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Käfig, Bondage, Shibari und seine Bedeutung


Dr****

Empfohlener Beitrag

Ich finde Käfig, Fixierungen und Shibari jetzt alles sehr verschieden. Insbesondere Shibari kann komplex und vielfältig sein. 
 
Ich denke grundsätzlich kommt es so auf das Gefühl an, welches erzeugt werden soll. Fixierungen oder ein Käfig können auch einfach Mittel zum Zweck sein. 
 
Grundsätzlich können ein Käfig, Fixierungen oder Bondage ja dafür sorgen, dass man  sich fallen lassen kann. Ein Käfig kann für ein PET ein Rückzugsort und "Safe Place" sein. 
Ich liebe es sehr, "geparkt" zu werden, wenn ich nicht gebraucht werde. Allerdings eher im erniedrigenden Sinne einer Nicht Beachtung. 
 
Steht ein Käfig im Raum mit mehreren Teilnehmern und darin ist nackt die Sub, hat das nichts mit Safe Place zu tun, sie wird erniedrigend zur Schau gestellt. Quälen kann man durch den Käfig und sie mit spitzen Gegenständen ärgen. Sich zurückzuziehen geht ja nur begrenzt. Außer sich von einer Ecke verzweifelt mehr in die andere Ecke des Käfigs versuchen zu begeben. 😅 Brennesseln reinschmeißen, man kann sich allerlei fiese Dinge überlegen. Auch den Kopf oder Gliedmaßen fixieren. Dann wird es eher unbequem, wenn man im Käfig eine "Zwangsposition" einnehmen muss. 
 
Shibari geht ja auch eher schmerzhaft und unbequem oder auf eine sehr loslösende Art. Wo man sicher auch in ein Fallen lassen völliger Unbeschwertheit kommen kann. 
 
In Fixierungen fühle ich mich wehrlos und hilflos. Ich habe erst gar nicht die Möglichkeit Schmerz zu entkommen und meinem Herrn gefällt das. Die Peitsche tut mir untenrum viel zu sehr weh, ich würde meine Beine immer wieder zusammenziehen. 😭 Er kann sie nur mehrmals hintereinander durchziehen, wenn ich gespreizt fixiert bin. Er möchte mir natürlich zumuten, was er für angemessen hält und sieht mich auch gerne leiden. Bei Sadisten ist Leid wohl gerne geschehen. Auch Angst durch die Ausweglosigkeit der Lage. 
 
Dann gibt es ja eher Fixierungen um zur Ruhe zu finden, Halt zu finden. Das fällt mir eher schwer. Manchmal dauert es. Ich bin dabei eher frustriert und mag Enge für mich nicht so sehr. Einige sind allerdings gerne "beengt" vom Körpergefühl her.
 
Abends mag ich es und kann dadurch inzwischen auch gut einschlafen. Ich bin unfrei, aber fühle mich geborgen und noch mehr an meinen Herrn gebunden. 🥰 Dafür dürfen Fesselungen allerdings bei mir nicht zu restriktiv sein, dann wäre das eher wieder qualvoll...😅 Aber Letzeres wäre auch eher selten der Fall. Also unbequem zu schlafen. 
 
Es gibt viele Varianten deiner genannten Dinge. 

Ich lebe es ja ohne Dom oder Sub Einstufung, Richtung Switch (kein Switch)...anders halt... Im Fluss sozusagen...
Dabei ist "der" Käfig Vorspiel und manchmal auch Aftercare...save Space...und ein "beliebiger" Käfig ein Folterinstrument und somit Spielwiese. Bondage ist ein Hauptbestandteil für mich der sich dann zu Hängebondage und Predicament (Zwangslagen) weiter entwickelt hat. Shibari ist für mich abgesehen von der klassischen Bedeutung, im BDSM Kontext...das ganze Bondage-Ding auf eine höhere Ebene hieven...Professionelle Durchführung mit gleichzeitiger Künstlerischer Note, Endgame sozusagen...auf der Jagd nach Perfektion 🤗

Das sind einfach nur Werkzeuge und was man damit machen kann, ist ja nur die Frage, wie man die benutzt oder womit man das kombiniert oder was ich mache, während Bottom so eingeschränkt ist und ob es da direkte Interaktion gibt oder nicht. Mit welchen Gedanken möchte ich den Kopf füttern und welche Stimmung soll das haben? Der Käfig zum Beispiel ist etwas ganz anderes, wenn ich nebenbei anfange das vorzubereiten, was ich anschließend machen möchte oder nach dem "scheinbaren Hauptteil" wegsoperre, um meine "Ruhe" für etwas anderes zu haben. Und wenn ich bei letzterem noch einen Vorhang zumachen kann oder mit einer Decke abhänge, ist das auch anders als wenn ich es mir davor sichtbar in einem Sessel bequem mache.

Wie immer ist es eben nicht das "Was", sondern das"Wie", das einer Sache seine Bedeutung in diesem Moment gibt... 🤷🏻‍♂️

Ich kann mit kleinen Unterschieden ganz andere Erwartungen in einen Kopf pflanzen und beobachten, welche Verästelungen dieses Pflänzchen bildet - dabei stützen und beschneiden, bis ich es so in Form gebracht habe, wie ich es mir vorstelle oder einfach nur eine Weile zusehen, wie es von ganz allein wächst.

Jede Praktik hat so viele kleine Stellschrauben, dass sich da keine festen Bedeutungen zuordnen lassen...

