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.....und dann sagt er, ich bin sehr von dir enttäuscht.


Ro****

Empfohlener Beitrag

Bin ja eigentlich nicht die Zielgruppe. 
 

Ich habe es meinem damaligen Herrn angemerkt, wenn er von mir enttäuscht war und unsere Bindung war ab einem gewissen Punkt so eng, dass ich körperliche Schmerzen bekam. -> Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Schwindel, körperliches Schütteln und auch nen Grund warum ich auf eine derartige Beziehung keinen Wert mehr lege.

Er hat mich zu Beginn unserer 24/7 nur einmal körperlich bestraft und dann entfiel es aufgrund meiner körperlichen Reaktionen und weil er ein braves Mädchen wollte, was ich war. 

also wie mein vorredner schon gesagt hat, wenn die emphatie gewollt weg ist, dann ist der ofen quasi sowieso aus. warum sollte sie das aber wollen, wenn sie quasi absehen kann, dass das ende bedeutet? wenn meine sub/sklavin regeln bricht, ist es für mich ein wichtiger unterschied warum sie die regeln gebrochen hat? konnte sie quasi nichts dafür gibt es trotzdem eine gewisse strafe, denn folgenlos bleibt nichts. wenn ich aber merke, dass sie bewusst die regeln bricht und sei es um mich zu testen, bin nich nicht nur enttäuscht sondern quasi richtig sauer, denn sie nimmt mich, aber auch sich selbst und am schlimmsten uns nicht ernst. ich versuche dann eher ernsthaft das gespräch zu suchen, denn reines bestrafen bringt dann in der regel wenig. wenn ich aber auch da merke, dass es nicht nur eine phase ist, vielleicht auch aus persönlichen gründen, job läuft nicht etc. mache ich quasi nochmal die ganz klare ansage wie ich es zu beginn tue, was ich erwarte, wie kommuniziert werden soll, wie sich verhalten werden soll. wenn da einsicht kommt und mir schlüssig dargelegt wird was das problem ist, ist es für ok. dann gibt es trotzdem strafe, aber eben weil sie es verdient hat und selber einsieht, dass die strafe notwendig ist. wenn nicht, ist das thema beendet und ich sage ihr klar, dass es leider nicht funktioniert.

p.s. die art und intensität der strafe ist bei sehr individuell und hängt stark davon ab, ob sub bsp. maso ist oder wie sie im allgemeinen mit strafen umgeht.

Also, ne Bdsm-Dynamik muss von beiden Seiten getragen werden.

Bei Regeln heißt es auch, nicht warten bis Sub beichtet, sondern auch selbst kontrollieren. Das ist ARBEIT für den Top.

Als Top bin ich kein Freund von vielen Regeln, einfach weil ich die Arbeit scheue.

 

Zu deinem Problem.

Gebrochene Regeln haben ein Grund:

1. Der Grund muss benannt, muss erörtert werden 

2. Einmalige Verfehlung oder wiederholt?

 

Erst dann kann man sich über Strafen oder mehr Gedanken machen. Empathielosogkeiz kann man schlecht steuern, viwke  Menschen sind es von Geburt. Ist es aber eine gewollte Gleichgültigkeit, dann liegt etwas im argen.

Dann wäre meine Empfehlung die Verbindung zu bereden. Wo gibt es Defizite. Und diese müssen beide suchen und zwar auf Augenhöhe.

 

Und wie reagieren ich als Top.

Vor ca 20 Jahren hat meine Sub das letzte Mal ein ne Regel bewusst, " da hatte ich kein Bock drauf" gebrochen.

Auf der Rückfahrt, nachts um halb 2 rein in einen Feldweg und Ihr den Arsch gefärbt mir dem dem verhassten Rohrstock. Tränen , Bitte um Zigarette gegen den Schmerz und weil Glut nicht in den Wald gehört, auf ihren A... Ausgedrückt. Ja noch heute sieht man die Narbe.

Und ja, ist nicht jedermanns Sache aber wir waren fein damit.

 

 

vor 6 Minuten, schrieb Violet_Fog:

Strafen sind ein Geschenk für Sub, damit gibt man Sub die Chance zur Sühne.

geschenk- hmm.. aber die möglichkeit zur absolution, ja!  

 

vor 2 Minuten, schrieb Einfach-Ich:

Gebrochene Regeln haben ein Grund:

nein, nich immer- thema zeitgebundene regeln!

 

und die kippe ausgedrückt?  ich hätt dich direkt angezeigt!

