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SadoMaso neu definiert


Dom_76

Empfohlener Beitrag

Be_Devereaux
(bearbeitet)

De Sade hat mit unserem modernen Sadismus beileibe wenig zutun. Er ist der Namensgeber, ja. Aber das war's mittlerweile auch schon. Abgesehen von den damaligen gesellschaftlichen Konventionen, saß er nicht ganz zu unrecht im Knast und später im Irrenhaus. Ich mag M. de Sade echt gerne, ich liebe seine Bücher. Aber sein Sadismus hatte ganz andere Dimensionen. P. S. Auch Leo Sacher-Masoch hatte eine andere Vorstellung von Sadismus als wir heute.

bearbeitet von Be_Devereaux
Es fehlte etwas

Ich versteh die Frage nicht. Und hat Sacher-Masoch nicht die Sachertorte erfunden? 

 

Am 23.1.2026 at 08:28, schrieb DreamGirlYuki:

Ob was mit Sadismus zu tun hat?

Sadismus mit Marquis de Sade, der zumindest unstrittig der Namensgeber ist.

Am 23.1.2026 at 08:30, schrieb Arasjal:

Ob oben genanntes? Da ist nichts genannt..

Ob man es jetzt neu definieren sollte, weil manche/r sich von Marquis de Sade distanziert. 

Am 23.1.2026 at 08:46, schrieb SM-Art-5-GG:

Hatten wir das nicht gerade schon? 

 

Alphonse de Sade und BDSM 2026 - Online Munch und BDSM Stammtisch - Fetisch.de

https://share.google/5f62E6HedJTmdzwdc

Daraus genau ergab sich die Frage, ob man den eigenen Sadismus neu definieren sollte. Auch um nicht anzuecken. 

Am 23.1.2026 at 09:08, schrieb Seilfuchs:

@Dom_76 Welche Definition kennst du, wenn du in den Raum stellst, dass es "neu" definiert wurde? Welche Meinungen kennst du? Eventuell möchtest du mal mehr von deinen Gedanken Preis geben.

Das einzige was mir einfällt ist, dass es eine Generation gab, die SM nutzte / nutzt für BDSM, sprich SM war nicht nur Sadismus, Masochismus, Lustschmerz, emotionaler SM sondern auch D/s, Bondage, Petplay etc. In einem anderen Land soll selbst ein*e Dom*me als Sadist*in bezeichnet werden, trotz D/s Schwerpunkt, obs stimmt, weiß ich nicht.

Es gibt einige Menschen, die nutzen SM oftmals rein für sadistische / masochistische Konstellationen, wo ggf. kein Machtverhältnis existiert. D/s oder Bondage kann, muss aber nicht Teil davon sein. Sprich die Buchstaben werden aus den BDSM Kürzel entnommen.

Bemüht Mensch sich um die Suchmaschine kommt nebst "psychische Krankheit" auch wieder das raus, was via BDSM definiert wird. Denke paar Seiten weiter gibt's dann auch die reine "Schmerz in allen Facetten" Definition.

Ich möchte einfach nicht missverstanden werden,  auch unter Gleichgesinnten. Es scheint nun mal ein Trend zu sein, sich von Marquis de Sade und seinen Werken zu distanzieren. Warum sollte man sich von seinen Werken distanzieren?

Ich jedenfalls setze das in ES Gelesene von Stephen King ebenfalls nicht 1 zu 1 um und finde trotzdem Werk und Autor ziemlich genial.

Am 23.1.2026 at 10:01, schrieb Bratty_Lo:

Für mich hat sich da nie was "neu definiert". Mal unabhängig von de Sade. 

Natürlich ist das kein bdsm, aber es ging eben um Qualen. 

Für mich war SM immer genau das. Ich kann auch Schmerzen haben, wenn ich anal aufgezwungen werde, beim Vaginalsex kann das harte Stoßen an den Muttermund weh tun usw. 

Aber Schmerz in Reinform ist das alles für mich nicht. Wobei Sadisten sicher teilweise auch Sex nicht abgeneigt sind. 

