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FemDoms und "undommige" Aktivitäten


Aberration

Empfohlener Beitrag

vor 9 Stunden, schrieb Teaspoon:

Und wir müssen auch nicht extra noch schnell ein Halsband oder Fesseln anlegen, bevor er mich aufsteigen lässt, damit ich das Machtgefälle nicht vergesse

Das ist bei uns auch der Fall @Teaspoon. Es braucht das Halsband nun nicht und auch die Manschetten müssen nicht erst angelegt werden. Es kann sein, dass ich mich breitbeinig auf meinen Herrn setze, allerdings nicht in Sessions. Als Spielerei wohl eher. Er kann mich auch auf sich ziehen und nicht mehr loslassen. Und mich ohnehin im nächsten Moment von sich runterkugeln und mich auf den Bauch drehen...😅

Ich kann allerdings auch verstehen, dass im Sessions, um in eine tiefere mentale Ebene aus Macht und Unterwerfung zu kommen, sich eine Session anders gestaltet. Ich darf meinen Herrn da zum Beispiel nicht einfach anfassen. Er mag es nicht. Das würde ihn rausbringen, er ist gerne bei dem, was er tut. Ich sage nicht, dass es nie passen kann, allerdings selten. Und natürlich kann auch mal gelacht werden, passt nur auch nicht in jedes Setting, wobei das recht einfach ist, weil es sich dann gar nicht erst ergibt... Ebenso, wenn beide bestimmte Praktiken im Machtgefälle nicht bevorzugen, bei uns ergibt sich das selbstverständlich. Wir verzichten nicht dem Machtgefälle zuliebe auf Praktiken, wir sind bei bestimmten erst gar nicht. Und im Grunde genommen kann auch alles ohne Session passieren. Nur mögen wir bewusste Sessions. 

Insbesondere, wenn man nun nicht dauerhaft zusammen ist, finde ich es auch nicht schlimm, wenn es erst das Halsband braucht. Ich trage es wohl auch gerne, aber in meine Submission komme ich auch ohne Zeichen. Genug Subs schreiben allerdings, dass sie dann in ihre Submission kommen. Ob mit Halsband oder ob sie sich nackt kleiner fühlen usw. 

Ich kann hier in Bluse und zurecht gemacht rumlaufen, mein Herr in Unterhose und wenn er was sagt, dann wird das wohl nicht das große Thema sein (auch wenn ich in Sessions mal bestimmte Outfits mag). 

Wer sich nun nicht ständig sieht, da finde ich das verständlich, wenn Sub sich nicht spaßeshalber auf die Femdom setzt, weil eine Normalität so nicht gegeben ist, dass man das dann auch ungezwungen mal machen kann. Wenn der Sub bestimmte Anzeichen und Abläufe braucht. 

Mit "Dommigkeit" wird dahingend im bdsm genug gespielt. Ja, manchmal auch für den Sub. Schwierig wird es nur, wenn es anstrengend wird. Wenn man nicht dahin kommt, das auch mal ablegen zu können oder was "einfach so" zu machen. Wenn es immer wieder die Femdom oder der Dom ist, die erst dafür sorgen müssen, dass Sub in den "Betriebsmodus" kommt... 

Dass sich bdsm zunächst doch recht stark über Sexualität definiert, finde ich nicht schlimm. Für wirklich sehr viele Menschen ist bdsm sexuell. Und man sucht diesen Reiz nach Macht und Unterwerfung. Wir hatten allerdings schon frühzeitig auch normale Phasen, einfach da wir uns recht zeitnah auch länger getroffen hatten. Allein aufgrund der Entfernung. Ganz am Anfang waren es wohl reine Sessions, aber schnell nicht mehr. Da ist dann keiner nach einer Session nach Hause gefahren... 

Ich war dann auch schon immer so, wie ich bin. Und ich finde es interessant, wenn wir uns mit seiner Ex-Sub treffen, dass die recht ähnlich ist. Um einen frechen Spruch nicht verlegen! 😁

Auch das muss dann allerdings passen, dass Sub nun keine Angst haben muss und sein kann, wie er*sie ist. Und nicht für eine Session besonders devot, der Witz trifft dann Femdom aber... 

Dafür muss es menschlich passen und das bdsm natürlich auch. Ich weiß nicht mehr, wer es war, ich meine @Violet_Fog die schrieb, dass eine Kennenlernphase durchaus auch anstrengend sein kann.

