Jump to content

Wissenschaftliche Erforschung von BDSM - nötig oder völlig überflüssig?


SM-Art-5-GG

Empfohlener Beitrag

Warum nicht mal einfach die Gesellschaft und die Wissenschaft an einen Tisch holen und das ganze BDSM Zeug in noch kleinere Schubladen packen lassen? Wäre ziemlich lustig.

Hmmm.
Dann wird jede Spielweise, die damit auch nur irgendwie zusammenhängt, bis ins kleinste zerpflückt und so lange "in die Sonne" gezerrt, bis jeder sich für einen Experten hält und den anderslebenden aufzudrücken versucht, was den mit ihm nicht stimmt...
Hatten wir erst, gar nicht so lange her, muss ich nicht wieder haben.

Das ist allerdings nur mein erster, persönlicher, subjektiver Denkimpuls, ich bin offen für Gegenargumente

Es gibt schon einige sehr gute Artikel über BDSM sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch in einigen Zeitungen. Einfach mal Mister Google oder KI fragen. 

Aus meiner Sicht braucht es so was gar nicht. Es liegt einfach daran das die Leute einfach nicht richtig aufgeklärt sind was BDSM ist. Das wir auch nur ganz normale Menschen sind mit dem Hang zu etwas anderem. 

Und dafür bräuchte es Leute oder Gruppen die die Leute da draußen aufklären. 

Jetzt kommt das große aber wenn man so was macht und die Leute die da mit machen Morddrohungen bekommen hat keiner mehr Lust. 

Das ist meine Meinung 

Vor 18 Minuten , schrieb MatzeLena:

Hmmm.
Dann wird jede Spielweise, die damit auch nur irgendwie zusammenhängt, bis ins kleinste zerpflückt und so lange "in die Sonne" gezerrt, bis jeder sich für einen Experten hält und den anderslebenden aufzudrücken versucht, was den mit ihm nicht stimmt...
Hatten wir erst, gar nicht so lange her, muss ich nicht wieder haben.

Das ist allerdings nur mein erster, persönlicher, subjektiver Denkimpuls, ich bin offen für Gegenargumente

Passiert in der Szene und auch hier auf dem Forum laufend . Kink shaming, Praktiken ihre Zugehörigkeit zum Bdsm absprechen… weil jeder sein Bdsm als einzig war erachtet und Experte ist🤣🤣🤣

Was genau sollte denn erforscht werden? Mir fehlt ausnahmsweise die Fantasie dafür, was die Fragestellungen sein sollen.

Vor 3 Minuten , schrieb Krypticon:

Was genau sollte denn erforscht werden? Mir fehlt ausnahmsweise die Fantasie dafür, was die Fragestellungen sein sollen.

Abgrenzung zu Forensic zb Sadismus etc, obs Erbeinflüsse gibt, Zielgruppen welche Fetische Geschlechtsspeziefisch sind etc … alles was eh passiert

vor einer Stunde, schrieb Filli:

Welche Wissenschaft fehlt denn? Gibt einige Psychologen, die ihre Arbeiten in den letzten Jahrzehnten in der Szene geschrieben haben bzw. In verschiedenen Bereichen geforscht. Nicht zuletzt als prominenteres Beispiel Lydia Benecke

Wie woke ist BDSM? Vergleichsarbeit zur Frage, inwiefern sich BDSM praktizierende Menschen von anderen ihrer Altersgruppe unterscheiden hinsichtlich geschlechtsbezogener Vorurteile.

Mist, gibt's schon ..... vielleicht ist die Forschung auch zu wenig bekannt, weil sich zu wenig dafür interessiert wird?

Die Wissenschaft befasst sich ja schon mit bdsm und zum Glück gilt das heutzutage nicht mehr als krankhaft. Sadismus und Masochismus werden erforscht. Schon immer trugen die Menschen das in sich und woher das durch Prägung oder Erziehung kommen kann, einfach auch nur angeboren sein mag, ist interessant. Und auch Menschen mit "Besonderheiten" unterscheiden sich teilweise in ihrer Gehirnstruktur. 
 
