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Safe Words bei Fetisch & BDSM

Das Safe Word ist wichtig. Klar, die Vorstellung, dass es kein Zurück mehr gibt ist geil, aber in der Praxis geht Sicherheit einfach vor. Worauf bei der Wahl des richtigen Safe Words geachtet werden sollte erklärt Lexie Bauer. 

 

Safe Words stellen in vielen verschiedenen Bereichen der Sexualität ein wichtiges Mittel dar, um den Gegenübern zu signalisieren, dass eine sexuelle Handlung sofort unterbrochen werden muss. Diese Idee ist besonders für Menschen, die BDSM praktizieren von wichtiger Bedeutung, um Gefahren und Unwohlsein zu vermeiden. Safe Words, auf die sich sexuell aktive Menschen einigen, damit der Sex in einer bestimmten Form unterbrochen oder verändert wird, sollen deshalb im Voraus besprochen werden. Übers Ficken reden, über No-Go’s reden, das alles kennen wir und wenden es an, um unser Sexleben genussvoller und risikoärmer zu gestalten. Wie aber finde ich gemeinsam mit den Menschen, mit denen ich spiele, das richtige oder angemessene Wort?

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Das Safe Word sollte eindeutig sein

Diese Frage stellen sich viele Pärchen. Selbstverständlich sollte das Safe Word so eindeutig sein, dass das Gegenüber sofort versteht, was Sache ist - dass die Handlung unterbrochen oder verändert werden muss. Dafür eignet sich kein „ahhh“, kein „ohhhh“ und meist auch kein „nein“ oder „hör auf“. Das spannende an manchen Sexspielen ist doch genau die Tatsache, dass (zumindest in der Fantasie) verschiedene Grenzen angetastet werden, da kann ein spielerisches „hör auf!“ sogar ein geeignetes Statement sein, um die andere Person(en) ordentlich anzuspornen und noch geiler zu machen. Vor allem bei Rollenspielen.

 

Wörter als Lustkiller

Aus eigener Erfahrung kenne ich diese seltsamen Situationen, in denen ein gemeinsames Brainstorming nach einem Safe Word zu Ratlosigkeit oder Lachanfällen führen kann. Lachanfälle sind sicherlich nicht verboten im gemeinsamen Spiel, jedoch wäre es von Vorteil, diese in besonders heißen, erotischen Momenten zu umgehen. Also sind Wörter wie „Klopapier“ vielleicht auch ungeeignet oder stellen sich als absolute Lustkiller heraus.

 

Das Ampelsystem als Safe Word

Einige Personen lösen das Problem mit einem Ampelmodell: Grün bedeutet alles cool, mach weiter. Gelb steht dafür, dass die aktuelle Handlung gerade noch so geht, aushaltbar und geil ist, jedoch eine Verstärkung der Handlung eventuell zu einem „roten Zustand“ führt. Rot bedeutet: Hör sofort auf, lass das sein, das macht mich nicht (mehr) an.

Beim Bondage über Farbenlehre nachdenken, das kann von vielen auch als eher unsexy wahrgenommen werden. Schließlich hat das Kommentieren von Praktiken anhand einer Farbenskala für manche einen pädagogischen Beigeschmack und erinnert mich häufig an eine sogenannte „Lautstärkenampel“, welche in Schulklassen eingesetzt wird, um freche SchülerInnen zur Ruhe zu bitten. Falls das nicht deine Art von Rollenspiel ist: womöglich eher ungeil.

Wer keine Lust auf das Ampelsystem hat und dieses sogar unerotisch findet, ist also weiterhin auf der Suche nach DEM Wort. Es sollte ein Safe Word sein, das für gewöhnlich nicht im Sexspiel auftaucht, um Verwirrungen zu vermeiden. Außerdem wäre es optimal, wenn durch ein Wort das Spiel trotzdem in veränderter Form genauso geil weiterlaufen kann. Wir sind also auf der Suche nach einem heißen Wort, das unmissverständlich wahrgenommen wird, jedoch trotzdem auf eine erotische Weise ins Spiel miteinbezogen werden kann.

 

Auf welches Safe Word habt ihr euch geeinigt?

Meine Freundin und ich, wir haben uns nach einer langen Suche auf das Safe Word „Dosenbier“ geeinigt. Dosenbier stellt in der Regel kein Thema für uns beim gemeinsamen Spiel dar, es kann also nicht „versehentlich“ gesagt werden. Es eignet sich in der Regel auch nicht dazu, die andere heiß zu machen. Trotzdem hat Dosenbier, insbesondere das gemeinsame Trinken davon, eine für uns sexy Bedeutung. Gemeinsam nach dem Ficken, gemeinsam vor dem Ficken. Dazwischen eher selten.

 

Auf welches Safe Word habt Ihr euch geeinigt? Teilt es uns mit, gebt kreative Anregungen!

Text: Lexie Bauer

 

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