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Bindungsbruch/Vertrauensbruch


Co****

Empfohlener Beitrag

Das ist eine sehr unschöne Situation und ein äußerst fragwürdiges Verhalten.

Ich vermute, dass es auch fürderhin schwer sein wird, die Grenzen jemandes Kompetenz einzuschätzen, wenn er sie gut zu verbergen weiß oder sie gar selbst nicht kennt.

Der Vorteil ist, dass dieses „emotionale Problem“ nun auf dem Tisch liegt und man etwaige neue Doms damit konfrontieren kann. Dann sieht man, wie erwachsen sie damit umgehen.

Alternativ könnte man sich auch eine ähnlich schwierige Situation ausdenken und den Herrn damit konfrontieren, um zu sehen, wie er reagiert. Oder sie.

Ein Risiko bleibt aber immer.

Einerseits ist es gut dass er seine Schwächen erkannt hat und die Konsequenz daraus gezogen hat. Nur sein Vorgehen ist mehr als fragwürdig. Das hat weder Stil noch Klasse.
Und da frage ich mich ob dieses Verhalten nicht früher erkennbar war.
Es gibt viele Gründe warum er so reagiert.
Ich würde ihn persönlich aufsuchen und mir erklären lassen was da zugrunde liegt.
Ein in sich gefestigter Dom vergibt sich Nichts wenn er mit seiner sub auch solche Diskussionen führt.

Ich denke, dass viele denken bdsm ist einfach. Ein Machtgefälle und einer unterwirft sich. Das soll jetzt keine Kritik an deinem Dom sein, nur sind Neulinge sich nicht unbedingt immer bewusst, was da hervortreten kann. 
 
Es begann bei uns auch sehr einfach, mit steigender Intensität ergaben sich auch "Stolpersteine". Bis es dann wieder einfach wird und diese Tiefe erlangt, muss man sehr gut in sich hineinfühlen, was einem gut tut oder eventuell auch nicht. Das Ganze ist ein Weg und wir spielen im bdsm mit dem Machtgefälle, welches eben auch zwischen Macht & "Ohnmacht" liegt. Das kann gewisse Punkte treffen. 
 
Ich glaube, dass ich am Anfang nicht unbedingt eine Beziehung wollte, um nicht verletzt zu werden. Obwohl das insgeheim wohl mein Wunsch war. Vermutlich von uns beiden und es hat ja auch geklappt. Jedenfalls war zunächst eine Spielebeziehung angedacht und die rosarote Brille setze ich nicht mehr voreilig auf. 
 
Ich schreibe gerne lange und lerne jemanden kennen. Das ist natürlich keine Garantie, aber gibt mir schon mal eine bestimmte Sicherheit, wenn er sich auch anhört, dass ich gerade krank im Bett liege^^.
 
Einen "Vertrauensvorschuss" gibt Sub wohl. Es war bei mir sicher nicht direkt grenzenloses Vertrauen, aber ich bin auch nicht müde geworden, zu vertrauen. 😃 Nach Enttäuschungen ist das sicher schwierig und ein Allheilmittel wüsste ich da auch nicht. Vielleicht erstmal was für sich tun, mit Freunden reden oder bdsm'lern schreiben, die gar nicht suchen, sich austauschen, wenn man denn mag. Lesen, schreiben, je nachdem. 
 
Wenn bestimmte Dinge bekannt sind, hilft es vermutlich auch die frühzeitig anzusprechen. Ein Dom muss nicht die Kraft für alles aufbringen. Aber sofern sich jemand einlässt mit dem Wissen, stehen die Chancen wohl höher, dass er auch mit bestimmten Emotionen rechnet. Wenn die kommen, wie man das Ganze gut bearbeitet, wie bdsm gut tut, das ist immer auch eine Entwicklung. Bdsm kann einfach werden, ist emotional aber auch nicht zu unterschätzen und ist ebenso komplex. Was man an Aftercare benötigt usw., in der Hinsicht individuell, aber wohl auch nicht zu unterschätzen. Gespräche danach usw. 
 
Hier ist es wohl besonders unschön, wie das Ganze beendet wurde. Das trifft umso härter, wenn man sich emotional öffnet. Ich denke nicht, wobei das ja deine Sache wäre, dass ein Kontakt nochmal Sinn ergeben würde. Wenn jemand den schon komplett abbricht, blockiert usw. Ist vermutlich dann auch gar nicht mehr möglich. 
 
