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Männlich trotz Submissive


He****

Empfohlener Beitrag

Ein Mann der sich selbst auch als Mann definiert muss für mich sogar männlich sein und seinen Mann im Alltag stehen. Ich mag Subs die größer sind als ich, die Kraft in den Armen haben und nicht rumheulen wie ein kleines Mädchen. Aber das ist meine persönliche Vorliebe. Jede Frau bevorzugt etwas anderes.

Vor 11 Stunden, schrieb laura90:

Ein Mann kann männlich wirken und aussehen und trotzdem submissiv sein. Nein, diese beiden Dinge beeinflussen sich nicht. Das männliche Aussehen ist genetisch. Das männliche Verhalten ist die Persönlichkeit/Entscheidung einer Person. Die Gene, sowie die Persönlichkeit sind doch relativ bis völlig unabhängig von sexueller Orientierung und Präferenzen. Ich persönlich bin heterosexuell und stehe natürlich ausschließlich auf männlich aussehende Personen, die aber devot/submissiv sein sollen und ja, solche Männer gibt es. 

Kann dem nur zustimmen.

Die Frage ist hier vor allem was man unter "Männlichkeit" versteht? Oft stecken da ja völlig veraltete Klischeemuster dahinter von wegen "starker, ungehobelter, aggressiver Mann" vs "schwache, wehrlose, unschuldige Frau" ;)

Der Gegenpol zur Männlichkeit wäre halt die Feminisierung oder Sissifizierung des männlichen Subs.
Das ist aber, zumindest meine Sicht, in erster Linie ein Klischee.
Die meisten echten Femdoms haben da nämlich kein Interesse daran, sondern möchten einfach wirkliche Ergebenheit.

Freitag um 15:56, schrieb LadyViolet_:

Würde ich beides nicht so sehen. Es gibt Menschen die von sich aus nicht so maskulin sind, es gibt Femdoms denen das gefällt und auch Gender Play mögen. Feminisierung ist halt leider voller frauenfeindlicher Klischees in der Standartausführung. Das lehnen viele Frauen natürlich ab. Und viele "Sissys" wollen ja für einen Mann vorbereitet werden, das ist dann auch nicht soo reizend. 

Aber wenn man kreativ ist findet man Variationen, die diese Dinge umgehen. Ich habe eine Vorliebe für Cuties,  egal was für ein Geschlecht. Weder mit maskuline Frauen noch Männer spreche  mich an. Und ich tue vieles von dem was beim Feminisieren gemacht wird. Ich frame es halt anders. Meistens als Slutifizierung, da ist dann auch das Geschlecht egal. 

Sissyfication ist voller Klischees das stimmt. Es wird mit einem stark sexualisierten Frauenbild gespielt. Aber viele Femdoms machen das in der Form .. kann ja auch eine Genugtuung sein zb……

  • 3 Wochen später...

Also im alltag würde keiner denken das ich eine devote seite habe.
Ich bin selbständig, habe die kontrolle und führung, genau daher lege ich diese seite der verantwortung gerne mal ab.

MarburgerSubMarius

Alleine die Ausgangsfrage finde ich irgendwie erschreckend, wobei es natürlich mit der hier oft gestellten Frage zusammenhängt: Was ist eigentlich "Männlichkeit"? Körperlich vom Aussehen, von den Bedürfnissen her usw. ändert sich ja nichts dadurch, dass man devot ist. Wenn es darum geht, dass ein Mann doch selbstbewusst sein müsse um männlich zu sein: Devot ist etwas anderes als unsicher. Jemand, der nur aus Unsicherheit devot tut, sollte sich das genau überlegen: Sub sein ist ja kein Wellnessprogramm "jemand anderes ist für mein Wohlergehen verantwortlich", sondern es kann durchaus auch mit Demütigungen einhergehen. Jemand, der so schon unsicher ist, wird daran zerbrechen. Es braucht also aus meiner Sicht ein gesundes Selbstbewusstsein (im wahrsten Sinne des Wortes: Wer bin ich? Was kann ich? Was bin ich wert?) um Sub sein zu können.

  • 1 Monat später...
Juni 24, schrieb Dark-Queen:

Was macht denn einen Mann zu einem richtigen Mann und was macht eine Frau zu einer richtigen Frau? Haben wir nicht alle eine männliche und eine weibliche Seite?
Muss die weibliche Seite zwingend emotional und weich sein und die männliche Seite stark und maskulin?
Muss man immer alles benennen und darstellen oder ist es nicht einfach schöner, einfach zu fühlen und zu leben was man gut findet und gut tut?
Ich weiss nicht jeder kann so sein wie er will, aber jeder sollte es dürfen.

Für mich ist ein Mann (Mensch) stark, wenn er das Bewusstsein hat, wann er führt und wann er loslassen darf.

Falls man so fragen muss bedeutet es, dass Gesellschaft versucht, die klassische Werte der Männlichkeit oder Weiblichkeit zu verdrehen.
(Ich persönlich sehe "Konflikt" in offener Submissivität die auf Unterwerfung steht und Männlichkeit, die sich hauptsächlich auf weibliche sexuelle Bedürfnisse konzentrieren sollte,unabhängig von eigenem "Kopfkino").

Vor 4 Stunden, schrieb JerryB:

Falls man so fragen muss bedeutet es, dass Gesellschaft versucht, die klassische Werte der Männlichkeit oder Weiblichkeit zu verdrehen.
(Ich persönlich sehe "Konflikt" in offener Submissivität die auf Unterwerfung steht und Männlichkeit, die sich hauptsächlich auf weibliche sexuelle Bedürfnisse konzentrieren sollte,unabhängig von eigenem "Kopfkino").

Ich sehe da ehrlich gesagt keinen Konflikt. Submissivität macht einen Mann nicht weniger männlich, genauso wenig macht Dominanz eine Frau weniger weiblich....

Für mich zeigt sich die Stärke gerade darin, die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und Neigungen zu kennen und selbstbewusst dazu zu stehen.

Die Vorstellung, Männlichkeit bedeute, sich hauptsächlich auf die sexuellen Bedürfnisse einer Frau zu konzentrieren und das eigene Kopfkino hintenanzustellen, finde ich ziemlich widersprüchlich. Eine gesunde Dynamik, egal ob dominant, submissiv oder auf Augenhöhe, lebt für mich davon, dass beide mit ihren Bedürfnissen, Grenzen und ihrer Lust Raum haben.

Vielleicht verdreht die Gesellschaft also gar nicht Männlichkeit und Weiblichkeit. Vielleicht werden einfach nur alte Schubladen langsam zu eng. 😉

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