towel Geschrieben am Mittwoch um 20:44 Gerade eben, schrieb TaliX: Nee, sie liebte den anderen Langweiler - René? oder wie der hieß. Der sie an Sir Stephen abgab. aber liebesgeschwurbelgedöns....ach keine ahnung, lach! ich hab beides nich gelesen! ich weiss um dem plot.. *bin still....
Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 20:48 Vor 7 Minuten , schrieb Druide-Jo: Auf den Punkt. Verstörend. DEBRIS, könnte man sagen. Las sich für mich nicht romantisch, sondern - ja, eben. Verstörend wie guter Horror. Für mich so gar keine gute Wichsvorlage. Dann lieber die von Anne Rice unter Pseudonym herausgegebene Trilogie um Dornröschen, die sich bumsfidel vom Prinzen mit dem Paddle durch die Dörfer treiben lässt, und eins der Bücher ist pures Pony Pet Play. Protagonistin ist ein seichtes Gemüt, aber happy.
sl**** Geschrieben am Mittwoch um 20:49 vor 8 Minuten, schrieb TaliX: Eins der beiden alternativen Enden der Geschichte ist 0s Suizid. Für mich las sich das ganze Buch so. "Seeing herself about to be left by Sir Stephen, she preferred to die. To which he gave his consent." Zu Deutsch grob: "Als Sir Stephen sie zu verlassen drohte, wünschte sie sich den Tod. Er gab ihr dazu seine Zustimmung." Ja, weil sie Sir Stephen so sehr liebte (nicht René, wird eigentlich im Buch erklärt) und die Bindung so tief war, dass sie ohne ihn nicht mehr leben konnte. So eine starke Liebe findet man auch bei Vanilla-Beziehungen. Und diese Aussage: "Als Sir Stephen sie zu verlassen drohte" könnte auch so zu verstehen sein, dass er selbst im Sterben lag und nicht unbedingt, dass er die TPE Beziehung beenden wollte. Das genaue Ende weiß niemand, nicht einmal die Autorin selbst.
Dies ist ein beliebter Beitrag. Br**** Geschrieben am Mittwoch um 20:52 Dies ist ein beliebter Beitrag. Mir ist de sade ein Begriff. Und einige haben sogar ihren Nicknamen daran angelehnt. 😅Ich muss das Werk allerdings noch lesen. Dass da inhaltlich so einiges eine Rolle spielt, was im Grunde genommen kein bdsm ist oder nicht nur im Grunde genommen, sondern gar nicht, ist mir aus Informationen im Internet bekannt. Ob mir das bis zum Ende gefällt, könnte ich jetzt nicht sagen. Es sind literarische Werke. Für mich ist das Kunst und Inspiration. Und ehrlich gesagt, finde ich das im sadistischen Sinne noch besser, wenn es gar keinen Konsens gibt! Im bdsm mache ich ja auch CNC. Allerdings ist das sicher, in Grenzen. Meinem Herrn reicht das auch. Er kann seinen Sadismus voll ausleben (wenn auch nicht in jeder Session, je nach meinem Befinden, aber grundsätzlich). Er hat auch den Reiz als Fantasie, dass etwas mit einer Person komplett ohne Konsens geschieht. Real allerdings nicht, er sagt seine Moral sei da eine "übergeordnete Instanz". Und nicht, dass er sich zurücknehmen müsste, er wollte das real natürlich nicht. Ich selbst schreibe auch mal Geschichten. Meine längste hieß "Corona - die Zeit danach". Der Staat hat dort diverse Gesetzesänderungen erlassen. Natürlich meiner Neigung entsprechend. Konsens in einer klassischen bdsm Variante gibt es da so nie. Meine Geschichten können reine Sklavengeschichten sein, aber natürlich auch bdsm Handlungen beinhalten. Auch die sind allerdings sehr häufig ohne Konsens. Weil Verurteilte die Bürgerrechte abgesprochen bekommen haben usw. 