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Müsst ihr mental zu bdsm in der Lage sein? Und was, wenn dies nicht der Fall ist?


Br****

Empfohlener Beitrag

Vor 7 Minuten , schrieb Alexiel_Mistress:

Einen Absturz in kauf zu nehmen wen mein sub eh schon blockiert ist, wäre für mich Keine Option! 

Man kann doch gar nicht einschätzen was dann passiert.... 

Deine Blockade hatte doch einen Grund... 

Ich sehe die Risiken, bin aber selbst mit depri belastet und weiss daher um meine Grenzen die ich von keinem mehr mit Füßen treten lasse. 

Wenn mein Gegenüber nicht auf mein Befinden Rücksicht nehmen kann nur weil er gerade iwas will läuft was falsch in meinen augen ... 

Es gibt halt Zeiten da geht es nicht 👀 es muss auch nicht immer gehen egal ob bei sub oder Dom! 

Das stimmt man muss es sich eingestehen. War aber auch nur ein extrem beispiel. Es stimmt auch, dass es positiv sein kann. Daher schloss ich es auch nicht aus. Sondern schrieb, dass wenn man es ausleben möchte. Dann doch bitte sehr vorsichtig. Da es im Einzelfall eben auch die Situation verschlimmern kann. Oder verbessern. Ich denke das kommt dann vom Bewußtsein der Einzelpersonen an. Sind sie sich der Situation bewusst. Haben sie sich mit der Krankheit beschäftigt. Usw.

Hui, da wirst du ja direkt ziemlich harte Dinge ins Becken @DreamGirlYuki...😉 Aber auch das ist nicht schlecht. 

vor einer Stunde, schrieb DreamGirlYuki:

Ja muss man. In einer schweren Depression z.B. neigt man zu selbst zerstörerisches Verhalten. Wo man Schmerz als einzige Möglichkeit sehen kann überhaupt noch etwas zu spüren. Da man emotional tot ist sozusagen und aus eigener Erfahrung. Nichts spüren zu können ist nicht schön.

Ich muss sagen, dass ich nicht an Depressionen leide. Aber der Hinweis ist dennoch gut. Emotional bin ich auch definitiv nicht "tot". Ich bin fröhlich (mein Herr nennt mich oft seine "Lachsonne"), erregt bin ich auch  sehr häufig...🤭

Nur ging es darum, wenn man mal absolut nicht bei bdsm ist. Eher in einem situativen Zustand. Weil einen andere Dinge "blockieren". Das kann ja mal passieren. Und die können ja auch genommen werden und es dann gut werden...

Ich kann alles spüren und ja gerade deshalb irgendwo in seltenen Fällen auch mal nicht bei bdsm sein. Wer sagt, dass in der Hinsicht ein mentales "Brechen" nicht funktionieren und ich darin aufgehen könnte? 

Dies haben wir ja auch schon erprobt (nur nicht so weitreichend) und ging im Regelfall sehr gut. 👍

In seltenen Fällen hat mein Herr  bdsm abgelehnt, bzw. dies nach Ermessen so entschieden, aufgrund meiner Reaktionen und Willensäußerungen. 

Nun wäre es für ihn ein Experiment, wenn er sich darüber komplett hinwegsetzt. Es muss keine dauerhafte Regelung sein. 

Er fragt mich schon ab und ich meinte immer, dass er mich einfach zwingen soll. Dies wäre jetzt nur eine äußere Spielweise, die wir in "Vorschritten" bereits erprobt haben. Und er hat mich explizit gefragt, ob er dann keine Rücksicht nehmen soll, egal wie und ob ich bei bdsm wäre.  

Dabei kann dies ja funktionieren. Es könnte auch zu einem Absturz führen. 

Auch dies sehe ich für mich persönlich allerdings nicht als "Nogo" an, diese Variante nicht erlebt zu haben und Rückschlüsse danach ziehen zu können. 

Mein Herr könnte es nach wie vor nach Ermessen machen oder bdsm lassen. Oder er sagt: "gut, ich nehme keine Rücksicht auf deine mentale Einstellung" und man schaut, was dabei herauskommt. 

Dies wäre nun nicht, wenn Sub krankheitsbedingt nicht kann oder so, es geht eher um den "mentalen" Zustand. Also zu einem Moment bdsm nicht zu können. 

