Dies ist ein beliebter Beitrag. Kr**** Geschrieben gestern um 05:21 Dies ist ein beliebter Beitrag. TW (Übergriffe und sex. Gewalt) Das Thema sexualisierte Gewalt und Sexismus ist zwar eigentlich nicht neu, aber mir scheint, dass das Missverhältnis größer wird, wie präsent das Thema zwischen den Geschlechtern ist. Während bei Frauen und soweit ich es beurteilen kann, auch bei queeren Personen offener über Missstände gesprochen wird, kommt das Thema bei Männern scheinbar weiterhin recht wenig vor. Meine Fragen an die Männer sind daher: 1. Betrifft euch das Thema, ist es Teil eures Alltags? Wenn ja, wie? 2. Was empfindet ihr, wenn Geschwister, Mütter, Töchter, Freundinnen, Kolleginnen von euch oder Partnerinnen, Ex-Partnerinnen unter der derzeitigen Situation leiden? 3. Reflektiert ihr euer eigenes Verhalten, eure eigene Sexualität und wenn ja, mit welchem Ergebnis? 4. Redet ihr mit anderen Männern über solche Themen? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? An die Frauen und queeren Menschen habe ich folgende Fragen: 1. Wie begegnet euch das Thema im Alltag? 2. Was würdet ihr euch wünschen, wie Männer mit dem Thema umgehen? 3. Reflektiert ihr euer eigenes Verhalten, eure eigene Sexualität und wenn ja, mit welchem Ergebnis? (Z.B. auch Einfluss von negativen Erfahrungen auf euch) 4. Redet ihr mit Männern über solche Themen? Wenn ja, mit welchem Ergebnis? PS: ich habe den Thread stellenweise so formuliert, dass der Fokus auf Gewalt u. Sexismus Männer -> Frauen etc. liegt, weil dies sehr viel häufiger vorkommt und ich fast keine nicht betroffenen Frauen kenne, aber sehr wohl Männer, die bisher keine Erfahrungen damit machen mussten. Es gibt auch andere Konstellationen und unbestritten leiden Betroffene unabhängig vom Geschlecht darunter.
Dies ist ein beliebter Beitrag. Aberration Geschrieben vor 3 Stunden Dies ist ein beliebter Beitrag. Schwieriger Thread, noch schwieriger formuliert. Ich habe noch nie (bewusst?) Gewalt gegen den Willen einer Frau sexualisiert, wurde aber selbst diverse Male von Frauen sexuell belästigt. Scheine dann wohl eine dieser Ausnahmen zu sein, die du erwähntest. Ich werde persönlich ziemlich jähzornig, wenn ich dergleichen in meiner unmittelbaren Umgebung mitbekomme und finde, es ist eine der charakterlich ärmsten Verhaltensweisen, die bei Männern aufgrund der i. d. R. vorhandenen körperlichen Überlegenheit noch schlimmer ist. Und was glaubst du denn, wie Männer sich fühlen, wenn nahestehende Personen betroffen sind? Ernstgemeinte Frage?
Dies ist ein beliebter Beitrag. Sub007-MissGnadenlos Geschrieben vor 3 Stunden Dies ist ein beliebter Beitrag. Übergriffe sind nie einvernehmlich. Daher ist es kein BDSM und sollte demzufolge sehr hart bestraft werden. Zu 1 Nein. Wird es auch niemals geben. Zu 2 eine Schande für den Ruf der Männer, Zu 3 jegliche Gewalt Frauen gegenüber ein absolutes No-Go Zu 4 solche Gespräche hatte ich noch nicht
Dies ist ein beliebter Beitrag. Si**** Geschrieben vor 3 Stunden Dies ist ein beliebter Beitrag. Bäääng !!! Aus dem Nichts getroffen... Danke, dass du als Mann dieses Thema ansprichst @Krypticon. Das bedeutet mir enorm viel. 🫶 Lass erstmal sacken. Uff...
