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"Typisch" devot, "typisch" dominant ...


Empfohlener Beitrag

Geschrieben (bearbeitet)

Ich (Mr.) habe hier gerade eine Aussage gelesen, die ich gern allgemein hinterfragen würde. Bei Antworten zum Thema würde ich euch bitten kurz dabei zu schreiben ob ihr selbst devot oder dominant veranlagt seid, das ist für die Betrachtungsweise eurer Antwort nicht unerheblich.

 

Es fiel in einem anderen Thema von einem devoten Mann die Aussage ich mag das weil ich devot bin.

 

Klar gibt es Dinge die ganz klar als Vorliebe einer devoten oder dominanten Seite zuzuordnen sind.

Spanking z.B. da ist wohl klar wer da aktiv und wer passiv ist.

Bondage/Demütigung/Ohrfeigen .... usw. solche Dinge sind wohl ganz klar verteilt wer da was aktiv und was passiv macht.

 

Aaaaaber .... es gibt Aussagen von dev./dom. Personen die ich hier mal zur Diskussion stellen möchte.

 

Da ich niemanden in seinen Aussagen denunzieren möchte nutze ich mal einige Beispiele und beschreibe sie aus meiner/unserer Perspektive (nicht Meinung).

rimming: Bin ich als Dom nicht mehr dominant nur weil ich es mag meiner Sub das Poloch zu lecken, bin ich nur dominant wenn sie mir das poloch leckt?

Prostatamassage: Habe ich meine Dominanz verloren nur weil ich es liebe von meiner Sub eine Prostatamassage zu bekommen?

Reiten: Darf die Sub beim Sex ihren Herrn nicht in der Reiterstellung beglücken, nur weil sie "on Top" ist und eventuell das Tempo vorgibt.

DirtyTalk: darf nur der Dom dies aktiv ausführen, weil er sonst seine Dominanz verliert?

Getränke reichen: darf nur die Sub dem Herrn ein Getränk reichen, weil er sonst seine Dominanz verliert? 

Spermaküsse: darf nur der Sklave Spermaküsse gut finden weil er devot ist oder darf auch ein dominanter Mann das mögen ohne dabei seine Dominanz zu verlieren.

 

Würde gern eure Meinung auch mit Beispielen lesen und bitte vllt den Hinweis ob ihr dominant oder devot seid.

 

Gruß 

Mr. & Mrs.Dynamite 

 

[Edit] ich hinterfrage hier nicht meine Dominanz, sondern möchte Eure Ansichten dazu erfahren. Ich weiß wie und wo ich stehe und bin da sehr gefestigt.

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

@FingerArtist leider nehmen viele diese "Klischees" sehr ernst und sehen das in der Tat so "eng" ... 

Geschrieben (bearbeitet)

@Mr_Mrs_Dynamite, Ja, ich weiß. Ich glaube, dass diese liberale Ansicht in der BDSM-Community nicht mehrheitsfähig ist.

bearbeitet von FETMOD-MM
@ Nennung eingefügt
FISHERMANS_FRIEND
Geschrieben

Die Ansichten sind genau so vielfältig und doch einzigartig wie auch die Faszination und Vielschichtigkeit des Bdsm. Jeder wie er mag, oder auch nicht

Geschrieben

Absolut sinnfreie Fragen und Beispiele. Jeder so wie er mag und möchte. Es hat nur mit der Kommunikation untereinander zu tun! Alles andere ist zu viel TV geschaut. 

