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Vor dem Küssen fragen


si****

Empfohlener Beitrag

vor 18 Minuten, schrieb Igel:

Also noch mal zum ET zurück und zur Frage darin: 

ich sehe die Welt mit meinen Augen und einem etwas anders verschaltetem Hirn dahinter. Und dann gibt es ja noch das Gegenüber, dessen Hirn, dessen Selbstwahrnehmung und dessen angelernte Kultur-Techniken ja auch von der meinigen abweichen kann. Und da kann das nette Fragen doch wirklich nicht schaden! Oder eine nette Abwandlung, wie: "Ich werde dich jetzt küssen, noch kannst du weglaufen!" oder ähnliches.

Also ich bleib dabei, räume aber ein, dass es hin und wieder Menschen gibt, die da mit ihrer Fremdwahrnehmung so gut aufgestellt sind, dass sie meinen, keine Fehler zu machen. Also: nur zu!

Du bist dir deiner Außenwahrnehmung immer bewusst? Ich sag nur "dumme Menschen" klingelt da was?  Und Fehler eingestehen? 

Einfach mal im Forum suchen. 

(bearbeitet)
vor 2 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Ifinde das symptomatisch für die Gefühlskälte Die ich an anderer Stelle schon beschrieb; - 

Ist das dein Ernst; - man darf nicht über Küssen und Konsens diskutieren als erwachsener Mensch wenn man kein halbes Psychologiestudium hat? 

Verstehe ich das richtig? 

Es wäre immerhin ein interessanter Diskurs ... ;) 

Jeder gute Pokerspieler weiß dass deine Behauptung nicht stimmt. Wie sehr man seine Ausstrahlung bewusst steuern kann ist abhängig vom Grad der Selbstreflektion. Das ist die eine Sache. 

Die andere Sache ist dass einem Ausstrahlung gar nichts hilft, wenn man durch eine (unnötige) Frage die falschen Signale gibt und dabei dusseliger Weise vielleicht sogar den magischen Augenblick versaut. 

 

Die Frage wurde ja schon gestellt; - Du kannst niemanden küssen auf 2 Meter Entfernung. Und wenn man dann auf der lauschigen Bank sitzt und eh schon aneinander rum fummelt, dann frage ich mich wo ist die Empathie geblieben? 

 

Genau das braucht es doch! 

Und da kannst Du 1000 exzellente psychologische Abhandlungen gelesen haben, bist Mr. Brain spezial, aber trotzdem emotional immer noch dumm und unsicher. Theorie und Praxis ... 

Was mir zu denken gibt ist wenn ich mal mit einer Kundin so richtig nett flirtete ... ich bin dann auch nicht sparsam, soll ja Spaß machen; - dann ist es mir schon zu oft passiert dass sich die Damen bei mir bedankt haben für den Spaß, es gäbe nicht mehr viele Männer mit Denen das ginge, weil Die gleich alle sonst was dabei denken ... uff ... dabei war es nur Spaß ... 

Wie gesagt zu oft für Einzelfälle, da muss schon was dran sein, wenn man unisono öfter das Gleiche hört. Ist natürlich nett für mein Ego und auf der anderen Seite frage ich mich was ist los in der Männerwelt; - gibt es nur noch Extreme? 

Die Super-Ego-Machos ohne Empathie und die eingeschüchterten Männer Die einen harmlosen Flirt bereits als misogynen Übergriff verachten; - oder gibt es noch was dazwischen? 

Und wenn, wo sind Sie? 

Und wo ist die Empathie geblieben? 

 

Fragen über Fragen ... 

 

 

Sage es dir ungern. Nur ein unentschieden. Ihr habt beide recht. Nur du beleuchtest es aufgrund der praktischen Lebenserfahrung. Ein anderer sehr theoretisch. 😂

Ich finde euren Schlagabtausch bereichernd: theoretisch macht er dich platt, praktisch nicht. 

bearbeitet von HirnHerzHumor
vor einer Stunde, schrieb Igel:

Und da kann das nette Fragen doch wirklich nicht schaden! 

Nein, aus meiner Sicht schadet ein Fragen ganz bestimmt nicht. 

Reizvoller wäre dennoch mich zappeln zu lassen. 🥰

vor einer Stunde, schrieb Igel:

Also ich bleib dabei, räume aber ein, dass es hin und wieder Menschen gibt, die da mit ihrer Fremdwahrnehmung so gut aufgestellt sind, dass sie meinen, keine Fehler zu machen. Also: nur zu!