Zumindest mit einigen Subs empfand mein Herr es wohl ähnlich. Das wäre allerdings fast schon ein eigenes Thema, inwiefern man dem vorbeugen könnte, wie viel man in Sub investiert und wann man vielleicht doch merkt, da lohnt es nicht wirklich, viel Mühe reinzustecken, da wird es nicht mehr viel Entwicklung geben. Und man kann sich auch keinen Menschen "zurechtbiegen". Dennoch möchte man ja Sub in den Bann seines bdsm ziehen. Idealerweise passt die Art schon, aber man formt ja doch immer ein wenig. Mein Herr zumindest gerne. Sofern Sub das auch annimmt und darin aufgeht. Wenn er nicht die Dinge, die ihm wichtig sind 10 mal erklären muss... 

Es dauert dann letztendlich auch und die Zeit bringt es einfach mit sich, dass man das einfach normal leben kann. Dass es da nun nicht erst diesem und jenen bedarf... 

Das ist auch so ne Frage, wie man beginnt. Unsere Grundlagen stehen wohl auch, da sie anfangs bereits sehr herausgearbeitet wurden. Mein Herr hatte daran Spaß, weil ich das angenommen hatte. Es kann aber auch eher Mühe sein. 

Man kann auch ganz anders beginnen und einfach recht normal sein, das langsamer aufbauen und unter weniger sexuellen Aspekten.

Mit "dommig" und auch einer Sexualität spielen Doms und Femdoms ja auch selbst gerne. Wenn das natürlich mühsam wird, bei Sub eine Erwartungshaltung entfacht, wird es auch schwierig... 

Wir hatten auch Treffen, da gab es einfach mal kein bdsm. Weil wir einen Ausflug gemacht hatten oder andere Dinge... Im Prinzip ist das normal, dass niemand ständig bdsm macht. Aber das hängt vermutlich auch davon ab, welche Art von Beziehung es ist, was man alles so zusammen macht und andere Facetten außerhalb von bdsm erkennt, ob man dann zusammen frühstücken möchte und so aufwacht, wie man nunmal aussieht. 

Ich muss mich dahingehend ja auch nicht erst schminken oder fein zurecht machen, um Sub zu sein. Ungeschminkt sieht mein Herr mich gerne. Und auch als Femdom wollte ich das ja nicht nur unter bestimmten Aspekten sein. Und nur ernst genommen werden, wenn... Und sexuell...

Ich finde es schlimm, das immer in so Schubladen gedacht wird. Gibt es nur das eine richtige und alles andere ist dann falsch. Ist es nicht vor allem immer ein empfinden zweier gegenüber stehenden Personen?
vor 7 Minuten, schrieb Leashed-Harald:

Ich finde es schlimm, das immer in so Schubladen gedacht wird. Gibt es nur das eine richtige und alles andere ist dann falsch. Ist es nicht vor allem immer ein empfinden zweier gegenüber stehenden Personen?

Dieses "Schubladendenken" war schon in vielen Themen  immer irgendwie  ein eigenes Thema.  

Ich verstehe deine Argumentation.  Denke sogar ähnlich.  

Man kann und sollte es regelmäßig erwähnen.  Jedoch ändern wird man es nicht können.  

Also nehme ich das hin . Und höre mir weitere Argumente an. 

Deshalb bitte zurück zum Thema . 

Vor 4 Stunden, schrieb Leashed-Harald:
Ich finde es schlimm, das immer in so Schubladen gedacht wird. Gibt es nur das eine richtige und alles andere ist dann falsch. Ist es nicht vor allem immer ein empfinden zweier gegenüber stehenden Personen?

Das ist es ohnehin immer. Bei meiner Frage ging es eher darum, welche Vorurteile/Klischees es diesbezüglich bei FemDoms geben könnte und weniger darum, ob das Empfinden der beteiligten Personen dafür maßgeblich ist, was als richtig oder falsch angesehen wird. Das würde ich uneingeschränkt bejahen, obwohl es durchaus auch Nutzer:innen geben mag, die sich von der Meinung anderer abhängig machen und nicht von ihrer eigenen leiten lassen.

(bearbeitet)
vor 19 Minuten, schrieb Aberration:

Bei meiner Frage ging es eher darum, welche Vorurteile/Klischees es diesbezüglich bei FemDoms geben könnte

Ich muss dazu sagen, es gibt halt von a bis z alles mögliche an Konstellationen.

Ein Bereich der aber maßgrblich für viele Klischees ist, ist das Bild welches von dominanten/sadistischen Frauen gezeichnet wird. Angefangen bei der "in den Staub du Wurm" -Telefonsexwerbung bis hin zu den unzähligen Pornos in denen die Femdom als die unnahbare, strenge Herrin in Lack und Leder eher der Studiodomina (gegen die ich absolut nichts habe) gleicht als einfach einer dominanten Frau die auch einen Alltag hat.

Das oben beschriebene Bild wird aber auch viel von Frauen übernommen und bedient. Die Intentionen dafür sind verschieden. 