Beste Grüße

Geschrieben

Ich bin noch relativ neu in der Materie und immer noch dabei zu entdecken was mir Spaß macht. Ich habe seit kurzem eine Spielgefährtin die deutlich erfahrener ist als ich es bin und mit der ich das Glück habe verschiedene Sachen auszuprobieren, was uns beiden bis jetzt viel Freude bereitet hat. Ich selber nehme dabei den dominanten Part ein. Ich habe festgestellt das ich sehr sadistisch veranlagt bin. Allerdings genieße ich es auch ihr das Arschloch zu lecken um eines deiner Beispiele auf zu greifen. Und ich versuche eigentlich immer ein Gentleman zu sein. Ich genieße es sie zu dominieren und zu quälen, sie genießt es von mir dominiert und gequält zu werden und wir können beide unsere Vorlieben dabei ausleben. Ich fühle mich nicht auf einmal nicht mehr dominant nur weil ich etwas tue von dem ich weiß das es uns beiden Spaß macht und dabei vielleicht nicht dem, meiner Meinung nach etwas seltsamen, Bild von Dominanzverhalten entspreche. Erlaubt ist was allen Beteiligten gefällt.

Geschrieben

Dev ... ähm ... ein Aufeinandertreffen von Menschen sollte IMMER individuell sein. Wer da mach "Must Have" Programm abspult wird ganz schnell weit daneben liegen. Es gibt kein Typisch dieses oder jenes ... Schubladendenken .. sorry aber ist so

Geschrieben

Was ist devot ? Ich mag wenn sie reitet , Prostatatamassage , Dirty Talk von ihr , Spermaküsse und ich möchte anal entjungfert werden . Ich mag aber auch Küssen , Zärtlichkeit , Oralsex beidseitig und Vaginal . Bin ich dann devot , weiß ich nicht .

Geschrieben

Guten Tag zusammen,

für mich ist die Sache vollkommen klar: Ich kann nur dominant sein, wenn ich auch souverän bin. Und ich bin souverän genug um zu wissen was mir gefällt. Dazu gehört auch, dass ich mich von einer sub bedienen lasse, wie es mir gefällt. Also kann ich es vollkommen selbstverständlich genießen, wenn ich mich von der sub reiten lasse, ich ihr am Po lecke und dabei genieße, wie sie immer geiler wird oder ich ihr die Anweisung gebe mir mit ihren Füßen Lust zu bereiten, bis ich meinen genussvollen Höhepunkt habe.

Genausogut bin ich ganz Kavalier und Gentleman alter Schule. Egal wie dominant, souverän, oder was auch immer ich bin, lege ich viel Wert darauf, dass Menschen sich in meiner Umgebung wohlfühlen. Ich erachte es sogar als meine Aufgabe, das Geschenk, dass mir eine sub mit ihrer Devotion an mich macht, eben als Geschenk anzusehen. Dieses Vertrauen in mich verdient allergrößetn Respekt und höchste Wertschätzung.

In diesem Zusammenhang schätze ich auch einmal mehr das berühmte Zitat, dessen Quelle ich leider nicht kenne:

"Dominant ist nicht jemand, der andere in die Knie zwingt. Wahrhaft dominant ist jemand, bei dem andere das Bedürfnis haben, auf die Knie sinken zu dürfen."

Und soweit ich weiß ist es die Entscheidung jedes Einzelnen, in Absprache mit seinen Partnern, wie er sein BDSM lebt. Mir ist jedenfalls keine Überwachungsbehörde bekannt, die anderen vorschreibt, was wie zu sein hat. (Solange man nicht gegen Gesetze verstößt!)

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein entspanntes Ausleben unserer Lust!

Geschrieben

Dom darf sub das Poloch lecken wenn er möchte
Er darf sich eine Prostata Massage gönnen wenn es ihm gefällt, in dem Fall finde ich ist der devote Part sogar fast schon dazu verpflichtet.
Er darf sich in der Reiterstellung auch befriedigen lassen auch darf der dominante dem devoten ein Getränk reichen....
Ist doch alles vollkommen egal so lange beide glücklich sind 🤷🏻‍♀️
Bin devot

Geschrieben

Was ist mit den Vorlieben der Subs?

Wunscherfüller, weil sie devot sind? Haben devote Menschen nur das eine Ziel im Leben, den Herrn glücklich zu machen? Was ist mit all ihren/seinen Vorlieben? Können diese ein Leben lang unterdrückt werden, nur um den Herrn 24/7 ein angenehmes Leben zu bieten?

