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"Steh auf Männchen" - Ein Gedicht


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Tief sehn wir uns in unsre' Augen. 

Können unser Glück kaum glauben. 

Dass wir uns so schnell verstehn. 

Und gleich heut nach Hause gehn. 

Grad noch haben wir gesessen,

im Restaurant und gut gegessen.

Konnten reden ganz vertraut,

und Dynamik aufgebaut. 

Kurz darauf war es uns klar. 

Diese Nacht wird wunderbar. 

Deine Wohnung ist nicht weit. 

Hoch zu dir und sind bereit. 

Unsre' Leidenschaft zu leben.

Spürn wie unsre' Körper beben. 

Kurz ins Bad und frisch gemacht. 

Auf zum Bett, beginnen sacht, 

uns zu Küssen, schnell wird's wilder. 

Mein Kopf malt schon die schönsten Bilder. 

Hände wandern, Zungen kreisen, 

unsre' Körper gehn auf Reisen. 

Bist wie Wachs in meinen Händen, 

fühl das Beben in den Lenden. 

Fügst dich mir, ganz brav und zahm. 

Ein süßes Kätzchen in meim' Arm. 

Jetzt möchte ich den Hauptgang starten, 

doch du bittest mich zu warten.

Mit zuckersüßem Blick auf mich: 

"Hab noch ein Geschenk für dich." 

Selbstzufrieden lieg ich da, 

denk diese Frau ist wunderbar. 

Habe heut den Hauptgewinn, 

jubeliere in mir drin. 

Dann kommst du zurück ins Zimmer, 

seh nicht viel im Mondenschimmer. 

Doch was ich erblicken kann, 

hast dein Höschen wieder an. 

Und was hälst du in der Hand? 

Hör deine Stimme: "Geh zur Wand!" 

Verschwunden ist das Schmusekätzchen, 

das brav lag an seinem Plätzchen.

Klingst auf einmal nicht mehr lieb. 

Plötzlich holst du aus zum Hieb. 

"Geh zur Wand, sag hörst du schwer?!" 

Plötzlich fühle ich mich leer. 

Ich stehe auf und stell mich hin. 

Was hat diese Frau im Sinn? 

Und was ist mit den Höschen los? 

Das stimmt was nicht, was ist das bloß? 

Plötzlich dämmert der Verdacht, 

was du hast für mich erdacht. 

Doch bevor ich protestier, 

fühl ich Fesseln fest an mir. 

Im Augenwinkel seh ich dich,

hast ein Grinsen im Gesicht. 

Und sehe auch an deinem Slip, 

bringst du an mit viel Geschick,

etwas das mich Schrecken lässt, 

doch sicher weiß ich, ich sitz' fest.

Ganz in Ruhe, lässt dir Zeit, 

machst du uns gekonnt bereit. 

Zum Rückzug ist es viel zu spät, 

kann nur raten was nun steht, 

mir in dieser Nacht bevor.

Hör deine Stimme in meim Ohr, 

Wieder honigsüß und zart, 

streichlst sanft durch meinen Bart.

"Entspann dich Schatz.", und schmiegst dich an. 

Ich geb mich hin, steh meinen Mann... 

 

 

 

 

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