Jetzt erhälst du vermutlich Nachrichten, von all den tollen Samariter Doms hier @Coco369, die ganz anders sind und dich "trösten" wollen...🙄 (oder auch Sex suchen). Bleib achtsam. 
 
(bearbeitet)

@Coco369 ach du Scheiße😞

BDSM sehen viele als sexuelle Stimulation,  manche beharrlich,  es wäre nur rein körperlich. Das ist es aber nicht. Es macht etwas mit der ganzen Person, Körper, Geist, Seele, Herz- einfach alles....

Für mich persönlich ist es stark auf meiner Psyche angelastet. Und es können immer wieder alte Wunden aufreißen,  getriggert werden, es kommt darauf an eventuell eben auch Traumata, die "abgelegt" wurden, aus den Tiefen schwappen und umhauen.

Das Verhalten deines DOM ist überhaupt nicht in Ordnung, aus meiner Sicht. Und hier wird das Wort VERANTWORTUNG  plötzlich ganz groß. Aber ich habe aus deinem ET entnommen, das dir das bewusst ist.

Jetzt weiß ich natürlich nicht, wie viel Erfahrung du mit derlei Situationen hast. Es hilft sich selbst einen "Notfallplan" zu machen. Vielleicht auch mit wenn dann Sätzen.

Ich weiß auch nicht ob es bei dir Trauer oder Trauma ist. Ich mag es selbst so gar nicht, wenn jemand mich mit "professioneller Hilfe" voll quatscht. Trotzdem (ich hoffe du wertest das nicht als übergriffig 🙏, denn so meine ich es nicht) es gibt das Seelsorge Telefon, es gibt Notfall Sprechzeiten bei Hilfestellen, vielleicht hilft auch das offene Ohr eines lieben Menschen, bei dem du frei reden kannst. Sport um Energie und Wut rauszulassen (falls du den nötigen Antrieb dazu hast), Schreien und weinen- rauslassen, schreiben - einfach drauf los....Ins Bett legen und Decke über den Kopf, Atemtechnik um dich zu beruhigen (einfach mal googeln, Atemtechnik bei Panikattacken). 

Und das mit dem wieder Vertrauen, diese Gedanken machst du dir vielleicht lieber später. Schau bitte was dir jetzt gut tut.🙏

Ich hoffe, du empfindest meinen Text nicht übergriffig,  denn das soll er nicht sein. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Mut.

bearbeitet von Rosenrot82

Letztendlich geht es nicht um das Banale auf den Popo hauen, sondern viel mehr um die Verantwortung, den Tiefgang und die Verlässlichkeit, woraus Vertrauen und Bindung entsteht.

Dazu bedarf es einer gewissen Reife und realistischen Selbsteinschätzung. Gerade in Situationen, die herausfordernd sind.

Ist nicht wirklich zielführend, wenn die Sub dem Dom intellektuell und charakterlich überlegen ist. Daher ist es für Dich die Situation zwar emotional nicht einfach, aber in letzter Konsequenz für Dich sehr aufschlussreich und sollte Dir zeigen, worauf Du in der Zukunft explizit Wert legen solltest.

Erfahrungen sammeln ist nicht wirklich immer toll, aber das Lernen daraus macht Dich stark!

Erst einmal trauern. Wurde bereits gesagt. Netzwerk aktivieren, ausbauen. Wenn ein großes Thema dahintersteht - evtl nach The***uten schauen, die Wartelisten sind enorm.

Den Trigger anschauen, ob man bestimmte Sachen auf Tabuliste packt/ausspart.

Dann, wenn man möchte, neue Doms shoppen - aber erst Schaufensterbummel. Man muss nicht den erstbesten auch kaufen, oft wiederholt man dann das Erlebte, bis man irgendwann die Lektion gelernt hat - kann aber zur Abwärtsspirale werden.

Daher erste Dates, nicht gleich mitnehmen. Schauen, ob sie an der Person interessiert sind, oder nur an nem neuen Sub-Objekt. Dabei die letzte Erfahrung und Bauchgefühl checken - ist es dasselbe in grün?

Jetzt hat man einen neuen red flag Detektor - kann drüber sein, oder akkurat. Muss man in sich horchen. Natürlich wird jeder erst einmal sagen, er würde nie einfach abhauen. Aber wer klingt aufrichtig?