😅 In einer Geschichte muss ich bei 2 Femdoms wohnen. Dort finden neben harten SM Praktiken auch für mich! ekelhafte Dinge statt, die ich gar nicht wollte. Der Bürgermeister ist bei der einen ein Hündchen. Ich muss mit ihm im Garten auf allen Vieren laufen. Und er mich "hundegerecht" begrüßen. Also muss ich mit breiten Beinen im Vierfüßlerstand stehen, schnüffelt er zwischen meinen Beinen usw. Der ist so ekelhaft und das Ganze einfach nur pervers. Es können brutale SM Szenen dran kommen. Auspeitschungen auf dem Marktplatz, die Leute werden wieder zu Bewusstsein geholt, ***.en vor Angst usw... Aber sogar Illegalles kann eine Rolle spielen. Ob nun Verstüm.melungen, Minderjährige, bdsm innerhalb der Familie, Tiere, ich sage nicht was davon, es sind fiktive Beispiele. Sonst komme ich in Teufelsküche...😅 Mein Herr nutzte letzens auch das Wort "brutal". Nun ja, es hat was in mir "ausgelöst", sagen wir es mal so. 😇 Wir geilen uns an mittelalterlichen Folterausstellungen und dergleichen auf. Wir waren ja in Tangermünde im Grete Minde Zimmer, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde. Mit verkohlten Wänden usw. Mein Herr bekam richtig sadistische Lust, packte meine schweren Ketten aus. Toll war das! 😍 Das Urteil kann man nachlesen. Mit glühenden Zangen wurde sie gequält. Vor dem Scheiterhaufen ihr einzelne Finger mit glühenden Zangen abgeknipst usw. Mein Herr fand das sehr toll und hat mir das während seiner Quälereien erzählt. Da wäre im erotischen Sinne auch nicht jeder. 😅 Und das ist ja noch verwerflicher, wenn man sich an solchen originalen Sachen "aufgeilt". Kann ich nicht ändern, ist bei uns halt so. Fantasie spinnt immer etwas weiter und solche echte Qualen kann man sich einfach nicht vorstellen. De Sade befreit sich von allen Grenzen und tut einfach die Perversionen, die er möchte. Das übt zumindest aus sadistischer Sicht einen Reiz aus. Aber es sind eben literarische Werke. Insofern, wie ich schrieb "Kunst und Inspiration". Tatsächlich ist das natürlich kein bdsm. Wir nennen uns im bdsm auch Sklavinnen, weil es kickt. In unserer Bubble die "totale" Verfügung meint und am Ende doch in Grenzen, da der Dom nicht "ausbeutet", alles freie Wahl und Konsens ist. 😅 Daher, Konsens, "bdsm-Sklavin". Mein Herr nennt mich eher "unfrei". Aber klar mag er als Spleen auch mal "Sklavin", "Rechtlose" usw. Das ist in der bdsm Welt so. Tatsächlich real an Sklaverei aus vergangenen Zeiten kann man das natürlich nicht wirklich sein (ebensowenig "Rechtlos") und nicht mal daran anlehnen. Das sind zwei Paar gänzlich andere Schuhe. Auch wenn man Gedanken hat, dass man ja eine Sklavin sein "möchte" (und nach Fantasie und eigenen Vorstellungen, Dom Wahl usw.) und für den Dom im bdsm Sinne vielleicht auch ist. Man sich dann für den Dom total fügt, nicht alles gefallen muss, es ist dennoch Wahl und so gewollt! Neigung halt... Es ist ein Zusammenleben, bdsm... Praktische Umsetzungen im bdsm... Mein Herr hat eigene Ideen, lässt sich aber auch mal inspirieren. Ob aus meinen Storys, anderen, Filmchen. Einiges kann man absolut real umsetzen, Secretary oder so... Anderes kann man als Reiz nehmen und Handlungen umwandeln, anpassen usw. Wobei es bei Quälereien ja eher um die Intention und das Gefühl dahinter geht, als nun möglichst was "nachzumachen". Von der Art des bdsm kann da einiges Inspiration sein, weil es einen anspricht. Man auch gegenseitig weiß, was das ist usw. Man muss für mich nicht alles im bdsm verteufeln oder als "reales Vorbild" betrachten. Das wäre ja Blödsinn. 🙃
