, kann ich nur schwer in der folgen Beziehung aufgeben. Natürlich nicht im 1-zu-1 Format, aber die devote Ader und die Präferenzen haben sich so konkret geformt, dass ich ihnen in irgendeiner Form weiter nachgehen möchte.

kann auch ich wenig zu sagen tatsächlich, da die einzige ernstzunehmende BDSM-beziehung gut endete... und ich glaub, dasses viel darum geht

vor 57 Minuten, schrieb MissCurious:

Bei mir ist es leider so, wenn ich mit einer Person nicht mehr kann, wenn ich gemerkt habe, dass es nicht funktioniert, dass die Mühe nicht fruchtet und ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin, kann ich die Person nicht mehr um mich ertragen. Es endet alles irgendwie in ziemlich harten Cuts, die ich dann am Ende machen muss, um mich zu schützen.

Ich denke das ist ein ziemlich wichtiger Punkt. Der Selbstschutz. 
Was bei mir oberflächlich betrachtet nach einer netten Trennung mit ganz viel Consens klingt, ist oder war wenn man tiefer gräbt eigentlich eine ungleich schmerzhafte Erfahrung. 

Das wie du schreibst, nachfolgend eine Leistung erbringen ist eben genau das worauf ich hinaus will. 
Man begibt sich in ein Abhängigkeitsverhältnis, beidseitig. Für mich war mein Verantwortungsbewusstsein zwar wichtig, ihn noch ein Stück begleiten, gleichzeitig hätte ich aber wohl rückblickend auch gern diesen strengen Cut gemacht. Bzw. ich habe ihn erst später gemacht, für ihn gut, für mich doch eher schlecht denn meine eigene Zeit um abzuschließen dauert dadurch sehr viel länger während er sich bereits erholt hatte. 

Daher finde ich es interessant zu wissen wie andere es handhaben und welche Tücken es geben kann je nachdem welchen Weg man wählt.  

Eine 'Traumtrennung', welch ein schönes Wort. Aber wie oft wird es diese geben? Eher selten. Wobei ich persönlich da auch zwischen Lebensgemeinschaft und einer reinen BDSM Beziehung unterscheide.

Meine längste Beziehubg mit einer Sub hat etwas über 5 Jahre funktioniert. Jeder hatte aber auch sein eigenes Leben und da könnte man meinen, eigentlich sollte so etwas recht entspannt gelöst werden. Die genauen Details sind ja auch egal, jedenfalls hatte meine Sub damit ein richtig großes Problem damit. Nicht nur, weil diese Verbindung endete, nicht nur weil die gemeinsame Zeit (Veranstaltungen, Partys, auch Reisen und andere Aktivitäten) ein Ende fand. Gerade dervHalt und die Stabilität die sich in dieser Zeit aufgebaut hatte, der brach weg. Ihre eigene Wahrnehmung ihrer Stellung, war auf einmal nichtig.

Ich führte mal mit einer Frau ein Gespräch, losgelöst vom BDSM, wo es darum ging, dass Frauen ab einem gewissen Alter 'unsichtbar' werden. Sie werden oftmals von Männern nicht mehr wahrgenommen und verlieren ihre Sexualität. Das war, neben vielen etablierten Gewohnheiten, Ritualen usw, ihre größte Sorge, nirgends mehr anzukommen.

Kürzere Beziehungen waren in der Regel deutlich entspannter. Ich denke, dass die Bindungen einen anderen Stellenwert hatten.

Grundsätzlich bin ich aber auch nie mit einer Sub zusammengezogen.
vor 1 Minute, schrieb MissCurious:

dass das langsame Auslaufen oft falsche Hoffnungen bei der Person wecken kann

haöt ich auch für unfair

 