Für mich war "Schaufensterbummel" ein wichtiger Punkt, sich die Freiheit und die Zeit lassen. Begehrt werden ist nett, aber wenn man noch nicht so weit ist, und nur die alte Erfahrung überdecken will, dann leidet man eher mehrmals, als dass man gleich glücklich wird.

Erst einmal trauern. Wurde bereits gesagt. Netzwerk aktivieren, ausbauen. Wenn ein großes Thema dahintersteht - evtl nach The***uten schauen, die Wartelisten sind enorm.

Den Trigger anschauen, ob man bestimmte Sachen auf Tabuliste packt/ausspart.

Dann, wenn man möchte, neue Doms shoppen - aber erst Schaufensterbummel. Man muss nicht den erstbesten auch kaufen, oft wiederholt man dann das Erlebte, bis man irgendwann die Lektion gelernt hat - kann aber zur Abwärtsspirale werden.

Daher erste Dates, nicht gleich mitnehmen. Schauen, ob sie an der Person interessiert sind, oder nur an nem neuen Sub-Objekt. Dabei die letzte Erfahrung und Bauchgefühl checken - ist es dasselbe in grün?

Jetzt hat man einen neuen red flag Detektor - kann drüber sein, oder akkurat. Muss man in sich horchen. Natürlich wird jeder erst einmal sagen, er würde nie einfach abhauen. Aber wer klingt aufrichtig?

Für mich war "Schaufensterbummel" ein wichtiger Punkt, sich die Freiheit und die Zeit lassen. Begehrt werden ist nett, aber wenn man noch nicht so weit ist, und nur die alte Erfahrung überdecken will, dann leidet man eher mehrmals, als dass man gleich glücklich wird.

(bearbeitet)
vor 17 Stunden, schrieb Coco369:

Hallo Ihr Lieben,

Eine Frage an die Subs:

Wie geht ihr mit einem Bindungsbruch beziehungsweise Vertrauensbruch um? Ausgangssituation: der Dom (Dom ist noch neu in der Szene) kann bzw stellt ab einem gewissen Punkt fest, dass er doch keine Verantwortung übernehmen kann, wenn die sub wegen einem heiklen Thema emotional wird. Und der Dom in dem Moment so überfordert ist, dass er einfach nur noch einen Abschiedstext schreibt und die sub dann ignoriert und auch überall blockiert ohne Gespräch. Und das, obwohl vorher alles sehr harmonisch war und alles gepasst hatte.
Wie holt ihr euch da wieder raus also aus diesem Loch und Schmerz? was hilft euch eventuell für einen neuen Dom wieder vertrauen fassen zu können?

Ich habe wieder 1000 kleine Fragen/ Gedanken dazu im Kopf 😅

Für mich käme es wohl darauf an, wie lange er bereits in meinem Leben präsent war… das geht aus Deiner Erzählung nicht hervor. Aufgrund meiner Lebenserfahrung binde ich mich nicht mehr so schnell, er braucht einen langen Atem. Ich schaue ganz genau hin und prüfe wie emotional stabil mein Gegenüber ist. Mittlerweile ist auch bei mir der Punkt erreicht, dass ich mich selbst mehr liebe als meinen Partner… das heißt ich entscheide mich im Worst Case immer für mich, das schützt meinen Seelenfrieden und zudem weiß ich einfach dass ich wunderbar alleine zu recht komme und ich weiß was ich zu geben bereit bin und was nicht. Das sind ganz viele kleine Steps, die ich die letzten Jahre gemacht habe.

Ich kann Dir von meinem letzten Top erzählen und der Trennung und dem danach, vielleicht hilft es und vielleicht ist es nur eine Anekdote. Wir waren fast 2 Jahre gebunden in einer D/S. Er hat sich zu Beginn schon schwer getan Vertrauen zu fassen, ich habe ihm Zeit gegeben und wir haben uns regelmäßig getroffen… es war mehr als eine D/S, ich war ab einem bestimmten Punkt seine Freundin. Dann gab es ab Dez‘23 einen emotionalen Rückzug seinerseits, er versetzte mich an Sylvester und hatte dann noch die Audacity mir einen guten Rutsch zu wünschen, ich war mega ge***t. Nachdem die Kommunikation immer schlechter wurde und ich ihm vorschlug eine Kommunikationsampel einzuführen, zog ich nach 1 1/2 Monaten den Schlussstrich mit der Aussage an ihn „Du hast einen schlechten Zugang zu Deinen eigenen Gefühlen“. Ich habe Monate danach noch reflektiert, erst letztes Jahr habe ich über eine Bekannte von einer Freundin erfahren dass er eine Freundin hat… ich war sein Sidechick 😂 und dann hat alles Sinn gemacht. Ich habe alles abgehakt und wünsche ihm innerlich alles Gute.

