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Harte Hand und Plan wichtig?


Jo****

Empfohlener Beitrag

Wenn du Gott zum Lachen bringen willst, mach einen Plan.
Das heißt jetzt nicht, dass ich völlig planlos durchs Leben laufe. Aber ich finde es wichtiger auf die jeweilige Situation flexibel reagieren, sich auf sein Gegenüber einstellen zu können. Läuft ja meistens nicht alles so, wie man es geplant hat. Und das meine ich jetzt ganz allgemein, nicht nur auf SM bezogen.
vor 3 Minuten, schrieb Seilfuchs:

Irgendwo las ich auch etwas von Unsicherheit, selbst Toppersonen insbesondere Dom*mes dürfen auch mal unsicher sein.

Für mich ist immer die Frage wie man damit umgeht wenn man mal unsicher ist.

Es gibt immer mal Situationen im Leben die einen auf die eine oder andere Art verunsichern können. Verunsichert sein bedeutet nicht zwangsläufig wie ein Haufen Elend in der Ecke zu sitzen und zitternd die Hände über dem Kopf zusammen zu schlagen. 

Ich habe beruflich immer mal wieder Situationen in denen ich kurz unsicher bin was die richtige Vorgehensweise ist. Dann stelle ich die Sicherheit her indem ich mir Rat an entsprechender Stelle einhole, den Fall im Team bespreche, ggf die Rechtsabteilung dazuhole. 

Im BDSM gab es auch durchaus schon Situationen die mich kurz aus dem Konzept gebracht haben. Als ich zum ersten Mal intensiv mit meinem Sub in einer Session war, reagierte sein Körper auf eine Art die ich so gar nicht von anderen kannte. Im ersten Moment dachte ich er hätte einen Krampfanfall oder ähnliches. 😆

Es ist die Art, der Umgang damit. Wenn man solche Situationen gut und souverän umschiffen kann und die Subperson im Idealfall gar nichts davon mitbekommt, ist alles fein.

Andererseits gibt es auch Dinge die man vielleicht zum ersten Mal macht, vielleicht hat man sich zuvor viel damit in der Theorie beschäftigt und doch, die Praxis ist dann noch mal eine andere Sache. Ich mag an meinen beiden Subpersonen sehr das ich auch einfach sagen kann, das habe ich noch nie gemacht, ich muss das ein wenig üben um sicherer zu werden. Sub kann dann sagen ob es ok ist oder eben nicht. Wenn Sub kein Versuchskaninchen sein möchte habe ich dafür vollkommen Verständnis. 

Die Erwartung an Dom immer alles perfekt zu können und zu wissen, keine Unsicherheit zeigen zu dürfen, immer total drn Plan zu haben, führt auch dazu das eben viele gar nicht zugeben unerfahren zu sein oder etwas noch nicht gemacht zu haben. Was ich persönlich für gefährlich halte. 

Ich hatte das große Glück als ersten Sub jemanden zu haben dem es nichts ausmachte mit mir viele erste Male zu erleben. Der kein Problem damit hatte mir etwas beizubringen und gleichzeitig eine tiefe Hingabd für mich aufzubringen. Seine Devotion litt kein bisschen darunter das ich Anfangs noch viel herumprpbierte, auch mal Zweifel hatte, überwältigt von meinen Gefühlen war nach den ersten intensiven Sessions.

Ich denke eben genau diese gmeeinsame Erforschen damals, diese vielen ersten Male, haben für uns eine s8 besondere Verbindung geschaffen das wir auch heute noch gerne mal gemeinsam in der Erinnerung schwelgen. 

Für mich ist jede neue Subperson ein neues Entdecken und wachsen und ich kann jedem nur raten sich von zu steifen Bildern der perfekten Domperson zu lösen sondern sich auf einen gemeinsamen Weg voller ersten Male zu freuen. 

Da dieses Thema sehr hohe Wellen geschlagen hat und von vielen missverstanden wurde. Sry es war kein Trigger Thema sondern ehr ernst gemeint. Wenn einige wüssten wie ich bin und funktioniere *ADHS und Autismus* glaube ich würde man es ein bisschen mehr verstehen. Wenn ich sage ich gebe alles ist das eine Einstellung und Leben nicht irgendein Gefühl. Das ausnutzen der Gefühle ist ein Thema m man braucht Nichts ausnutzen was man haben kann also aus liebe.
Ich glaube das ist schwer zu verstehen.