Wer sagt denn, das Menschen keine Fehler machen dürfen?

Ich habe so einige Dinge in meinem Leben falsch gemacht oder besser gesagt, nicht so optimal umgesetzt. Was aber für mich dabei von Bedeutung ist, wie ich durch diese Fehler gewachsen bin.

Keine andere Person hätte mir diese Lektionen besser beibringen können, als mein dümmeres Ich davor.

 

Und ich glaube, du wirst mir beipflichten, dass der junge TE noch so manche Fehler in seinem kündigen Leben machen wird, darf und vor allem auch soll. Oder möchtest du ihn davor bewahren, durch sich selbst zu wachsen und eigenständig reifer zu werden?

vor 2 Stunden, schrieb Silky:

Bitte hilf mir zu verstehen, was das mit geschlossenen Augen zu tun hat?

Nichts wirklich; - Der eine besteht auf Augen zu, der Nächste mag es nicht so feucht ... ;) 

vor 2 Stunden, schrieb Silky:

Du wirst den Kussmund deiner Liebsten doch nicht einfach so verlieren, wenn du erstmal angedockt hast? 

Ähem ... mitnichten ... aber auch beim Küssen kann es von Vorteil sein zu sehen wo meine Finger gerade genau sind weil eine gewisse Präzision gefordert wird, - quasi das wachsame Auge auf meine Finger ... ich will das nicht weiter ausführen .... ;) 

vor 2 Stunden, schrieb Silky:

Das kratzt ganz nah an Kinkshaming. ☝️

Sag bloß, du hast dir noch nie meine Vorlieben angeschaut. 😉👅🥰

Doch schon, aber von Gesicht ablecken fand ich da nichts ;) 

Vor 3 Stunden, schrieb Silky:

Das kratzt ganz nah an Kinkshaming. ☝️

Sag bloß, du hast dir noch nie meine Vorlieben angeschaut. 😉👅🥰

Finde ich auch nicht, diesen Punkt, unter Vorlieben.
Jedoch mag ich aus besagten Gründen, lieber ungeschminkt und unparfümierte Frauen.
.
Ach und die sollte es wollen, besser noch verlangen 😜

vor 2 Minuten, schrieb JaN1na:

Finde ich auch nicht, diesen Punkt, unter Vorlieben

Weil ihr Männer zu versaut denkt. 😇😁

(bearbeitet)
vor 5 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Ich finde das symptomatisch für die Gefühlskälte Die ich an anderer Stelle schon beschrieb; - 

Ist das dein Ernst; - man darf nicht über Küssen und Konsens diskutieren als erwachsener Mensch wenn man kein halbes Psychologiestudium hat? 

Verstehe ich das richtig? 

Nein, das hast du falsch verstanden. Ich will lediglich die Diskussion mit Alexiel_Mistress nicht weiterführen. Das hatte ich eigentlich mit dem Satz "Ich klinke mich jedenfalls an dieser Stelle aus der Diskussion mit dir aus, weil diese offenbar fruchtlos ist und unser beider Zeit vergeudet." ziemlich eindeutig ausgedrückt. Schließlich spreche ich sie damit ja direkt an. 

Warum ich die Diskussion mit ihr  nicht weiterführen möchte, liegt unter anderem an Aussagen wie "das Unterbewusstsein ist instinktiv" oder "Das Unterbewusstsein ist wenigstens ehrlich und nicht einstudiert". Auch das hatte ich in meinem Beitrag geschrieben: "Ich möchte nicht auch noch erklären müssen, warum das Unterbewusstsein nicht instinktiv ist oder warum die Ausstrahlung eines Menschen zwar großteils unbewusst gesteuert wird, mit den Instinkten aber nur sekundären zu tun hat." Damit beziehe ich mich sehr klar auf ihre Aussagen und nicht auf das Thema hier im Gesamten.

Vielleicht würde es ja helfen, wenn meine Beiträge nicht einfach nur überflogen sondern vollständig und in ihrem Zusammenhang gelesen würden. Auch meine Aussage "Wir können die Diskussion gern dann weiterführen, wenn du dich zumindest grundlegend mit der Psyche des Menschen, seinen Instinkten und seinen Wahrnehmungen beschäftigt hast." bezog sich nicht auf das Thema als ganzes sondern auf die Diskussion zwischen Alexiel_Mistress und mir.

