Jump to content

Kleiderordnung für die Sub, und der Herr in Jogginghose?


Empfohlener Beitrag

Geschrieben

Ich habe es mit meinem Ex selbst erlebt, ich habe immer wieder Kleidervorschriften erhalten, musste Kleidung tragen, die nicht mir, dafür aber ihm gefiel. Egal ob "Outdoor Kleidung" oder Dessous, dem Herrn sollte es schließlich gefallen und zusätzlich anheizen. Alles schön und gut, aber darf die Sub nicht bitte auch was fürs Auge dargeboten bekommen und nicht immer nur Jogginghose? Einmal habe ich ihm sexy Boxershorts von meiner Shoppingtour mitgebracht, seine Reaktion? Ich solle die zurückgegebenen, sowas würde er nicht tragen! 

Wie seht ihr das? Ist Kleiderordnung eine Einbahnstraße? Oder hat auch ein Dom/Herr/Meister sich für seine Sub ins Zeug zu legen?

Geschrieben

Ich mag Kleidervorschriften, käme aber nie auf die Idee ihm welche zu machen. Das habe ich nicht mal mit meinem Vanillepartner gemacht. Da würde ich bei Dom erst recht nicht auf die Idee kommen. Nett fragen, könnte aber drin sein. Ganz bestimmt fange  ich aber nicht damit an, ihm Unterwäsche zu kaufen, ich bin nicht seine Mama!

 

Allerdings erwarte ich von meinem Partner ein gewisses Gespür für angemessene Kleidung. Ich gehöre zu der Generation, die eine Jogginghose außerhalb des Hauses und jenseits des Sports nicht angemessen findet. Und es gibt Momente, wo ein Anzug angemessen ist, diese sollte er selbstständig erkennen. Wenn gefragt, berate ich bei der Auswahl. 

 

Also entweder du akzeptierst wie dein Herr sich kleidet oder du gehst. Ich halte nicht viel davon den Partner erziehen zu wollen (es sei denn im Machtgefälle.) 

Geschrieben

Wenn in eurem Arangement er das Sagen hat, kannst du ihn nur lieb bitten und deine Wünsche äußern oder dich freundlich verabschieden.

Karl Lagerfeld sagte einst: Wer außerhalb von sportlicher Betätigung Jogginghosen trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.

So ganz unrecht hat er damit meines Erachtens nicht. Es gibt deutlich schönere Hosen die auch super bequem sind. Thai Fischerhosen zum Beispiel. 😉

Geschrieben

Naja, ich trage auch keine Jogginghosen außerhalb der Wohnung oder Sport. Dennoch empfinde ich es teilweise auch als einen Akt der Emanzipation von den gesellschaftlichen (Kleider-) Konventionen. Außerdem ist nicht jede Jogginghose gleich ein "Schluffi-Stück". Es kommt eben auch auf den Stil, die Komposition an. Es gibt durchaus tragbare sportliche Ensembles bei denen es einfach zusammenpasst. Versteht mich nicht falsch. Die meisten tragen es aus Bequemlichkeit und achten weniger auf die Optik. Aber genau das ist der Punkt - das ist auch ein modisches "Sch... drauf!". Und das sollte drin sein, insbesondere bei den eher dominanten Geschöpfen.

Eine Andere Nummer ist es, wenn sie ausschließlich nur so rumlaufen. In dem Punkt hat Lagerfeld recht, aber nur in dem Punkt. Auf eine Hochzeit, schick Essen oder Tanzen gehen, trägt man sowas einfach nicht. Und seiner Sub nicht auch mal attraktiver erscheinen zu wollen, um ihr auch mal was zu bieten, spricht nur für egozentrische Ignoranz. Nennen wir´s geistiges Phlegma. Diese geistige, leider typisch männliche Unflexibilität, wird bedauerlicherweise oft als "standhaft/männlich" wahrgenommen (ihr wisst schon, dieses "Fels-in-der-Brandung-Ding). Das hat mit Dominanz, Standhaftigkeit und Männlichkeit aber rein gar nichts zu tun! Zur geistigen Reife gehört halt auch externe Impulse aufnehmen zu können und dies in die eigene Entwicklung einfließen zu lassen. Hierbei kann eine Jogginghose durchaus ein Marker für geistigen Stillstand sein. Ja, in meiner frühen Jugend habe ich auch noch draußen Jogginghosen getragen. Ist aber lange her.