Es werden Grenzen gezogen zu pathologischen Sadismus in Uneinvernehmlichkeit, Abgrenzungen zu häuslicher Gewalt usw. Auch gibt es Erkrankungen, Schizophrenie oder so, die recht klinisch eingeordnet werden.
 
Jedenfalls müssen 2 Leute bewusst und einvernehmlich bdsm ausleben wollen. Klare Grenzen, medizinisch und auch rechtlich wären fehlende Einwilligungsmöglichkeit und körperliche Schäden wie "Verstüm.melungen" usw. Sicher gibt es da auch "Graubereiche". Zum Beispiel wann die Fähigkeit Konsens zu benennen eingeschränkt ist usw.
 
Grundsätzlich können Menschen aber bdsm machen und Neigungen wie Masochismus oder Sadismus werden nicht mehr per se als pathologisch oder behandlungsbedürftig angesehen. 
 
Unser Wording sollte man dann schon denen überlassen, die das ausleben. Hier loten sich bdsm'ler auch selbst aus und finden ihre Begriffe. Da muss nun nicht noch die Wissenschaft 24/7 klassifizieren oder sich mit endlosen Schubladen beschäftigen. Aber Psychologie finde ich oftmals interessant. 
vor 23 Minuten, schrieb Rosenrot82:

Vorallem möchte der TE ganz bestimmt, die Vereinheitlichung von 24/7 in D/s Dynamiken,  das läßt ihm keine Ruhe.

😅

(bearbeitet)
vor einer Stunde, schrieb Krypticon:

Was genau sollte denn erforscht werden? Mir fehlt ausnahmsweise die Fantasie dafür, was die Fragestellungen sein sollen.

Bspw. wer überhaupt BDSM praktiziert (Anzahl, Alter, Geschlecht, soziale Struktur)?

Wie sind verschiedene Praktiken verteilt? 

Wo liegt die Grenze zu pathologischem Verhalten? 

BDSM und Berührungspunkte zu psychische Beeinträchtigungen (Narzissmus, Borderline o.a.)? 

Wirkung von BDSM auf Gesundheit/Krankheit?

Um nur spontan ein paar Themen zu benennen. 

KI hat noch andere Idee: 

"Psychologische & Sexologische Fragestellungen

Welche psychologischen Bedürfnisse befriedigt BDSM (z.B. Stressabbau, Vertrauen, Selbstfindung)?

Wie beeinflusst BDSM das Lustempfinden und die sexuelle Funktion bei verschiedenen Geschlechtern?

Wie unterscheidet sich die psychische Gesundheit von BDSM-Praktizierenden von der Allgemeinbevölkerung?

Welche Rolle spielt BDSM bei der Entwicklung und Ausgestaltung sexueller Orientierung und Identität? 

Soziologische & Ethnografische Fragestellungen

Wie lässt sich die BDSM-Szene als soziale Subkultur charakterisieren (Strukturen, Normen, Rituale)?

Wie wird Konsens in der BDSM-Praxis verhandelt und wie wirken sich die Konzepte von SSC (Safe, Sane, Consensual) aus?

Welche Auswirkungen haben die Begriffe „Herr/Sklave“ und die Auseinandersetzung mit historischer Sklaverei innerhalb der Szene?

Wie erleben Menschen of Color oder andere marginalisierte Gruppen die BDSM-Szene? 

Ethische & Kulturelle Fragestellungen

Wie wird die Grenze zwischen einvernehmlichem BDSM und sexualisierter Gewalt gezogen und welche Rolle spielt feministische Kritik dabei?

Welche gesellschaftlichen Stereotypen existieren über BDSM und wie wirken sich diese auf die Praktizierenden aus?

Inwiefern kann BDSM als eine Form der Selbstermächtigung oder als gesellschaftlicher Protest gegen starre Geschlechterrollen verstanden werden? 