Dieser Zustand kann ja auch gebrochenen werden, ohne dass dies zwangsläufig negativ sein müsste, sondern sich fügen zu müssen dann eben in Erfüllung münden könnte. 

Wir sehen da auch gewisse Risiken. Ich wollte jetzt allerdings nicht auf Depressionen oder gar Sui.zid hinaus. 😳 

Ich habe diesbezüglich die freie Wahl und wir wollten dies, sollte so eine Lage nochmal vorkommen, versuchen. 

Wäre es eine Option gewesen zu fragen, was gerade eher deinen Bedürfnissen entsprechen würde? Was du brauchst, um mental dazu in der Lage zu sein? Wie er dich (als Partner) dabei unterstützen kann?

Gerade eben, schrieb Candala:

Wäre es eine Option gewesen zu fragen, was gerade eher deinen Bedürfnissen entsprechen würde? Was du brauchst, um mental dazu in der Lage zu sein? Wie er dich (als Partner) dabei unterstützen kann?

Ich denke das nicht @Candala. Also ich hatte gar keine Bedürfnisse, außer dass ich 0 bei bdsm war und mich dem entziehen wollte...🙈 

Ich hätte dazu eine,2 Frage(n)...
Könntest du dies mit ihm machen, wenn er es denn gerne so hätte...
Würde es dir Spaß machen, dem Mental Maso in dir, dies zu erleben und zu verarbeiten...ihm diese Freude zu machen???!!!!???
.
Ich hab Sie ja dazu gebracht, die Führung zu übernehmen und aus Ihrem Schneckenhaus zu kommen, und endlich zu machen was Sie WILL. Leider ist der physische Unterschied zu groß gewesen und Ihr Sadismus so groß und süß wie ein Kuscheltier.
Ich hätte Ihr diese Art "Spiel" liefern können, mit Freuden, wenn Sie es verlangt hätte.
.
Daher bin ich mir sicher und bewusst, auf was ich mich einlassen würde bei so einer Aktion. Kannte meinen Top gut, so wie Seine Ziele auch. Da es bei uNs aber nicht, fast nie um sexuelles ging, kann ich es für alle Bereiche absehen.
Meine Zustimmung hatte Sie, genutzt hat Sie es nur sehr selten...und am Ende wollte Sie immer hören, dass es so besser war und Sie nur macht was ich eh mag...was ich auch bedient habe.
.
Überleg es dir gut, ich würde dir davon abraten, da Sadismus schon ausgeprägt ist. Der wird bei zuviel "Nahrung" immer ausgeprägter... ein CNC mit Nein "Nein" und Überbrückung durch CIS als Tunnel "Spiel"...
Aber auch dein Maso ist irgendwann satt und wird problematisch zu kontrollieren...nur als weitere Warnung...
.
Reflektiere da ausgiebig und lese die Grenze von, BDSM zu für den Psychiater relevant, noch einmal nach.

Ich hätte dazu eine,2 Frage(n)...
Könntest du dies mit ihm machen, wenn er es denn gerne so hätte...
Würde es dir Spaß machen, dem Mental Maso in dir, dies zu erleben und zu verarbeiten...ihm diese Freude zu machen???!!!!???
.
Ich hab Sie ja dazu gebracht, die Führung zu übernehmen und aus Ihrem Schneckenhaus zu kommen, und endlich zu machen was Sie WILL. Leider ist der physische Unterschied zu groß gewesen und Ihr Sadismus so groß und süß wie ein Kuscheltier.
Ich hätte Ihr diese Art "Spiel" liefern können, mit Freuden, wenn Sie es verlangt hätte.
.
Daher bin ich mir sicher und bewusst, auf was ich mich einlassen würde bei so einer Aktion. Kannte meinen Top gut, so wie Seine Ziele auch. Da es bei uNs aber nicht, fast nie um sexuelles ging, kann ich es für alle Bereiche absehen.
Meine Zustimmung hatte Sie, genutzt hat Sie es nur sehr selten...und am Ende wollte Sie immer hören, dass es so besser war und Sie nur macht was ich eh mag...was ich auch bedient habe.
.
Überleg es dir gut, ich würde dir davon abraten, da Sadismus schon ausgeprägt ist. Der wird bei zuviel "Nahrung" immer ausgeprägter... ein CNC mit Nein "Nein" und Überbrückung durch CIS als Tunnel "Spiel"...
Aber auch dein Maso ist irgendwann satt und wird problematisch zu kontrollieren...nur als weitere Warnung...
.
Reflektiere da ausgiebig und lese die Grenze von, BDSM zu für den Psychiater relevant, noch einmal nach.