Wenn es so ist, respekt!

Switcher

Geschrieben

Hallo,
Um meine Senf auch mal dazu abzugeben. (ich bin selber dominat)

Ich denke es ist einfach eine Auslegungssache, man muss sich ja bei gewissen Dingen nicht unterwerfen, deine genannten Beispiele finde ich gut, man kann es ja immer als Förderung auslegen was die persönliche Dominanz in keinster weise beeinträchtigt.

Um es mit einem Satz zu sagen, das will ich, alsobl gib mir das und erfülle meine Anliegen.

Ich empfinde (meine) Dominanz nicht durch gewisse Handlungen oder Vorlieben, sondern viel mehr wie ich sie aus lebe. Für mich bezieht sich meine Dominanz nicht auf das rein sexuelle sondern viel mehr ist es eine Lebenseinstellung.

Geschrieben (bearbeitet)

Hey @ORuna,

die devote Seite sollte auch auf ihre Kosten kommen, es geht ja schließlich um den Spaß.
Ein ausgewogenes D/S Verhältnis basiert auf der gegenseitigen Lust. Ich glaube, bzw bin ich überzeugt davon dass das eingehen auf die Vorlieben unumgänglich ist und auch immer berücksichtigt werden sollte.

Je nach vorlieben geht man ja aich dieses Verhältnis ein.

Als blöden Vergleich, der couchpotatoe sucht sich auch keine partymaus.

bearbeitet von FETMOD-MM
unötiges Zitat, beeinträchtigt den Lesefluss
Geschrieben

Also wenn man so Dom oder Sub definiert dann hat man glaube ich nichts verstanden. Das klingt nach absolut keinen Plan haben und auch sonst nichts auf den Kasten haben. Leider bei beiden Seiten wenn das irgendwer oder beide so sehen.
Es klingt so als dürfte das Sub keinen Spaß oder Wünsche haben und der Dom muss ein festgefahrener Typ Mensch sein der es nötig hat sich dauerhaft etwas selbst beweisen zu müssen aber innerliche Selbstzweifel hat.

Ganz ehrlich, wenn der Dom gerade sich fesseln lassen würde als Beispiel, kann er wenn er ein "richtiger" Dom ist noch immer die Kontrolle behalten, denn eigentlich weiß man wie die Rollenverteilung ist und wie es sich verhält wenn das Sub der Meinung ist das auszunutzen.
Das heißt Worte und Blicke reichen zum dominieren, egal was man macht und eigentlich wissen beide wie die Rollen trotzdem sind.

Geschrieben (bearbeitet)

@Blueluna, Da geht mir doch gleich das Herz auf.... eine Sub die so etwas auch mag. Ich liebe es für meine Sub ein Setting zu erstellen... okay, das ist derzeit wegen Corona echt schwer. Aber vor genau einem Jahr habe ich meine damalige Sub eingeladen mit den Worten, sich für zwei Tage Sachen mitzunehmen und das wir in die Oper gehen. Okay, ich habe nicht ganz uneigennützig mir einen Tenor angehört, den ich immer mal live hören wollte, aber egal. Ich hatte für das Setting gesorgt, mit der Ferienwohnung, dem Restaurantbesuch nach der Vorstellung... und wir beide wussten ganz genau was noch passieren würde.

Was ich damit sagen möchte ist, dass Dominanz nicht einfach nur daraus besteht, sich dominant zu verhalten. Einfach mal auf die Träume und die Vorstellungen der Sub einzugehen kann erfüllend sein... 

 

LG

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
unötiges Zitat, beeinträchtigt den Lesefluss
Geschrieben

Guten Morgen allerseits 

Das ich/wir diese Fragen nicht grundlos gestellt haben ist klar, wir leben BDSM und unsere derartige Beziehung ja nicht seit gestern, man geht auf Veranstaltungen, Stammtische, BDSM Events und lernt dort auch andere Paare und Ansichten kennen.