Alexiel_Mistress Aussagen haben mir gezeigt, dass ich erstmal die Begriffe, die sie selbst verwendet (Unterbewusstsein und Instinkte), erklären müsste, um ihr verständlich machen zu können, warum Selbstbeobachtung mittels Spiegel hilfreich sein kann, um die eigene Körperwahrnehmung zu trainieren, warum ihre Feststellung "Du nimmst dich anders wahr als dein gegenüber" dafür gar keine Rolle spielt oder warum es dabei eben nicht um das Einstudieren von Verhaltensweisen oder Schauspielerei geht, wie sie es die ganze Zeit interpretiert.

Auch ich bin bei weitem kein Experte für zwischenmenschliche Kommunikation, weswegen ich in meinem ersten Beitrag gleich am Anfang darauf hinwies, dass ich von meiner eigenen Sichtweise und meinen eigenen Erfahrungen spreche. Ich habe mich allerdings, aus eigenem Interesse und um bspw. Risiken bei Praktiken wie Erniedrigung zu vermeiden, mit einigen Teilgebieten der Psychologie, der Verhaltensforschung und mit Self-Awareness etwas befasst. Natürlich fließt das Wissen, das ich mir dabei angeeignet habe, in meine Sichtweise mit ein. Das lässt sich nicht vermeiden. Schließlich werden unser aller individuellen Sichtweisen und wie wir die Welt wahrnehmen durch unsere Erfahrungen und unser Wissen geprägt, so also auch bei mir. 

Dass Instinkte und Unterbewusstsein zwei verschiedene Dinge sind und was man darunter versteht,  habe ich jedoch bereits in der Schule im Bio-Unterricht gelernt. Und wenn jemand diese Begriffe verwendet, um mit mir zu argumentieren, sollte diese Person wenigstens wissen, was sie bedeuten. Instinkte sind immer angeboren, automatisch und evolutionsbedingt. Das Unterbewusstsein hat zwar instinktive Anteile, d.h. durch Instinkte ausgelöste Handlungen werden unbewusst gestartet und, sofern wir nicht mit unserem Bewusstsein eingreifen, auch unbewusst gesteuert. Außerdem können Instinkte durch unbewusste Wahrnehmungen ausgelöst werden. Ansonsten besteht das Unterbewusstsein aber überwiegend aus erlernten, erfahrungsbasierten und kulturell geprägten Prozessen. Wenn man also weiß, was Instinkte und Unterbewusstsein sind, muss man nun wirklich nicht "Mr. Brain" sein oder "1000 exzellente psychologische Abhandlungen gelesen haben", um die oben zitierten Aussagen von Alexiel_Mistress als grundlegend falsch zu erkennen.

Das Unterbewusstsein ist eben alles andere als ehrlich. Das kann man bspw. bei traumatisierten Menschen sehr gut beobachten, deren Unterbewusstsein ihnen immer wieder die traumatische Situation vorspielt, obwohl diese bereits längst nicht mehr existiert. Kindheitsängste bspw. wirken im Unterbewusstsein oft sehr subtil auf unser Verhalten, wenn wir diese Ängste nicht aktiv durch Therapien o.ä. ins Bewusstsein holen und dort auflösen. Das geht sogar soweit, dass unser gesamtes Bindungsverhalten durch Erfahrungen aus unserer Kindheit beeinflusst wird, an die wir uns nichtmal mehr erinnern können. Und wer kennt nicht das Gefühl, plötzlich Appetit zu bekommen, wenn etwas lecker riecht, selbst wenn wir eigentlich ausreichend gesättigt sind. Und das sind nur ein paar Beispiele für Prozesse, die im Unterbewusstsein ablaufen. 

Auch kann das Unterbewusstsein nicht instinktiv sein, weil die Prozesse darin weder angeboren noch evolutionsbedingt sind, sondern sich erst im Laufe unseres Lebens ausbilden. Selbst durch Instinkte ausgelöste Handlungen, die vom Unterbewusstsein übernommen und gesteuert werden, müssen wir erstmal lernen. Ohne Fortbewegung zu lernen, könnten wir bspw. nicht flüchten.

Da ich nicht Alexiel_Mistress' Sub bin, auf dessen Zeit sie gern Anspruch erheben darf, bestimme ich selbst darüber, worin ich meine Zeit und Energie investieren möchte. Und ich habe einfach entschieden, dass ich meine Zeit nicht damit verbringen möchte, ihr Begriffe zu erklären, die sie falsch verwendet, oder ihr Wissen zu vermitteln, dass sie sich in jeder Bibliothek, bei Wikipedia oder mit Hilfe von ChatGPT selbst aneignen kann, nur damit sie meinen Beitrag richtig versteht. 