Dies ist ein beliebter Beitrag. Davina87 Geschrieben vor 2 Stunden Dies ist ein beliebter Beitrag. Krypti ist einer der wenigen hier, die wirklich aktiv einschreiten, wenn sie was mitbekommen. Chat-Schutzengel und so... Muss leider immer wieder feststellen, daß man sich auf 99% der Männer, die sonst immer lauthals betonen, was sie nicht alles tun würden, nicht verlassen kann im Ernstfall. Im RL ist mir vor allem immer wieder aufgefallen, daß Frauen noch am meisten Zivilcourage haben. "Kleine" Männer eher als große. (Vermutlich weil all diese schon selbst erlebt haben, wie es ist, zum Ziel zu werden.) Der 2,09m Kevin steht nur am Rande und schaut zu. (Wirklich erlebt, nur den Namen geändert.)
Dies ist ein beliebter Beitrag. Akira666 Geschrieben vor 2 Stunden Dies ist ein beliebter Beitrag. Gutes Thema : zu1 mittlerweile bin ich der Meinung das diese sowie ähnliche Seiten nicht gerade zum besseren Verständnis beider Geschlechter führen. Eher das Gegenteil... wenn man liest und wie hier einige Männer Frauen ansprechen, könnte man glauben das alle so sind... der gegenseitige Respekt ist da oft komplett flöten gegangen was echt schade für die Männer ist die nicht so ticken. Zu 2 ... ich würde mir wünschen das Männer hier mehr den Austausch suchen und sich deutlich besser reflektieren was ihr Verhalten angeht. Zu 3. Ja das sollten alle Menschen immer wieder tun um Gewalt oder übergriffiges Verhalten zu vermeiden... die Freiheit eines jeden hört da auf wo sie eine andere bedroht... zu 4. es gibt tatsächlich wenige Männer mit denen man sich austauschend über das Thema unterhalten kann... die mit denen ich das kann , nenne ich Freunde
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ch**** Geschrieben vor 2 Stunden Dies ist ein beliebter Beitrag. Also insgesamt ist es irgendwo logisch, dass man sich als nicht-selbst-betroffener nicht gerne mit anderen NSB über unangenehme Themen redet. Sei es Krieg, Hunger, Krankheit oder sexuelle Gewalt. - 1. Es betrifft mich insofern, dass von ca 1/3 meines nicht-männlichen Freundeskreises versuchte oder tatsächliche Übergriffe von Catcalling, Stalking, über Grabschen bis zu KO Tropfen-***s mitbekommen habe. Und nicht ein einziger Täter wurde rechtlich verfolgt bzw verurteilt. Im Alltag bin daher sehr achtsam und sensibel, habe ne Art Paranoia gegenübern allen Männern und teilweise vermeide ich es mit Frauen alleine zu sein oder Wege zu kreuzen beim Spazierngehen. Aus Sorge sie nicht zu ängstigen/triggern, obwohl ich nicht Mal weiß ob es zustimmt. Es sind nicht alle Männer, aber halt extrem Häufig der Täter ein Mann und das Opfer keiner. Daher sehe ich alle Menschen durch diese Brille, wie nen Filter. - 2. Wut, Hass, Verachtung gegen die Täter. Und Leid, wenn geliebte/unschuldige Mitmenschen leiden weil sie verletzt wurden. Teilweise ihr restliches Leben lang. 3. Ja. Mit dem Ergebnis, dass ich sehr vorsichtig mit Leuten umgehe. Vermutlich oft zu vorsichtig, aber ich hab so viele schlimme Verletzungen von Grenzen mitbekommen, dass ich es sehr bewusst vermeide irgendwelche potentiellen Grenzen "live" rauszufinden. Daher geht nichts sexuelles, ohne sehr viel Kommunikation/Vertrauen aufzubauen. 