Und beide Seiten sollten souverän genug sein, um daraus nicht gleich eine "Erziehungsnummer" alà "Ich bin doch nicht seine Mama" zu machen. Wie Freud schon sagte, ist eine Zigarre im Traum manchmal nur eine Zigarre. Und in dem beschriebenen Beispiel ist es manchmal auch nur eine Idee, um es für beide schöner zu machen. Wer hat denn nichts davon, wenn Sub ein bisschen mehr angeturnt wird? Eben, beide haben was davon! Mal ehrlich, wenn Dom ein paar Dessous mitbringt, ist er deshalb nicht auch gleich "Papa" - irgendwie total schräg der Gedanke für mich. Mal abgesehen von der ganzen Daddy-Dom-Little-Ageplay-Nummer, empfehle ich hier einfach eine dicke Portion Pragmatismus, Flexibilität und Souveränität. Wenn all das fehlt, um ihn mal aus der Jogginghose zu holen, tja, dann schafft das nur seine Mama...

Geschrieben (bearbeitet)

Dann möchte ich vielleicht ergänzen, dass ich nicht auf "erotische Wäsche" bei Männern stehe, ich will ihn nackt, wenn möglich. Unterhosen für ihn assoziiere ich also mit Alltagsbuxen und die kann er sich wirklich selber besorgen... Oh ja, da würde ich mir wie ne Mutti vorkommen.

Das hat auch nichts mit erziehen wollen zu tun, sondern damit, dass ich ihn als erwachsenen, eigenständigen Mann betrachte. 

Soll nicht heißen, dass ich ihn nicht umsorge... Aber bestimmte Sachen mach ich nicht. 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
Geschrieben

ich werd oft....sehr oft...als pseudo tituliert, da ich mir nich vorschreiben lass, was ich anzieh
aber ganz ehrlich?
ich bin über 40 (schnüff) ...ich weiss, was ich mag, was nich..ich weiss, worin ich mich wohlfühl!
ich brauch da niemanden, der mir sagt, was ich tragen soll! am ...bobbes, ganz ehrlich

und entweder mein style gef#llt wem, oder eben nich- punkt
und ja, ich hab meinen kleiderschrank als nogo deklariert

im übrigen stört mich ne jogginghose an meinem DOM null!

Geschrieben

Ich bin eine FemDom, aber ich würde mich für meinen Sub auch immer schön machen. Und zugleich nur soweit, wie ich mich damit auch wohlfühle.

  • 3 Wochen später...
Geschrieben

Kleidung ist ein sehr weites Thema mit vielen punkten die beachtet werden wollen und die ein erster Eindruck gar nicht liefern kann. Ich persönlich schließe vom zustand der Kleidung eines Menschen gern auf dessen Selbstwertgefühl. 

  • 2 Wochen später...
Geschrieben

Das wird stark davon abhängen wie das Verhältnis ist.

Reine Playpaare die sich nur zur Session sehen haben natürlich weniger Hebelwirkung.

Augenhöhe ist wohl Grundvoraussetzung wenn SUB auch Forderungen stellen will, die mit dem Spiel an sich nichts zu tun haben.

Kleidervorschriften sind Teil der Kontrollabgabe, somit recht einseitig.

Die Flugbegleiter bestimmten ja auch nicht ihre Uniform;)

Ich würde die Jogginghose als Provokation sehen.

Aber wenn es ein Dauerzustand ist, sieht das anders aus.

Geschrieben

Moin zusammen,

mal ein paar Gedanken die mir beim lesen so durch den Kopf gegangen sind:

- Jogginghose ist nicht gleich Jogginghose! Dazu mal zwei mögliche Extreme: Die alte Trainingshose; Verwaschen, ausgeleiert, ausgeblichen. Oder was schickes: Gut sitzend, gebügelt, aus Seide oder vielleicht aus grobem Leinen

- Ich denke einem Dom kann es nicht schaden die Vorlieben seiner Sub zu kennen. So kann seine Kleidung auch eine Belohnung für Sub sein oder aber darstellen das Sub heute mal gar nichts zu wollen hat.