Kurzum: Es ging mir keineswegs darum, dass man sich hier nicht über Küssen und Consens unterhalten dürfe, sondern einzig und allein darum, dass ich die Diskussion mit Alexiel_Mistress zu meinem Beitrag nicht weiterführen möchte, bevor sie sich nicht wenigstens darüber informiert, was die Wörter bedeuten, die sie verwendet. 

Um auf deine anderen Anmerkungen noch kurz einzugehen: Wenn du meinen ersten Beitrag in diesem Thread aufmerksam gelesen hast, sind dir darin vielleicht auch Aussagen von mir aufgefallen, wie z.B. "Natürlich gibt es auch Situationen, wo es keines Wortes bedarf." Meine Grundaussage zum Thema Consens war: Ich finde es wichtig, dass vor einem Kuss ein Consens hergestellt wird. Dies kann auf verschiedene Weisen geschehen. Nonverbale Kommunikation ist dabei allerdings sehr anfällig für Missverständnisse, die man mit einer verbalen Kommunikation zumeist vermeiden kann. Wenn du dort rein interpretierst, dass nonverbale Kommunikation nicht genutzt werden soll oder darf, dann ist das deine Sichtweise, aber nicht meine Aussage.

Ich denke aber, viele Frauen haben bereits die Erfahrung gemacht, dass ein einfaches Nett-sein ihrerseits, von Männern gern mal als Flirten missverstanden wird, was ein gutes Beispiel für missverstandene nonverbale Kommunikation ist. Insgesamt wächst in unserer Gesellschaft aktuell die Awareness dafür, wie häufig Männer noch immer einen Consens einfach annehmen und aufgrund dessen dann übergriffig gegenüber Frauen handeln. Aus dieser Awareness heraus etablieren sich in unserer Gesellschaft gerade neue Grundsätze für sexuelle Selbstbestimmung (bspw. "Nein heißt nein!"). Diese fließen auch nach und nach in gesellschaftliche Steuerungsmechanismen, wie z.B. das Strafrecht, ein. In Teilen der Gesellschaft führt das dazu, dass nach Wegen gesucht wird, wie der im Strafrecht geforderte "erkennbare Wille eines Dritten" möglichst für jeden unmissverständlich ausgedrückt bzw. erkannt werden kann. Und jene Teile der Gesellschaft, die sich damit beschäftigen, haben ebenfalls festgestellt, dass nonverbale Kommunikation eben nicht für jeden funktioniert und nicht immer eindeutig ist. Deswegen weisen sie in Consens-Workshops darauf hin, dass ein verbaler Consens zu bevorzugen ist, um Eindeutigkeit herzustellen.

Das hat auch wenig damit zu tun, ob Männer nun emphatisch sind oder nicht. Unsere Gesellschaft ist einfach sehr vielschichtig. Es gibt da Leute wie dich, die Situationen und Menschen gut einschätzen können. Aber es gibt eben auch viele Menschen, die das weniger oder sogar gar nicht können, deren nonverbale Signale ungewöhnlich sind oder denen es schwer fällt, ihre eigenen Grenzen zu wahren. Man schaue sich dabei zum Beispiel einfach mal neurodivergente oder traumatisierte Menschen. Hinzu kommen immer mehr unterschiedliche kulturelle und religiöse Prägungen, die sich auch auf das Verhalten von Menschen auswirken.

Jeder muss für sich selbst seinen Weg finden, wie der Consens hergestellt und der mittlerweile vom Gesetz geforderte "erkennbare Wille eines Dritten" kommuniziert werden kann, bevor intime Handlungen erfolgen. Dir will also niemand das Flirten verbieten. Und soweit ich weiß, will auch niemand nonverbale ausgedrückten Consens verbieten. Die Gesellschaft sucht einfach nur nach Wegen, dass die sexuelle Selbstbestimmung eines jeden zukünftig besser gewahrt wird. Frauen sollen besser vor übergriffigen Handlungen durch Männer geschützt werden. Für neurodivergente Menschen, von denen einige Probleme mit der Interpretation nonverbaler Signale haben, muss das auch funktionieren. Traumatisierte Menschen sollen vor Retraumatisierung durch ungewollte Annäherungen geschützt werden. Die Hilflosigkeit gelähmter Menschen soll nicht ausgenutzt werden können. usw. Dabei probiert die Gesellschaft verschiedene Möglichkeiten und Wege aus. Manche davon werden sich im zwischenmenschlichen Miteinander etablieren, andere verschwinden mit der Zeit wieder. Das sind ganz normale Entwicklungsprozesse, wenn sich gesellschaftliche Ordnungen verändern. Bisher zeigt sich jedenfalls, dass ein verbal ausgesprochener Consens in der Breite der Gesellschaft wesentlich zuverlässiger ist, d.h. für wesentlich mehr Personengruppen funktioniert, als nonverbale Signale. 