4. Ja, manchmal. Bei aufgeklärten/betroffenen Männern trifft man oft auf uneingeschränktes Verständnis und teilweise Wissen von solchen Systemen. Bei nich betroffenen Menschen meist Verständnis. Aber selten gehen die Gespräche auf die Hintergründe der Opfer ein. Eher kurz Mitleid, schlimm schlimm ja ja. Und dann gibts andere Themen. Und dann gibts da leider ne ziemliche Menge an: "Ja Ja, Schlimm schlimm. Aber bisschen selber Schuld waren sie ja schon, wenn sie einfach von nem fremden ein Getränk genommen und sich auch noch so angezogen haben. Und bevor kein Gericht das bestätigt hat, ist jeder Mann ein Unschuldsengel" - Wie bei vielen Themen ist es wohl so, dass die, die diese Infos brauchen könnten, sie nicht bekommen werden. Aber jedes Gespräch darüber erhöht die Chancen 👍
SM-Art-5-GG Geschrieben vor 2 Stunden (bearbeitet) In meinem eher linken, bürgerlichen Umfeld sind Sexismus und erst Recht sexualisierte Übergriffe kein Thema. Ob tabuisiert oder nicht existent; ich weiß es nicht. Im BDSM-Kontext ist es ähnlich, wobei da eine Tabuisierung offensichtlich ist, da dort zumindest sprachlich sexistische Begrifflichkeiten nahezu regelmäßig Verwendung finden. Zum konkreten Handeln wird gerne darauf verwiesen, dass immerhin KONSENS oder sogenannter Metakonsens herrsche. Nach solchen Beziehungen, insbesondere mit Newbies, hört man dann allerdings doch ab und an völlig anderes ("bin ubertölpelt worden"). Daher ist und bleiben sexuelle Übergriffe, aber vorallem Sexismus, im Bereich des BDSM sicherlich ein sehr spannendes Thema. bearbeitet vor 2 Stunden von SM-Art-5-GG
Av**** Geschrieben vor 2 Stunden Ich finde es ist grundsätzlich schwierig sich über das Thema zu "unterhalten" egal ob Männer oder Frauen betroffen sind. Es wird immer in die emotionale Schiene gehen. Frauen reden ja grundsätzlich mehr und öfter über private Dinge als Männer. Mit der besten Freundin, der Mutter dem Partner, je nachdem. Aber bei solchen Dingen ist es schwierig da kommt die Scham🙈 das Entsetzen 😱 des Gegenübers, der Unglaube 🧐🤨 und und und... Und da hört das reden auf, weil Frau sich nicht gesehen/verstanden fühlt. Männer sind da wahrscheinlich noch viel enger gestrickt. Die Situation von einer Frau "misshandelt" geworden zu sein, dürfte den meisten einfach nur zu peinlich sein um darüber zu sprechen. Und auch da kommen die ungläubigkeit und die Scham gefolgt von dem besten Freund der sich am Ende auch noch darüber lustig macht. Wer will denn sowas? Keiner! Deswegen wird es so oft einfach totgeschwiegen und verdrängt.
Bi**** Geschrieben vor 1 Stunde Ich antworte mal als Mann unseres gemeinsamen Profils. 1. Das Thema betrifft mich tatsächlich nur ganz entfernt, denn in meinem Umfeld gibt es kaum (zumindest bekannt) Betroffene, weder Frauen noch Männer. Im Alltag garnicht. 2. Ich empfinde Abscheu für jene, die dieses Leid verursachen, und Mitleid für die Betroffenen (übrigens nicht nur wenn ich sie persönlich kenne). 3. Ich reflektiere grundsätzlich mein eigenes Verhalten. Meine Sexualität ist Teil meines Verhaltens und wird somit auch reflektiert. Das Ergebnis ist eine stetige Selbstentwicklung. 4. Ja, gelegentlich. Das Ergebnis ist, dass Veränderung nun mal Zeit braucht. Unsere Gesellschaft ist über Jahrhunderte zu dem geworden, was sie jetzt ist. Jetzt Veränderungen in wenigen Jahren zu erwarten ist schlicht utopisch. Zumal diejenigen, von den die Veränderung vollbracht werden muss, statistisch nicht gerade zu den flexibelsten und reflektiertesten Menschen gehören.
