
Freie Liebe
Freie Liebe - Zu schade für eine/n allein?
Freie Liebe - Zu schade für eine/n allein?
Das Konzept „Freie Liebe“ wurde von amerikanischen Sufragetten (Frauenrechtlerinnen) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelt. Feministische Ikonen wie Woodhull und Goldman setzten sich dafür ein, Frauen vom Zwang zu befreien, für ihre wirtschaftliche Versorgung sexuelle Beziehungen ohne Liebe eingehen zu müssen. Die Idee wurde während der sexuellen Revolution in den 60ern des 20. Jahrhundert wieder aufgegriffen und auch von der sogenannten Generation der Hippies propagiert. Kern des Konzepts der Blumenkinder war die Überzeugung, dass die Monogamie unnatürlich sei und sowieso ein Herrschaftsinstrument des Patriarchats, das es abzuschütteln galt. Doch freie Liebe ist nicht für jedermann bzw. jedefrau. Viele Menschen reagieren mit starker Eifersucht. Für sie gehört Eifersucht zur Liebe dazu und wird als stabilisierender Faktor in einer Beziehung angesehen. Dabei ist Eifersucht vielleicht kaum mehr als Verlustangst und fehlendes Selbstwertgefühl. Auch polyamore Menschen können eifersüchtig sein. Jedoch nehmen sie Eifersucht nicht als Naturgesetz hin, sondern haben an ihrer Lebensweise so viel Freude, dass sie gelegentliche Eifersucht in Kauf nehmen. Sie wollen ihren Partnern in der Liebe mehr Freiheit lassen und sind bereit, ihre eigenen Ängste zu konfrontieren.