Letztendlich brauche ich keinen Mann an meiner Seite, der mit seinen eigenen Emotionen und damit auch mit meinen nicht zu Recht kommt und zudem feige ist. Ich will jemand reflektiertes an meiner Seite, jemand der gewillt ist selbst Wachstum zu erfahren und sich selbst Fehler eingestehen kann. Vertrauen zu anderen Menschen zu fassen ist für mich nicht schwer und dass obwohl mein Urvertrauen massiv verletzt wurde, aber ich habe schon immer das Vertrauen in mir gehabt dass mich nie wieder jemand so verletzen kann wie ich es bereits erlebt habe. 

Lass Dir einfach mit dem Kennenlernen eines Menschen viel Zeit, prüfe seine emotionale Belastbarkeit und erst dann binde Dich. Ich selbst frage mich in jeder Beziehung immer „Mag ich mich selbst in dieser Bindung noch?“, ist die Antwort nein… trenne ich diese auf. Schaffe Dir ein Netzwerk am Besten Offline welches Dich mit auffangen kann, gerade der Drop aus einer BDSM basierten Beziehung kann heftig sein und mir hilft es zudem auch mal danach einfach Aggressionen körperlich rauszulassen…

bearbeitet von Schneeflöckchen
(bearbeitet)
vor 18 Stunden, schrieb Coco369:

Hallo Ihr Lieben,

Eine Frage an die Subs:

Wie geht ihr mit einem Bindungsbruch beziehungsweise Vertrauensbruch um? Ausgangssituation: der Dom (Dom ist noch neu in der Szene) kann bzw stellt ab einem gewissen Punkt fest, dass er doch keine Verantwortung übernehmen kann, wenn die sub wegen einem heiklen Thema emotional wird. Und der Dom in dem Moment so überfordert ist, dass er einfach nur noch einen Abschiedstext schreibt und die sub dann ignoriert und auch überall blockiert ohne Gespräch. Und das, obwohl vorher alles sehr harmonisch war und alles gepasst hatte.
Wie holt ihr euch da wieder raus also aus diesem Loch und Schmerz? was hilft euch eventuell für einen neuen Dom wieder vertrauen fassen zu können?

Hmm, zum Teil ist es verantwortlich, dass der Mensch es sich eingesteht.

Fettes Aber:

Flight als Auflösung einer belastenden Situation ist jetzt nicht das, was ein Dom aus meiner Sicht als bevorzugtes Muster haben sollte. Kurzer Exkurs: Jeder Mensch hat bestimmte Reflexe, die in Stresssituationen greifen. Flight, fight, freeze, fawn. 

Also eine führende Person, die weglaufen muss, weil sie Angst vor Führung hat, ist für mich als Dom ungeeignet. Wermutstropfen aus deinem Bericht: es ist zu hoffen, dass er sich zumindest nicht so schnell wieder zu große Schuhe anzieht.

Nun zu dir, du bist Opfer, nicht Täter. Mir helfen in solchen Momenten meine Freunde, die mich stützen und auch leiten. Es ist sehr gut, dass du den Mut hast, das hier anzusprechen und auch den Mut hast, dich damit auseinander zu setzen. Drüber reden hilft.

Vielleicht ist es noch etwas früh, aber irgendwann ist ein wichtiges Ziel für dich bei der ganzen Geschichte ; du wurdest verletzt, wie kannst du dich in Zukunft davor besser schützen. Nicht, weil du schuld wärst, sondern damit du mögliche Warnzeichen früher für dich erkennen kannst.