(bearbeitet)

Als menschliche Wesen haben wir eigtl nicht den Zustand dass wir keine Bedürfnisse haben. Eher vielleicht „durch Gründe“ keinen Zugang dazu.
(Den Zustand vollster Zufriedenheit mal außen vor gelassen)
Die Ergebnisse sind wahrscheinlich andere, ob man es über „wie kommen wir da wieder hin“, als „was wenn ich es trotzdem mache“ angeht
Zumal das Leben immer wieder herausfordernde Phasen bereithalten wird, in denen wir nicht as usual funktionieren

bearbeitet von Candala

Muss ich als Dom in der mentalen Verfassung sein BDSM zu betreiben zu können? 
JA!

Bei mir ist das zum Beispiel nicht der Fall, wenn mein Stresslevel durch Alltag, Job, etc. Mal wieder astronomische Ausmaße annimmt z.B.. Dann bin ich aber auch eher selten in Stimmung, was dann zu einem kleinen Teufelskreis führt. 
Und passieren Fehler, Grenzen werden überschritten. Das wiederum kann Vertrauen und Beziehungen zerstören. 
Hab ich schon einmal selbst mitgemacht. War das absolute Gegenteil von Spaß. 

Wenn ich also mich nicht in der Lage fühle, dann lasse ich es. Besser als eine Beziehung zu zerstören oder Jemanden den ich meine Sub nenne. 
Wenn der Stress dann weniger wird, fange ich langsam wieder an. Was manchmal gar nicht schlecht ist. Manchmal hat es den BDSM sogar verbessert. 

Wenn Sub nicht mental umschalten kann, dann lasse ich es. Klar hätte ich mich vielleicht durchsetzen können und es trotzdem machen. Aber das ist nicht hilfreich, es erhöht nur den Druck und das zögert Alles nur heraus. 
Aber ich biete es weiterhin an, in kleinerem Rahmen, mit mehr Vorsicht und ohne es aufzudrängen. 
 

vor 5 Stunden, schrieb Bratty_Lo:

 

Es war gar nicht so, dass ich nicht wollte, ich konnte nicht. Kann mir ja auch mal passieren. Natürlich beginnt bdsm einfacher, wenn die Sub dazu in der Lage ist (mehr oder weniger, jedenfalls halbwegs). Zunächst wollte ich nicht kommen, war in der Küche. Dann kam er, dann habe ich mich im Bad eingeschlossen. Irgendwann hat er mir noch Zeit gegeben. Es wurde aber nicht besser, weil ich dadurch nicht mehr reinkam. 🙈 Schließlich hat er mich gepackt. Ich habe ihn abgewehrt und angefangen zu heulen, das war nicht mal ein wenig abwehren, aber doch noch im Ausblick auf bdsm. 

Ich habe so eindeutig und mehrmals den Nicht Willen verkündet, dass mein Herr es dann gelassen hat. Er meinte, dass er meine "Neins" ja inzwischen auch kennt. Und dies war so klar eine Grenze gezogen, dass er das nicht einfach so weiterführen konnte.

Am Ende (dies war allerdings ein paar Stunden später) war ich geknickt, dass ich nicht konnte, dass es kein bdsm gab und mein Herr hatte natürlich auch Lust gehabt. 

Nun ja, mir mehr Zeit zum einstellen zu geben, hatte ja auch nichts genutzt. Vielleicht kann man sich ja auch zu sehr anderen mentalen Belastungen widmen, statt den Schalter umzulegen. 🤔 Nun war seine Frage, wie das denn wäre, wenn er auf mein Befinden absolut und keinerlei Rücksicht nimmt. Jeglichen Versuch sich zu entziehen wird es nicht geben und auch kein Exitmodell. In der Hinsicht hatten wir es so noch nicht, dass er 0 Rücksicht darauf nimmt, wo ich gerade bin oder nicht, ob ich kann oder nicht. Das wird erzwungen. Mein Herr meinte, dass dies "unschön" für mich werden kann. Und es ginge nicht darum, den Absturz vermeiden zu wollen, er wird dabei in Kauf genommen. Anders wäre dies nicht möglich.