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 20:52 Dies ist ein beliebter Beitrag. Vor 8 Minuten , schrieb towel: aber liebesgeschwurbelgedöns....ach keine ahnung, lach! ich hab beides nich gelesen! ich weiss um dem plot.. *bin still.... Shakespeare ist ziemlich witzig, auch wenn's die meisten Lehrer verhunzt haben. Alles ist voller Sexwitze, in der Sprache der damaligen Zeit. Drama, Gossenhumor zur Auflockerung, viel Action, und schöne Sprache. "Meine Lippen, zwei purpurne Pilger" - übersetze ich mal quer. Hach
Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 20:55 Vor 6 Minuten , schrieb Jacqueline89: Ja, weil sie Sir Stephen so sehr liebte (nicht René, wird eigentlich im Buch erklärt) und die Bindung so tief war, dass sie ohne ihn nicht mehr leben konnte. So eine starke Liebe findet man auch bei Vanilla-Beziehungen. Und diese Aussage: "Als Sir Stephen sie zu verlassen drohte" könnte auch so zu verstehen sein, dass er selbst im Sterben lag und nicht unbedingt, dass er die TPE Beziehung beenden wollte. Das genaue Ende weiß niemand, nicht einmal die Autorin selbst. Die Autorin hatte die Lust dran verloren. Sie hat's geschrieben, um ihrem arroganten Lover zu zeigen, dass a) Frauen Porno können und b) um ihn und seine Aufmerksamkeit zu halten, weil sie sich zu unattraktiv fand für ihn. Gerade einen Guardianartikel überflogen.
sl**** Geschrieben am Mittwoch um 20:55 vor 35 Minuten, schrieb towel: weil ja 67 zensiert wurd? egal @Jacqueline89- ich find 'o' aber auch schwierig, weils so gar keinen spielraum mehr lässt... das beschreibt ja eigentlich CIS, woll häng dein hirn anne gaderobe und so..hmm Aber was ist an CIS so schlimm? Es gab immer Konsens. Sie hat zu allem ihre Zustimmung gegeben. Was in ihr vorging, denn ich kann die Romanfigur ziemlich gut verstehen, würde jetzt hier den Rahmen sprengen. Sie hat weiterhin gearbeitet und ihren Alltag gemeistert. Sie hatte ihr Hirn nucht an der Garderobe abgegeben. Sie hat nur die völlige Entscheidungsgewalt abgegeben. TPE/CIS eben.
MenueSurprise Geschrieben am Mittwoch um 21:03 Ich habe de Sade gelesen und auch Pasolinis Verfilmung der 120 Tage von Sodom gesehen. Jedoch beides nicht in sexuellem Kontext verstanden. Darüberhinaus ist es mir völlig egal ob, bzw. das sich „weite Teile der BDSM-Szene“ von de Sade distanzieren. Wesentlich stärker als de Sade hat mich Pauline Reage beeinflusst.
sl**** Geschrieben am Mittwoch um 21:06 vor 6 Minuten, schrieb TaliX: Die Autorin hatte die Lust dran verloren. Sie hat's geschrieben, um ihrem arroganten Lover zu zeigen, dass a) Frauen Porno können und b) um ihn und seine Aufmerksamkeit zu halten, weil sie sich zu unattraktiv fand für ihn. Gerade einen Guardianartikel überflogen. Vielleicht solltest du dir die Lektüre des Artikels von John De St. Jorre, The Unmasking of O durchlesen und nicht überfliegen. Dann erfährst du die genaue Intention der Autorin.
