Dies ist ein beliebter Beitrag. bd**** Geschrieben vor 3 Stunden Der Text ist heiß! Um weiterlesen zu können benötigst Du einen Account. Jetzt kostenlos registrieren! Jetzt registrieren Dies ist ein beliebter Beitrag. (aus ihrem späteren Tagebuch) Ich kannte ihn von der SM-Party. Eine dieser Abende, an denen alles geschniegelt ist. Tolle Location. Gute Musik. Super DJ. Fröhliche Menschen. Sexy Outfits. Glänzendes Latex. Stiefel spiegeln. Frisch geduschte Körper. Und ja – Niveau. Und dann war da sein Freund. Der mit dem Knoblauch. Bis heute frage ich mich, warum man am Tag einer BDSM-Party Döner mit Zwiebeln oder extra Knoblauch isst. Vielleicht war es kein Döner. Aber er roch, als hätte er einen Dönerladen überfallen. Das hätte mir schon zu denken geben sollen. Aber es war nur sein Freund. Und für Freunde trägt man ja nicht die volle Verantwortung. Dachte ich. ⸻ Er war der Erste, der mich auf der Party ansprach. Rotes Harness. Später erfuhr ich, dass es das günstigste online bei Amazon war. Kein Konzept. Kein Design. Ein Klick. Zwei Tage Lieferung. Nackter Oberkörper, dunkle Jeans. Aber es sah an ihm gut aus. Seine Haare waren wie gemalt. Der Bart wirkte männlich. Das Auftreten: arschloch-selbstsicher. Sexy. Dominant. Mein Beuteschema. Wir tanzten. Hatten Spaß. Tauschten Profilnamen. ⸻ Nachts, nach dem Duschen zuhause, sah ich sein Profil genauer an. Profilbild: Badezimmer. Spiegel. Muskeln angespannt. Schulter breit. Blick streng. Kein SM-Outfit. Kein dekorierter Raum. Ein Badezimmer-Spiegelbild mit angespanntem Körper. Ich hatte mir Mühe gegeben mit meinem Outfit-Foto. Licht. Haltung. Details. Meine drei Bilder waren kuratiert. Meine fünf Sätze sagten genau das, was sie sollten. Sie waren Filter. Warnung und Einladung zugleich. Er zeigte Muskeln. Im Nachhinein habe ich gelernt, mir eine einfache Frage zu stellen: Was will er mir mit seinen Bildern sagen? Und wie viel Mühe hat er sich damit gemacht? Seine Antwort war klar: Ich trainiere. Ich bin stark. Ich wirke dominant. Keine Botschaft über Haltung. Nur über Körper. ⸻ Seine „Mag ich“-Liste war lang. Sehr lang. Eigentlich war alles drin. Er mochte alles. Er konnte alles. Er war offen für alles. Unter Erfahrung stand: „Schon lange im BDSM.“ Ich dachte: Wow. Heute denke ich: Wer alles kann, kann meistens nichts wirklich. Und ja… ich habe die Warnungen nicht gesehen. ⸻ Größe: 1,90m Gewicht: 85 kg. Sportlich. Und dann: „Schreib mir. Ich hab Erfahrung.“ Erfahrung. Ich war naiv. Ich hielt Lautstärke für Sicherheit. Selbstbewusstsein für Kompetenz. Dominanz für Aufmerksamkeit. ⸻ Der Abend bei mir begann harmlos. Er kam sieben Minuten zu spät. Eine Dose Red Bull für sich. Nichts für mich. Kein Wein. Er ging in meine Küche. Öffnete den Kühlschrank. Nahm sich eine Weintraube. Aß sie. Setzte sich breit auf mein Sofa. „Also.“ Kein Übergang. Kein Vorgespräch. Nur Ton. Er sprach laut. Nicht böse. Nur unaufmerksam. Ich war aufgeregt. Von Hormonen überwältigt. Ohne Erfahrung. Voller Neugier, was meine erste Session mit meinem ersten Dom bringen würde. Er deutete auf den Boden. „Position 1.“ Ich hatte keine Ahnung, was er meinte. Er erklärte grob: Hinknien. Augen auf den Boden. Hände nach oben. Ich machte es falsch. Er trat heran, packte meinen Zopf hart, sagte etwas von „noch mal“. Nachdem ich es endlich so machte, wie er wollte, sagte er: „Zieh dich aus.“ ⸻ Als er ging, sagte er: „War doch gut, oder?“ Ich nickte. Später lagen meine Hände da. Kribbelnd. Ohne Gefühl. Meine Knie schmerzten. Mein Ohr klingelte. Mein Körper sagte: Beim Knien nur mit Kissen oder Decke. Lass dir niemals ins Ohr schlagen. Hände sollten locker gefesselt sein – nicht in billigen Handschellen, nicht mit Wäscheleinen, nicht so, dass sie einschneiden. Mein Kopf sagte: Er war schlecht für mich. Mein Gedanke war: Ich glaube, ich mag kein BDSM. Vielleicht ist das nichts für mich. Vielleicht bin ich nicht dafür gemacht. ⸻ Jahre später. Ein anderer Mann. Kein Spiegelbild mit Muskeln. Kein perfekter Haarschnitt – eine Glatze, nicht mein Typ. Aber perfekt in dem, was zählt. Sondern Fragen. Theorie und Wissen. Empathie. „Was brauchst du jetzt?“ „War das zu viel?“ „Atme.“ „Trink ein Wasser.“ Ruhig. Und ich verstand: Ich mochte BDSM. Ich mochte nur keine Männer, die mit Muskeln posieren und Erfahrung schreiben, aber keine Verantwortung tragen. Auch ein Dom braucht Empathie. Ich bin froh, dass das Gefühl in meinen Händen zurückkam. Und noch froher, dass mein Kopf nicht dort stehen blieb. Es gibt Doms, die sind wie ein Deckel. Sie drücken alles zu. Und es gibt Doms, die sind wie Gärtner. Sie kennen ihre Pflanzen. Sie achten auf Licht. Auf Wasser. Auf Wachstum. Und sie wissen: Macht ist kein Druck. Sondern Pflege.
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