Aber es muss ja nicht sein. Und vielleicht ist genau das richtig! Ich meine, dann muss ich halt, alles andere wird mir genommen und das kann ja gut sein. 👍 Seht ihr da Chancen oder mehr Risiken? 

Und müsst ihr mental zu bdsm in der Lage sein? Was, wenn dies nicht der Fall ist? Lässt man es dann einfach? Oder was macht ihr dann? 

Dein "Herr" hat mal wieder die Kontrolle verloren. Wie schon oft zuvor. Ab einem gewissen Level scheint es bei ihm regelmäßig den toxischen Schalter umzulegen. 

Aber es ist nicht selten, dass Frauen bei ihren gewalttätigen Männern bleiben. Gehörst du dazu?

vor 50 Minuten, schrieb Candala:

Als menschliche Wesen haben wir eigtl nicht den Zustand dass wir keine Bedürfnisse haben. Eher vielleicht „durch Gründe“ keinen Zugang dazu.
(Den Zustand vollster Zufriedenheit mal außen vor gelassen)
Die Ergebnisse sind wahrscheinlich andere, ob man es über „wie kommen wir da wieder hin“, als „was wenn ich es trotzdem mache“ angeht
Zumal das Leben immer wieder herausfordernde Phasen bereithalten wird, in denen wir nicht as usual funktionieren

Hmm @Candala. Ja, über die Ergebnisse unterhalten wir uns durchaus. Und ja, "as usal" kann nicht ständig jeder funktionieren.

vor 21 Minuten, schrieb Springfire:

Wenn Sub nicht mental umschalten kann, dann lasse ich es. Klar hätte ich mich vielleicht durchsetzen können und es trotzdem machen. Aber das ist nicht hilfreich, es erhöht nur den Druck und das zögert Alles nur heraus. 
Aber ich biete es weiterhin an, in kleinerem Rahmen, mit mehr Vorsicht und ohne es aufzudrängen. 

Das stimmt @Springfire, erhöht den Druck. Ich spüre den schon jetzt, sollte das mal wieder passieren. Aber schlecht geht es mir nicht damit. Und die Frage wäre, zögert der Druck es hinaus? Oder ermöglicht der nicht das "um" oder "ab" schalten? Und würde nicht ohne Druck dies nur hinauszögern? 

vor einer Stunde, schrieb Bratty_Lo:

Hui, da wirst du ja direkt ziemlich harte Dinge ins Becken @DreamGirlYuki...😉 Aber auch das ist nicht schlecht. 

Ich muss sagen, dass ich nicht an Depressionen leide. Aber der Hinweis ist dennoch gut. Emotional bin ich auch definitiv nicht "tot". Ich bin fröhlich (mein Herr nennt mich oft seine "Lachsonne"), erregt bin ich auch  sehr häufig...🤭

Nur ging es darum, wenn man mal absolut nicht bei bdsm ist. Eher in einem situativen Zustand. Weil einen andere Dinge "blockieren". Das kann ja mal passieren. Und die können ja auch genommen werden und es dann gut werden...

Ich kann alles spüren und ja gerade deshalb irgendwo in seltenen Fällen auch mal nicht bei bdsm sein. Wer sagt, dass in der Hinsicht ein mentales "Brechen" nicht funktionieren und ich darin aufgehen könnte? 

Dies haben wir ja auch schon erprobt (nur nicht so weitreichend) und ging im Regelfall sehr gut. 👍

In seltenen Fällen hat mein Herr  bdsm abgelehnt, bzw. dies nach Ermessen so entschieden, aufgrund meiner Reaktionen und Willensäußerungen. 

Nun wäre es für ihn ein Experiment, wenn er sich darüber komplett hinwegsetzt. Es muss keine dauerhafte Regelung sein. 

Er fragt mich schon ab und ich meinte immer, dass er mich einfach zwingen soll. Dies wäre jetzt nur eine äußere Spielweise, die wir in "Vorschritten" bereits erprobt haben. Und er hat mich explizit gefragt, ob er dann keine Rücksicht nehmen soll, egal wie und ob ich bei bdsm wäre.  

Dabei kann dies ja funktionieren. Es könnte auch zu einem Absturz führen. 