Ca**** Geschrieben vor 13 Minuten Vor 1 Stunde, schrieb Avalanche23: Ich finde es ist grundsätzlich schwierig sich über das Thema zu "unterhalten" egal ob Männer oder Frauen betroffen sind. Es wird immer in die emotionale Schiene gehen. Frauen reden ja grundsätzlich mehr und öfter über private Dinge als Männer. Mit der besten Freundin, der Mutter dem Partner, je nachdem. Aber bei solchen Dingen ist es schwierig da kommt die Scham🙈 das Entsetzen 😱 des Gegenübers, der Unglaube 🧐🤨 und und und... Und da hört das reden auf, weil Frau sich nicht gesehen/verstanden fühlt. Männer sind da wahrscheinlich noch viel enger gestrickt. Die Situation von einer Frau "misshandelt" geworden zu sein, dürfte den meisten einfach nur zu peinlich sein um darüber zu sprechen. Und auch da kommen die ungläubigkeit und die Scham gefolgt von dem besten Freund der sich am Ende auch noch darüber lustig macht. Wer will denn sowas? Keiner! Deswegen wird es so oft einfach totgeschwiegen und verdrängt. Wenn wir von unseren Liebsten und engsten Freunden ausgelacht werden, gerade bei so einem Thema, dann besteht aber großer Handlungsbedarf und die Hinterfragung, ob dass das richtige Umfeld ist. Dass die Offenheit dazu nicht immer leicht fällt, ist völlig legitim, damit geht ja auch eine große Verletzlichkeit einher - aber genau darin kann auch das Potential stecken, dass der Raum eben sicher ist, in dem sich auch andere Menschen öffnen, ehrlich und verletzlich zeigen. Wir sollten da im Idealfall nicht lernen, lieber zu schweigen, sondern bewusst zu entscheiden, mit wem wir unsere Zeit verbringen.
Ca**** Geschrieben vor 11 Minuten Vor 3 Stunden, schrieb Sub007-MissGnadenlos: Übergriffe sind nie einvernehmlich. Daher ist es kein BDSM und sollte demzufolge sehr hart bestraft werden. Zu 1 Nein. Wird es auch niemals geben. Zu 2 eine Schande für den Ruf der Männer, Zu 3 jegliche Gewalt Frauen gegenüber ein absolutes No-Go Zu 4 solche Gespräche hatte ich noch nicht Woher nimmst du denn die Sicherheit, dass dein Umfeld davon verschont wird? Hoffentlich wird dem so sein, mich interessiert dennoch der Gedanke dahinter, das für sich/andere auszuschließen.
Toy4her Geschrieben vor 2 Minuten *Daumen hoch* für dein Thema. 👍🏻 Auch wenn man(n) noch nicht aktiv ein Täter war, hat man wohl früher oder später doch davon profitiert, dass Frauen (verbaler) Gewalt ausgesetzt waren und sind, kleingeredet, herabgewürdigt oder sexualisiert benachteiligt wurden. Das ist (leider) Teil unserer patriarchal geprägten Gesellschaft und davon können wir uns mit der Vogelstraußtaktik nicht einfach frei machen. Eben weil das so ist genügt es längst nicht mehr, sich nicht als Täter zu betrachten oder nicht negativ auf Frauen einzuwirken. Das hält einzig den miesen Status quo am Leben, das kann nun wirklich nicht das Ziel sein! Es braucht ein breites Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen, Sexismus und internalisierte Misogynie, um erstmal die Chance für nachhaltige Verbesserungen zu bieten. Dazu müssen aus meiner Sicht Erziehung, Medieninhalte, Handeln von Entscheidungsträgern, wie auch das Verhalten von jedem einzelnen darauf ausgelegt sein, eine echte Gleichwertigkeit für alle Personen herzustellen. Auch hier im Forum erlebe ich (öfter als im RL) Gewalt gegen Frauen und es ist widerwärtig wie stark derartiges Verhalten hier Einzug hält, dabei ist völlig egal von dem diese ausgeht. Ich habe das Glück durch meinen Herzensmenschen sehr viele, kluge Impulse und Informationen erhalten zu haben, die einen persönlichen Aufarbeitungsprozess in Gang setzten. Ich versuche gegen das, was ich von kleinauf als Gesetzmäßig vorgelebt bekam, anzugehen und entdecke immer wieder mal neue kleine blinde Flecken. Zum Glück gibt es inzwischen zahlreiche und laute feministische Stimmen, die da neue Perspektiven und Fakten liefern. Ohnehin glaube ich, dass wir Männer bei diesem Thema gut daran tun, Frauen zu fragen, ihnen bei ihren Themen zuzuhören, ihnen Raum für ihre Themen zu geben, ja diese auch zu teilen und solche Eindrücke anderen zu spiegeln. Und wenn wir, jeder für sich, das eigene Mindset selbständig hinterfragen, im eigenen Umfeld achtsam mit dem Thema umgehen, Missstände klar benennen, Frauen ein offenes Ohr schenken und unterstützen dann sind wir keine Helden, echte Kerle oder Einhörner, dann tun wir einfach das bare Minimum, nix weiter.
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