Aber jetzt im Moment gilt erstmal: Du bist Opfer, nicht Täter und hättest es auch nicht für ihn positiv auflösen müssen. Dass du die Situation am Anfang als harmonisch interpretiert hast, war kein Fehler von dir, sondern zeigt deine Offenheit. Das vergangene tut bis heute noch weh und ist omnipräsent – nimm dir die Zeit, das zu verarbeiten, damit du später wieder die Kraft hast zu sehen, wie du verhindern kannst, dass so ein Kandidat dir nochmal unterkommt und dich so sehr verletzt.

bearbeitet von HirnHerzHumor

Als Dom bin ich hier zwar eigentlich nicht gefragt, doch berührt mich die Angelegenheit schon sehr, weil sie bei Dir Wunden und Verletzungen hinterlässt, die eine ganze Weile brauchen werden, um zu heilen.
Das Verhalten von ihm ist verantwortungslos und zeugt von mangelnder Reife. Du hast keinen Fehler gemacht, Dein Wunsch nach Gespräch, Kommunikation, Aufarbeitung ist völlig natürlich, und für die Entwicklung einer Beziehung sind solche Gespräche unabdingbar.
Blockieren ist für jedes Problem die kindischste Lösung, nämlich gar keine. Verstehen kann ich, wenn mann mal eine kleine Pause, eine Auszeit von ein paar Tagen oder, sagen wir, maximal zwei Wochen, braucht, um nachzudenken und sich selbst zu reflektieren, dann sollte mann sich aber soweit im Griff haben, dass man vorher keinen verletzenden Abschiedstext schreibt.

Ich denke ich würde erstmal die Schuld bei mir suchen. Versuchen zu verstehen, was wirklich passiert ist, ob ich etwas falsch gemacht habe oder ob ich Regeln gebrochen habe, die vereinbart waren. Ganz egal. Wenn dem nicht so ist, würde ich abwägen, ob ich mich nach 1-2 Wochen nochmal melde. Ggf. Einfach mal fragen wie es geht. Und sagen, dass ich grade darüber nachgedacht hab, wie blöd die ganze Situation war. Was Dom da jetzt drüber denkt. Wenn ich aber nach kurzer Zeig zu einem Schluss komme, würde ich vor allem versuchen nicht meh darüber nachzudenken. Wenn du in ner Abhängikeit zu ihm stehst, er das nicht kann, dann wirds schwer. Hoffe du bist nicht zu sehr verliebt. Da kann man nur hoffen und trösten.

Am 27.12.2025 at 21:18, schrieb Coco369:

Hallo Ihr Lieben,

Eine Frage an die Subs:

Wie geht ihr mit einem Bindungsbruch beziehungsweise Vertrauensbruch um? Ausgangssituation: der Dom (Dom ist noch neu in der Szene) kann bzw stellt ab einem gewissen Punkt fest, dass er doch keine Verantwortung übernehmen kann, wenn die sub wegen einem heiklen Thema emotional wird. Und der Dom in dem Moment so überfordert ist, dass er einfach nur noch einen Abschiedstext schreibt und die sub dann ignoriert und auch überall blockiert ohne Gespräch. Und das, obwohl vorher alles sehr harmonisch war und alles gepasst hatte.
Wie holt ihr euch da wieder raus also aus diesem Loch und Schmerz? was hilft euch eventuell für einen neuen Dom wieder vertrauen fassen zu können?

Mal nen Kurs in Kommunikation machen? Also ernsthaft: Wie kommuniziere ich ohne den Anderen zu verletzen? Wie reagiere ich, wenn der Andere emotional wird? Das kommt ja immer wieder, das hat mit Vertrauen nichts zu tun.

vor 5 Stunden, schrieb HirnHerzHumor:

Take this:Gibt bestimmt auch Kurse, "Warum hüpfe ich auf den Opfern herum und mache Victim-blaming"

Schuld ist immer Sub. Ironie aus. 

Ich denke nicht, dass Schuldzuweisungen irgendwem weiterhelfen. Klar, das ist so schön strukturiert, wenn man die Menschen in Täter und Opfer einteilen kann, aber die Realität ist nicht so dualistisch. Wer ohne Sünde ist ... und Splitter im Auge, vielleicht sagt dir das was. Natürlich fühlt sich das erstmal gut an, wenn man die Schuld schön anderen zuweisen kann, mit komplexeren Verhältnissen kann die shitstorm-Generation sowieso nicht umgehen, aber langfristig kann man halt nur an sich selber arbeiten. 

