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Macht in Verantwortung: Meine Gedanken als Neuling


Marty-3492

Empfohlener Beitrag

Schau mal was oder wer dir als Manager macht gibt und wie das in einer Bdsmbeziehung strukturiert ist. Dann solltest du selber die Unterschiede erkennen ☺️😇

Es dreht sich alles um Abhängigkeit und Freiwilligkeit.

Ich habe genug Vanilla-Beziehungen erlebt, in denen einer vom anderen materiell oder emotional abhängig ist und ausgenutzt wird. Eine BDSM-Komponente in der Beziehung ist da ziemlich irrelevant. Es gibt ja auch genug "Subs", die eigentlich "Top from the bottom" sind und den vermeintlich dominanten Part ausnutzen. Eher sehe ich es noch als schützenden Aspekt, dass in der Szene eher mehr über Grenzen und Bedürfnisse geredet wird.

Vor 10 Stunden, schrieb jackXjacqueline:

jack@jackXjacqueline:

Ich denke, man muss da differenzieren zwischen Macht, die man im Alltag innehat (z.B. über viele Menschen) und in einer D/s-Beziehung (in der Regel über einen Menschen). An dem Satz "Macht korrumpiert irgendwann immer" ist sicherlich etwas dran, aber es muss nicht zwangsläufig so sein. Aus meiner Sicht passiert das immer dann, wenn man damit anfängt, seine Macht insofern auszuüben, dass das eigene Interesse (oder jenes der Gruppe, die man vertritt) wichtiger wird als das Interesse derer, auf die man seinen Einfluss geltend macht. Sprich: man verfolgt nur noch seine eigenen Ziele, auf Kosten anderer. Das kann bewusst oder unbewusst passieren. Seine Macht bewusst einzusetzen, sofern es allen dient, ist dann noch kein Missbrauch, sondern eher ein Abwägen dessen, was das Beste für alle ist, auch wenn es hier und da vielleicht tragbare Nachteile für Einzelne mit sich bringt. Die Ideallösung für alle ist nunmal eher die Ausnahme, sollte aber immer das Ziel sein. Zumindest in der Theorie. Schaut man sich die Realität an, ist es sehr ernüchternd.

In einem D/s-Kontext wäre Machtmissbrauch wohl, gegen das zu verstoßen, was im Konsens vereinbart ist. Tabus und Grenzen zu missachten. Ansonsten kann man seine Macht hier nur schwerlich missbrauchen. Vielleicht, wenn man damit anfängt, auch hier sein eigenes Interesse in den Vordergrund zu stellen in der Form, dass ein Ungleichgewicht in der Befriedigung von Bedürfnissen entsteht. Dass der Dominante quasi den Submissiven "vernachlässigt" und nur noch auf sich bedacht ist. Auch das kann, meine ich, bewusst oder unbewusst geschehen. In so einem Fall würde ich davon ausgehen, dass der Submissive das Gespräch mit dem Dominanten sucht und sein Erleben anspricht. Und jeder, der hier seine Führungsposition ernst nimmt, sollte offen für konstruktive Kritik sein. Meine Sklavin kann mich jederzeit um ein offenes Wort bitten, egal worum es geht und ich werde sie anhören. Für mich als Herrn ist es aber wichtig, mir immer wieder bewusst zu machen, dass es in unserer Verbindung, obschon ich das sagen habe (und wir leben TPE), nicht nur um mich geht, sondern auch um sie. Ich trage die Verantwortung für sie wie für mich und mein Interesse ist grundsätzlich erstmal ihr Wohlergehen. Auch wenn ich sie gelegentlich im BDSM-Sinne foltere, demütige, erniedrige etc. Das ist für mich aber die Verfolgung unser beider Interessen. Von daher: bis jetzt bin ich noch nicht in eine Situation gekommen, die ich im Nachhinein als kritisch ansehen würde, weil ich mich selbst bewusst immer wieder daran erinnere, mein Handeln zu reflektieren, und das nicht nur im BDSM. Es gibt aber sicherlich Menschen, die da nachlässiger sind, und da liegt es dann eben am Submissiven, ihn daran zu erinnern.

Danke für die ausführliche Antwort👍

Ich würde sagen es kommt immer auf beide Seiten an. Welche Charaktere involviert sind. Es gibt dominantere Männer die ausnutzen/ ausprobieren wollen wie weit sie gehen können und es gibt Frauen die die Möglichkeit genießen zu geben aber gleichzeitig auch Grenzen setzen können. Jedem das Seine. Es muss passen. Lasst die Spiele beginnen ☺️
Liebe Grüße

BDSM iss nich 'macht', BDSM iss verantwortung!  machtgedöns geht für mich persönlich gar nich

vor 1 Minute, schrieb Skinscan:

Ja. So ist es. 

(Also damit meine ich jetzt den TE und nicht towel, ne.)

arsch!  lol

Beschneidet ihr euch denn als TOP nicht selbst, wenn ihr die Macht nicht vollständig nutzt, die ihr über sub habt?

Ich antworte hier auf deine OT- Frage, 

Ich muss bei einem Buffet nicht alles essen. 

Vielleicht freut mich allein das Vorhanden sein eines besonders schön gestalteten Tellers, die Möglichkeit, davon kosten zu können. 

Ich kann aber auch satt und zufrieden werden, wenn ich nur bestimmte Dinge essen und nicht von allem etwas.

Macht vollständig nutzen...hieße für mich, den Kaninchenbau komplett durchzuklingeln.

Das halte ich nicht für (so einfach) umsetzbar.

Ich hoffe nun, dass du nicht meinst, die überlassene Macht missbräuchlich zu nutzen, wie z.B. bei Meinungsverschiedenheiten die Dom- Karte spielen, statt zu argumentieren und/ oder willkürlich handeln, aber das anders benennen.

Mir ist eine gewisse Sportlichkeit/ Fairness wichtig.

 

 

 

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