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 21:13 Dies ist ein beliebter Beitrag. Vor 7 Minuten , schrieb Jacqueline89: Vielleicht solltest du dir die Lektüre des Artikels von John De St. Jorre, The Unmasking of O durchlesen und nicht überfliegen. Dann erfährst du die genaue Intention der Autorin. Vielleicht solltest Du mir meine Lesefähigkeit nicht absprechen, weil ich Dein Lieblingsbuch nicht so mag, wie Du gern hättest. Wir können selbstverständlich beide nach Schwachpunkten suchen bei der Argumentation der anderen, Gegenargumente googlen. Wir können dann noch "Death of the author", diverse Schulen der Literaturkritik durchgehen. Dann könnte eine "gewinnen". Aber es bleibt bei unterschiedlichen Lesarten.
sl**** Geschrieben am Mittwoch um 21:21 (bearbeitet) vor 7 Minuten, schrieb TaliX: Vielleicht solltest Du mir meine Lesefähigkeit nicht absprechen, weil ich Dein Lieblingsbuch nicht so mag, wie Du gern hättest. Wir können selbstverständlich beide nach Schwachpunkten suchen bei der Argumentation der anderen, Gegenargumente googlen. Wir können dann noch "Death of the author", diverse Schulen der Literaturkritik durchgehen. Dann könnte eine "gewinnen". Aber es bleibt bei unterschiedlichen Lesarten. Ich will dir deine Meinung und Empfindung gar nicht absprechen. Du hast deine und ich habe meine. Nur sollte man sich erst einmal genauer mit der Entstehungsgeschichte des Buches beschäftigen bevor man hier Halbwissen verbreitet. Daher meine Info an dich. Natürlich wird es vermutlich nichts an deiner Meinung ändern, denn um das Buch wirklich zu verstehen und dich in die Romanfigur einfühlen zu können, bedarf es der entsprechenden Neigung. Das ist aber mittlerweile am Thema vorbei, daher belasse ich es dabei. bearbeitet am Mittwoch um 21:22 von Jacqueline89
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 21:41 Dies ist ein beliebter Beitrag. Vor 20 Minuten , schrieb Jacqueline89: Ich will dir deine Meinung und Empfindung gar nicht absprechen. Du hast deine und ich habe meine. Nur sollte man sich erst einmal genauer mit der Entstehungsgeschichte des Buches beschäftigen bevor man hier Halbwissen verbreitet. Daher meine Info an dich. Natürlich wird es vermutlich nichts an deiner Meinung ändern, denn um das Buch wirklich zu verstehen und dich in die Romanfigur einfühlen zu können, bedarf es der entsprechenden Neigung. Das ist aber mittlerweile am Thema vorbei, daher belasse ich es dabei. Dass man die Neigung haben müsste, um das Buch lesen zu können, bringst Du nun zum zweiten Mal - es wird dadurch nicht wahrer, und Dünkel klingt durch.
nuts4rubberandknots Geschrieben am Mittwoch um 22:05 Bei den 120 Tagen von Sodom können einen schon echt viele Gefühle überkommen. Bei mir waren es überwiegend Ekel, Langeweile und nicht zuletzt Wut bei den Beschreibungen der zahlreichen ***en. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass in den beschriebenen Zeiten manches davon nicht ganz so unüblich war, wie wir es uns heute vorstellen, aber zumindest verstehe ich, wenn man sich von großen Teilen dieses Werks und seinem Autor distanziert. BDSM ist schließlich deutlich bunter als dieses eher dunkle Machwerk. Die Geschichte der O liegt jedoch noch auf dem zu lesenden Bücherstapel und daher kann ich mir dazu kein Urteil bilden.