Methodische Fragestellungen

Welche Methoden eignen sich am besten, um BDSM-Praktiken und -Kulturen wissenschaftlich zu erforschen?

Wie kann Forschung die Auseinandersetzung mit BDSM entpathologisieren und eine wertschätzende Perspektive einnehmen? "

Made by Google KI 

bearbeitet von SM-Art-5-GG
vor einer Stunde, schrieb Arasjal:

Der Vergleich mit Homosexualität funktioniert nicht das ist eine sexuelle Orientierung das andere ist nur eine Praktik. Und über Bdsm gibt es mehr Auswertungen zb Psychologischer Natur wie zb über den Tittenfick…was auch nur eine Praktik ist.

Es gibt eine Menge BDSMer, für die das innerhalb ihrer Identität mehr als nur eine (Anzahl von) Praktik(en) ist. 

Zum Teil trägt die Wissenschaft dem auch Rechnung. Jedenfalls könnte man sich fragen, warum es denn wohl mehr  Studien darüber als über Tittenfick gibt.

 

 

vor 45 Minuten, schrieb Raphaela:

Es gibt schon einige sehr gute Artikel über BDSM sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch in einigen Zeitungen. Einfach mal Mister Google oder KI fragen. 

Aus meiner Sicht braucht es so was gar nicht. Es liegt einfach daran das die Leute einfach nicht richtig aufgeklärt sind was BDSM ist. Das wir auch nur ganz normale Menschen sind mit dem Hang zu etwas anderem. 

Und dafür bräuchte es Leute oder Gruppen die die Leute da draußen aufklären. 

Jetzt kommt das große aber wenn man so was macht und die Leute die da mit machen Morddrohungen bekommen hat keiner mehr Lust. 

Das ist meine Meinung 

So wenig gibt es wirklich nicht mehr, da ist in den letzten 10-20 Jahren doch etwas dazugekommen, wenn auch immer noch im kleineren Maßstab.

Wenn jemand mit Morddrohungen antwortet, wird man ihn ohnehin kaum überzeugen können. An anderen Stellen ist es sicher von Vorteil, auch die eine oder andere Studie als Beleg anführen zu können. Wobei das auch seine Grenzen hat. Manche Vorurteile liest und hört man selbst innerhalb der Szene immer noch. 

Vor 7 Minuten , schrieb Tizaar:

So wenig gibt es wirklich nicht mehr, da ist in den letzten 10-20 Jahren doch etwas dazugekommen, wenn auch immer noch im kleineren Maßstab.

Wenn jemand mit Morddrohungen antwortet, wird man ihn ohnehin kaum überzeugen können. An anderen Stellen ist es sicher von Vorteil, auch die eine oder andere Studie als Beleg anführen zu können. Wobei das auch seine Grenzen hat. Manche Vorurteile liest und hört man selbst innerhalb der Szene immer noch. 

Nicht eine Praktik sondern viele und dennoch gibt es Unterschiede zwischen sexueller Orientierung, Identität und Praktiken. Bdsm und Homosexualität sind nicht vergleichbar. Du kannst homosexuell sein und Stino oder Bdsmler . Ebenso Transmann und Homosexuell. Ich will Bdsm in seiner Wertigkeit für einige nicht klein reden aber dennoch gibt es diese Unterschiede.

Homosexualität würde als Beispiel gewählt, weil es zeigt, wie ein Tabuthema - auch durch Wissenschaft - mehr gesellschaftliche Anerkennung fand. Mehr eigentlich nicht. 

 

vor 2 Minuten, schrieb Arasjal:

 

Nicht eine Praktik sondern viele und dennoch gibt es Unterschiede zwischen sexueller Orientierung, Identität und Praktiken. Bdsm und Homosexualität sind nicht vergleichbar. Du kannst homosexuell sein und Stino oder Bdsmler . Ebenso Transmann und Homosexuell. Ich will Bdsm in seiner Wertigkeit für einige nicht klein reden aber dennoch gibt es diese Unterschiede.