Am 28.12.2025 at 14:25, schrieb Schneeflöckchen:

 

Lass Dir einfach mit dem Kennenlernen eines Menschen viel Zeit, prüfe seine emotionale Belastbarkeit 

Hm ... also in deiner Geschichte hat ja das mit dem Zeit lassen nicht geholfen, aber das nur am Rande, was mich wirklich brennend interessiert: Wie kann man sich das mit dem Prüfen konkret vorstellen?

vor 4 Stunden, schrieb TakeThis:

Hm ... also in deiner Geschichte hat ja das mit dem Zeit lassen nicht geholfen, aber das nur am Rande, was mich wirklich brennend interessiert: Wie kann man sich das mit dem Prüfen konkret vorstellen?

Woran machst Du denn nun fest, aus meinem kleinen Absatz heraus dass das „Prüfen“, wie Du es benennst, nicht geholfen hat? Finde es schon spannend, dass Du etwas bewertest von dem Du nur ein paar Textzeilen hast. Damit hast Du mir gerade mehr über Dich erzählt als über mich.

Wie man emotionale Stabilität des Gegenübers prüft, Kommunikation (Gefühle erkennen/ benennen), „Walk your talk“, das Herausforderungen in der Bindung gemeinsam angegangen werden, Gegenseitige Unterstützung bei Emotionen bedeutet Validierung dieser statt Abwehr, für alles andere kann man sich mal etwas selbst belesen. 

vor 8 Stunden, schrieb TakeThis:

Ich denke nicht, dass Schuldzuweisungen irgendwem weiterhelfen. Klar, das ist so schön strukturiert, wenn man die Menschen in Täter und Opfer einteilen kann, aber die Realität ist nicht so dualistisch. Wer ohne Sünde ist ... und Splitter im Auge, vielleicht sagt dir das was. Natürlich fühlt sich das erstmal gut an, wenn man die Schuld schön anderen zuweisen kann, mit komplexeren Verhältnissen kann die shitstorm-Generation sowieso nicht umgehen, aber langfristig kann man halt nur an sich selber arbeiten. 

Ich finde, du hast das ein wenig missverstanden. 
Es ging gar nicht darum, sich selbst nicht zu hinterfragen und nur der „anderen Seite“ die Schuld für Geschehenes zu geben. 
 

ABER die Diskussion hier dreht sich, aufgrund des Themas, direkt darum wie man nachdem man verlassen, ignoriert und geblockt wurde selbst wieder neu anfangen/ weitermachen und (neu) vertrauen kann. 
Dazu wurde hier nach Gedanken und Vorschlägen/ Sichtweisen gefragt. 
 

Es ist dann alles andere als Hilfreich dieser Person Maßnahmen für eine bessere Kommunikation ans Herz zu legen. Das war zum einen nicht gefragt, zum anderen jetzt gar nicht im Fokus. Dieser lag, gemäß Fragestellung, beim Blick nach vorn.

Dann mit einem Ratschlag (der sich eher wie ein Schlaf anfühlen kann) auf eine bessere Kommunikation, also mit anderen Worten unterstellte Defizite dahingehend, zu setzen Hilft an der Stelle mal gar nicht. 

(bearbeitet)
Am 27.12.2025 at 21:18, schrieb Coco369:

Hallo Ihr Lieben,

Eine Frage an die Subs:

Wie geht ihr mit einem Bindungsbruch beziehungsweise Vertrauensbruch um? Ausgangssituation: der Dom (Dom ist noch neu in der Szene) kann bzw stellt ab einem gewissen Punkt fest, dass er doch keine Verantwortung übernehmen kann, wenn die sub wegen einem heiklen Thema emotional wird. Und der Dom in dem Moment so überfordert ist, dass er einfach nur noch einen Abschiedstext schreibt und die sub dann ignoriert und auch überall blockiert ohne Gespräch. Und das, obwohl vorher alles sehr harmonisch war und alles gepasst hatte.
Wie holt ihr euch da wieder raus also aus diesem Loch und Schmerz? was hilft euch eventuell für einen neuen Dom wieder vertrauen fassen zu können?

was trinken, musik hören und ihn vergessen!  denn- das war kein DOM!  augenscheinlich

ich nenn so menschen dummbrote, pseudodömmelchen..wieauchimmer

 

ich kenn nur was ähnliches, weil man sich zu dem zeitpunkt noch nich traf..aber jo!  iss erstma wie n schlag inne..  duweisst...

dennoch- steh drüber und bleib dir treu!  :) 

bearbeitet von towel
zu früh abgeschickt
vor 2 Stunden, schrieb Schneeflöckchen:

Woran machst Du denn nun fest, aus meinem kleinen Absatz heraus dass das „Prüfen“, wie Du es benennst, nicht geholfen hat? Finde es schon spannend, dass Du etwas bewertest von dem Du nur ein paar Textzeilen hast. Damit hast Du mir gerade mehr über Dich erzählt als über mich.