Auch dies sehe ich für mich persönlich allerdings nicht als "Nogo" an, diese Variante nicht erlebt zu haben und Rückschlüsse danach ziehen zu können. 

Mein Herr könnte es nach wie vor nach Ermessen machen oder bdsm lassen. Oder er sagt: "gut, ich nehme keine Rücksicht auf deine mentale Einstellung" und man schaut, was dabei herauskommt. 

Dies wäre nun nicht, wenn Sub krankheitsbedingt nicht kann oder so, es geht eher um den "mentalen" Zustand. Also zu einem Moment bdsm nicht zu können. 

Dieser Zustand kann ja auch gebrochenen werden, ohne dass dies zwangsläufig negativ sein müsste, sondern sich fügen zu müssen dann eben in Erfüllung münden könnte. 

Wir sehen da auch gewisse Risiken. Ich wollte jetzt allerdings nicht auf Depressionen oder gar Sui.zid hinaus. 😳 

Ich habe diesbezüglich die freie Wahl und wir wollten dies, sollte so eine Lage nochmal vorkommen, versuchen. 

 

vor einer Stunde, schrieb Bratty_Lo:

Ich denke das nicht @Candala. Also ich hatte gar keine Bedürfnisse, außer dass ich 0 bei bdsm war und mich dem entziehen wollte...🙈 

Dann hast du doch deine Antwort schon gehabt ? 

Ich bin verwirrt. Aber gut damit bin ich raus. Hab auch nicht mehr gelesen. 

Vor 40 Minuten , schrieb Bratty_Lo:

Das stimmt @Springfire, erhöht den Druck. Ich spüre den schon jetzt, sollte das mal wieder passieren. Aber schlecht geht es mir nicht damit. Und die Frage wäre, zögert der Druck es hinaus? Oder ermöglicht der nicht das "um" oder "ab" schalten? Und würde nicht ohne Druck dies nur hinauszögern? 

Was wäre denn falsch daran, wenn etwas seine Zeit braucht die es braucht?

Ich finde hier gilt es in diesem Gedankenspiel klar zu unterscheiden in welcher Verfassung man ganz konkret ist. Das wird vermutlich in vielen Nuancen von Fall zu Fall differenzieren, daher mag ich mir da, weder für mich noch für andere, eine grundsätzliche  Marschrichtung der Dom-Person vorstellen. 

Vereinfacht kenne ich für mich drei  „Grundmodi“.

1. Ich bin in meiner Mitte und sehne mich nach Handlungen im Gefälle.

2. Es gibt Stress- o. Belastungsfaktoren, die mich beschäftigen und von Gedanken an (BDSM-)Intimität abhalten. 

3. Mein aus den Fugen geratenes Mindset und aktuelle Themen nehmen mich derart ein, dass ich mich nicht fallen bzw. ihr hingeben kann.

Wichtig ist für mich dabei, dass sie sehr darauf achtet, ob ich mich gerade zwischen 2-3 befinde. Denn im letzten Modus fällt es mir sehr schwer dies adäquat zu kommunizieren. Da brauche ich ihr Einfühlungsvermögen und ihre Rücksicht, um gemeinsam zuerst die belastenden Themen anzugehen ehe „mehr“ überhaupt möglich ist. Alles andere würde mich da wohl mental überfordern bzw. nicht in einer Win-Win-Situation enden. 

Wohingegen ich, als Overthinker, häufiger im 2. Modus unterwegs bin. Da gehen dann von mir weniger Signale aus und es hilf mir/ uns, wenn sie dann Handlungen initiiert und so unsere eigene Form der Intimität forciert. Dann ergeben sich Momente die mir wirklich gut tun, die ich aber selbst nicht so angestrebt hätte. Dafür bin ich ihr dann natürlich dankbar, wobei gleiches Vorgehen im „3. Modus“, wie erläutert, für mich total problematisch wäre.    

vor 14 Stunden, schrieb Bratty_Lo:

Liebe Community,

Hier wissen einige, dass wir CNC machen. Anfangs bedeutete unser CNC wohl sich über ein "Nein" so im bdsm Fluss hinwegzusetzen. Im Sinne von "Nein, bitte nicht..." 🙏😨, aber es war ersichtlich, dass es weitergehen konnte. Ein Zieren, ein Zögern, all diese Dinge. 

