Dies ist ein beliebter Beitrag. SM-Art-5-GG Geschrieben am Mittwoch um 17:20 Dies ist ein beliebter Beitrag. (bearbeitet) Vor einigen Tagen las ich im Netz - relativ überrascht - dass sich offenbar weite Teile der BDSM-Szene von Marquis de Sade - einem Namensgeber des in den 90er Jahre etablierten Begriffs BDSM - aufgrund des Inhalts seiner Werke distanzieren. Wie steht ihr dazu? Habt ihr die Werke de Sades gelesen? Was hat euch daran gefallen und was nicht? Sollte man das nicht eher als "nur Literatur" und nicht bereits als Handlungsvorlagen/-anweisungen betrachten? Oder ist der Sade für euch evtl. sogar eine "reiche" Inspirationsquelle für die praktische Umsetzung in Sessions? bearbeitet am Mittwoch um 17:22 von SM-Art-5-GG
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 17:53 Dies ist ein beliebter Beitrag. Inspiriert mich immerzu, jemanden ohne Konsens mit Syphillis zu infizieren und anschließend zuzunähen. Oder eben Hausangestellte in Abhängigkeit zu missbrauchen. Beides eben. Und gucke gern zum Essen die 100 Tage von Solom.
Dies ist ein beliebter Beitrag. towel Geschrieben am Mittwoch um 18:03 Dies ist ein beliebter Beitrag. das kanntest du nich?? ich bin irritiert, denn ja logisch sagt mir das was aaaber- de sade war pathologischer sadist! also dem gings nich um 'wir alle haben was davon'! von daher isser namensgeber, für mich persönlich aber auch nich mehr
Dies ist ein beliebter Beitrag. So**** Geschrieben am Mittwoch um 18:10 Dies ist ein beliebter Beitrag. ich habe das eine buch „die 120 tage von sodom“ im sommer angefangen. dachte mal rein informativ … ich bin nicht über 20 seiten hinausgekommen…. mir wurde schlecht. ich hab dann noch geblättert, um zu schauen ob es besser / anregend / interessant wird. stattdessen wurde das nur ekliger, schlimmer und perverser. und hier mein ich es in der negativen konnotation. ich hab das buch zurückgeschickt.
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ro**** Geschrieben am Mittwoch um 18:15 Dies ist ein beliebter Beitrag. Die 120 Tage von Sodom, bin noch nicht fertig damit. Ich finde es ziemlich kalt, es fehlt die Leidenschaft und wiederholt sich in der Handlung immer wieder.
Av**** Geschrieben am Mittwoch um 19:00 (bearbeitet) vor 57 Minuten, schrieb towel: das kanntest du nich?? ich bin irritiert, denn ja logisch sagt mir das was Natürlich kennt er das🙄 Was ihm neu war ist, das sich die Szene davon distanziert..wer lesen kann.... bearbeitet am Mittwoch um 19:00 von Avalanche23
SM-Art-5-GG Geschrieben am Mittwoch um 19:05 Autor (bearbeitet) vor 58 Minuten, schrieb SoftCat: ich habe das eine buch „die 120 tage von sodom“ im sommer angefangen. dachte mal rein informativ … ich bin nicht über 20 seiten hinausgekommen…. mir wurde schlecht. ich hab dann noch geblättert, um zu schauen ob es besser / anregend / interessant wird. stattdessen wurde das nur ekliger, schlimmer und perverser. und hier mein ich es in der negativen konnotation. ich hab das buch zurückgeschickt. Ja, so ging es mir vor Jahren - auch mit Juliette und Justine - auch. Schwer verdauliche Kost. P. Reage ist dagegen tolle erotische Literatur. bearbeitet am Mittwoch um 19:08 von SM-Art-5-GG
ic**** Geschrieben am Mittwoch um 19:13 Ich kenne seit langem sowohl den Film als auch das Buch. Warum sollte ich mich von etwas distanzieren was nicht meines ist. Jemand der perverser Sadist ist, wird darin sicher eine Inspiration finden. Meines ist es nicht, ich gehöre eher zur die Geschichte der O Seite, bis auf die Sache mit der Fremdbenutzung erkenne ich mich in allem was die O auszeichnet. Allerdings empfinde ich diese kalte Distanz der sich die O aussetzen muss als falsch und habe ich nie so gehalten. Aber diese komplette Konsequenz in allem ist großartig.
