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Nähe /Distanz


Empfohlener Beitrag

Mich interessiert eure Meinung zur Nähe zwischen einer Domina und ihrem Sub.

Wie definiert ihr die passende Distanz oder Nähe in dieser Dynamik?
Braucht ihr eine gewisse emotionale Verbindung, um Führung und Hingabe authentisch zu leben, oder funktioniert es für euch auch mit klarer Distanz?
Wo zieht ihr persönlich die Grenze zwischen einer reinen Session-Dynamik und einer tieferen Domina-Sub Beziehung?

Ich bin gespannt, wie unterschiedlich ihr das seht und welche Erfahrungen ihr gemacht habt.
Für mich hat es nur gering eine emotionale Bindung nötig, ein grundsätzlicher Respekt und Vertrauen reichen mir häufig aus um meine Hingabe zu zeigen
Mir ist die Persönlichkeit fee Person sehr wichtig ich möchte jemanden haben mit dem ich auch einfach so ein bisschen reden kann. Ich möchte mich sicher fühlen und geborgen und möchte definitiv wissen das die Person die mich als slave haben möchte mich auch versteht etc
Bei unserem letzten Dom paar war die räumliche Nähe da, aber doch die Distanz, in den Session haben wir hingebungsvoll um unsere doms gekümmert und artig gedient. Ausserhalb der Session haben wir einen gewissen Abstand gehalten. Wenn man sich zufällig getroffen hat, ging es selten über ein schlichtes Moin hinaus.
Ist das nicht individuell unterschiedlich?
Das eine starke Sympathie füreinander notwendig ist, aus der dieses grenzenlose Vertrauen entsteht, was ich für zwingend notwendig halte, ist ja zunächst einmal eine Grundvoraussetzung. Kann mir kaum vorstellen, mich einer Frau zu unterwerfen ohne das die Chemie zwischen beiden zumindest stimmt.
Wenn dann die Schranken gesetzt sind, kann eine solche Verbindung durchaus funktionieren und für beide einen Mehrwert darstellen.
Es kann aber auch in einer Liebesbeziehung funktionieren, vielleicht sogar besser. Ich war fünfeinhalb Jahre mit meiner damaligen Herrin zusammen und es war für beide quasi Liebe auf den ersten Blick. Dabei wurde von keiner Seite das Machtgefälle jemals in Frage gestellt. Im Gegenteil hätten es beide für absurd gehalten, wenn der jeweils andere auf die Idee gekommen wäre, die Beziehung auf eine andere Ebene zu ziehen.
Insofern bin ich der Meinung, dass wir Menschen unterschiedlich sind und das es bestimmt auch unterschiedliche Modelle gibt, die erfolgreich sein können. Eine Grundsympathie halte ich aber insbesondere für die mentale Gesundheit für zwingend notwendig...
Ich glaube für mich, das die emotionale Nähe zwischen D/s doch sehr stark, vielleicht sogar stärker als bei normaler Beziehung, sein wird, bei beiden gehört Vertrauen dazu, und doch gebe ich wohl nicht so offen dem Partner hin, denn in einer" normalen" Beziehung behalte ich vielleicht , nicht böse gemeint, die eine oder andere Vorstellung zurück, wenn ich glaube, das mein Partner da keinen Draht hat. Ist sicher nichts schlechtes, denn auch das zeigt Verständnis und Aufmerksamkeit für den Part,
Für mich gehört da eine tiefe Beziehung zu. Je näher ich dem Mann bin, desto mehr Fantasien habe ich auch. Einen "fremden", könnte ich nicht vertrauen.
Vor 3 Stunden, schrieb Alexiel_Mistress:

Da die Bedeutung hier auf Fetischde von domina = bezahldame ist frag ich vorher mal nach ob du das auch so meinst 😅

Geht es um eine die d/s Dynamik oder mit einer Dame im Studio? 

Ohh .. klar , das kann man hier auch falsch verstehen. Nein, ich meine nicht mit einer Dame im Studio, sondern eine D/s "Beziehung"

vor 11 Stunden, schrieb Lady_Maleficent:

Mich interessiert eure Meinung zur Nähe zwischen einer Domina und ihrem Sub.

Wie definiert ihr die passende Distanz oder Nähe in dieser Dynamik?
Braucht ihr eine gewisse emotionale Verbindung, um Führung und Hingabe authentisch zu leben, oder funktioniert es für euch auch mit klarer Distanz?
Wo zieht ihr persönlich die Grenze zwischen einer reinen Session-Dynamik und einer tieferen Domina-Sub Beziehung?

Das dürfte sehr verschieden sein @Lady_Maleficent. Eine Domina würde ich jetzt auch mal als professionell sehen. Einigen reichen da bdsm Praktiken und emotionale Nähe braucht man nicht so. Wäre für SM auch nicht unbedingt relevant für mich. 

D/S, ja kann man einfach unter Befehle und so verbuchen, aber meist wird ja für viele doch alles intensiver mit einer tieferen mentalen D/S Ebene. 

Was meint jetzt Distanz? Emotional und/oder körperlich? Räumlich? Da würde ich ein wenig unterscheiden. 