Mit der Zeit erweiterte sich dieses "Nein" auch dazu, dass er mich zwingen konnte, wenn ich zu etwas einfach keine Lust hatte. Nicht aus einem "Flow" heraus, sondern wenn ich was von Beginn an nicht wollte. Das konnte auch bdsm sein. Wo ich nicht direkt bei bdsm war, da etwas sehr spontan (erzwungen) war oder so, aber ich auch nicht gänzlich nicht da war. Das ging im Regelfall immer gut aus, ich muss mich fügen und mein Herr lässt mir keine Wahl! 

Letzendlich ist es seine "Ermessenssache". Nun hatten wir es vor einiger Zeit, (nicht aktuell, ich schreibe das zeitlich etwas versetzt), dass ich 0 bei bdsm war. Ich war allerdings auch mental durch ein anderes Problem blockiert. Muss ich zugeben. 

Es war gar nicht so, dass ich nicht wollte, ich konnte nicht. Kann mir ja auch mal passieren. Natürlich beginnt bdsm einfacher, wenn die Sub dazu in der Lage ist (mehr oder weniger, jedenfalls halbwegs). Zunächst wollte ich nicht kommen, war in der Küche. Dann kam er, dann habe ich mich im Bad eingeschlossen. Irgendwann hat er mir noch Zeit gegeben. Es wurde aber nicht besser, weil ich dadurch nicht mehr reinkam. 🙈 Schließlich hat er mich gepackt. Ich habe ihn abgewehrt und angefangen zu heulen, das war nicht mal ein wenig abwehren, aber doch noch im Ausblick auf bdsm. 

Ich habe so eindeutig und mehrmals den Nicht Willen verkündet, dass mein Herr es dann gelassen hat. Er meinte, dass er meine "Neins" ja inzwischen auch kennt. Und dies war so klar eine Grenze gezogen, dass er das nicht einfach so weiterführen konnte.

Am Ende (dies war allerdings ein paar Stunden später) war ich geknickt, dass ich nicht konnte, dass es kein bdsm gab und mein Herr hatte natürlich auch Lust gehabt. 

Nun ja, mir mehr Zeit zum einstellen zu geben, hatte ja auch nichts genutzt. Vielleicht kann man sich ja auch zu sehr anderen mentalen Belastungen widmen, statt den Schalter umzulegen. 🤔 Nun war seine Frage, wie das denn wäre, wenn er auf mein Befinden absolut und keinerlei Rücksicht nimmt. Jeglichen Versuch sich zu entziehen wird es nicht geben und auch kein Exitmodell. In der Hinsicht hatten wir es so noch nicht, dass er 0 Rücksicht darauf nimmt, wo ich gerade bin oder nicht, ob ich kann oder nicht. Das wird erzwungen. Mein Herr meinte, dass dies "unschön" für mich werden kann. Und es ginge nicht darum, den Absturz vermeiden zu wollen, er wird dabei in Kauf genommen. Anders wäre dies nicht möglich.

Aber es muss ja nicht sein. Und vielleicht ist genau das richtig! Ich meine, dann muss ich halt, alles andere wird mir genommen und das kann ja gut sein. 👍 Seht ihr da Chancen oder mehr Risiken? 

Und müsst ihr mental zu bdsm in der Lage sein? Was, wenn dies nicht der Fall ist? Lässt man es dann einfach? Oder was macht ihr dann? 

Guten Morgen  liebe @Bratty_Lo,

so da willst du also gebrochen werden und outest dich sogar im Forum, sehr mutig❤️

Danke, dass du uns an deinem Weg teilhaben lässt. Ich bin schon gespannt wie sich euer Vorhaben in der Praxis,  für dich anfühlen wird. 

In Teilen hat dein Herr es ja schon an dir getestet. Ich kann mir vorstellen,  dass du- wenn es soweit ist, in meinen Überlebensmodus rutschen wirst. Ist dir aber sicher nicht fremd.

Und bevor jetzt wieder jeder zweite anfängt zu schreien, schreibe ich für euch alle

DIESE PRAXIS IST NICHT ANFÄNGERGEEIGNET. 