bearbeitet von Theoten
Vor 3 Minuten , schrieb Silky:

Weil ihr Männer zu versaut denkt. 😇😁

Was ist den an Wangen oder der Stirn so versaut...ich glaube ich stehe auf dem Schlauch 🤣

vor 4 Minuten, schrieb JaN1na:

Jedoch mag ich aus besagten Gründen, lieber ungeschminkt und unparfümierte Frauen

Ist bei mir tatsächlich nicht nur bei Frauen so.

Willst du dass mir richtig übel wird, dann sei reichlich mit Parfum eingeschmiert. 

🤢

Vor 9 Stunden, schrieb Theoten:

Auch unbewusste Unsicherheiten können dazu führen, dass sich das Verhalten von Menschen in bestimmten Situationen ändert. Das was der TE eingangs berichtet, scheint genau sowas zu sein.

Generell wird er ja offenbar als dominant wahrgenommen. Wenn er jedoch verbal nach einem Consent für einen Kuss fragt, wird er hingegen als weniger dominant wahrgenommen.

Ob jemand als dominant wahrgenommen wird oder nicht und in welcher Intensität, wird aber nunmal in erster Linie durch Verhalten, Auftreten und nonverbale Signale dieser Person bestimmt. Das lehrt uns die Verhaltensforschung ind die Psychologie. Was wir als „dominante Ausstrahlung“ wahrnehmen, besteht in Wahrheit aus einer Vielzahl nonverbaler Signale (Blick, Körperhaltung, Stimmlage etc.), die wir mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen. Wir haben schließlich kein extra Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Dominanz. Wenn wir jemanden als dominant wahrnehmen, fügt unser Gehirn also lediglich die empfangenen Wahrnehmungen, die unsere Sinnesorgane aufnehmen, zusammen und interpretiert sie entsprechend unserer Prägungen und Erfahrungen.

Wenn die Frage nach einem Consent für einen Kuss also dazu führt, dass die „dominante Ausstrahlung“ des TE in dem Moment nachlässt oder weg ist, muss somit eine Veränderung seines Verhaltens und/oder seiner nonverbalen Signale erfolgen. Sonst würde sich seine dominante Ausstrahlung in der Wahrnehmung seines Gegenübers ja nicht ändern.

Offenbar sind dieser Veränderungen aber subtil genug, so dass der TE sie selbst nicht bewusst wahrnimmt. Und wie ich bereits schrieb, können bereits kleinste Veränderungen in der Stimme, im Blick, in der Körperhaltung etc. dazu führen, dass jemand als weniger dominant wahrgenommen wird. Auch das wissen wir aus der Psychologie und der Verhaltensforschung.

Wenn der TE also mehr Wahrnehmung für seinen eigenen Körper entwickelt, und dafür sind Übungen vor einem Spiegel nachweislich gut geeignet, kann er diese kleinen Veränderungen selbst erkennen und damit mehr Bewusstsein für seinen Körper und seine Aussenwirkung entwickeln. Das versetzt ihn in die Lage, in dem Moment, in dem eine Änderung seines Verhaltens oder seiner nonverbalen Signale stattfindet, diese selbst zu erkennen. Er kann dann aktiv in sich selbst reinhorchen, um einen möglicherweise unbewusst ablaufenden Prozess, der diese Änderung verursacht, in sein Bewusstsein zu holen. Ist der Prozess erstmal im Bewusstsein, kann er daran arbeiten, diesen (offenbar ja unerwünschten) Prozess aufzulösen.

Es geht hier also absolut nicht darum, irgendwas einzustudieren, sich zu verstellen oder ähnliches. Es geht darum, mehr Bewusstsein für sich selbst aufzubauen. Das habe ich nun bereits mehrfach gesagt. Ich weiß nicht, ob du es nicht verstehen kannst oder nicht verstehen möchtest.

Ich klinke mich jedenfalls an dieser Stelle aus der Diskussion mit dir aus, weil diese offenbar fruchtlos ist und unser beider Zeit vergeudet. Meine Zeit ist mir jedenfalls zu wertvoll, als dass ich sie mit unnötigen Diskussionen im Internet verbringen möchte. Ich wollte dem TE lediglich meine Perspektive auf seine Frage mitgeben. Was er daraus für sich mitnimmt oder auch nicht, ist ihm überlassen. Was du dazu denkst, ist dir überlassen.