Ja, das Koordinatensystem hat nicht nur eine Achse. Und um etwas als Vergleich heranzuziehen, muss man es auch nicht gleichsetzen. 

Es mag interessant sein, darüber zu forschen.

Aber BDSM als Wissenschaft zu betrachten, mit Definitionen und Regeln, an die sich jeder halten soll, ist Unsinn. 

Ich bin ja im autistischen Spektrum und sortiere gern Sachen nach Kriterien in möglichst klar definierte Schachteln, die möglichst alle gleich groß sind. Aber selbst ich käme nicht auf die Idee, das für BDSM-Beziehungen tun zu wollen. 

Ich würde ja sagen, dass der Vergleich mit Kochen besser passt, als mit Wissenschaft: und dann gibt man noch etwas von diesem und jenem dazu und lässt es sich schmecken. 

Vor 6 Minuten , schrieb SM-Art-5-GG:

Homosexualität würde als Beispiel gewählt, weil es zeigt, wie ein Tabuthema - auch durch Wissenschaft - mehr gesellschaftliche Anerkennung fand. Mehr eigentlich nicht. 

 

Hmm meinst du durch Wissenschaft gehen Menschen toleranter damit um? Da würde ich dir widersprechen

vor 6 Minuten, schrieb Teaspoon:

Aber BDSM als Wissenschaft zu betrachten, mit Definitionen und Regeln, an die sich jeder halten soll, ist Unsinn. 

Das wollte hier gerade auch niemand.

Zugegeben, anderswo kommt immer mal jemand mit dem großen schwarzen Buch.

vor einer Stunde, schrieb Rosenrot82:

Vorallem möchte der TE ganz bestimmt, die Vereinheitlichung von 24/7 in D/s Dynamiken,  das läßt ihm keine Ruhe.

Und das weißt du  ja auch so ganz genau weil du ihn ja auch so gut kennst👌🤣

Wenn ihr auch an Zahlen und Statistiken interessiert seid- das ist ja auch wissenschaftsnahe, dann darf ich euch auf Aella aufmerksam machen – interessante Frau!
Besonders ihre Statistik «fetish tabooness and popularity v3.» ist sehr interessant(insbesondere weil sie ein extrem grosses Sample hat)!
Stöbern lohnt sich, es gibt noch mehr interessante Statistiken und Auswertungen…
aella . substack. com.

Was wohl die KI sagt, wenn man nach Studien zu den oben genannten Fragestellungen der KI fragt?

 

„Ja, zu fast allen Ihren Fragen existiert eine fundierte wissenschaftliche Datenlage, wobei sich die Forschung in den letzten 20 Jahren stark von einer pathologisierenden hin zu einer soziopsychologischen Perspektive gewandelt hat.“

 
Und da hat sie tatsächlich recht: Die Wissenschaft interessiert sich. Für so ziemlich alles, auch BDSM. Sie bedient sich dabei ihrer eigenen Sichtweisen und Methoden und bedient sich an den Fachbegriffen der entsprechenden wissenschaftlichen Fachrichtungen.
 
Wie so vieles im Gebiet der Psychologie und Soziologie geht es dabei um Spektren, unscharfe Bereiche. Eine genaue Abgrenzung wird man so vergeblich suchen, wie eine genormte Schmerzskala. Die Fragestellungen sind eher „Warum tendieren manche Menschen dazu, für sich oder andere negativ notierte Titel zu verwenden?“ statt „Was genau macht eine Sklavin aus?“
 
Die wissenschaftliche Herangehensweise ist sicherlich interessant, um BDSM „von außen“ zu verstehen. Wenn man unerfahren auf dem Gebiet ist und die in der Szene üblichen Gebräuche kennenlernen möchte, wäre es sinnvoll, sich mit möglichst vielen anderen Personen in der Szene offen auszutauschen, also nicht nur Legitimation für die eigene Sicht zu verlangen, sondern zu reflektieren und zu überdenken.

 

×
×
  • Neu erstellen...