Dies ist ein beliebter Beitrag. JKFaith Geschrieben Dezember 28, 2025 Der Text ist heiß! Um weiterlesen zu können benötigst Du einen Account. Jetzt kostenlos registrieren! Jetzt registrieren Dies ist ein beliebter Beitrag. PROLOG Es hat nicht mit Handschellen angefangen. Nicht mit einem Blick. Nicht mit einem zufälligen Streifen unserer Körper im Flur, nicht mit einem Glas zu viel. Es fängt damit an, dass ich ihn auffordere, mich zu durchschauen. Hätte mir jemand vor ein paar Monaten gesagt, dass ich einmal süchtiger nach einem „Nicht bewegen“ sein würde, als nach jeder Beförderung, jeder sauberen Beurteilung, ich hätte ihn für völlig daneben gehalten. Ich war gut in kontrollierten Leben. In Dienstgraden, Checklisten, klaren Strukturen. Nähe war etwas, das man dosiert. Berechenbar. Gefahrlos. Und trotzdem bin ich irgendwann da gelandet, wo mein Atem schon schneller geht, bevor du mich überhaupt berührst. Nicht, weil du laut bist. Sondern weil du genau weißt, wohin du deine Hand legst – und wohin nicht. Es hat mit einem Satz angefangen, der eigentlich ein Test war. Dein Mund an meinem Ohr, deine Stimme ruhig: „Deine Mitte würde dich verraten.“ Ich hätte abwinken können. Einen Witz draus machen. Stattdessen habe ich zurückgeflüstert, viel ehrlicher, als gut für mich war: „Ja. Das würde sie. Deine Finger würden glitzern.“ Eine Pause, dein Atem an meiner Haut. „Küsse ich weg“ Du hast leise gelacht. Nicht über mich. Über die Tatsache, dass ich es so klar ausgesprochen habe. Dass ich es wollte, dass du es herausfindest. Ab da war nichts mehr harmlos. Ein Blick zu lang im Dienstzimmer. Eine Hand an meinem Rücken, die ich nicht nur zulasse, sondern suche. Eine Chefin, die genau weiß, wie man Systeme sortiert – und trotzdem immer öfter an den Punkt kommt, an dem sie sich danach sehnt, dass jemand anders die Richtung vorgibt. Wir hätten es lassen können. Wir hätten bei heimlichen Berührungen bleiben können, bei halben Sätzen, die nur wir verstehen. Stattdessen habe ich gemerkt, wie ich jedes Mal ein Stück weiter gehe, wenn du mich hältst. Wie schnell aus „nur ein Versuch“ ein „noch ein bisschen mehr“ wird. Wie aus einer strukturierten Frau, die niemandem etwas schuldet, jemand wird, der nachts wach liegt und sich wünscht, dass die selbe Hand, die tagsüber Protokolle unterschreibt, sie festhält, bis nichts mehr geordnet ist außer ihrem Ja. Wie gesagt… es hat nicht mit Handschellen angefangen. Aber mit der Frage, ob meine Mitte mich verraten würde – und mit einem Mann, dessen Finger nie gelogen haben. Das hier ist nicht der Beginn eines Skandals, wie andere ihn erzählen würden. Es ist auch nicht einfach eine Liebesgeschichte mit garantiertem Happy End. Das hier ist der Anfang von etwas, das mich zwingt, ehrlich zu werden. Mit meiner Lust. Mit meiner Angst. Mit meinen Grenzen. Mit dem Teil in mir, der sich nach Führung sehnt und gleichzeitig panisch wird, sobald jemand die Hand ausstreckt. Und genau dort setzt er an. Still. Ruhig. Bei mir. Ich ahne in diesem Moment noch nicht, wie weit wir gehen werden. Ich weiß nur eins: Ab jetzt werden meine Finger nicht mehr für mich lügen.
Igel Geschrieben Januar 5 Hui! Welch schöne Sprache! Da muss ich doch mal die älteren Geschichten zusammensuchen!
JKFaith Geschrieben vor 1 Stunde Autor Stelle ich in der Version “Final” gern zur Verfügung. Sind jedoch 38 Kapitel… 🤔
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