Trennungen finde ich immer sehr schmerzhaft. Ich habe mich gerade getrennt von meiner Herrin und Freundin. Es fühlt sich an wie ein Entzug. Wahrscheinlich geht es aber nicht anders. Um etwas abzuschließen, bedarf es vielleicht dieser besonderen Dynamik, in der man erkennt, so geht es nicht ( weiter) und einem gewissen Leidensdruck. Auch wenn ich gewisse masochistische Züge besitze, würde ich es mir weniger schmerzhaft wünschen 😉.
Ich bin zwar nicht aus dem BDSM Bereich, hatte aber schon rein sexuelle Beziehungen. In beiden Fällen war es so das letztlich etwas vorgefallen war, was zur Trennung führte. In einem Fall war ich ganz froh darüber, in dem anderen kündigte sich das Ende zwar an, aber so richtig glücklich war ich damit nicht. In beiden Fällen habe ich aber alle Brücken hinter mir abgebrochen.
Es bleibt für einen Moment eine Lücke. Der Gedanke daran: "jetzt würden wir..." Aber ich bin da eher verkopft. Es gab ja eine Zeit davor, also wird es auch eine danach geben. Ich stürze mich in Dinge die ich mag. Aus den Augen aus dem Sinn.
Von meiner Seite gab es nie wieder Versuche zur Kontaktaufnahme. Die von der anderen Seite wurden von mir ignoriert.
Gerade eben, schrieb FISHERMANS_FRIEND:

.sollte man immer mit dem Weitblick auf eine mögliche Trennung handeln und leben? Macht es das nicht eher schwer für beide Seiten, stört eine Beziehung, oder macht sie sogar kaputt?

Nun genau das ist ja der Punkt warum ich mich hier auf Beziehungen mit BDSM Kontext beziehe. Eben auch wegen dem verlinkten Thema wo es ja unter anderem um Praktiken geht die nachhaltig Auswirkungen haben. 
Da ist tatsächlich die große Frage, sollte man dabei auch das "was wäre wenn" im Blick haben? Kann ich das was ich hier anstelle im Ernstfall rückgängig machen und wie? Wo zieht jeder da für sich eine Grenze oder sollte es einfach gar keine geben und wenn es zum Bruch kommt muss jeder selbst zusehen wie er oder sie mit den Konsequenzen klar kommt? 

vor 7 Minuten, schrieb NoDoll:

Nun genau das ist ja der Punkt warum ich mich hier auf Beziehungen mit BDSM Kontext beziehe. Eben auch wegen dem verlinkten Thema wo es ja unter anderem um Praktiken geht die nachhaltig Auswirkungen haben. 
Da ist tatsächlich die große Frage, sollte man dabei auch das "was wäre wenn" im Blick haben? Kann ich das was ich hier anstelle im Ernstfall rückgängig machen und wie? Wo zieht jeder da für sich eine Grenze oder sollte es einfach gar keine geben und wenn es zum Bruch kommt muss jeder selbst zusehen wie er oder sie mit den Konsequenzen klar kommt? 

ficken iss halt was andres als konditionierung etc...  ficken iss was andres als SM!  wer das nich kapiert, sollte sich fernhalten von!

FISHERMANS_FRIEND
vor 4 Minuten, schrieb NoDoll:

Nun genau das ist ja der Punkt warum ich mich hier auf Beziehungen mit BDSM Kontext beziehe. Eben auch wegen dem verlinkten Thema wo es ja unter anderem um Praktiken geht die nachhaltig Auswirkungen haben. 
Da ist tatsächlich die große Frage, sollte man dabei auch das "was wäre wenn" im Blick haben? Kann ich das was ich hier anstelle im Ernstfall rückgängig machen und wie? Wo zieht jeder da für sich eine Grenze oder sollte es einfach gar keine geben und wenn es zum Bruch kommt muss jeder selbst zusehen wie er oder sie mit den Konsequenzen klar kommt? 

Rückgängig machen....kann man das? Kann man gelebte Dinge rückgängig machen? Für mich ein klares " nein ".... jeder Mensch, egal mit welchen Neigungen oder auch keinen, ist sich ganz sicher im Klaren darüber das eine Beziehung enden kann, und damit einher gehen auch die Konsequenzen. Klar gibt es für mich auch Sachen die ich im Hinblick auf ein mögliches Ende niemals praktizieren würde...Eines davon ist die Kennzeichnung des Partner's die mich und die Beziehung in Verbindung bringen würden wie ein Tattoo oder Branding. Ich denke das sind wir uns einig. Aber sich in einer Beziehung sich ständig Gedanken darüber zu machen was ein Ende bewirken könnte.... naja...schwierig. 

