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BDSM und psychische Erkrankungen - geht das?


SM-Art-5-GG

Empfohlener Beitrag

GelöschterUser
Man merkt es im Alltag,dass immer mehr Menschen offensichtlich psychisch krank sind.(Und das ist noch sehr vorsichtig ausgedrückt!)
Vor 14 Minuten , schrieb GelöschterUser:
Man merkt es im Alltag,dass immer mehr Menschen offensichtlich psychisch krank sind.(Und das ist noch sehr vorsichtig ausgedrückt!)

Nicht mehr Menschen. Die Akzeptanz ist gestiegen wodurch mehr sich behandeln lassen und offener damit umgehen. Auch wenn die Akzeptanz und Umgang mit solchen Menschen immer noch sehr schlecht ist. Gesellschaftlich gesehen. Früher hat man es halt Tod geschwiegen und mehr nicht.

(bearbeitet)
vor 8 Minuten, schrieb Davina87:

Bei PTBS würde ich ggf davon abraten junge oder recht unreflektierte Subs zu bespielen. Denn sie können vieles vermutlich weniger einschätzen, kennen ihre trigger evtl nicht etc. Was dann wirklich fatal enden kann.

Auch ich halte BDSM bei einer  ausgeprägten PTBS sowie Borderline Störung (das überschneidet sich ja teilweise) für nicht ungefährlich; insbesondere in der Spielart "TPE". 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
(bearbeitet)

Wenn er deshalb überzieht, dann natürlich ebenso. 

Aber da kann ne fitte SUB begrenzen. Bei ner PTBS-sub und einem "ehrgeizigen" Dom, begrenzt evtl. Niemand mehr. 

 

Kannte ein Paar, wo ne "harte Session" sogar als Alternative zu the***utischen Hilfen oder Notaufnahmekontakten am Wochenende ("zu lange Wartezeiten") gesehen wurde. 

bearbeitet von SM-Art-5-GG

Ohne dass ich die Wichtigkeit eines solchen Themas in Abrede stellen will, finde ich es dennoch immer wieder faszinierend dass Menschen denken bei BDSM gäbe es einen abweichenden Umgang mit Verantwortung und Sorgfaltspflichten!

Im Falle einer (psychischen) Erkrankungen spielt es aus meiner Sicht nämlich keine Rolle ob jemand Dom, Sub, Top, Bottom oder Vanilla ist. Im Grunde spielt es nicht einmal eine Rolle ob jemand eine (psychische) Erkrankungen hat! Wer mit einem Menschen interagiert hat die Pflicht dies verantwortungsvoll zu tun. Und aus meiner Sicht gibt es da keine Skala, dass ich bei Menschen die "gesund" sind 48% Verantwortung tragen muss und bei erkrankten Menschen 97,385%. Es sind immer 100%, egal welche Rolle ich inne habe.

Und ja, es macht mehr als nur Sinn auf die Spezifika einzelner Menschen einzugehen. Niemand, ich hoffe selbst der dämlichste Dom nicht, käme doch auf die Idee seinem Gegenüber Erdnussbutter zu reichen wenn er von seiner Erdnussallergie weis! 

Hier gilt es dann zum extremen Mitteln zu greifen, miteinander reden! Auch wer unter klaustrophobischen Angstzuständen leidet kann es doch wollen dass man ihn in die Besenkammer sperrt. Bei 100% Verantwortungsgefühl wird man darüber sprechen, Notfalloptionen parat haben und kann dann loslegen! Jeder gute Rigger hat eine Notfallschere in Griffreichweite liegen, damit man der Verantwortung gerecht wird schnell handeln zu können. Mit der richtigen Kommunikation, dem Bewusstsein für seine Verantwortung und über die Spezifika seines Gegenüber steht dann einer Session mit (psychischen) Erkrankungen doch nichts mehr im Weg. 

Und im Übrigen, ein Safeword befreit in keinem Fall von irgendwelcher Verantwortung!

vor 12 Minuten, schrieb sensibler_DOM:

ADHS und Borderline schreien förmlich nach BDSM

Wie meinst du das?

Vor 4 Minuten , schrieb Jazzy_Jess:

Wie meinst du das?

Beide brauchen Aufregung, um vor Langeweile nicht durchzudrehen.

İch kann es nicht wirklich erklären. nur fallen mir diese zwei Störungen am meisten auf. vielleicht sogar generell, ich weiß es nicht

Interessante Fragestellung. Ein klares ja oder nein wird es da wohl nicht geben. 

Ich bin selber betroffen und therapieerfahren. Nach meinem Wissensstand kommt KBT (konzentrative Bewegungstherapie) dem miteinander Agieren im BDSM wohl am nächsten. Bei mir hatte diese Therapieform immer sehr viel bewegt. Manchmal war ich danach ziemlich durch. Unter fachgerechter Begleitung sicher kein Problem, aber ohne diese kann es das Gegenüber letztlich auch überfordern. 

Ich denke wenn man im Vorfeld über solche Dinge kommunizieren kann, sollte es möglich sein. Fehlt die Fähigkeit sich dem Thema zu öffnen ist entweder BDSM kein guter Weg, oder das Gegenüber ist ungeeignet.   

Meine Laienhafte Einschätzung dazu. 

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