Zu deinen Fragen,  ich separiere nicht Frau und Sklavin, oder "normales" Leben und Dynamik.  Es ist alles eins. Wenn die Sklavin bereit ist, ist es auch die Frau und umgekehrt. Die Moral wird mich also nicht abhalten, meinem Master zu dienen. Daher erübrigt sich die Frage, nach dem Bereitsein. 

Was es braucht ist von deiner Seite, Vertrauen in deinen Herren. Von ihm, 100% der Verantwortung zu tragen.

Ja ganz genau, nix SSC und sonst was. Es ist ein ganz anderes Denken hier nötig.

Bratty_Lo ich wünsche dir viel Spaß und berichte bitte davon. 

Dein Beitrag ist eine Bereicherung. Aalglatte Beiträge gibt es hier schon genug.

 

(bearbeitet)

Ich hatte vor einiger Zeit eine ähnliche Fragestellung (Link unten). Interessant könnte sein, wie sich das seit dem bei uns entwickelt hat.

Ich bin immer noch bei "ich werde nicht nein sagen" und oft genug, wenn ich wirklich nicht möchte, was passiert, spüre ich, dass ich an diesem Grundsatz dennoch festhalten möchte. Ich will das so und ich brauche einen Partner, der auch daraus noch eine Befriedigung ziehen kann, dass ich nicht will, was er gerade will.

Wichtig ist, dass er aber seinen Teil der Beziehung ebenfalls erfüllt. Was in unserem Fall bedeutet, er muss Verantwortung für mich übernehmen, auch wenn es schief geht.

Und es geht schief, ich bin überfordert, rutsche mental weg, gehe in einen shutdown oder in einen meltdown. Es gehört bei uns dazu. So bin ich eben, es ist leichter das für uns anzunehmen, als gar nichts mehr zu machen. Und interessanterweise rückt mich das oft zurecht, dass eine sich anschließende zweite Runde dann sehr gut werden kann.

Ich glaube, es tut mir sehr gut, wenn er entschlossen durchzieht und dabei klar macht, dass er das jetzt so will. Abbrechen ist halt immer schwierig für mich.

Mir hat noch geholfen, dass ich aufgehört habe in BDSM-Begriffen zu denken. Wenn man in sich Glaubenssätze trägt, die sagen, wie sich z.b. eine Sub zu verhalten hat, hilft es, sich nicht als solche zu sehen, um besser bei sich zu bleiben. (Bsp: "eine Sub muss hier das Safeword sagen, aber ich bin keine Sub, ich halte mich an unsere Regeln" oder auch "eine Sub darf sich nicht verweigern, ich bin aber keine Sub, ich halte mich an unsere Regeln).

 

Und hier noch der Link, vielleicht sind Gedanken für dich dabei. Ich hab mir das gerade durch gelesen und gestaunt, wie friedlich und ernsthaft damals noch ein Thema über lange Strecken verlief.

 

bearbeitet von Teaspoon
vor 9 Stunden, schrieb Candala:

Was wäre denn falsch daran, wenn etwas seine Zeit braucht die es braucht?

Es wäre nichts falsch daran @Candala, aber im Sinne einer Fügung wollte ich es gerne anders. Und es ist ja nicht gesagt, dass man sich danach nicht noch anderen Problemen widmen kann...

 

vor 36 Minuten, schrieb Teaspoon:

Ich will das so und ich brauche einen Partner, der auch daraus noch eine Befriedigung ziehen kann, dass ich nicht will, was er gerade will.

Da stimme ich dir zu @Teaspoon. Das war bei uns auch immer so, nur dass ich bisher eben nie so stark dies nicht wollte, bzw. konnte. Der Gedanke ist jedenfalls sehr nachvollziehbar! 🙂 

vor 38 Minuten, schrieb Teaspoon:

Ich glaube, es tut mir sehr gut, wenn er entschlossen durchzieht und dabei klar macht, dass er das jetzt so will. Abbrechen ist halt immer schwierig für mich.