Von der Kernsache her war und ist SM für mich eben schon immer ein Schmerz, der als Schmerz zugefügt wird und das auch die Intention ist. Kein Sex oder so. Schläge, Nadeln, Strom, Nippel oder Fußfolter, irgendwelche Quetschen und Pressen, Nagelbretter, Klammern, ach was es so gibt...😅👌 

Ich liebe es! Gestern hat mein Herr mich überrascht, wir hatten einen wunderbaren Abend, ich habe was Schönes gekocht... Aber sobald kam natürlich wieder sein Sadismus durch und einige Qualen an meinen Brüsten. Es schmerzt...😭 Eigentlich wollte ich schlafen und hatte aber Angst. Bin dann nochmal weg, als ich es noch konnte...😅 "Nicht so schreckhaft...", meinte er. Aber die Quälereien erregen mich ja auch. Dann kuschelnd einzuschlafen war auch beruhigend. 🥰 

Musste dann heute Morgen zur Arbeit und habe noch kurz nachdem ich weg war ein nettes bdsm Bildchen zur Einstimmung aufs Wochenende erhalten...👌☝ Und ich habe es schon gemerkt, er hätte am liebsten heute Morgen schon was gemacht...🤭 

Ja, SM spielt schon immer eine Rolle bei uns! Und es ist Wochenende! 😁 Bin total abgeknipst! 

Perfekt, das klingt nach einem Wochenende, wie ich es selbst auch präferiere. Viel Spaß!

Am 23.1.2026 at 10:06, schrieb Rosenrot82:

Psychischer Sadismus und psychischer Masochismus in einem geschützten Rahmen. Leid schweißt zusammen, in einer Tiefe, die die Liebe allein nie erreichen wird. Das erleben auf ganzer Bandbreite der Gefühle, die andere die dort wahrscheinlich ein Defizit in sich tragen, nicht nachempfinden können. Das wird dann schnell als "bösartig", "dumm" abgetitelt weil es nicht verstanden werden kann. Aus Unverständnis wird Angst, wird Hass und bedient man sich noch der gepflegten Ausdrucksweise, wird ganz schnell in die "kranke Ecke" verwiesen. 

Never ending Story! 

Ja, das ist das Traurige daran. Was andere nicht verstehen, gibt es nach ihrer Logik auch nicht. Oder sie verabscheuen, was sie nicht verstehen.  Dabei entstehen gerade hier Tiefe sowie Aufmerksamkeit, wie es sich sehr sehr viele Menschen wünschen.

Am 23.1.2026 at 10:17, schrieb Tizaar:

Irgendeine besondere Tiefe bei der eigenen Lebensart und entsprechende Defizite bei anderen zu reklamieren ist allerdings auch kein besserer Stil.

Widerspruch.

Hier wurde schlechter Stil hinein interpretiert. Ich jedenfalls kann an Kontroversen und Gegenüberstellungen nichts finden. Für mich war der Text sauber formuliert. 

SM-Art-5-GG
(bearbeitet)
vor 3 Stunden, schrieb Dom_76:

Daraus genau ergab sich die Frage, ob man den eigenen Sadismus neu definieren sollte. Auch um nicht anzuecken. 

Ich verstehe das ja nicht so ganz. Es gibt ja eine eher allgemeine Definition von Sadomasochismus im ICD 10: 

"Es werden sexuelle Aktivitäten mit Zufügung von Schmerzen, Erniedrigung oder Fesseln bevorzugt. Wenn die betroffene Person diese Art der Stimulation erleidet, handelt es sich um Masochismus; wenn sie sie jemand anderem zufügt, um Sadismus. Oft empfindet die betroffene Person sowohl bei masochistischen als auch sadistischen Aktivitäten sexuelle Erregung." 