Br**** Geschrieben am Mittwoch um 22:05 (bearbeitet) Also, es geht doch immer um Neigung. Um was denn sonst? 😅 Einige Geschichten sprechen einen da mehr oder weniger an, einige sind "Standardwerke" im bdsm geworden, meistens macht es nicht jeder exakt nach diesen Geschichten, denn mehr sind es ja nicht. Die "O" ist ganz anderes Genre als de Sade. Und einige meinen ja sogar, dass die "O" real sei. 🤣 Ich habe auch das nicht gelesen, aber mich informiert. Lustig, dass selbst bdsm'ler sich über das Ende steiten. Und darüber, ob die O schon immer eine Sklavin war und zur O aufstieg oder von der O zur Sklavin wurde oder wie auch immer...🤣 So haben wir hier ein Mitglied, die von der Sklavin zur Sub aufgestiegen ist ("O"?). Für andere wäre es ein "Aufstieg" von der Sub zur Sklavin. Hängt vielleicht auch vom Dom ab...🤷♀️ Den Kreisen, Intentionen, wo beide sind... Es ist einfach sehr simpel, dass einige bdsm Dinger dann der Neigung entsprechen. Und mit der "O", die soll ja eben gerne dienen usw. Obwohl zweifelhaft ist, was ich so raushöre, ob das am Ende noch "gesund" ist oder nicht Abhängigkeit, Psyche, die irgendwie heikel wäre oder tatsächlich "Liebe". Wie auch das, was sie machen soll oder sogar sterben kann laut Herrn und wer würde das wollen? (nach einer Version), was ja beidseitig nie Liebe wäre. Mit de Sade geht es ja viel mehr in die Richtung nicht von Abhängigkeiten, sondern sich Sadismus zu nehmen... Mit einer Sub hatte mein Herr mal eine Konversation. Die wollte "O" sein. Gerne dienen und bedienen und das maximal. Aber masochistisch war sie 0. Und in dem Roman, so zumindest mein Herr, wird die O auch hart ausgepeitscht... Das wollte die allerdings nicht. Man ist also immer da, wo man ist und nicht oder kaum in all diesen Bereichen dieser Geschichten... Bdsm kann da allerdings eine Richtung liefern. Eine Sklavin meint Verfügung des Doms, ist aber erstmal variabel und kann sich auch nach Wahl auf den einen Dom beziehen, Monogamie, exklusiv usw. Die "O" meint dann schon eher die Richtung Fremdbenutzung, was man sich natürlich neigungsbezogen auch aussucht. In allen Teilen der O, wie masochistisch?, wäre man dennoch nicht unbedingt... Also bleibt der Austausch, denn real will ja niemand was machen, was so komplett gegen das Wesen der Devoten ginge... bearbeitet am Mittwoch um 22:19 von Bratty_Lo
sl**** Geschrieben am Mittwoch um 22:09 (bearbeitet) vor 27 Minuten, schrieb TaliX: Dass man die Neigung haben müsste, um das Buch lesen zu können, bringst Du nun zum zweiten Mal - es wird dadurch nicht wahrer, und Dünkel klingt durch. Du scheinst nicht zu verstehen, was ich dir mitteilen möchte, aber gut, belassen wir es dabei. bearbeitet am Mittwoch um 22:09 von Jacqueline89
Dom_76 Geschrieben am Mittwoch um 22:35 (bearbeitet) Ohne, wie bisher andere, allgemein zu bleiben, empfand ich ihn als Beobachter dekadenter Reicher im Raum um Paris. In diversen Passagen war er nur stiller Beobachter und verurteilte sogar das Handeln gewisser Reicher, die sich alles und jede/s kaufen konnten. Viele Parallelen zum Epstein Skandal taten sich auf, auch das mit sehr jungen Frauen. Handlungsdetails blieben oft aus, stattdessen vage Umschreibungen. Also warum distanzieren sich angeblich von de Sade, was waren seine konkreten Vergehen? Zitiert mal bitte jemand etwas konkret zu Verurteilendes? Und ja, auch ich habe nur gewisse Seiten, eben nicht alles gelesen, aus Gründen. Vorallem ist das alles schon Jahrhunderte her und hier allgemein wird so getan, als ob es ganz neu ist. Fing tatsächlich schon mit der römischen Dekadenz an! Sadismus, Masochismus, Fetischismus, Exhibitionismus gab es alles schon ewig! Worüber also regen wir uns auf? Okay, wenn eine erwachsene Frau einen Minderjährigen verführt, ist das mindestens so verwerflich und eklig, wie umgekehrt ein Mann. Na dann mal los und diesen Text zerlegen! Aber bitte schön bei der Wahrheit bleiben und nicht einfach nur schlecht machen, danke. bearbeitet am Mittwoch um 22:38 von Dom_76
Dies ist ein beliebter Beitrag. Te**** Geschrieben am Mittwoch um 22:53 Dies ist ein beliebter Beitrag. Ich bin nicht sadistisch. Geschichten, die beschreiben, wie andere leiden, interessieren mich null. Also nein, ich habe de Sade nicht gelesen. Ich habe aber Simone de Beauvoirs "Soll man de Sade verbrennen?" noch auf dem Bücherstapel. Vielleicht komm ich dazu, das mal zu lesen. Überhaupt stelle ich fest, dass mich auch die klassischen BDSM-Romane, wie die O oder 50SoG oder Gor null reizen. Vielleicht weil zu viele für sich eine Anleitung daraus gemacht haben und dadurch ein Klischee entstand, das mich abschreckt.