Auf Veranstaltungen habe ich beim Beobachten mancher Paare oft den Eindruck sie spielt ihm zuliebe eine Rolle. Auch in themenbezogenen Foren/Gruppen liest man oft Männer die ihre Partnerin zur Domme machen wollen und Tipps dafür suchen oder Frauen deren Partner sich das wünschen und dafür suchen sie nun einen how to Guide. 

Bevorzugte Praktiken wie Keuschhaltung und/oder never inside werden dadurch noch befeuert. Ein Rat den Nachwuchs Femdoms stets hören "lass ihn nicht kommen sonst verliert er seine Devotion" und so trägt sich das von allein weiter. 

Penetration als Dominanzbeweis ist zudem immernoch in vielen Köpfen stark verankert. Ein Mann der penetriert hat Macht über die Frau. Auch das trägt dazu bei das einige Femdoms auf penetrativen Sex verzichten. 

Man müsste sich erst mal mit vielen diesee Klischees bewusst auseinandersetzen und vom "das macht man halt so im BDSM" lösen. 

Tatsächlich hatte ich auch schon Gespräche mit Subs die mich am Ende ablehnten weil ich diesen Klischees so gar nicht entspreche und zum Beispiel nicht strafe, nicht erziehe und Keuschhaltung nur temporär gut finde. 

Das ist ok, wenn es nicht passt ist es so doch daran ist eben messbar wie stark der Einfluss männlich geprägter Bilder dann eben doch wieder ist.

Femdoms die tatsächlich einfach ihr Ding machen und dann ggf. auch mal Bock auf Seestern, Doggy und BJ haben, passen nicht ins Bild. 

Außer natürlich Halsband und Leine sind dabei damit Sub sich weiter subbig fühlt.^^ 

Domme muss 24/7 performen. 

Für mich ist es eine Frage des Kopfes und der Haltung von Sub mir gegenüber. Wenn er seine Devotion verliert wenn ich mich auch einfach mal fallen und gehen lassen möchte, passt es mit uns nicht. 

bearbeitet von Gelöschter Benutzer
  • 2 Wochen später...
vor 3 Stunden, schrieb EveVillanelle:

Tagchen ihr lieben,

also ich bin wahrscheinlich auch eine von den ach so „undommingen“ (sehr geiles Wort 😆)… Femdoms.

Ich würde mich nämlich allgemein als „normal“ beschreiben.

Mann weiß jedoch einfach, dass ich ich bin, so wie ich bin und dass das Machtgefälle nun mal die Basis der Verbindung ist. 

Glücklich macht uns beide, was mir gefällt. Letztens hab ich sogar die granantenmäßig undommige Aufgabe übernommen Zwiebeln zu schneiden.

Zu seinem Glück waren es milde ohne jedwede Auswirkung 😂.

Doch selbst die kleinen scharfen Dinger wären ok gewesen, denn ich hatte Hunger und hab daher schnell selbst was zusammen gezimmert, weil das am schnellsten ging.

Hungrig will mich nämlich wirklich kein Mensch erleben 😁.

Ich lasse mich sogar gerne verwöhnen wenn ich unendlich bequem, weich gebettet auf dem Rücken liege.

Furchtbar 😱, ich weiß! 

Aber was soll‘s, denn wie gesagt…glücklich macht, was mir gefällt, weil es dann ihm gefällt, weil es uns beide dann zufrieden macht ☺️

Ich bin eben keine Dienstleisterin und zur Zeit (Wetterbedingt) insgesamt sogar seeeehr kuschelig unterwegs. 

Freue mich aber auch wieder auf andere Zeiten, da nehm ich ihn mir dann zur Brust, zundere was das Sub (aus)- hält und bin sowas von granantenmäßig dominant unterwegs 🤪…alles tagesformabhängig 🤗

Was sich gehört oder nicht für Frau, Femdom oder wen auch immer, hat mich zum Glück noch nie interessiert. 
 

Am Ende des Tages zitiere ich gerne Frank S. (einen Mann 😳): 

„I did it my way“ 😉

 

 

Einfach toll geschrieben :thumbsup:

Am 24.11.2025 at 17:35, schrieb Vapesklave:

Einfach toll geschrieben :thumbsup:

Vielen Dank ☺️

  • 1 Monat später...
Am 9.11.2025 at 11:03, schrieb Aberration:

Moin zusammen!

Mir fiel in einem anderen Thread gerade auf, dass eine FemDom in Bezug auf vaginalen Verkehr ausschließlich davon sprach, sich "auf ihn zu setzen". Mir entstand der Eindruck, dass dies die einzige Option für sie war, aber ich kann mich natürlich auch irren. Daher dieser Thread:

Ich habe auf FET häufiger von "bestimmten" (Male)Doms gelesen, dass sie XY nicht machen, da es undominant sei (Sub lecken, sie sitzt auf ihm etc.). Ich fand es immer albern, da ich es eher als dominant empfinde, wenn er es macht, wenn er eben Lust dazu hat und im richtigen Kontext kann das alles andere undominant sein aus meiner Sicht.