De Sade definitiert ja im engeren Sinne gar nichts, sondern beschreibt nur ab 1769 bis Anfang des 18. Jahrhunderts in Romanform Handlungen, die Gewalt mit sexuellen Handlungen verbindet, weshalb auf seinen Name bei dem deutlich später geprägten Begriffsbildung (Krafft-Ebing, 1834 bzw. 1886) zurückgegriffen würde. 

D.h. de Sade ist erstmal reine Fiktion und nicht Realität und seine Beschreibungen waren selbst zu seiner Zeit sehr umstritten. 

 

Daraus resultiert in heutiger Zeit, dass solche Handlung, soweit sie einvernehmlich (Prinzip SSC) sind, als Teil von BDSM gelten und bei fehlendem Einvernehmen (Zwang, Gewalt) als sogenannter "pathologischer Sadismus"; wobei es aber in absoluten Ausnahmefällen eine "Grauzone" geben kann, bspw. das offenbar einvernehmliche Handeln (zwar consensual, aber nicht safe oder sane) des sog. "Kannibalen von Rothenburg" (Armin Meives), wobei aber vermutlich "Opfer" und "Täter" aus anderen Gründen pathologisch bzw. psychisch krank waren. Dieses Beispiel zeigt insofern die Bedeutung des Prinzips SSC fürs BDSM. 

 

WAS muss da nun umdefiniert werden? Und wenn ja, WARUM? 

bearbeitet von SM-Art-5-GG

"...lasse ich mich und andere gerne aufklären..."
Statt...klärt mich auf, eventuell hilft es ja auch anderen...
.
*mic drop*

Ich Frage mich ob die Überlegung die Handlungen von Desade mit heutigen Zeit zu verknüpfen vielleicht mit irgendwas kollidieren könnten.
Wenn dabei unteranderem die Diskussion auf kommt Menschen weniger Rechte ein zu gestehen etc
Und der Dude ist Namensgeber des pathologischen Sadismus unter anderem kein Konsens wie im Bdsm.


1. Beiträge/Themen, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, gesetzliche Regelungen oder geltende behördliche Vorschriften verstoßen;

2. Beiträge/Themen, die durch ihre Äußerungen die Freiheit des Einzelnen eingrenzen oder beeinträchtigen;


6. Beiträge/Themen, die radikales Gedankengut gleich welcher Strömung verbreiten, verherrlichen, verharmlosen oder zur Teilnahme auffordern;


SM-Art-5-GG
(bearbeitet)
vor 10 Minuten, schrieb Arasjal:

Ich Frage mich ob die Überlegung die Handlungen von Desade mit heutigen Zeit zu verknüpfen vielleicht mit irgendwas kollidieren könnten.
Wenn dabei unteranderem die Diskussion auf kommt Menschen weniger Rechte ein zu gestehen etc
Und der Dude ist Namensgeber des pathologischen Sadismus unter anderem kein Konsens wie im Bdsm.


1. Beiträge/Themen, die gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, gesetzliche Regelungen oder geltende behördliche Vorschriften verstoßen;

2. Beiträge/Themen, die durch ihre Äußerungen die Freiheit des Einzelnen eingrenzen oder beeinträchtigen;


6. Beiträge/Themen, die radikales Gedankengut gleich welcher Strömung verbreiten, verherrlichen, verharmlosen oder zur Teilnahme auffordern;


Da hast du vermutlich Recht. Es gibt leider immer noch zu viele verkappte oder offene "Rückwärtsgewandte" (deutlicher geht's nicht wegen "Politik-Verbot") in der Szene.

(🙈🙉🙊 f. 🇩🇪)

bearbeitet von SM-Art-5-GG
Am 23.1.2026 at 03:33, schrieb Dom_76:

Es gibt scheinbar geteilte Meinungen dazu, ob o.g. etwas mit Sadismus und de Sade zu tun hat. Da ich es nicht verstehe, lasse ich mich und andere gerne aufklären! Wobei ich bisher noch nicht überzeugt war, muß ich zugeben. 

es gibt nur eine definition davon!   und nein, das iss weder de sade, noch iwelche devotion...  SM iss etwas sehr 'planes', sehr klares

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