- im allgemeinen bin ich der Meinung ein Dom sollte tragen was er für richtig hält, und im Rahmen der dadurch gegebenen Grenzen dem Geschmack seiner Sub entgegen kommen ...am Ende, egal ob Dom/Sub oder wie auch immer, sollen/wollen ja beide Spaß haben

- Kleidung beeinflusst nicht nur das Aussehen, sondern auch das eigene Körpergefühl und damit die Ausstrahlung

Geschrieben

@Dragonclaw-
ich find deinen letzten satz sehr gut!
denn das iss bei mir z.b. auch der punkt, weshalb ich kleidungsvorschriften zum nogo deklariert hab...

was hab ich von, wenn irgendwer meint, mich komplett ändern zu wollen, 'neu zu formen', wenns mir dabei nich gut geht...was strahl ich dann wohl aus?

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Doms Vorschriften zu machen ist ein gefährliches Eisen und sollte man nicht tun... Aber wie in allen Bereichen bei Tieren und bei Menschen spielt man mit Reizen und das schließt auch das aussehen ein... Man sucht sich sein Partner und seine Partnerin anhand von Merkmalen aus. Da muss das aussehen keine entscheidend Rolle spielen, aber jeder hat no hieß, die an Klamotten beim gegenüber garnicht gehen... Aber genauso gibt es Kleidungsstücke oder gewisse Dinge die das dienen umso schöner macht man quasi williger im Kopf wird. Diese Tatsache muss man ab und zu manchen festen Partnern in Erinnerung rufen. Letztendlich zeigt man dem devoten Part damit auch Wertschätzung

Geschrieben
vor 7 Stunden, schrieb Tami:

Doms Vorschriften zu machen ist ein gefährliches Eisen und sollte man nicht tun... Aber wie in allen Bereichen bei Tieren und bei Menschen spielt man mit Reizen und das schließt auch das aussehen ein... Man sucht sich sein Partner und seine Partnerin anhand von Merkmalen aus. Da muss das aussehen keine entscheidend Rolle spielen, aber jeder hat no hieß, die an Klamotten beim gegenüber garnicht gehen... Aber genauso gibt es Kleidungsstücke oder gewisse Dinge die das dienen umso schöner macht man quasi williger im Kopf wird. Diese Tatsache muss man ab und zu manchen festen Partnern in Erinnerung rufen. Letztendlich zeigt man dem devoten Part damit auch Wertschätzung

gefährlich klingt cool 

  • 1 Monat später...
Geschrieben

Ein dominanter Part sollte Anzug tragen oder was vernünftiges! Schlabberlook und Jogginghose geht gar nicht finde ich.

 

Ist aber Ansichtssache 

Geschrieben

@SirStricte "Sollte" gibt es in dem Sinne nicht. Gemacht wird, was gefällt. Gerade dieses Klischee, dass ein Dom nen Anzug tragen "sollte" wo kommt das her? 

Geschrieben
vor 7 Stunden, schrieb SirStricte:

Ein dominanter Part sollte Anzug tragen oder was vernünftiges! Schlabberlook und Jogginghose geht gar nicht finde ich.

 

Ist aber Ansichtssache 

nimms mir nich übel, aber grad als 24/7er find ich diese anzugnummer eher lächerlich..wie tea auch sagte, sehr klischeehaft und absolut nich autenthisch

  • 11 Monate später...
Geschrieben

Ich kleide mich als Dom gerne auch mal gut. Prinzipiel bin aber kein Anzug Typ. Bevorzugt fürs Spiel im Untily-Kilt und Hemd oder T-Shirt. Geschmäcker sind eben verschieden.

Aber ich habe auch eine extra verranzte Jogginghose und ein gutes Feinrippunterhemd mit Flecken die sich nichtmehr entfernen lassen.

Kommt eben auf das Szenario an. Wenn es um Demütigung geht mache ich mich eben anderst "schick". Den Graben so groß wie möglich ziehen. Wie schön ist es doch wenn die aufgetackelte Sub ihren Schlabberlook-Dom verwöhnen muss und dabei weiter behandeln muss wie den Herrn, den er eben aktuell überhaupt nicht darstellt.

Als Rolle liebe ich es und es wurde auch durchaus als positiv empfunden.

 

Dauerhaft Kelidungsvorschriften gebe ich nicht. Das Geschenke auf Wunsch getragen werden aber schon. Die sind dann aber auch für besondere Anlässe. Hatte aber auch nie das Problem das Sub sich entgegen meines Geschmacks gekleidet hat. Ich glaube dann wäre es auch nicht soweit gekommen.

Wenn es aber so ist und Dom sich dauerhaft gehen lässt ist das eben vorallem langweilig und entbehrt meiner Meinung nach jeglicher Selbstachtung.

×
×
  • Neu erstellen...