Ta**** Geschrieben am Mittwoch um 23:00 Vor 7 Minuten , schrieb Teaspoon: Ich bin nicht sadistisch. Geschichten, die beschreiben, wie andere leiden, interessieren mich null. Also nein, ich habe de Sade nicht gelesen. Ich habe aber Simone de Beauvoirs "Soll man de Sade verbrennen?" noch auf dem Bücherstapel. Vielleicht komm ich dazu, das mal zu lesen. Überhaupt stelle ich fest, dass mich auch die klassischen BDSM-Romane, wie die O oder 50SoG oder Gor null reizen. Vielleicht weil zu viele für sich eine Anleitung daraus gemacht haben und dadurch ein Klischee entstand, das mich abschreckt. Gor ist geil dumm. Habe mal Leseparty dazu gemacht, als mir jemand einen Band aufzwang, und mein Publikum durfte raten, ob der superalberne Satz jetzt von mir oder aus dem Buch stammt
Br**** Geschrieben am Mittwoch um 23:41 vor 39 Minuten, schrieb Teaspoon: Vielleicht weil zu viele für sich eine Anleitung daraus gemacht haben und dadurch ein Klischee entstand, das mich abschreckt. Das stimmt @Teaspoon, aber dennoch scheinst du von diesen "Klischees" auch nicht gänzlich befreit zu sein. Wir hatten mal eine Unterhaltung über das "O-Kleid". Dein Parter findet es für seine Zwecke nicht so gut, meine ich. Unabhängig davon meintest du allerdings kein O-Kleid zu tragen, weil du keine O bist... Ich würde das schon tragen, wenn ich es gut finden würde. So allgemein. An Kleidung oder Romanen bräuchte für mich auch niemand was "ableiten". Es gibt genug Shops mit bdsm Bezug, wo es einfach solche Kleider gibt, die einem gefallen können...🙂 Etwas anderes wäre eine konkrete Beschreibung einer Veranstaltung für mich. Aber grundsätzlich keine Kleidung. Da kann die gerne auch "O-Kleid" heißen...😂 Ich meine jetzt nicht dich, denn du hattest da ja keine "Erwartungshaltungen" abgeleitet. Ich war jedoch erschrocken, dass einige dies durchaus taten, aufgrund eines Kleidungsstückes! Jetzt nicht alles genau gelesen, aber hier der Link: Ist schon so Klischee im bdsm offenbar...
