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Ein frohes Neues Jahr


Hi****

Empfohlener Beitrag

Ich benutze beides, die Floskel bei Fremden, gegenüber Verkäufern usw.

Und das persönliche, direkt an den Empfänger adressiert. Bei sehr guten Freunden auch mal bewusst einen Brief, obwohl man sich oft sieht oder ein Lied komponieren. Gefühle und Wünsche nicht nur mit Gedanken, sondern auch mit Leistung, Taten und geschenkter Zeit "und Aufmerksamkeit ummanteln und Beistand auch zum Frohsinn oder Glücksgefühl untermauern. 

vor 19 Minuten, schrieb Frau_Lust:

Wir werfen mit Wünschen um uns, weil der Kalender es uns vorgibt. „Viel Glück“ und „Frohes Neues“ sind zu mechanischen Reflexen geworden – alte Gewohnheiten, die wir pflegen, weil wir es nie anders gelernt haben. Doch wer macht sich heute noch die Mühe, die Worte wirklich zu wiegen, bevor er sie ausspricht?
Glück ist für die meisten nur noch ein abstrakter Begriff, ein Symbol wie der Schornsteinfeger oder das Marzipanschwein. Aber was soll dieser Wunsch eigentlich zum Ausdruck bringen?
Hinter der Floskel sollte eigentlich die ehrliche Anerkennung des anderen stehen. Ein „frohes“ Jahr zu wünschen, sollte bedeuten: Ich wünsche dir die Resilienz, an den schweren Tagen nicht zu zerbrechen, und die Wachsamkeit, die kleinen, echten Momente nicht zu übersehen. Es geht nicht um 365 Tage Dauergrinsen, sondern um die tiefe Zufriedenheit, die bleibt, wenn der Trubel vorbei ist.
Vielleicht sollten wir aufhören, Wünsche nur aus Ritual zu verschenken, und stattdessen wieder anfangen, sie als das zu meinen, was sie sind: Ein kurzes Innehalten, ein echtes „Ich sehe dich“ und die Hoffnung, dass der andere seinen eigenen Weg findet, egal was kommt. Erst wenn wir die Gewohnheit ablegen, bekommen die Worte wieder ihren Wert.

Inhaltlich bin ich voll bei dir. Das Worte Echtheit brauchen, nicht nur Geltung sondern auch Gültigkeit brauchen, ist wichtig. Aber schreibst du immer so? Die Worte sind so schön, rund und glatt, dass ich deine individuelle Persönlichkeit nicht wirklich greifen oder spüren kann. 

vor einer Stunde, schrieb HirnHerzHumor:

Nur, was ist denn für euch "froh"? Hat das etwas mit den Schornsteinfegern, glänzendem 1 Cent Stücken und Marzipanschweinen zu tun,  Glück symbolisieren? 

Mit einem Augenzwinkern bin ich dabei. Solche Symbole und Rituale machen Freude und gute Laune und schaden nichts und niemanden. Grund genug. 

vor 2 Stunden, schrieb HirnHerzHumor:

Hängt Frohsinn und Glück untrennbar zusammen? 

Ich denke schon. Wenn man missmutig ist bekommt man das Glück das man hat vielleicht gar nicht mit, im Frohsinn erkennt man es aber und nimmt es an. 

vor 2 Stunden, schrieb HirnHerzHumor:

Ist es ein Ritual dem man einfach folgt oder steckt mehr dahinter? 

Beides. Deswegen würde ich das Wort "einfach" relativieren. 

Einfach ja, weil ich es mit einer Leichtigkeit tue. 

Nicht einfach so, weil ich ja einen guten wenn auch simplen vielleicht auch oberflächlichen Grund dafür habe: 

Es macht gute Laune und Wer kann das nicht gebrauchen? 

 

 

 

 

Bei uns wird ein "gesundes Neues" gewünscht. Und da gibt es auch nicht viel Interpretationsspielraum.

vor 2 Stunden, schrieb Frau_Lust:

 

Es ist eine interessante Rückmeldung, dass meine Worte als „zu glatt“ oder „schwer greifbar“ empfunden werden. Doch genau hier liegt ein wichtiger Punkt: In meiner Natur liegt es, sachlich zu bleiben. Für mich ist die präzise Wahl der Worte kein Versteckspiel, sondern das Werkzeug, mit dem ich versuche, Gedanken so zum Ausdruck zu bringen, dass sie wirklich verstanden werden können.
In einer Welt, in der Diskussionen oft von emotionalen Ausbrüchen, Machtdynamiken oder lieblos dahingeklatschten Phrasen dominiert werden, entscheide ich mich bewusst für die Sachlichkeit. Ich glaube nicht, dass Authentizität zwangsläufig laut oder ungeschliffen sein muss. Wahre geistige Reife zeigt sich für mich darin, komplexe Themen mit Anstand und Niveau zu behandeln – auch wenn das von manchen als distanziert wahrgenommen wird.