Dies ist ein beliebter Beitrag. ja**** Geschrieben am Mittwoch um 19:29 Dies ist ein beliebter Beitrag. (bearbeitet) jack@jackXjacqueline: vor 2 Stunden, schrieb SM-Art-5-GG: Vor einigen Tagen las ich im Netz - relativ überrascht - dass sich offenbar weite Teile der BDSM-Szene von Marquis de Sade - einem Namensgeber des in den 90er Jahre etablierten Begriffs BDSM - aufgrund des Inhalts seiner Werke distanzieren. Es wundert mich, dass dich das überrascht. Und dass du im Thread-Titel diesen (einen von mehreren) Vornamen verwendest, denn die Mehrheit dürfte ihn nur als Marquis de Sade kennen. Und aufgrund des Inhalts seiner Werke ist doch eigentlich offensichtlich, dass er eben für alles steht, was man nicht nur im gegenwärtigen BDSM als toxisch/pathologisch ansehen kann und das allein ist doch ein gewichtiger Grund, dass man sich davon bzw. von ihm distanziert. Da zähle ich mich auch dazu. vor 2 Stunden, schrieb SM-Art-5-GG: Wie steht ihr dazu? Habt ihr die Werke de Sades gelesen? Was hat euch daran gefallen und was nicht? Sollte man das nicht eher als "nur Literatur" und nicht bereits als Handlungsvorlagen/-anweisungen betrachten? Oder ist der Sade für euch evtl. sogar eine "reiche" Inspirationsquelle für die praktische Umsetzung in Sessions? Bisher bin ich noch nicht dazu gekommen, aber ich habe hier und da Einblicke erhalten. Um mir ein vollständigeres eigenes Bild zu machen, werde ich sicherlich irgendwann das ein oder andere Werk mal selber in die Hand nehmen und lesen, wenn ich die Zeit dazu finde. Es soll ja auch starker Tobak sein teilweise, wie mir berichtet wurde. Für mich bedeutet de Sade nicht mehr, als dass er durch Krafft-Ebing quasi zum Namensgeber dessen wurde, was wir heute als Sadismus bezeichnen, und dieser Begriff in seinen Wurzeln eine rein pathologische Begründung aufweist. Da gehe ich nicht mit. Ich teile auch nicht die "moderne" Klassifikation bzw. Definition des ICD, die in meinen Augen viel zu sehr den sexuellen Aspekt im Vordergrund sieht und das mentale, auch als Grundmotivation, ziemlich außer acht lässt, dies gerade mal sehr einschränkend im Sinne von "nicht vorwiegend sexuell motivierter Sadismus" zulässt bzw. alles in diese Richtung tendentiell eher als pathologisch deutet. Das kann ich aus eigener Erfahrung so nicht teilen, ich würde meinen Sadismus als "überwiegend mental motiviert" beschreiben, ohne pathologische Kriterien zu erfüllen, und der sexuelle Aspekt ist dabei sehr vernachlässigbar. Sprich: Wenn ich nicht anderweitig schon sexuell grunderregt bin, passiert durch das reine Ausleben von sadistischen Praktiken in dieser Hinsicht nichts. Aber das ist ein anderes Thema, geht von der Begrifflichkeit aber eben auf de Sade zurück, wenn man so will. Ohne es genauer zu kennen, kann ich de Sades Werk nicht nur rein als Literatur ansehen, weil er meines Wissens nach in seinen Erzählungen immer wieder sehr ins philosophische abgeschwiffen ist und damit meiner Ansicht nach wohl den Anspruch hatte, mehr als nur Literatur abzuliefern und auch eine geisteswissenschaftliche Betrachtung vorzunehmen. Als pathologischen Sadisten, der er wohl war, kann man ihn da sicherlich aber nur sehr bedingt ernst nehmen, gerade in Hinblick was seine Objektivität anbelangt. Und "Handlungsvorlage" ist ein sehr schwammiger Begriff, denn die kann man so gesehen aus jedem Werk ableiten. Siehe beispielhaft Geschichte der O, die die Grundlage einer ganz bestimmten Störmung innerhalb des BDSM darstellt. Oder das toxische Machwerk von E.L. James, dass viele Moderne als Inspiration nehmen. Als Inspirationsquelle spielt de Sade für mich aber überhaupt keine Rolle, allein schon, weil ich die konkreten Inhalte nicht kenne. Die Verfilmung von "Die 120 Tage von Sodom" ist mir aber bekannt und auch wenn einige der dort gezeigten Praktiken in einen BDSM-Kontext stattfinden können, so ist der Film doch ein reines Portrait von pathologischem Sadismus. bearbeitet am Mittwoch um 19:33 von jackXjacqueline
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 19:32 Dies ist ein beliebter Beitrag. Vor 27 Minuten , schrieb SM-Art-5-GG: Ja, so ging es mir vor Jahren - auch mit Juliette und Justine - auch. Schwer verdauliche Kost. P. Reage ist dagegen tolle erotische Literatur. Reage kann man so lesen. Ich las es als psychologischen Horror der Selbstauslöschung und fand's nur widerlich.