Wir können die Diskussion gern dann weiterführen, wenn du dich zumindest grundlegend mit der Psyche des Menschen, seinen Instinkten und seinen Wahrnehmungen beschäftigt hast. Ich möchte nicht auch noch erklären müssen, warum das Unterbewusstsein nicht instinktiv ist oder warum die Ausstrahlung eines Menschen zwar großteils unbewusst gesteuert wird, mit den Instinkten aber nur sekundären zu tun hat. Darüber wurden ganze Lehrbücher geschrieben, die ich hier nicht ins Forum abtippen möchte. Du findest sie in jeder gut geführten Bibliothek.

?
Du schreibst selbst dass es sekundär mitwirkt...und deine Instinkte sind halt auch deine
?
Was ist jetzt mit meiner Zeit für die Wall of Text des nichts?

(bearbeitet)

Küssen ohne BDSM-Kontext: Also früher hat man sich keine Gedanken über Konsens gemacht. Zumindest in meiner Zeit. Es wurde einfach gemacht, weil der Moment passte. Eine Frage hätte diesen Moment zerstören können. Und wer nicht wollte, hatte in den meisten Fällen immer genug Zeit auszuweichen und falls nicht... die meisten wurden deshalb nicht traumatisiert. Mir ist bewusst, dass es traumatisierte Menschen gibt, die von einem Kuss getriggert werden können. Aber ich finde, man kann nicht jeden Menschen nun mit doppelt wattierten Samthandschuhen anfassen. So gesehen müsste man schon bei jeder kleinsten Berührung um Erlaubnis bitten oder alle Handlungen vorher ankündigen. Ich halte das für übertrieben. Ich habe selbst Traumata erlebt und weiß wie Triggeranfällig man sein kann. Trotzdem wollte ich nie, dass man nun übervorsichtig mit mir umgeht. Hatte ich Interesse an einem Menschen und Küssen wäre ein Trigger gewesen, hätte ich dies so früh wie möglich kommuniziert.

Mich hatte noch nie ein Mann um Erlaubnis gefragt. Er hat es einfach gemacht. Es hätte eher den Moment zerstört, wenn er gefragt hätte. Als Kind hingegen, wurde ich tatsächlich von meiner Kinder"liebe" gefragt. Meine Antwort war "Nein". Warum? Weil er gefragt und ich deshalb keine Lust mehr darauf hatte. Ich war genervt und fragte mich warum er sich nicht einfach den Kuss genommen hatte. So kam es nie zu einem Kuss, leider.

Ich hingegen hatte als Kind einen Mitschüler den ich ganz süß fand, einfach einen Kuss auf den Mund gegeben und das vor meiner  Schwester. Der Junge ist vor positiven Überraschung umgefallen. 😁 Meine Schwester fand mein Verhalten mutig und lustig. Und nein, den Jungen habe ich nicht traumatisiert. 🤭 

Küssen mit BDSM-Kontext: In der Hinsicht sehe ich es etwas anders. Auch hier, finde ich um Erlaubnis fragen Quatsch, gerade als dominanter Part. Aber ich weiß, dass viele auch eine offene Beziehung führen und BDSM anderweitig ausleben. Es gibt dann vielleicht gewisse Regeln, dass Küsse auf dem Mund zum Beispiel Tabu sind. Und wenn man selbst um die Regeln weiß, finde ich es extrem wichtig, dies schon gleich anzusprechen. Am besten beim ersten Kennlerngespräch, damit es eben nicht zu bösen Überraschungen kommt. So muss dann auch niemand um Erlaubnis fragen, außer vielleicht trotzdem der passiven Part, um nicht gleich eine Strafe zu kassieren. (Meine letzten Worte muss man nicht ganz ernst nehmen... 🤭)

bearbeitet von slavejaykay
vor 2 Stunden, schrieb Silky:

Wer sagt denn, das Menschen keine Fehler machen dürfen?

Ich habe so einige Dinge in meinem Leben falsch gemacht oder besser gesagt, nicht so optimal umgesetzt. Was aber für mich dabei von Bedeutung ist, wie ich durch diese Fehler gewachsen bin.

Keine andere Person hätte mir diese Lektionen besser beibringen können, als mein dümmeres Ich davor.