ja**** Geschrieben am Donnerstag um 02:10 jack@jackXjacqueline: Die Diskussion ist ja leider wieder vom Thema abgeschwiffen. Leider nicht mal auf eine konstruktive Weise, denn da hätte mich wie gesagt mehr interessiert, wie man über eine Geschichte zu dem relativ brutalen Urteil kommt, es handle sich um "psychologischen Horror der Selbstauslöschung". Und das bitte nicht nur an zwei Sätzen und einem nicht determiniertem Ende festgemacht, sondern welche Passagen, Charaktereigenschaften, Begebenheiten in der Erzählung etc. dafür maßgeblich waren. Erst dann könnte man ernsthaft darüber diskutieren, ob an dieser Deutung etwas dran ist oder nicht. Dazu möchte ich anmerken: ich habe zu diesem Werk eine vollkommen neutrale Einstellung, sehe mich also nicht dazu berufen, hier Partei für eine Seite zu ergreifen. Es geht um eine objektive und faire Betrachtungsweise. Dass Menschen beispielsweise eine Handlungsanweisung daraus ableiten, wie auch bei de Sade, kann ich verstehen und lass ich jedem sein, trotzdessen ich dabei nicht mitgehe und mein BDSM lieber eigenständig gestalte und solche Geschichten maximal als Inspirationsquelle für eigene Ideen nutze. Weil ich das Buch in deutscher Fassung gerade zur Hand habe, möchte ich den letzten Absatz (in kursiv gesetzt und nicht mehr zur eigentlichen Geschichte gehörend) zitieren. Die französische Originalfassung kenne ich nicht, daher kann ich mich nur auf dies hier berufen. Zitieren In einem letzten Kapitel, das gestrichen wurde, kehrte O nach Roissy zurück, wo Sir Stephen sie verließ. Die Geschichte der O hat einen zweiten Schluss. Er lautet: Als O sah, daß Sir Stephen sie verlassen würde, wünschte sie sich den Tod. Sir Stephen erteilte seine Zustimmung. Was lesen wir daraus? Wir wissen weder um die Umstände, wenn O wirklich nach Roissy zurückgekehrt sein sollte, warum Sir Stephen sie verließ, noch wie das Verlassen von Sir Stephen im zweiten Schluss zu verstehen ist: wollte er lediglich die Verbindung lösen, oder lag er vielleicht im Sterben? Das offene Ende des Buches ist meines Erachtens nicht dazu geeignet, daraus eine Tendenz in der gesamten Erzählung abzuleiten. Allein schon, weil Desclos das Buch nicht so geschrieben und nach eigenem Bekunden an einer Stelle einfach aufgehört hat. Und die Aussage, O wünschte sich den Tod, würde ich an dieser Stelle auch nicht überinterpretieren. Jeder, der wirklich mal eine tiefe Bindung erlebt, tiefe Liebe empfunden und diese dann verloren hat, wird nachvollziehen können, dass man in dem Moment, in dem der Schmerz darüber am größten ist, lieber tod als lebendig wäre und aufgrund des Verlustes keine Zukunft sieht. Die meisten Menschen werden sich aber wieder fangen, auf die ein oder andere Art, nur die Wenigsten dürften tatsächlich den (literarisch natürlich imposanteren) Weg des Freitodes gehen. Als ich das Buch zum ersten Mal las, war ich regelrecht verblüfft über diese letzte Anmerkung, denn nichts deutete für mich im Verlauf darauf hin, dass die Verbindung zwischen O und Stephen keine nachhaltige Entwicklung nehmen würde. Mein persönlicher Schluss weicht dementsprechend von dem, was uns die Verfasserin hier anbietet, ab. Völlig legitim bei einem offenen Ende. Soviel dazu. Und was das Verstehen angeht: hier kann eine vorhandene Neigung in dieselbe Richtung tatsächlich von Vorteil sein wenn es darum geht, den Charakter der O und ihre Motivation besser zu begreifen. Ansonsten bedarf es ein großes Maß an Unvoreingenommenheit gegenüber dieser Lebensart.