Wenn ich also „schön, rund und glatt“ schreibe, dann nicht, um meine Persönlichkeit zu verbergen, sondern um dem Chaos der inhaltslosen Ein- und Dreizeiler etwas Substanzielles entgegenzusetzen. Wer Niveau und Wertschätzung einfordert, sollte auch bereit sein, sich auf eine Kommunikation einzulassen, die Tiefe und Sachlichkeit über den schnellen, emotionalen Effekt stellt. Für mich ist diese Klarheit kein Mangel an Gefühl, sondern die höchste Form von Respekt gegenüber dem Gegenüber: die Mühe, wirklich verstanden zu werden.

Doch trotzdem glaube ich dir nicht. Komisch oder? Ob das an der Erfahrung mit Sm art Texten liegt, der plötzlich viel éloquenter zu sein scheint, ob es daran liegt, dass du nun partiell diesen Duktus hast oder ob es daran liegt, daß ein neuer sm art beta user dich und sm art liked aber keine anderen user. Soviel Zufälle sind keine. Sagt mir die Erfahrung und die Art von Usern die sich mit KI und Wikipedia toll finden.

Schade. Da wo Tiefe entstehen könnte, menschliche Tiefe, da kommen Masken raus. Ich halte die Worte weiter für eine Maske, die der User dahinter nicht sprechen kann. 

(bearbeitet)
vor 1 Stunde, schrieb DevoteVorführung:

Warum immer alles zerreden und hinterfragen? Warum nicht freundlich guten Morgen, guten Tag, guten Abend, frohe Weihnachten, ein gutes neues Jahr... Was tut daran weh? Soll ich wirklich Leuten, die ich nicht mag, die Pest an den Hals wünschen und das auch noch laut aussprechen? Weil es toller ist, ehrlich zueinander zu sein? Was können die Leute dafür, dass sie mir auf die Nerven fallen?

Ich benutze dann doch lieber weiter altbewährte Floskeln, auch wenn sie nicht bei jedem von Herzen kommen. Denn jemanden zu kränken, nur weil ich ihn nicht mag, mag vielleicht ehrlich sein - aber einem friedlichen Zusammenleben ist es sicher nicht zuträglich...

Warum nichts hinterfragen?  Freundlichkeit ohne Ehrlichkeit dahinter wird auch so erkannt. Als Floskel ohne Echtheit 

bearbeitet von HirnHerzHumor
vor 36 Minuten, schrieb HirnHerzHumor:

Warum nichts hinterfragen?  Freundlichkeit ohne Ehrlichkeit dahinter wird auch so erkannt. Als Floskel ohne Echtheit 

Wie traurig ein Leben ist, wenn ein Lächeln nicht erwidert wird. Wenn man irgendwo hinkommt und ein "Guten Morgen" nicht erwidert wird. Ist übrigens keine Theorie. Ich habe Kollegen, die es nicht für nötig finden, zu grüßen. Nicht andere Kollegen, schon gar nicht die Leute, die bei uns am Empfang arbeiten, oder gar die Reinigungskräfte, die ihnen täglich den Dreck wegräumen. Verachtung kann man recht deutlich vor sich hertragen. Das findest du erstrebenswerter als eine "Floskel"? Im Zusammenleben toll? 

Ich werde weiterhin meinen Freunden, meiner Familie, meinen Bekannten, Kollegen und Kunden ein gutes neues Jahr wünschen. Und einen guten Tag, frohe Weihnachten, was auch immer - begleitet von einem Lächeln. Weil ich es kann und will. Geht es ihnen besser deshalb? Wahrscheinlich nicht. Aber sicher geht es ihnen nicht schlechter.

Auch wenn sie es als Floskel wahrnehmen (wollen). 

vor 5 Stunden, schrieb Skinscan:

Inspiriert durch einige Sylvesterjobs, die im Osten waren, bin ich vor vielen Jahren dazu übergegangen, ein gesundes neues Jahr zu wünschen, ein für mich schönerer Neujahrswunsch.

Finde es gerade so sympathisch, dass du das ansprichst. 
 

Ich hörte immer beides (frohes Neues Jahr und gesundes Neues Jahr), als ich klein war und in der „östlich Provinz“ aufwuchs.

