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BDSM Anteil in Beziehungen (offen oder monogam)


Loraine-1759

Empfohlener Beitrag

Mit meiner Ex haben wir lange und intensive Sessions gehabt jede Woche. Problem war da eher das Switchen. Die Idee war, dass wir uns Regelmäßig abwechseln, was jedoch von ihrer Seite nicht eingehalten wurde.
Insgesamt hatten wir trotz häufiger Sessions auch im Alltag immer auf Augenhöhe kommuniziert, jedoch hatten wir auch Kinky Elemente im Alltag, Z.B. Spaziergang mal mit Halsband und Leine oder in Chastity.

 

vor 2 Stunden, schrieb Loraine-1759:

An Personen mit offener Beziehung: Wie viel bdsm/Sex macht ihr mit eurem*eurer Partner*in und wie viel mit anderen Personen/Spielbeziehungen? Seid ihr damit glücklich oder wünscht ihr euch eine andere Gewichtung dabei?

Da ich nicht mit meinem Sub/Partner zusammen lebe hängt dies davon ab wie oft wir uns sehen können. BDSM ist für uns allerdings kein Freizeitding sondern unser D/s ist immer präsent. Das bedeutet auch wenn wir gerade nicht zusammen sind und nur schriftlich oder telefonisch Kontakt haben können, ist ein Machtgefälle vorhanden. 
Andersherum kann es auch sein das wenn wir uns sehen, keine Session stattfindet sondern "Pärchenzeit". Die Übergänge können da sehr fließend sein. Ich behalte mir vor unangekündigt eine Session einzuläuten. ^^
Mit der Gewichtung sind wir soweit beide glücklich wobei es immer mal Phasen gibt wo es tendenziell von einem mehr oder weniger gibt was eben auch davon abhängig ist wie unser Alltag gerade verläuft.

Partner außerhalb unserer Beziehung haben wir reglementiert und auch klar auf 2 beschränkt. Da er ein wenig umtriebiger ist als ich kommt es bei ihm öfter vor wobei er eben nur zwei andere Sexualpartnerinnen hat und diese auch nicht ausgetauscht werden sondern fest sind. Mit diesen Frauen pflegt er keine BDSM Verbindung denn auch das ist unsere Regel, keine andere Domperson die mir in meine Suppe pfuscht.^^

Ich selbst habe noch eine "Spielbeziehung" mit einer Sub die aber nonsexuell ist und sich hauptsächlich um SM dreht. 

Zwischenzeitlich hatten mein Sub und ich eine weibliche Sub in unserer Mitte, eine Konstellation die ich persönlich sehr mag und mir auch künftig wieder wünschen würde. Ein zweiter männlicher Sub ist derzeit keine Option für ein Polykül wobei ich es auch nicht komplett ausschließen würde. Für mich allein ist eine Masoperson als "Spielbeziehung" mit einer langfristigen Verbindung durchaus erwünscht aber ich suche nicht gezwungen danach. 

vor 2 Stunden, schrieb Loraine-1759:

Wie geht ihr damit um, wenn eine Person in der Beziehung mehr bdsm/Sex ausleben möchte als die andere Person?

Ich trenne Sex uns BDSM häufig wobei ich auch differenziere zwischen Sex und sexuellen Handlungen. CBT kann man durchaus als sexuelle Handlung bezeichnen doch ist es für mich kein Sex. Pegging ist für mich eine Praktik aber alleinstehen kein BDSM. BDSM kann ich als I-Tüpfelchen dazu geben wenn ich möchte.
Während Session habe ich keinen Sex da ich mich auf das was ich tue fokussiere und beim Sex möchte ich mich fallen und gehen lassen können. Also meinen Kopf ausschalten und genießen. Sex ist dann eher etwas für nach der Session als Ausklang wenn man so will. 

Da mein Sub außerhäusig nur Sex haben darf aber kein BDSM stellt sich die eine Frage bei uns gar nicht.
Insgesamt hat er wohl mehr Sex (mit anderen) als ich was aber nichts ist was er sich dringlich wünscht sondern eher auf Gelegenheit basiert. Wenn er mit einer seiner beiden "Freundinnen" unterwegs ist kann es sein das sie einfach nur essen gehen, was trinken, auf eine Party ohne das sie Sex haben oder es kann sein das sie Sex haben. Er trifft sich nicht explizit für Sex mit ihnen. Das ist wohl was man als F+ betiteln kann. 

Ich selbst bin tendenziell demisexuell was bedeutet das ich um überhaupt jemanden sexuell anziehend finden zu können, diese Person gut kennen muss und es eine Zuneigung geben muss. Daraus ergibt sich das ich andere Menschen zunächst einmal gar nicht sexuell anziehend finde und eben auch weniger bis gar keinen Sex mit anderen habe. 

Wie wir damit umgehen ist das wir transparent sind und über diese Dinge reden. Er sagt mir wenn er mit einer seiner Freundinnen ausgeht und wenn es zum Sex kam erzählt er es mir. Umgekehrt, wenn ich dann mal jemanden kennenlerne erzähle ich ihm ebenfalls davon. 
Da er nicht masochistisch ist und ich aber gern meinen Sadismus auslebe ist unser Umgang auch da, miteinander reden. Er selbst möchte nicht mehr BDSM mit anderen ausleben da unser D/s ihm genügt. 

