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Überraschung - Teil 3


Empfohlener Beitrag

Der Text ist heiß!

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Habe kein Zeitgefühl mehr, ich weiß nicht wie lange ich schon in diesem Kleiderschrank eingesperrt bin. Der Ranzen und die Handtasche nehmen mir fast jede Möglichkeit, mich in dem engen Schrank zu bewegen. Will mich wenigstens mal setzen, aber das klappt nicht, der Schrank ist echt schmal und mir bleibt nichts weiter übrig als stehen zu bleiben. Vielleicht kann ich wenigstens diese blöden Stiefeletten ausziehen. Bücke mich nach unten, aber da sind Kabelbinder über meinen Knöcheln, weiß nicht wie sie das gemacht hat. So ein Mist. Versuche mich wieder aufzurichten, ungeschickt, dabei fallen jede Menge Lederjacken und Lackmäntel auf mich runter. Komme nicht mehr hoch, irgendwie haben sich die Kleiderbügel mit dem  Ranzen verhakt. Versuche nach hinten zu greifen, aber ich hatte den Armriemen vergessen. Lange halte ich das in dieser gebückten Haltung nicht mehr aus.

 

Nach einer Ewigkeit geht die Tür wieder auf, die engelsgleiche Frau ist zurück. Da hast Du aber viel Unordnung gemacht, da darfst Du erstmal aufräumen, sagt sie. Nach einer Stunde bin ich fertig, in jeder Hinsicht. 

 

Sie befreit mich vom gehassten Ranzen und der Tasche und nimmt mir den Armriemen ab. Ich bin so dankbar und lasse es sogar geschehen dass sie mir meine Hände jetzt auf dem Rücken zusammenbindet. Aber nun zieht sie ein Seil von den Handfesseln zum Halsband, und meine Hände daran hoch. Wie fatal ist das denn. Meine Hände zerren am Halsband, ich versuche sie nach oben zu bekommen, aber dann lässt die Kraft nach und der Zug auf das Halsband wird wieder unerträglich. 

 

Schau mal was ich Dir mitgebracht habe, sagt sie mit einem Lächeln.

 

Sie holt einen knallgelben kleinen aber sperrigen Plastikrucksack aus der Einkaufstasche. Den darf ich ab jetzt Tag und Nacht tragen, sagt sie. Der sei doch viel schöner und hat genug Platz für das Reizstromgerät und allerlei Einkäufe.

 

Du darfst von jetzt an auch immer meine Handtasche tragen, ich mag sie total aber sie ist so lästig. Da freust Du Dich doch oder ? Fragt sie. 

Endlich ohne Knebel setze ich an zu einer Hasstirade, aber mit einem Mal durchzuckt ein Blitz meinen Unterleib. Du möchtest doch sicher immer meine Handtasche tragen oder ? Fragt sie. Und schwenkt die kleine Fernbedienung lächelnd hin und her. 

Natürlich freue ich mich, sage ich, das mach ich doch gern.

 

Nachdem ich den Fleece Pulli übergestreift und den Plastikrucksack aufgesetzt habe, darf ich mir auch ihre rote Lackleder Beuteltasche umhängen. Sie habe auch meine Schlüssel, das Portemonnaie und mein Handy reingetan, sagt sie.

 

An das Handy hatte ich ja gar nicht mehr gedacht ! Was ein Lichtblick !

 

Komm wir gehen ins Kino, sagt sie. Draußen ist es total heiß, und ich verwünsche den Pullover und den Plastikrucksack, unter dem ich jetzt schon heftig zu schwitzen anfange.

 

Wir kaufen auf dem Markt schnell noch Kartoffeln, das 10kg Netz ist ja so günstig und landet in meinem Rucksack. Dann gehen wir noch in einen Dessous Laden, der Film fängt ja erst später an.

 

Nach eine halben Stunde hat die engelsgleiche Frau mehrere BH‘s und Slips mit Rüschen und Spitze ausgesucht und fragt mich immer wieder nach meiner Meinung. Ja toll, sage ich jedesmal, in der Hoffnung dass sie die Fernbedienung vergisst.

 

Dann drückt Sie mir die Dessous in die Hand, ich soll doch schonmal zur Kasse gehen und bezahlen, ihre Geldbörse sei in der Tasche, während sie sich wieder anzieht. Also stelle ich mich in die Schlange, die Dessous in der Hand und mit der roten Lackhandtasche über der Schulter. Die Frauen vor und hinter mir in der Schlange amüsieren sich, und ich möchte im Boden versinken.

 

Da haben sie sich ja was schönes ausgesucht, schön dass wir das noch in ihrer Größe hatten. Was hat die Frau an der Kasse da jetzt gesagt ? Kann doch nicht sein. 129€ macht das. Ich fingere herum und finde die Börse in der Tasche nicht, die Schlange hinter mir wird langsam nervös aber amüsiert sich köstlich. Endlich habe ich sie gefunden, die knallrote Lacklederbörse sorgt für zusätzlichen Gesprächsstoff.

 

Die Engelsfrau ist wieder da. Zu meinem Leidwesen muss ich allmählich mal dringend wohin. Kein Ding, sagt sie. Ich komm mit und helfe Dir. Wie bitte ? In der Kabine legt sie mir Handschellen an, oben am Spülkasten. Damit ich jetzt nicht verloren gehe, sagt sie. Sie öffnet das Schloss am Poriemen, der Dildo gleitet endlich ! hinaus, und ich bin der glücklichste Mensch auf Erden. Kaum geschehen, ist aber alles wieder wie vorher, nur dass ich etwas erleichtert bin, auch wenn das eigentlich keinen Sinn ergibt.

 

Die Schlange vor der Kinokasse ist lang, und wir ergattern Sitze in der letzten Reihe. Da sieht man am besten, sagt sie.

 

Als ich mich setzen und den Rucksack ausziehen will, geht wieder ein Blitz durch meinen Unterleib, ich krümme mich vor Schmerz, das war echt heftig. Er hat nur etwas falsches gegessen, das gibt sich wieder, sagt sie zu den Sitznachbarn, die sich wundern. So zwänge ich mich mit dem prall gefüllten sperrigen Plastikrucksack auf dem Rücken in den Sitz, gute Güte ist das unbequem. Die rote Tasche abzustellen traue ich mich erst gar nicht mehr, und nehme sie unpraktischerweise auf meinen Schoß.

 

Sie hat noch Popcorn und Nachos organisiert, der Film hat ja Überlänge.

Nach zweieinhalb Stunden, an einer der spannendsten Stellen,, drückt sie - versehentlich ? - mehrmals auf die Fernbedienung, das ist so heftig, dass mein Popcorn quer durch den Saal fliegt, alle drehen sich nach mir um, und ich möchte nur noch weg. Das Ende vom Film ist so schön, sagt sie.

 

——

 

Die Geschichte ist verrückt, und sie könnte sogar wahr sein. Ist sie nicht. Aber einen alten Lederranzen habe ich noch auf dem Speicher. Wüsste nur nicht ob es so einen Armriemen überhaupt gibt und wie ich das dann machen sollte. Aber egal, denke es ist eine schöne inspirierende Geschichte, die Euch hoffentlich auch gefällt.

 

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