In Bezug auf FemDoms kam mir gerade die Frage auf, ob es solche Ansichten eben auch aus deren Perspektive gibt: Darf Domme nur auf ihm sitzen, da alles andere undominat wirkt? Gibt es andere Dinge (wie z. B. atkiven Oralverkehr), die so interpretiert werden?

Die Frage richtet sich natürlich an alle, aber nehmt die Diskussion bitte nicht zu ernst und wehe, jemand bringt Steine zum Schmeißen mit 😉

Es ist in meinen vollkommen wumpe wer oben ist. So lange die Dame entscheidet was passiert,  dominiert sie ihn.  

 

Wenn zum Beispiel auf meiner Alpha liege , nimmt sie nur zu gerne meine Warzen ( welche ich ja nicht schützen kann weil ich meine Hände zu abstützen brauche) in die Hand um mich zu steuern.   Ich bin ihr dann komplett ausgeliefert.  

vor einer Stunde, schrieb DragonGirl:

Häkeln ??? 😂

Was habt ihr immer mit Häkeln? 

vor einer Stunde, schrieb DragonGirl:

 

Ab und an macht das auch mal Spaß 🤷🏻‍♀️😅

Einen Kerl dabei zu zu sehen? 

vor 1 Stunde, schrieb DragonGirl:

 

Klar
Vor allem wenn ihm das garnicht liegt und er fluchenderweise versucht ein paar Luftmaschen zustande zu bringen 😅

Was für ein Glück für mich. Das ich nicht euer Sub bin. Denn da dran würde ich wohl wochenlang sitzen und fluchen. Nähen , flechten und sogar Leder zu besticken bekomme ich ohne Probleme hin. Aber Häkeln bekomme ich gar nicht hin. 

Vor 2 Stunden, schrieb Vapesklave:

Was für ein Glück für mich. Das ich nicht euer Sub bin. Denn da dran würde ich wohl wochenlang sitzen und fluchen. Nähen , flechten und sogar Leder zu besticken bekomme ich ohne Probleme hin. Aber Häkeln bekomme ich gar nicht hin. 

Du würdest fluchen, weil deine Partnerin häkelt?

vor 5 Minuten, schrieb Candala:

 

Du würdest fluchen, weil deine Partnerin häkelt?

er würd wohl eher fluchen, weils genauso wenig hinbekommt wie ich!  lach  ich bin da sooo schlecht drin

vor 9 Minuten, schrieb Candala:

 

Du würdest fluchen, weil deine Partnerin häkelt?

Nein ich würde fluchen wenn ich Häkeln müsste. 

vor einer Stunde, schrieb Vapesklave:

Nein ich würde fluchen wenn ich Häkeln müsste. 

Wir wurden damit in der Grundschule gequält, der hämische Kommentar daß mein Topflappen nichtmal als Eierwärmer mehr taugt war quasi das "Abschlußzeugnis".

Und dann war da noch das Zierkissen, das wir besticken mußten, da war ich sogar motiviert dabei, das mittlere Drittel war mit sorgfältig ausgewählten Mustern gefüllt. Am Ende das vernichtende Urteil der Lehrerin "nicht mal die Hälfte ist fertig, das will ich im Herbst komplett sehen" Da hatte ich keine Lust mehr, meine Mutter hat es dann über den Sommer fertiggestellt. Dann kam die Begutachtung und das Resumee "Aha, hast wohl keinen Bock mehr gehabt, die Mitte ging ja noch aber bei dem Rest oben und unten bekommt man Augenkrebs".

Da mußte ich mir dann das Grinsen verkneifen, ich konnte ja nicht zugeben, daß den "Augenkrebsteil" meine Mutter gemacht hatte :joy:

vor 40 Minuten, schrieb Paco2022:

Wir wurden damit in der Grundschule gequält, der hämische Kommentar daß mein Topflappen nichtmal als Eierwärmer mehr taugt war quasi das "Abschlußzeugnis".

Und dann war da noch das Zierkissen, das wir besticken mußten, da war ich sogar motiviert dabei, das mittlere Drittel war mit sorgfältig ausgewählten Mustern gefüllt. Am Ende das vernichtende Urteil der Lehrerin "nicht mal die Hälfte ist fertig, das will ich im Herbst komplett sehen" 

Da kannst du noch von Glück reden.  Meine Mutter hätte es nie für mich fertig gestellt.  

 

Allerdings dieses "Topflappen nicht mal als Eierwärmer ". Wenn ich Hoffnung hätte, diesen Kommentar von meiner Lady zu bekommen . Würde ich gerne den Auftrag dazu entgegen zu nehmen. 

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