 

Ich (Mr.) fand es immer sehr erschreckend und amüsant wenn dort die Herren dann der Meinung waren "Ich bin DOM sowas mache ich nicht, dann wäre ich ja nicht mehr dominant!" Oder noch besser, anderen ihre Dominanz absprechen nur weil sie selbst so nicht "spielen"

Wie gesagt, die o.g. Beispiele dienten nur zur Diskussion und spiegeln nicht meine/unsere Meinung wieder.

Wir haben beide unseren Spaß, genießen beide das worauf wir Lust haben. Wir leben UNS, nicht die Geschichte der O oder diesen Gray oder sonst was (übrigens beides weder gesehen noch gelesen).

 

Ein Kompliment an alle Beteiligten.... schöne Konversation, auch dass kennen wir in solchen Fällen durchaus anders  ;)

 

Geschrieben

Ich bin der Meinung, dass es kein typisches dominant und kein typisches devot gibt. Jeder Mensch ist unterschiedlich "verkabelt" und ein Dom ist nicht kein Dom nur weil er zum Beispiel es mag wenn die Sub ihm einen Finger in den Po schiebt. Ich zum Beispiel mache das bei meinem Herrn sehr gerne, trotz das ich devot bin und er dominant. Ich weiß einfach wie ich ihn glücklich machen kann und was ihm gefällt, also - so what?

Geschrieben

Ich finde Du hast es in Deinem letzten Satz auf den Punkt gebracht!

Für mein Empfinden bin ich als devoter Part auch nicht "on-Top" wenn ER WILL daß ich ihn reite. Mag sein daß es Devote gibt die dabei ein Gefühl von "ich führe jetzt" bekommen, aber das halte ich für einen Trugschluß ;)

Wenn die Fronten geklärt sind kommt der devote Part nicht auf die Idee die Situation auszunutzen. Weiß Dom daß der / die Sub bei sowas gerne mal über die Stränge schlägt, kann er es ja auch ganz bewußt einsetzen um Sub in Sicherheit zu wiegen und dann einen schönen Grund haben sie / ihn wieder "auf den Teppich" zu holen.


Jeder spielt anders, bzw jede Kombination aus Spielpartnern ist individuell...

Geschrieben
Am 26.12.2020 at 09:50, schrieb Mr_Mrs_Dynamite:

Getränke reichen: darf nur die Sub dem Herrn ein Getränk reichen, weil er sonst seine Dominanz verliert?

Ich bin vor Jahren mal auf einer SM-Party irrtümlich für devot gehalten worden, weil ich einer Frau Feuer gegeben habe. War reiner Zufall. Ich bin Nichtraucher, hatte aber eine brennende Kerze in Reichweite stehen. Direkt danach wurde ich gefragt ob ich ihr nicht den Rest des Abends dienen wolle... ¬¬

Diese Begegnung ist mir bis heute im Gedächtnis geblieben, und ich reagiere seitdem extrem allergisch wenn mir jemand mit irgendwelchem 'Wahrer Dom' / 'Wahrer Sub'-Getue kommt.

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Ich komme mir sicher nicht devot vor, nur weil ich eine Sub lecke, oder rimme!

Ebenso ist es sicher nicht "schwul", sich eine Prostata-Massage geben zu lassen.

Dieses ganze "Schubladendenken" aus irgendwelchen "Katalog-To-Do's" ist für mich Quatsch!

Macht was EUCH gut tut, dann ist es auch gut - und Andere hat es nicht zu interessieren - PUNKT!

Geschrieben

Simple Antwort: das Zielgehirn macht die Regeln. Was immer ein Mensch denkt, weil Du X Y Z tust, das bist Du in seinen Augen. Egal, wie irrational, egal, wie falsch.

Da gibt es keine einheitlichen Regeln. Aber man kann relativ sicher sein, daß das Zielgehirn seine Interpretation mit der Realität verwechselt. Und da kann dann auch mal der Respekt unverdient flöten gehen.

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