ja**** Geschrieben am Mittwoch um 19:39 (bearbeitet) jack@jackXjacqueline: vor 12 Minuten, schrieb TaliX: Reage kann man so lesen. Ich las es als psychologischen Horror der Selbstauslöschung und fand's nur widerlich. Eine ziemlich extreme Deutung, finde ich. Das ist hier nicht das Thema, aber eine nähere Begründung für dieses Urteil würde mich schon interessieren. bearbeitet am Mittwoch um 19:45 von jackXjacqueline
towel Geschrieben am Mittwoch um 19:39 vor 39 Minuten, schrieb Avalanche23: Natürlich kennt er das🙄 Was ihm neu war ist, das sich die Szene davon distanziert..wer lesen kann.... mei! sorry, wenns so ankam eben!
Dr**** Geschrieben am Mittwoch um 19:42 vor 2 Stunden, schrieb SM-Art-5-GG: Vor einigen Tagen las ich im Netz - relativ überrascht - dass sich offenbar weite Teile der BDSM-Szene von Marquis de Sade - einem Namensgeber des in den 90er Jahre etablierten Begriffs BDSM - aufgrund des Inhalts seiner Werke distanzieren. Wie steht ihr dazu? Ich finde dieses Distanzieren in gewisser Weise albern. vor 2 Stunden, schrieb SM-Art-5-GG: Habt ihr die Werke de Sades gelesen? Durchgelesen bis zum Ende habe ich nur einen Roman; "Justine oder vom Missgeschick der Tugend" Ich bin nicht religiös, aber diese plakatierte beinahe manische Blasphemie ekelt mich an, das ist mir zu viel des Guten. Die Faszination Die ich darin empfinde ist die Faszination am Pathologischen. Wie bei Ted Bundy oder Charles Manson. Positiv inspiriert hat mich nichts von de Sades. "Die 120 Tage von Sodom" konnte ich nicht durchlesen. Eines der wenigen Bücher bei mir Die in die Ecke geflogen sind und ich habe Null Drang das zu Ende zu lesen. Autoren Die mich (und auch meine Kleine) wirklich inspiriert haben Dinge zu tun waren Anaïs Nin und Henry Miller.
towel Geschrieben am Mittwoch um 19:42 vor 13 Minuten, schrieb jackXjacqueline: Oder das toxische Machwerk von E.L. James, dass viele Moderne als Inspiration nehmen. loving this!!!
Dies ist ein beliebter Beitrag. sl**** Geschrieben am Mittwoch um 19:46 Dies ist ein beliebter Beitrag. vor 3 Minuten, schrieb TaliX: Ich las es als psychologischen Horror der Selbstauslöschung und fand's nur widerlich. Ich bin überrascht über solch eine Aussage. Es scheint deine Empfindung zu sein, was auch in Ordnung ist. Nur kann ich diese absolut nicht nachvollziehen. Die Geschichte der O, beschreibt das Leben, die Gefühle und Gedanken einer Sklavin die durch die totale Unterwerfung absolute Erfüllung und Befriedigung erfährt. Es war keine Selbstauslöschung, sondern eine Befreiung ihres Sklavenwesens. Sie war durch und durch Sklavin. Aber um dieses Buch zu verstehen, muss man diese Neigung haben.
Dr**** Geschrieben am Mittwoch um 20:10 vor 25 Minuten, schrieb TaliX: Reage kann man so lesen. Hat mich jetzt persönlich auch nicht vom Stuhl gehauen, irritiert hat mich dass es eine Frau geschrieben hat. vor 27 Minuten, schrieb TaliX: Ich las es als psychologischen Horror der Selbstauslöschung und fand's nur widerlich. Ich würde mein Empfinden weniger drastisch beschreiben; - für mich war es eher ein Drama der Selbstauslöschung und im Endergebnis fand ich es abstoßend, was im Grunde fast aufs Gleiche raus kommt. Allerdings habe ich vor Dekaden eine zerfledderte Original-Ausgabe von ich meine 1967 gelesen. Es soll ja eine unzensierte Neuauflage geben, vielleicht sollte ich mir Die noch mal antun nach über 20 Jahren ... immerhin ist das Buch bei mir damals nicht in die Ecke geflogen ...