Und ich glaube, du wirst mir beipflichten, dass der junge TE noch so manche Fehler in seinem kündigen Leben machen wird, darf und vor allem auch soll. Oder möchtest du ihn davor bewahren, durch sich selbst zu wachsen und eigenständig reifer zu werden?

Nee, klar, jeder hat das Recht, seine eigenen Fehler zu machen! Ich habe ja nur von mir gesprochen, wenn es anders gewirkt hat: sorry, war nicht so gemeint. Aber Du hast ja recht, Fehlermachen schult - und das will ich keinem absprechen.

Also: war nur MEINE Meinung für MICH und MEIN Leben. Also mein echtes Leben, nicht das vom 🦔.

vor 4 Stunden, schrieb HirnHerzHumor:

Du bist dir deiner Außenwahrnehmung immer bewusst? Ich sag nur "dumme Menschen" klingelt da was?  Und Fehler eingestehen? 
Einfach mal im Forum suchen. 

@HHH: Du weißt, dass ich Deine Beiträge nicht mehr lese - oder nur noch ganz selten. Und auch nicht mehr ernst nehmen kann. Kannst Dein Besserwissen ruhig für Dich behalten. 

vor einer Stunde, schrieb Theoten:

Vielleicht würde es ja helfen, wenn meine Beiträge nicht einfach nur überflogen sondern vollständig und in ihrem Zusammenhang gelesen würden.

Sorry, aber dafür ist mir gerade dieser Beitrag zu lang, zu unübersichtlich, Textwand. Aber das, was ich gelesen habe (und verstehen konnte), fand ich gut. 

jack@jackXjacqueline:

@slavejaykay Das hast du schön zusammengefasst. Ich komme, wie du weißt, aus dem Staunen über die heutige Zeit auch nicht mehr heraus, weil ich noch Zeiten erlebt habe, in denen niemand meiner Mitmenschen auch nur im Entferntesten auf die Idee gekommen wäre, darüber nachzudenken oder den Umstand eines spontanen Kusses überzuinterpretieren. Die Menschen waren aus meiner Sicht damals mutiger, selbstbewusster und gefestigter. Heute habe ich den Eindruck, dass das Denken und Handeln von vielen Menschen nur noch von Angst, Vermeidung und Unsicherheit bestimmt ist. Angst davor, etwas falsch oder einen Fehler zu machen. Und aus Angst vor dem potentiell Schlechten vermeidet man das Gute. Ich finde diese Entwicklung ehrlich gesagt sehr traurig, wüsste aber auch nicht, wie man den Menschen wieder mehr Mut machen und ihnen ihre Angst nehmen könnte. Vermutlich müssten viele gesellschaftliche Realitäten und Traumata, die in den letzten Jahren entstanden sind und ausgeblendet werden, erst mal angenommen werden.

Also ja, ich habe mir meinen Mut bewahrt und werde auch heute noch jederzeit das Risiko eingehen, eine Frau spontan zu küssen wenn ich den Eindruck habe, dass es in diesem Moment das Richtige ist und sie mir zugeneigt ist. Natürlich kann man einen Fehler machen, aber das gehört zum Menschsein eben dazu. Das Leben ist nicht frei von Risiko. Und wer bereits durch einen simplen Kuss traumatisiert werden kann, muss psychisch schon sehr instabil sein und aufgrund meiner eigenen Erfahrung mit solchen Menschen bin ich mir sicher, dass ich das schon sehr viel früher an anderem Verhalten erkenne und allein aufgrunddessen eine gewisse Distanz wahre.

vor einer Stunde, schrieb jackXjacqueline:

jack@jackXjacqueline:

@slavejaykay Das hast du schön zusammengefasst. Ich komme, wie du weißt, aus dem Staunen über die heutige Zeit auch nicht mehr heraus, weil ich noch Zeiten erlebt habe, in denen niemand meiner Mitmenschen auch nur im Entferntesten auf die Idee gekommen wäre, darüber nachzudenken oder den Umstand eines spontanen Kusses überzuinterpretieren. Die Menschen waren aus meiner Sicht damals mutiger, selbstbewusster und gefestigter. Heute habe ich den Eindruck, dass das Denken und Handeln von vielen Menschen nur noch von Angst, Vermeidung und Unsicherheit bestimmt ist. Angst davor, etwas falsch oder einen Fehler zu machen. Und aus Angst vor dem potentiell Schlechten vermeidet man das Gute. Ich finde diese Entwicklung ehrlich gesagt sehr traurig, wüsste aber auch nicht, wie man den Menschen wieder mehr Mut machen und ihnen ihre Angst nehmen könnte. Vermutlich müssten viele gesellschaftliche Realitäten und Traumata, die in den letzten Jahren entstanden sind und ausgeblendet werden, erst mal angenommen werden.