Es gibt emotional starke Verbundenheit, aber Sessions sind körperlich eher distanziert. Zum Beispiel kein Spanking mit übers Knie legen und körpernah, sondern eher Sachen mit Distanz. Femdom bleibt angezogen, möchte nicht angefasst werden, spielt auch mit körperlicher "Unnahbarkeit". Kuscheln und so in ner Session, sich auf wen setzen, "touchy", küssen usw., sowas ist nicht. 

Danach kann es Kuscheln geben - oder auch nicht. 

Ich würde also ein distanzierters bdsm von einem körpernahen unterscheiden (wir machen wohl ne Mischung). 

Das andere wäre räumliche Distanz. Man sieht sich nicht ständig, was die Spannung steigern kann oder auch frustrierend sein kann, je nachdem...😉 

(bearbeitet)
vor 14 Minuten, schrieb Bratty_Lo:

Das dürfte sehr verschieden sein @Lady_Maleficent. Eine Domina würde ich jetzt auch mal als professionell sehen. Einigen reichen da bdsm Praktiken und emotionale Nähe braucht man nicht so. Wäre für SM auch nicht unbedingt relevant für mich. 

D/S, ja kann man einfach unter Befehle und so verbuchen, aber meist wird ja für viele doch alles intensiver mit einer tieferen mentalen D/S Ebene. 

Was meint jetzt Distanz? Emotional und/oder körperlich? Räumlich? Da würde ich ein wenig unterscheiden. 

Es gibt emotional starke Verbundenheit, aber Sessions sind körperlich eher distanziert. Zum Beispiel kein Spanking mit übers Knie legen und körpernah, sondern eher Sachen mit Distanz. Femdom bleibt angezogen, möchte nicht angefasst werden, spielt auch mit körperlicher "Unnahbarkeit". Kuscheln und so in ner Session, sich auf wen setzen, "touchy", küssen usw., sowas ist nicht. 

Danach kann es Kuscheln geben - oder auch nicht. 

Ich würde also ein distanzierters bdsm von einem körpernahen unterscheiden (wir machen wohl ne Mischung). 

Das andere wäre räumliche Distanz. Man sieht sich nicht ständig, was die Spannung steigern kann oder auch frustrierend sein kann, je nachdem...😉 


Für mich ist dieses Bild von angezogen bleiben, keine Nähe zulassen und körperlich unnahbar spielen ein klassisches Klischee, das oft automatisch mit Femdom verbunden wird.
Dominanz ist viel vielseitiger und differenzierter als dieses eine Setting.

Emotionale oder körperliche Nähe auszuschliessen, nur weil man dominant ist, trifft auf mich nicht zu. Dominanz ist für mich kein Rollenkorsett, sondern eine Haltung. Nähe, Distanz, Intensität – all das kann integriert werden, je nach Dynamik, Vertrauen und Moment.

Ich sehe Dominanz nicht als starre Schablone, sondern als etwas, das Tiefe, Präsenz und bewusste Gestaltung zulässt. Für manche funktioniert Distanz, für andere nicht – aber es ist kein Standard und schon gar nicht die Definition von Femdom.

Am Ende ist es immer die Verbindung zwischen zwei Menschen, die entscheidet – und die darf sich gern vielschichtig, respektvoll und authentisch entwickeln.

Deswegen dieser Post. Finde die verschiedenen Ansichten spannend 😉

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
fehler
(bearbeitet)

🖤

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Ich durfte meine ersten Male mit einer sehr intensiven Nähe erleben. Ich hatte das Glück, mit dieser tollen Frau über mindestens ein Jahr oder mehr befreundet zu sein. Fern ab von dem Thema. Nach einen sehr spaßig Abend hat es mich auf dem Parkplatz einfach rüberkommen. Von dem Zeitpunkt oder unsere Freundschaft. Vollkommen anders und unglaublich. Ein späterer Versuch so etwas mal von großer Distanz zu erleben, war überaus unbefriedigend und irgendwie sogar langweilig. Ist schon was anderes, wenn beim gegenüber dich schon fast hin und auswendig kennt.
vor einer Stunde, schrieb Lady_Maleficent:

Dominanz ist für mich kein Rollenkorsett, sondern eine Haltung. Nähe, Distanz, Intensität – all das kann integriert werden, je nach Dynamik, Vertrauen und Moment.

Ich persönlich mag ein Wechselspiel aus Nähe und Distanz @Lady_Maleficent. Klar, es kann auch mal gut körperlich werden. Überwältigend. Aber auch Küsse zwischendurch am Hals, sinnlicher. Oder eher alles distanzierter, "formeller" wäre vielleicht auch passend. Mehrere Nuancen. 

vor einer Stunde, schrieb Lady_Maleficent:

Für mich ist dieses Bild von angezogen bleiben, keine Nähe zulassen und körperlich unnahbar spielen ein klassisches Klischee, das oft automatisch mit Femdom verbunden wird.
Dominanz ist viel vielseitiger und differenzierter als dieses eine Setting

Man sollte schon authentisch sein. Das mögen bestimmt nicht alle Subs so. Aber das sie quasi unnahbar ist, mögen zumindest einige Subs. 