 

Also aus meiner Erfahrung und ich lebe nur monogam in einer Beziehung - ist es kein Problem eine Beziehung auf Augenhöhe zu führen und „ Dom „ zu sein. Hat 25 Jahre funktioniert. Du kannst mir glauben es waren 25 Jahre ,die sehr erfüllend waren und es ist nie weniger oder langweilig geworden. BDSM funktioniert auf Augenhöhe- die ganze Beziehung ist ein Leben gewesen, es kommt darauf an, wie man es gestaltet.
Gut, meine Frau war Latex & Heels Fetischistin und hat täglich ihr Latex und Heels getragen, wie andere Ihre Jeans - von daher …wieso unterscheidest du Sex - S/M - BDSM- dies ist so individuell und subjektiv in Form und Gestaltung

Hallo Loraine,

Ich kann dazu nur begrenzt etwas sagen, weil ich zum ersten Mal in einer nicht monogamen Beziehung bin, die noch sehr frisch ist und zum ersten Mal ist mein Sub auch mein Lebenspartner. 

vor 18 Stunden, schrieb Loraine-1759:

An Personen mit offener Beziehung: Wie viel bdsm/Sex macht ihr mit eurem*eurer Partner*in und wie viel mit anderen Personen/Spielbeziehungen? Seid ihr damit glücklich oder wünscht ihr euch eine andere Gewichtung dabei?

 

Wir sind wie gesagt erst frisch zusammen. Wir haben beide bisher nichts konkretes (ich zähle jetzt Flirten nicht mit) mit anderen gemacht. Wir sind da auch verschieden. Während er eher nicht-monogam ist bin ich eher polyamor. Das heißt ich bin an langfristigen, emotionalen Verbindungen interessiert und er ist offen für Lockeres was sich so ergibt. Wir leben nicht zusammen und es gibt keine Sessiontermine. Wir sehen uns 1-2 Mal die Woche und machen, wonach uns/mir ist oder was ansteht. Da kann es sein, dass wir 2 Wochen nacheinander intensive Sessions haben und dann einen ganzen Monat gar nicht. Meistens bin ich es die dann sagt: "Nächstes Mal treffen wir uns aber privat" Denn sonst sind wir auch zusammen beim Sport, unterwegs mit Freunden, zu Besuch bei Familie, zusammen politisch aktiv, auf Fesseltreffen (das ist zwar irgendwie BDSM aber auch keine richtige Session und definitiv kein Sex). Also lauter Sachen bei denen keine Zweisamkeit möglich ist. Ich meine die Dynamik, der Unterton ist immer da aber eher so in unserer Art zu "flirten"

Würde ich mir mehr mit anderen wünschen? Wenn ich etwas mit anderen mache hat das nichts mit ihm zu tun. Für mich ist BDSM teilweise auch ein Hobby und Leidenschaft. Gerade so Shibari und meine freizügigen Bilder ist einfach auch Kunst für mich. Wenn ich also mit anderen Fesseln würde, wäre das jetzt nicht dass er als Bunny unzulänglich wäre oder so. Also was ich mit anderen mache ist kein Defizit in unserer Beziehung, darum würde ich ungern von Gewichtung sprechen. Ich baue gerade eine Struktur auf um Online Camps zu veranstalten, weil ich gerne mit Gruppendynamiken spiele (das kann eine Person alleine natürlich nicht). Das erste wird ein Chastity Camp Ende August. Ursprünglich mit der Idee einen langfristigen Keuschling zu finden. Aber inzwischen kann ich mir auch andere Camps vorstellen. Für mich sind diese Spielereien nicht sexuell erregend, auch wenn es klar ein sexuelles Spiel ist. Sex hingegen da habe ich keinen Bedarf, es war auch unklar, ob ich das in der Beziehung zu meinem Sub wünschen würde. Und wahrscheinlich war das auch der Zaubertrick, dass es ok gewesen wäre, wenn das nie stattgefunden hätte :D  

 

vor 18 Stunden, schrieb Loraine-1759:

Allgemeine Fragen an Leute mit offener ODER monogamer Beziehung: Wie viel bdsm ist Teil eurer Beziehung und wie viel Beziehung auf Augenhöhe lebt ihr? Sind beide damit glücklich oder wünscht sich eine Person mehr/weniger? Wie geht ihr damit um, wenn eine Person in der Beziehung mehr bdsm/Sex ausleben möchte als die andere Person? Ich spreche hier auch eher Personen an, die nicht 24/7 bdsm ausleben, sondern auch eine Beziehung auf Augenhöhe haben (zu welchen Teilen auch immer). Es kann ja sein, dass ihr auch gewisse Alltagselemente habt, um kinky zu sein oder es rein in Sessions auslebt etc... 

 

Wir sind auf Augenhöhe. Auf Augenhöhe besprechen wir alles, ob unser BDSM oder alles andere. Was aber BDSM betrifft und sexuelle Handlungen, da war es bisher meistens ich, die mehr wollte, da mehr hinterher war. Es ist so aber angenehmer, da gibt es kein Drängeln oder Jammern nach irgendeiner Domperformance, sondern ich bin komplett frei so viel zu tun und zu fordern, wie ich will. Wenn ich nichts sage, fordert er nichts und wenn ich es sage, macht er es meistens. Wenn nicht, könnte ich darauf bestehen, weil ihm auch dieses CNC Element im Endeffekt gefällt. Aber auch da: Ich darf, wenn ich will. Offiziell gelten bestimmte Regeln nur, wenn er gerade das Halsband anhat. Aber die CNC Regelung immer gilt, kann ich sie auch außerhalb dessen einfordern. Nur mit dem Unterschied, dass er dann meckern und protestieren dürfte.

Auch wenn ich manchmal gern mehr Zweisamkeit hätte, bin ich doch froh, dass wir auch anderes machen und unsere Beziehung nicht zu "Session-Dates" verkommt. 

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