towel Geschrieben am Mittwoch um 20:15 vor 2 Minuten, schrieb Druide-Jo: Allerdings habe ich vor Dekaden eine zerfledderte Original-Ausgabe von ich meine 1967 gelesen. Es soll ja eine unzensierte Neuauflage geben, vielleicht sollte ich mir Die noch mal antun nach über 20 Jahren ... immerhin ist das Buch bei mir damals nicht in die Ecke geflogen ... weil ja 67 zensiert wurd? egal @Jacqueline89- ich find 'o' aber auch schwierig, weils so gar keinen spielraum mehr lässt... das beschreibt ja eigentlich CIS, woll häng dein hirn anne gaderobe und so..hmm
Dies ist ein beliebter Beitrag. Hi**** Geschrieben am Mittwoch um 20:17 Dies ist ein beliebter Beitrag. vor 1 Minute, schrieb towel: weil ja 67 zensiert wurd? egal @Jacqueline89- ich find 'o' aber auch schwierig, weils so gar keinen spielraum mehr lässt... das beschreibt ja eigentlich CIS, woll häng dein hirn anne gaderobe und so..hmm Anne Garderobe? Noch nie was von dieser Schriftstellerin gehört
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 20:34 Dies ist ein beliebter Beitrag. Vor 48 Minuten , schrieb Jacqueline89: Ich bin überrascht über solch eine Aussage. Es scheint deine Empfindung zu sein, was auch in Ordnung ist. Nur kann ich diese absolut nicht nachvollziehen. Die Geschichte der O, beschreibt das Leben, die Gefühle und Gedanken einer Sklavin die durch die totale Unterwerfung absolute Erfüllung und Befriedigung erfährt. Es war keine Selbstauslöschung, sondern eine Befreiung ihres Sklavenwesens. Sie war durch und durch Sklavin. Aber um dieses Buch zu verstehen, muss man diese Neigung haben. Eins der beiden alternativen Enden der Geschichte ist 0s Suizid. Für mich las sich das ganze Buch so. "Seeing herself about to be left by Sir Stephen, she preferred to die. To which he gave his consent." Zu Deutsch grob: "Als Sir Stephen sie zu verlassen drohte, wünschte sie sich den Tod. Er gab ihr dazu seine Zustimmung."
towel Geschrieben am Mittwoch um 20:40 vor 4 Minuten, schrieb TaliX: Eins der beiden alternativen Enden der Geschichte ist 0s Suizid. Für mich las sich das ganze Buch so. "Seeing herself about to be left by Sir Stephen, she preferred to die. To which he gave his consent." Zu Deutsch grob: "Als Sir Stephen sie zu verlassen drohte, wünschte sie sich den Tod. Er gab ihr dazu seine Zustimmung." romeo und julia, si! story eben
Dr**** Geschrieben am Mittwoch um 20:40 (bearbeitet) vor 6 Minuten, schrieb TaliX: Eins der beiden alternativen Enden der Geschichte ist 0s Suizid. Für mich las sich das ganze Buch so. "Seeing herself about to be left by Sir Stephen, she preferred to die. To which he gave his consent." Zu Deutsch grob: "Als Sir Stephen sie zu verlassen drohte, wünschte sie sich den Tod. Er gab ihr dazu seine Zustimmung." Auf den Punkt. Verstörend. bearbeitet am Mittwoch um 20:41 von Druide-Jo
Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 20:41 Vor 1 Minute , schrieb towel: romeo und julia, si! story eben Nee, sie liebte den anderen Langweiler - René? oder wie der hieß. Der sie an Sir Stephen abgab.
Sc**** Geschrieben am Mittwoch um 20:43 vor 2 Stunden, schrieb SoftCat: ich habe das eine buch „die 120 tage von sodom“ im sommer angefangen. dachte mal rein informativ … ich bin nicht über 20 seiten hinausgekommen…. mir wurde schlecht. ich hab dann noch geblättert, um zu schauen ob es besser / anregend / interessant wird. stattdessen wurde das nur ekliger, schlimmer und perverser. und hier mein ich es in der negativen konnotation. ich hab das buch zurückgeschickt. Magst Du es mir eventuell leihen, wenn ich mal wieder im Berlin bin?
Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 20:43 Vor 3 Minuten , schrieb towel: romeo und julia, si! story eben Romeo geht mit in den Tod...Und Romeo und Julia ist keine idealisierte Liebesgeschichte, sondern handelt davon, dass junge Menschen doof sind und Blödsinn machen, und dabei zu Tode kommen. "Starcrossed lovers" ist nichts Gutes gewesen, in Shakespearses Augen.
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