Und selbst dem Pet, für das Käfig "Safespace" bedeutet, kann ich diesen auch kaputtmachen, wenn ich wollen würde, indem ich an ein paar Schräubchen etwas drehe. 

Vor 3 Stunden, schrieb Bratty_Lo:
Ich finde Käfig, Fixierungen und Shibari jetzt alles sehr verschieden. Insbesondere Shibari kann komplex und vielfältig sein. 
 
Ich denke grundsätzlich kommt es so auf das Gefühl an, welches erzeugt werden soll. Fixierungen oder ein Käfig können auch einfach Mittel zum Zweck sein. 
 
Grundsätzlich können ein Käfig, Fixierungen oder Bondage ja dafür sorgen, dass man  sich fallen lassen kann. Ein Käfig kann für ein PET ein Rückzugsort und "Safe Place" sein. 
Ich liebe es sehr, "geparkt" zu werden, wenn ich nicht gebraucht werde. Allerdings eher im erniedrigenden Sinne einer Nicht Beachtung. 
 
Steht ein Käfig im Raum mit mehreren Teilnehmern und darin ist nackt die Sub, hat das nichts mit Safe Place zu tun, sie wird erniedrigend zur Schau gestellt. Quälen kann man durch den Käfig und sie mit spitzen Gegenständen ärgen. Sich zurückzuziehen geht ja nur begrenzt. Außer sich von einer Ecke verzweifelt mehr in die andere Ecke des Käfigs versuchen zu begeben. 😅 Brennesseln reinschmeißen, man kann sich allerlei fiese Dinge überlegen. Auch den Kopf oder Gliedmaßen fixieren. Dann wird es eher unbequem, wenn man im Käfig eine "Zwangsposition" einnehmen muss. 
 
Shibari geht ja auch eher schmerzhaft und unbequem oder auf eine sehr loslösende Art. Wo man sicher auch in ein Fallen lassen völliger Unbeschwertheit kommen kann. 
 
In Fixierungen fühle ich mich wehrlos und hilflos. Ich habe erst gar nicht die Möglichkeit Schmerz zu entkommen und meinem Herrn gefällt das. Die Peitsche tut mir untenrum viel zu sehr weh, ich würde meine Beine immer wieder zusammenziehen. 😭 Er kann sie nur mehrmals hintereinander durchziehen, wenn ich gespreizt fixiert bin. Er möchte mir natürlich zumuten, was er für angemessen hält und sieht mich auch gerne leiden. Bei Sadisten ist Leid wohl gerne geschehen. Auch Angst durch die Ausweglosigkeit der Lage. 
 
Dann gibt es ja eher Fixierungen um zur Ruhe zu finden, Halt zu finden. Das fällt mir eher schwer. Manchmal dauert es. Ich bin dabei eher frustriert und mag Enge für mich nicht so sehr. Einige sind allerdings gerne "beengt" vom Körpergefühl her.
 
Abends mag ich es und kann dadurch inzwischen auch gut einschlafen. Ich bin unfrei, aber fühle mich geborgen und noch mehr an meinen Herrn gebunden. 🥰 Dafür dürfen Fesselungen allerdings bei mir nicht zu restriktiv sein, dann wäre das eher wieder qualvoll...😅 Aber Letzeres wäre auch eher selten der Fall. Also unbequem zu schlafen. 
 
Es gibt viele Varianten deiner genannten Dinge. 

Klar, Shibari usw sind alles unterschiedliche Praktiken, aber alle fixieren und darum geht es und die eigenen Bedeutung dahinter.

Ich sehe viel mehr eine Kunstwerk zu gestalten als sexuelles interesse.
Beim zweiten Punkt kann es gerne schnell gehen und nicht ästhetisch schön.

vor 2 Stunden, schrieb towel:

macht frei von 'wie soll ich mich verhalten'- gedanken! 

Das finde ich einen sehr guten Punkt @towel. Ja, stimmt!

vor 2 Stunden, schrieb towel:

käfig iss für mich schlicht unlogisch (oder wie mein ex sagte- wie willste mir dann kaffee bringen)

Es ist schon "unlogisch". Aber halt auch wieder nur für einige. Denn eben, die Sub kann darin nichts tun und sitzt da nur drin...

Wenn der Dom sie jetzt allerdings viel lieber im Käfig sitzen sieht, als dass sie ihm Kaffee bringt und er diesen Anblick genießt, dann dürfte dass wohl seine Logik sein...😂

Vor 1 Stunde, schrieb MisstresRainbowdash:

Ich sehe viel mehr eine Kunstwerk zu gestalten als sexuelles interesse.
Beim zweiten Punkt kann es gerne schnell gehen und nicht ästhetisch schön.

Das ist schön

Einige können während Bondage abschalten. Sorgen aus dem Alltag verschwinden und jene genießt einfach mal den Moment.
Zumal ist Shibari auch stylisch. Sowas wie eine Turtleshell oder andere Form von Ropeharness ist sexy.

Genau so ist es für mich, gefesselt verschwinden die Alltagssorgen und -gedanken (fast) vollständig, der andere Teil findet auch im Kopf statt, das Gefühl und wissen, dass es jetzt keine "Handlungsoptionen" - außer an den Fesseln zerren und betteln - mehr gibt und ich ausgeliefert bin. Für mich ist das ein sehr wichtiger Aspekt von Bandage, der gleichzeitig auch ein Gänsehaut-Feeling verursacht. Dabei ist es relativ egal, ob es Seile, Ketten, Folie ist, entscheidend ist das Gefühl der "Hilflosigkeit".  

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