Hohe Wellen sehe ich hier nicht. Es ist eine recht entspannte Diskussion. Mlt vielen Sichtweisen.

Du @Johnny1984 hattest gefragt wie wir das sehen und es kamen einige Antworten. Das mal ein Thema in eine andere Richtung geht ist normal. 

Mit dem Wissen um deinen ASHS und Autismus sieht das Bild ja gleich ganz anders aus. 

Du hast da die Aussage von einer Frau bekommen die dir gesagt hast was du brauchst. 

Wie erfahren bist du denn? Für mich wirkt es als wärst du noch am Anfang. 

Ich kenne dich nicht daher kann ich nur von meinen Erfahrungen mit autistischen Menschen ausgehen. Da sind Härte, Konsequenz und ein Plan im ersten Moment sicher toll. Ich habe die Erfahrung gemacht das Menschen mit ADHS einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben und sich schnell ungerecht behandelt und missverstanden fühlen. 

Ich denke langfristig würde die harte Hand genau dies auslösen. 

Wahrscheinlich ist eine strukturierte, verständnisvolle Person die klar führt und geduldig ist die bessere Wahl. Aber das kann ich mir mutmaßen. 

Vor 1 Stunde, schrieb NoDoll:

Hohe Wellen sehe ich hier nicht. Es ist eine recht entspannte Diskussion. Mlt vielen Sichtweisen.

Du @Johnny1984 hattest gefragt wie wir das sehen und es kamen einige Antworten. Das mal ein Thema in eine andere Richtung geht ist normal. 

Mit dem Wissen um deinen ASHS und Autismus sieht das Bild ja gleich ganz anders aus. 

Du hast da die Aussage von einer Frau bekommen die dir gesagt hast was du brauchst. 

Wie erfahren bist du denn? Für mich wirkt es als wärst du noch am Anfang. 

Ich kenne dich nicht daher kann ich nur von meinen Erfahrungen mit autistischen Menschen ausgehen. Da sind Härte, Konsequenz und ein Plan im ersten Moment sicher toll. Ich habe die Erfahrung gemacht das Menschen mit ADHS einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn haben und sich schnell ungerecht behandelt und missverstanden fühlen. 

Ich denke langfristig würde die harte Hand genau dies auslösen. 

Wahrscheinlich ist eine strukturierte, verständnisvolle Person die klar führt und geduldig ist die bessere Wahl. Aber das kann ich mir mutmaßen. 

Ja da hast du wahrscheinlich Recht. Erfahrungen hab ich leider schlechte gemacht und damit will ich niemanden angreifen definitiv nicht.

vor 6 Stunden, schrieb Teaspoon:

Also Plan A, Plan B oder Plan C 😅)

Also individuell auf und in Situationen reagieren und agieren. 😊

vor 6 Stunden, schrieb Teaspoon:

Gleichzeitig ist zu viel Härte für mich schwierig, weil es mich mit ADS oder Autismus schnell schmeißen kann. Dann hat es nichts mehr mit "(Nicht)Wollen, Motivation und Durchhalten" zu tun, sondern etwas geht einfach nicht (mehr).

Und genau da ist für mich die verbale und auch nonverbale Kommunikation wichtig aber vor allem auch im Vorfeld. Woran kann ich erkennen das Sub gerade beim zu viel angekommen ist wenn Sub es verbal nicht äußern kann?

Bei Junior führte Reizüberflutung früher zu einem stand by Modus. Da konnte man moch so viel mit ihm reden, er hat day nicht aufnehmen können. 

Heute wissen wir, er braucht Körperkontakt, die Hände halten. Heute kann er sich viel besser selbst regulieren was aber nicht immer klappt.

Wenn Sub also nicht kommunizieren kann, macht noch mehr Härte und Konsequenz nicht mehr viel Sinn.