Körperkontakt sehr gerne, emotional brauche ich eine gewisse Distanz, dass ich mich verzehren kann und spüren was ich bin und wo ich hingehören. 

vor 19 Stunden, schrieb Lady_Maleficent:

Mich interessiert eure Meinung zur Nähe zwischen einer Domina und ihrem Sub.

Wie definiert ihr die passende Distanz oder Nähe in dieser Dynamik?
Braucht ihr eine gewisse emotionale Verbindung, um Führung und Hingabe authentisch zu leben, oder funktioniert es für euch auch mit klarer Distanz?
Wo zieht ihr persönlich die Grenze zwischen einer reinen Session-Dynamik und einer tieferen Domina-Sub Beziehung?

Ich bin gespannt, wie unterschiedlich ihr das seht und welche Erfahrungen ihr gemacht habt.

Mir geben einzelne Sessions weniger, bin auch im DS "demusexuell" zur Femdom. Egal wie der sexuelle Rest, ggf. mit anderen dazu dann gestaltet wird. 

Distanz gibt mir selbst gar nichts, es muss emotional und körperlich "atmosphärisch dicht" sein, das volle Programm. Sonst gibt es mir nichts 

Für mich ist die emotionale Verbindung extrem wichtig. Man muss sich "spüren", dafür braucht es mindestens eine gewisse Chemie, aber für etwas weitergehendes als ein kleines Spielfesseln eben die Verbindung.

Körperlich mag ich gerne auch Distanz, Unberührbarkeit, aber auch Nähe kann schön sein.

Das alles bereits in einer Spielbeziehung.

Was eine Beziehung für mich von einer reinen Dynamik unterscheidet ist nicht das BDSM, sodern für eine Beziehung müssen ja ganz andere Ebenen passen, man braucht ähnliche Vorstellungen von eine Beziehung, wie man sich ein gemeinsames Leben vorstellt, da kommen menschlich andere Kriterien, da hat man nochmal andere Präferenzen und Ziele, aber eben auf anderen Ebenen als dem BDSM

Vor 1 Stunde, schrieb HirnHerzHumor:

Mir geben einzelne Sessions weniger, bin auch im DS "demusexuell" zur Femdom. Egal wie der sexuelle Rest, ggf. mit anderen dazu dann gestaltet wird. 

Distanz gibt mir selbst gar nichts, es muss emotional und körperlich "atmosphärisch dicht" sein, das volle Programm. Sonst gibt es mir nichts 

Da bin ich ganz bei dir.
Mir geben einzelne Sessions ohne echte Nähe auch wenig. Ich brauche diese emotionale und körperliche Dichte genauso, sonst entsteht für mich keine wirkliche Dynamik.
Distanz allein erfüllt mich nicht – die Verbindung, die Spannung und die Präsenz zwischen zwei Menschen sind für mich das Entscheidende.

Vor 8 Stunden, schrieb Bratty_Lo:

Man sollte schon authentisch sein. Das mögen bestimmt nicht alle Subs so. Aber das sie quasi unnahbar ist, mögen zumindest einige Subs. 

Das Wechselspiel kann schön sein, ja. Aber für mich entsteht Dominanz nicht aus Formeller Distanz. Dieses rein distanzierte Setting entspricht mir persönlich nicht.

Ich brauche Nähe, Intensität und eine gewisse Sinnlichkeit, damit sich etwas Echtes aufbaut.
Für mich lebt die Dynamik gerade von dieser emotionalen und körperlichen Dichte – nicht von zu viel Abstand.

Dominanz hat viele Nuancen, aber Unnahbarkeit gehört für mich nicht dazu.

Wenn das (Bauch-)Gefühl stimmt kann ich mir recht gut auf jemanden einlassen und meine Neigung entsprechend ausleben. Das ging in der Vergangenheit auch bei einmaligen Sessions mit neuen Menschen ganz gut. Dafür brauche ich kein inniges Verhältnis. 
 

Die Dynamik mit Herzensmenschen gibt mir aber deutlich mehr. Dann wirken für mich die emotionale Verbindung, die empfundene Sympathie und die Vertrautheit wie Verstärker für das Glücksempfinden, welches sich aufgrund der D/s-Verbindung einstellt. Zudem ist dann ja auch eine langfristige Persönlichkeitsentwicklung möglich, weil man sich langfristig auf diese spezielle Beziehung und die Schwerpunkte der Dom-Person einstellen kann. 
Dadurch sind dann einfach auch viele weitreichende Dinge möglich, die ich bei einzelnen Sessions mit jemandem niemals ausleben oder zulassen würde.  

Bei Sessions würde ich mir Distanz wünschen...da ich die Nähe für 24/7 beanspruche. Jedoch hab ich es bisher nicht geschafft mich auf kurz Beziehungen/Sessions einzulassen. Es wieder-strebt sich irgendwie alles in mir, aber ich bin eh atypisch unterwegs. Ich kann auf Anordnung auch mal der Aktive sein, ohne meine Devotion zu vergessen.
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