Da habe ich es unbewusst abgeschaut oder mir so ausgedacht, dass ich ein gesundes Neues Jahr gerade bei Menschen ausspreche die mir nahe stehen, die ich sehr schätze. Ist für mich mit einer ganz anderen Bedeutung, als die einer reinen Floskel, belegt. 

Vor 1 Stunde, schrieb DevoteVorführung:

Wie traurig ein Leben ist, wenn ein Lächeln nicht erwidert wird. Wenn man irgendwo hinkommt und ein "Guten Morgen" nicht erwidert wird. Ist übrigens keine Theorie. Ich habe Kollegen, die es nicht für nötig finden, zu grüßen. Nicht andere Kollegen, schon gar nicht die Leute, die bei uns am Empfang arbeiten, oder gar die Reinigungskräfte, die ihnen täglich den Dreck wegräumen. Verachtung kann man recht deutlich vor sich hertragen. Das findest du erstrebenswerter als eine "Floskel"? Im Zusammenleben toll? 

Ich werde weiterhin meinen Freunden, meiner Familie, meinen Bekannten, Kollegen und Kunden ein gutes neues Jahr wünschen. Und einen guten Tag, frohe Weihnachten, was auch immer - begleitet von einem Lächeln. Weil ich es kann und will. Geht es ihnen besser deshalb? Wahrscheinlich nicht. Aber sicher geht es ihnen nicht schlechter.

Auch wenn sie es als Floskel wahrnehmen (wollen). 

Ich habe zwei Beispiele was ein Lächeln oder ein danke, oder auch nur ein freundlicher Gruß bewirken, und im Großteil bei dir selbst.
Ihr kennt sicher die Leute auf dem Weg zur Arbeit, verkniffenem Gesicht, schlechte Laune. Ich dickerchen war mit dem Fahrrad auch dem Weg zur Arbeit und habe eine junge ( gegen mich) dame ganz Beit und fröhlich beim passieren angelächelt. Ihr Gesicht veränderte sich, sie lächelte zurück und ich bin mir sicher, der Tag wurde für sie einfach schöner, habe ich danach noch öfter gemacht, fast immer mit dem gleichen Ergebnis.
Oder mit den Mitarbeitern meiner Stamm Discounter in ein freundliches Wort, mal ihren schweren Job anerkennen, ein Dankeschön und ganz oft merkt man , wie es sie erfreut. Nicht nur an ihren Reaktionen, sondern auch wenn man einen Wunsch hat, auch wenn das nicht mein Ziel ist, denn es macht auch mich glücklicher, wenn ich merke, es ihnen gut tut.
Egal wo, es wird immer ganz schnell gemeckert und gemault, aber wie selten wird danke gesagt, doch dieses kleine Wort macht das Leben leichter und es sollte wieder einziehen in unsere verkorkste Gesellschaft

vor 10 Minuten, schrieb Schneeflöckchen:

Mit „frohe Weihnachten“ kann ich nun noch weniger anfangen, da würde ich dann eher „schöne Feiertage“‘erwidern. 

 

Weil es religiös ausgrenzend sein kann, während der Wunsch schöne Feiertage davon unabhängig ist? ?Oder sonstige Gründe privater Natur? 

vor 39 Minuten, schrieb HirnHerzHumor:

Weil es religiös ausgrenzend sein kann, während der Wunsch schöne Feiertage davon unabhängig ist? ?Oder sonstige Gründe privater Natur? 

Weil Weihnachten in meiner Familie als Versöhnung und Entschuldigung benutzt wurde und das Jahr über meistens psychische und physische Gewalt vorherrschte. Wir hatten mal 300 Geschenke unterm Baum, so schlecht war das Gewissen. Ich habe Weihnachten lange Jahre gehasst und mittlerweile sind es einfach normale Tage mit Freizeit und ich gestalte diese ganz unweihnachtlich, wie es mir persönlich beliebt.

Frohsinn und Glück hängen m. M. n. nicht zusammen. Man kann trotz allem Pech der Welt, allen Schicksalsschlägen und Misserfolgen fröhlich sein. Solche Menschen kann man nur bewundern.
Die Glückwünsche sehe ich ja als antrainierten Reflex. Mal ehrlich, bei 99,9% der Menschen ist einen egal, ob der ein tolles Jahr hat. Wie in einigen Posts angesprochen wird das neue Jahr oder wie ein Ablaß behandelt, nach dem Motto: 'alles auf Anfang. Vergiss einfach, das ich dir die letzten 12 Monate die Hölle auf Erden bereitet habe.'
Für mich ist der Jahreswechsel nichts besonderes mehr. Ein Tag in wie jeder andere.

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