Also ja, ich habe mir meinen Mut bewahrt und werde auch heute noch jederzeit das Risiko eingehen, eine Frau spontan zu küssen wenn ich den Eindruck habe, dass es in diesem Moment das Richtige ist und sie mir zugeneigt ist. Natürlich kann man einen Fehler machen, aber das gehört zum Menschsein eben dazu. Das Leben ist nicht frei von Risiko. Und wer bereits durch einen simplen Kuss traumatisiert werden kann, muss psychisch schon sehr instabil sein und aufgrund meiner eigenen Erfahrung mit solchen Menschen bin ich mir sicher, dass ich das schon sehr viel früher an anderem Verhalten erkenne und allein aufgrunddessen eine gewisse Distanz wahre.

du bist scho nice!   jaqui-  gute wahl getroffen, denk! ;) 

(bearbeitet)
vor einer Stunde, schrieb towel:

du bist scho nice!   jaqui-  gute wahl getroffen, denk! ;) 

Ja, das habe ich in der Tat! 🤭

bearbeitet von slavejaykay
(bearbeitet)
vor 8 Stunden, schrieb CheshireWitch:

Das zeugt nicht von weniger Dominanz. Ein guter Dom fragt lieber einmal zu viel , als einmal zu wenig - letzteres wäre fatal.

 

Viele Männer sollten besser vorher mal fragen , da fehlt jegliches Gespür und Verständnis, ob Konsens besteht 

 

 

bearbeitet von Metalhead1841
(bearbeitet)

 

Am 9.1.2026 at 10:41, schrieb kinky_curvy_sub:

Ja. Ob verbal oder nonverbal, direkt vorher oder weit vorher (z.B. beim Abgleich der Neigungen/ Grenzen) kommt auf die Situation an. Selbst wer grundsätzlich gerne küsst, küsst nicht jeden immer gleich gern oder manchen mag man trotz allem überhaupt gar nicht 

 

bearbeitet von Metalhead1841

Ich bin der Meinung eher nicht  fragen normalerweise spüren beide wenn der richtige Moment dafür ist 

Im Te geht es um Events? Wo man die Leute vielleicht das erste Mal sieht. Die Stimmung sexuell aufgeladen ist etc… mal im ernst bei längerfristigen Geschichten oder andere Situationen Frage ich auch nicht. In der Situation aber bitte nicht. Wenn das wer mag Oki bitte. Genug offtopic von meiner Seite . Zur Frage:“ nein finde ich nicht“

 

Laut ET geht es dem TE um Feedback, welches er im Rahmen von Workshops/ Festivals erhalten hat. Also scheint es ihm um den BDSM- Kontext zu gehen, nicht um romantische Liebe. Nun werden einige hier als gefühlskalt abgestempelt, eben weil sie sich nur auf den BDSM- Kontext beziehen. Ich hab die Frage auch so betrachtet. Also vor Beginn der einmaligen Session oder vor Eingang einer reinen "Spielbeziehung". Bin also immer noch bei JA, bitte Konsens herstellen und Nein, die Dominanz ginge aus meiner Sicht nicht verloren. 

Auf romantischer Ebene hat sich der Konsens bisher immer von ganz allein ergeben.

Ich hätte ja jetzt gerne mal ein Feedback vom TE, wie seine Frage gemeint war und ob und was er aus der Diskussion mitnehmen konnte. 

vor 10 Stunden, schrieb Druide-Jo:

... der Nächste mag es nicht so feucht ... ;) 

Was auf dich, meiner Meinung nach, nicht zutreffen kann. 🤭

vor 10 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Ähem ... mitnichten ... aber auch beim Küssen kann es von Vorteil sein zu sehen wo meine Finger gerade genau sind weil eine gewisse Präzision gefordert wird, - quasi das wachsame Auge auf meine Finger ... ich will das nicht weiter ausführen .... ;) 

Mist, jetzt bin ich neugierig. 🙇🏼‍♀️

vor 10 Stunden, schrieb Druide-Jo:

Doch schon, aber von Gesicht ablecken fand ich da nichts ;) 

Diese 'Vorliebe' muss sich auch nicht auf eine Körperregion beschränken. 😉 Wenn, dann würde ich vielleicht eher bestimmte Regionen ausschließen. 😬🫣

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