Der Plan, als Domperson kann ich Sub durch Struktur und Regeln helfen im Alltag etwas besser zurechtzukommen aber ich kann nur wenig an äußeren Einflüssen ändern wenn ich Sub nicht im Haus einsperren will. 

vor 1 Stunde, schrieb NoDoll:

Also individuell auf und in Situationen reagieren und agieren. 😊

Ich glaube, so einfach ist das für uns nicht. 😅 

 

vor 1 Stunde, schrieb NoDoll:

Woran kann ich erkennen das Sub gerade beim zu viel angekommen ist wenn Sub es verbal nicht äußern kann?

Ich bin inzwischen so weit, dass ich kurz vorm Kippen noch etwas, wie "ich bin gleich weg" oder "ich schaff nicht mehr lang" sagen kann. Das ist nicht das gleiche wie ein Safeword, es bedeutet, ich merke, dass ich mich gleich abschalte. 

Dann ist die Session evt. vorbei. Aber nicht zwangsweise. Wir sind gerade noch dabei uns auszuprobieren. 

Aber es geht auf keinen Fall mehr, irgendwas mit "harter Hand" durchzuziehen. Ich kann nicht mehr sprechen, aber auch das Denken ist sehr langsam und irgendwie verquer. Und nein, das ist nicht der Subspace. Das kenne ich auch und es ist anders.

Es gab mal eine Situation, da war ich noch in der Zwangsjacke und er wollte mich rausholen. Weil ich auf dem Rücken lag, kam der Befehl mich umzudrehen. Ich konnte es nicht. Was hätte er da Strafen sollen? Ich konnte es nicht! Das Problem war, dass ich nicht wusste ob Rechtsraum oder linksrum drehen. 🤷 Weil ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich mich dieser Entscheidung entzogen, indem ich weg war. Das mag witzig klingen, zeigt aber, wie reduziert ich im shutdown funktioniere.

Inzwischen weiß er das und gibt präzise Anweisungen oder dreht mich einfach selbst, so wie er es braucht.

 

Und ja, da hilft nur reden, reden, reden und zwar vorher und hinterher, weil dabei geht das nicht.

 

vor 1 Stunde, schrieb NoDoll:

Der Plan, als Domperson kann ich Sub durch Struktur und Regeln helfen im Alltag etwas besser zurechtzukommen aber ich kann nur wenig an äußeren Einflüssen ändern wenn ich Sub nicht im Haus einsperren will. 

Manchmal hilft es, die Person einfach sie selbst sein zu lassen und z.b. einfach den richtigen Löffel geben. 😉 Einfach um dem Alltag nicht noch eins drauf zu setzen. 

vor 31 Minuten, schrieb Teaspoon:

Manchmal hilft es, die Person einfach sie selbst sein zu lassen und z.b. einfach den richtigen Löffel geben. 😉 Einfach um dem Alltag nicht noch eins drauf zu setzen. 

Ich denke das gehört mit zur Struktur die ich meine. 😊

 

Also bei mir hilft so ein Zettel, immer nur eine Aufgabe, jetzt das, dann ein "OK"(hier hätte ich mir ein "Gut gemacht" gewünscht, danke für die Idee an @Violet_Fog) und nächster Zettel...nicht das ich auf dem Weg vom Wohnzimmer zur Küche vergesse...was ich da sollte. Das hilft mir wenn ich in dieses Loch Falle.
(Schon krass das man so einfache Dinge dann verbockt)
Oder eine auf den allerwertesten und ne Runde im Keller frieren, das wird schon wieder ; - )
Als top ist es einfacher, wenn im Loch, dann alle Aufgaben auslagern 🤣
vor 7 Minuten, schrieb JaN1na:

Also bei mir hilft so ein Zettel, immer nur eine Aufgabe, jetzt das, dann ein "OK"

Das geht? 😲 Immer nur eine Aufgabe und die fertig machen?

Vor 1 Minute , schrieb Teaspoon:

Das geht? 😲 Immer nur eine Aufgabe und die fertig machen?

Du darfst aber nix von den anderen Aufgaben wissen 😜
Also mal eine Aufgabe am Tag
Darauf dann viele ...etc.

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