 

FISHERMANS_FRIEND
vor 8 Minuten, schrieb towel:

ficken iss halt was andres als konditionierung etc...  ficken iss was andres als SM!  wer das nich kapiert, sollte sich fernhalten von!

Oh....welch wohl zu lesende Worte. Ich frag mich nur was Du damit meinst. 

Mit oder ohne Konditionierung ist der Aspekt interessant, warum es eher Normalität ist, dass Fürsorge- und Verantwortungsbewusstsein sich mit der Trennung auflöst und das Interesse schwindet, wie jeder den Weg (der Trennung) meistert statt sich auch dabei zu unterstützen; was jeder braucht, um ihn bestmöglich zu gehen.
vor 8 Minuten, schrieb FISHERMANS_FRIEND:

Rückgängig machen....kann man das? Kann man gelebte Dinge rückgängig machen? Für mich ein klares " nein ".... jeder Mensch, egal mit welchen Neigungen oder auch keinen, ist sich ganz sicher im Klaren darüber das eine Beziehung enden kann, und damit einher gehen auch die Konsequenzen. Klar gibt es für mich auch Sachen die ich im Hinblick auf ein mögliches Ende niemals praktizieren würde...Eines davon ist die Kennzeichnung des Partner's die mich und die Beziehung in Verbindung bringen würden wie ein Tattoo oder Branding. Ich denke das sind wir uns einig. Aber sich in einer Beziehung sich ständig Gedanken darüber zu machen was ein Ende bewirken könnte.... naja...schwierig. 

 

Ich denke es geht nicht darum sich ständig Gedanken darum zu machen sondern eher darum sich dessen bewusst zu sein oder zu werden bevor man mit bestimmten Praktiken beginnt. 

Eben so etwas wie dauerhafter Keuschhaltung wie im verlinkten Thread. 
Mir kann man nicht erzählen das hätte keine langfristigen Auswirkungen, also ist man sich darüber im Klaren was unter Umständen nach einer Trennung nachhaltig ein Problem sein kann und wäre man bereit dies dann auch trotz Trennung zu beheben wenn möglich, bzw. ist es erwünscht? 

FISHERMANS_FRIEND
vor 5 Minuten, schrieb Candala:

Mit oder ohne Konditionierung ist der Aspekt interessant, warum es eher Normalität ist, dass Fürsorge- und Verantwortungsbewusstsein sich mit der Trennung auflöst und das Interesse schwindet, wie jeder den Weg (der Trennung) meistert statt sich auch dabei zu unterstützen; was jeder braucht, um ihn bestmöglich zu gehen.

FISHERMANS_FRIEND
vor 1 Minute, schrieb NoDoll:

Ich denke es geht nicht darum sich ständig Gedanken darum zu machen sondern eher darum sich dessen bewusst zu sein oder zu werden bevor man mit bestimmten Praktiken beginnt. 

Eben so etwas wie dauerhafter Keuschhaltung wie im verlinkten Thread. 
Mir kann man nicht erzählen das hätte keine langfristigen Auswirkungen, also ist man sich darüber im Klaren was unter Umständen nach einer Trennung nachhaltig ein Problem sein kann und wäre man bereit dies dann auch trotz Trennung zu beheben wenn möglich, bzw. ist es erwünscht? 

Wenn es sich rein um die Praktiken wie die dauerhafte Keuschhaltung dreht bin ich ganz bei Dir. Darüber muss sich jeder in einer Beziehung Gedanken machen. Egal ob Dom oder Sub oder in sonstiger Konstellation. 

vor 16 Minuten, schrieb Candala:

Mit oder ohne Konditionierung ist der Aspekt interessant, warum es eher Normalität ist, dass Fürsorge- und Verantwortungsbewusstsein sich mit der Trennung auflöst und das Interesse schwindet, wie jeder den Weg (der Trennung) meistert statt sich auch dabei zu unterstützen; was jeder braucht, um ihn bestmöglich zu gehen.

Mein Motto damals war: Ehefrauenservice gebe ich nur als Ehefrau. Du kannst die Beziehung nicht beenden und erwarten, dass der Benefit trotzdem noch weiter läuft. Und ich meine damit nicht den Sex. 

 

Ein harter Cut ist besser. Ich denke, wenn es eine Freundschaft geben soll, muss man sich danach neu annähern.

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