Genau, ich finde das auch besser, wenn dann etwas durchgezogen wird. Abgebrochen wird jetzt so bei uns nichts (oder nur extrem wenige male), aber das wäre auch noch schwieriger für mich. Hier war es sozusagen schwierig, dass der Start scheiterte...😉 (ist beides blöd denk ich mal?) 

vor 40 Minuten, schrieb Teaspoon:

Mir hat noch geholfen, dass ich aufgehört habe in BDSM-Begriffen zu denken

Aha. Das ist interessant. Früher hatte ich das viel mehr, dass ich eine "gute Sub" sein möchte. Inzwischen bin ich eigentlich auch schon davon ab und es kommt so was kommt. Ich schreibe ja auch, da wir oft bdsm ohne Halsband oder so machen, was früher sehr wichtig für mich war usw. Aber da könnte man auch ansetzen. Eben, warum immer als "Sub" denken? Als Sub ständig "funktionieren" und der andere Teil wäre ein anderer? Wozu? 

vor 43 Minuten, schrieb Teaspoon:

Was in unserem Fall bedeutet, er muss Verantwortung für mich übernehmen, auch wenn es schief geht.

Das meinte mein Herr dann logischerweise auch. Aftercare brauche ich gar nicht immer, dass ich solch einem Fall dies eine andere Rolle spielen könnte, da ist er auch. 

vor einer Stunde, schrieb Rosenrot82:

Danke, dass du uns an deinem Weg teilhaben lässt. Ich bin schon gespannt wie sich euer Vorhaben in der Praxis,  für dich anfühlen wird

Ich auch @Rosenrot82. 😉Momentan passt alles. Es könnte also auf "irgendwann" bezogen sein. Mein Herr hat hier für meine Geilheit gesorgt, ich habe gestopft geschlafen...🤭 Für mich ist das was. 👍 

vor einer Stunde, schrieb Rosenrot82:

Zu deinen Fragen,  ich separiere nicht Frau und Sklavin, oder "normales" Leben und Dynamik.  Es ist alles eins. Wenn die Sklavin bereit ist, ist es auch die Frau und umgekehrt. Die Moral wird mich also nicht abhalten, meinem Master zu dienen. Daher erübrigt sich die Frage, nach dem Bereitsein. 

Stimmt. 🙂

vor 8 Stunden, schrieb Toy4her:

um gemeinsam zuerst die belastenden Themen anzugehen ehe „mehr“ überhaupt möglich ist. Alles andere würde mich da wohl mental überfordern bzw. nicht in einer Win-Win-Situation enden. 

Danke auch für deinen Beitrag @Toy4her. Ich denke der Start (und auch wie er durchgesetzt wird), könnte zunächst schon Überforderung sein, aber in einer Win-Win Situation enden. 🙂 Und man sich später immer noch anderen Dingen widmen können. Den Schalter kann Dom ja legen. Und das könnte funktionieren. Wobei ich es immer gut finde, wenn ich das selbst kann. 

Den Kopf haben wir alle mal nicht frei und das ist gut, dass du bei dir schon sehr genau weißt, dass dies dann nicht geht. 

Meinem Herrn kann das auch passieren und dann macht er kein bdsm. Er hat da sicher auch a) mehr Verantwortung und b) wählt ja auch der Dom wann er was machen möchte. 😅 

Interessant dein Modus 2 und 3. 

Vielleicht kann ich da ja auch noch etwas sortieren, was ich da gerade für einen Modus habe und welche es so gibt...😉

vor 24 Minuten, schrieb Tau08:

Es ist erstaunlich wie hier Gewalt schöngeredet wird, als "fortschrittliches bdsm" verharmlost wird, Sklave muss alles das ertragen etc. 

Wegen jeden kleinen Übergriffigkeit wird hier ein Fass aufgemacht - und das i.d.R. berechtigt und dann schließt sich jemand heulend im Bad ein, wird trotzdem angepackt und muss sich wehren. 

Das bezeichne ich als Gewalt und Übergriff. Und ich stelle mir ernsthaft die Frage warum Beiträge dieser Art hier überhaupt geduldet werden.

Das ist es. Ich sehe es wie du. Und dann bin ich aber auch ich und muss mit genau diesem "Wollen, genau deshalb, weil ich es nicht will" und dem Zwiespalt und den Grauzonen ... zurecht kommen.

Deshalb ist es wichtig, dass es kein "das muss so sein" gibt, sondern es immer individuelle Absprachen sein müssen. Und man fängt eben nicht bei "Sub muss immer" oder "Sklave muss immer" an, sondern bei einem Gespräch auf Augenhöhe über die eigenen individuellen Bedürfnisse. 

Nein, es ist kein "besseres" oder "fortgeschrittenes " BDSM. 

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