Dies ist ein beliebter Beitrag. Te**** Geschrieben am Donnerstag um 04:40 Dies ist ein beliebter Beitrag. (bearbeitet) vor 5 Stunden, schrieb Bratty_Lo: Das stimmt @Teaspoon, aber dennoch scheinst du von diesen "Klischees" auch nicht gänzlich befreit zu sein. Wir hatten mal eine Unterhaltung über das "O-Kleid". Dein Parter findet es für seine Zwecke nicht so gut, meine ich. Unabhängig davon meintest du allerdings kein O-Kleid zu tragen, weil du keine O bist... Das ist OT, dennoch kurz: Es ist hässlich, ich bin monogam, ich brauche keine BDSM-Uniform und es ist auch für das, was ich mag und tue nicht geeignet. Nein, ich bin keine O, ich spiele kein Buch nach. Gilt alles auch für den angeblichen "Ring der O". Nein, ich muss das Buch nicht lesen, ich habe bisher nichts darüber gehört, das es für mich interessant macht. Und es nur zu lesen, um "dazu zu gehören" brauche ich nicht. bearbeitet am Donnerstag um 04:43 von Teaspoon
Br**** Geschrieben am Donnerstag um 05:23 (bearbeitet) Ah Dankeschön @Teaspoon. Ich habe ja auch n' Halsband mit D-Ring. Diese Kleider finde ich teilweise schön (auch nicht alle). Ich sah mal ein sehr schönes... Für mich wäre es merkwürdig zu sagen: ch trage so ein O-Kleid nicht (obwohl ich es eigentlich mag). Lediglich aufgrund eben dieser Geschichte und damit verbundenen Klischees... 😂 Würde ich es eben nur aufgrund irgendwelcher Klischees nicht tragen, würde ich da ja quasi mitmachen, find ich. Also ist es mir egal. Ich fände es hübsch oder nicht. 😂 Ich habe sie auch nie gelesen. Das, was ich gegoogelt habe, für mich wendet sich dieser Sir irgendwas in den verschiedenen Varianten von der O ab (ich verstehe das Gehen da nicht als Tod und warum hätte man das nicht schreiben sollen?) und ich sehe die Liebe vielleicht eher recht einseitig? Dafür müsste ich es lesen, aber ob mit das dann wichtig genug ist? bearbeitet am Donnerstag um 05:30 von Bratty_Lo
Dies ist ein beliebter Beitrag. Arasjal Geschrieben am Donnerstag um 06:54 Dies ist ein beliebter Beitrag. Puh nur meine Meinung dazu … Bdsm ist ein Junger Begriff mit neuen Einflüssen. De Sades Fokus liegt auf Sadomaso. Sadismus in der Form wie er in den Büchern beschrieben wird insbesondere die 120 Tage von Sodom ist pathologisch und verstößt damals wie heute gegen geltene Gesetze.
Ro**** Geschrieben am Donnerstag um 07:22 Vielleicht sollte ich doch mal die Geschichte der O lesen, verbessern kann man sich ja immer.
Ta**** Geschrieben am Donnerstag um 12:58 O und de Sade sind literarisch und zeitgeschichtlich interessante Werke. Wirken aber nicht auf jeden anregend, ganz gleich, welche Neigung man hat. Die Sprache in der Geschichte der O wird von einigen als klinisch, als kalt empfunden. Provozierend auch, wie unappetitlch der eine dicke Typ beschrieben wird und wie er O benutzt. Genau das mag manche anregen, wirkt aber auf viele vor allem abstoßend. Selbstaufgabe, vom Text des Alternativendes bis zum Tod - das ist ebenfalls nicht jedermanns Geschmack. Für mich moralisch abstoßend. In anderem Deutungen des Werks wird das mit christlichem Märtyrertum, oder buddhistischer Selbstauflösung verglichen. Das mag einige anziehen - andere moralisch abstoßen. Weil es Selbstaufgabe für nen Stecher ist, den die 0 sich noch nicht einmal ausgesucht hat - sie wird an den abgeschoben. Wenn man Selbstaufgabe bis -Auslöschung als Vollendung des DS sieht, mag es gefallen. Mir nicht. Ich sehe 0 nur abstumpfen. Und ich bediene mich nicht der Lesarten, dass es gewalt- und missbrauchsveeherrlichend ist, die bestehen. Noch interessiert mich die These, 0 sei die Mächtige und die Männer Erfüllungsgehilfen. De Sade wollte vor allem provozieren bis zum Gehtnichtmehr. Quills ist ein interessanter Film über ihn, aber da spielt er eher Cupido und ist kein ganz Netter, statt dem Typen, der brutalem Missbrauch an abhängigen Minderjährigen beging. Schöner Film. Sehr weit weg von seinem Werk, da kackt niemand jemandem in den Hals, soweit ich mich erinnere. Zum Thema Literatur mit Themenbezug sind die Gefährlichen Liebschaften spannend, seelische Grausamkeit und die Lust daran. Wenn man Briefromane mag. Sowohl die Verfilmung mit Glenn Close ist grandios, als auch Valmont, sowie die Version in der Neuzeit - Eiskalte Engel auf Deutsch, meine ich.
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