Wie man emotionale Stabilität des Gegenübers prüft, Kommunikation (Gefühle erkennen/ benennen), „Walk your talk“, das Herausforderungen in der Bindung gemeinsam angegangen werden, Gegenseitige Unterstützung bei Emotionen bedeutet Validierung dieser statt Abwehr, für alles andere kann man sich mal etwas selbst belesen. 

Das habe ich gar nicht fest gemacht, dass das Prüfen nicht geholfen hätte. Zeit lassen hat nicht geholfen. Denn du hast den Typen ja offensichtlich nach 1,5 Jahren Beziehung noch immer nicht ausreichend gut gekannt, sodass du dann leider enttäuscht wurdest. Hm, ok, falls du geprüft hast, hat das auch nicht geholfen, aber das kann ich ja nicht wissen, ob du das getan hast. Ok, das Prüfen ist also mehr ein Beobachten, dann bin ich beruhigt! 😀

vor 2 Stunden, schrieb Toy4her:

Ich finde, du hast das ein wenig missverstanden. 
Es ging gar nicht darum, sich selbst nicht zu hinterfragen und nur der „anderen Seite“ die Schuld für Geschehenes zu geben. 
 

ABER die Diskussion hier dreht sich, aufgrund des Themas, direkt darum wie man nachdem man verlassen, ignoriert und geblockt wurde selbst wieder neu anfangen/ weitermachen und (neu) vertrauen kann. 
Dazu wurde hier nach Gedanken und Vorschlägen/ Sichtweisen gefragt. 
 

Es ist dann alles andere als Hilfreich dieser Person Maßnahmen für eine bessere Kommunikation ans Herz zu legen. Das war zum einen nicht gefragt, zum anderen jetzt gar nicht im Fokus. Dieser lag, gemäß Fragestellung, beim Blick nach vorn.

Dann mit einem Ratschlag (der sich eher wie ein Schlaf anfühlen kann) auf eine bessere Kommunikation, also mit anderen Worten unterstellte Defizite dahingehend, zu setzen Hilft an der Stelle mal gar nicht. 

Du hast Recht, dass das nicht gefragt war, und das ist der erste Fehler. Aber gut, sie will wieder Vertrauen fassen können, du möchtest ihr dabei helfen, und wirkst daran mit, dass eine eventuell psychisch instabile, potentiell andere verletzende Person in Kontakt mit dem nächsten Dom kommt. Na Glückwunsch. Du hast ihrem Wunsch entsprochen, aber ob du ihr und der Welt damit wirklich einen Gefallen tust? Ja, wahrscheinlich hilft mein Ratschlag ihr nicht, aber wenigstens schadet es keinen Dritten.

vor 11 Minuten, schrieb TakeThis:

eine eventuell psychisch instabile, potentiell andere verletzende Person

Deine ggf. positiven Absichten in Ehren. Aber wie kommst du darauf derartige Mutmaßungen hier anzustellen, über eine Person, von der du (wie ich) so gut wie gar nix weißt?

Vermuten und ausmalen können wir uns hier ganz viel. Wenn wir das Forum, besser die Forenteilnehmer*innen wirklich ernst nehmen, dann können wir allerdings nur darauf eingehen was hier mitgeteilt wird. Alles andere ist reine Spekulation, ggf. völlig am Thema vorbei oder haltlose Behauptung. 

Wir täten also gut daran lediglich darauf einzugehen, was hier mitgeteilt wird. 
Nicht nur um Fettnäpfchen zu vermeiden und „öffentlich“ etwas unbeholfen zu wirken, vielmehr um die Gefühle anderer nicht zu verletzen.

Alternativ kann man auch einfach versuchen Kontakt herzustellen und gezielt, wertungsfrei und rücksichtsvoll nachfragen. Ferndiagnosen dann stellen, wenn sie gewünscht werden. 
 

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