Enttäuscht sein und dies auch Sagen sind ja auch mal riesen Unterschiede.
Bevor man so etwas ausspricht.
Da sollte man sich selbst gut reflektiert haben, die Schuld bei sich zuerst suchen.
.
Und wissen ob es ein Trigger für Bottom ist, sollte natürlich auch bekannt sein.
.
Ist ja nach ghosting auch höchst Strafe...
.
Unwohlsein und physische Probleme wenn geliebte Menschen "enttäuscht" wurden/haben ...gibt's nicht nur im BDSM

Meine Ansicht: Wie sich jemand wirklich fühlt, kann dir nur die Person selbst sagen, die es fühlt. Wenn der Mensch also von Enttäuschung spricht, würde ich das ernst nehmen und nicht infrage stellen. Dafür braucht es nicht einmal Empathie. Annahmen haben sich meiner Erfahrung nach bisher eher als unangenehm herausgestellt. Und gerade in solchen Kontexten sollte Mensch lernen, darauf zu vertrauen, dass stimmt, was gesagt wird und es nicht hinterfragen. Klingt für manche schwierig, ist es auch. An Nachfragen stirbt das Gegenüber in der Regel nicht, vor allem, wenn formuliert wird, dass etwas gerade verunsichert.

Ich hatte mal Session bezogen eine Regel aufgestellt, ja, ich war enttäuscht als diese gebrochen wurde. Allerdings habe ich auch alles daran gesetzt, dass Bottom diese Regel bricht. Sprich es wirklich schwer gemacht und dabei den Punkt überschritten, wo Bottom die Grenze noch hätte einhalten können. Wurde mir in dem Moment auch bewusst, gab auch keine Strafe. Aber die Emotion war trotzdem einfach da und das war und ist selbst in diesem Fall in Ordnung.

Es ist, aus meiner Sicht, Aufgabe von Top, dafür zu sorgen, dass Regeln auch eingehalten werden können und auch im Hinterkopf behalten, dass sich hier Umstände ändern, Anpassungen oder Streichungen notwendig werden können. Und seitens Top sollte auch überlegt werden, wie gut mit Verstößen umgegangen werden kann - ein Regelverstoß ist kein Freifahrtschein für aggressive wütende Gewalt. Es ist in Ordnung, zu formulieren, dass es enttäuscht, wütend macht. Es ist nicht in Ordnung da blind drauf zu reagieren. Nachdenken bevor reagiert wird, finde ich da besonders wichtig und das am besten bevor eine Regel gebrochen wird.
Selbst das mit unrealistischen Regeln, die nicht eingehalten werden können, sollte entsprechend überlegt sein und auch abgeklärt werden.

Wenn allerdings mein Gegenüber absichtlich anfängt sich in ein eiskaltes Wesen zu verwandeln... Dann wäre das für mich der Zeitpunkt es zu beenden. Vor allem wenn ich deshalb dauerhaft infrage gestellt werden würde, insbesondere als Mensch mit Gefühlen, würde das absolut für mich keinen Sinn machen. Mag sein, dass das für andere so passt, für mich allerdings nicht. Ich habe kein Problem, wenn die Empathie aufgrund von Neurodivergenz anders funktioniert. Aber ich habe ein Problem, wenn die Person hier irgendein Ziel verfolgt wie emphatieloser zu werden. Kann gute Gründe haben, ist für mich allerdings dann ein Grund keine Verbindung mehr haben zu wollen.

Allerdings sollte auch bei emphatielosen Menschen es möglich sein, Informationen wahrzunehmen. "Ich bin enttäuscht von dir" ist eine Information.

Ich sag es mal so, egal in welcher Form einer von beiden keine Empathie mehr in die Beziehung legen möchte, läuft grundsätzlich was falsch.

Wenn es von meiner Partnerin kommt, dann suche ich das Gespräch, dann stellt sich ja raus, was es noch füreinander gibt, um dann Lösungen zu schaffen.

Beide Seiten sollten sich aber Fragen wie konnte es soweit kommen, wenn aber einer echt blockt dann kann es auch das Ende bedeuten.

Für mich hat das aber eher was im Zwischenmenschlichen was zu suchen und weniger im BDSM allein.

vor 3 Minuten, schrieb ichbines1:

Ich sag es mal so, egal in welcher Form einer von beiden keine Empathie mehr in die Beziehung legen möchte, läuft grundsätzlich was falsch.

Wenn es von meiner Partnerin kommt, dann suche ich das Gespräch, dann stellt sich ja raus, was es noch füreinander gibt, um dann Lösungen zu schaffen.

Beide Seiten sollten sich aber Fragen wie konnte es soweit kommen, wenn aber einer echt blockt dann kann es auch das Ende bedeuten.

Für mich hat das aber eher was im Zwischenmenschlichen was zu suchen und weniger im BDSM allein.

inner partnerschaft auf augenhöhe iss das anders, klar

Vor 14 Minuten , schrieb towel:

inner partnerschaft auf augenhöhe iss das anders, klar

auch ohne Augenhöhe, ich habe doch Verantwortung und möchte das es ihr gut geht.

Das hängt denke ich sehr davon ab aus welchem Grund man Regeln aufstellt und was für ein Machtgefälle man sich wünscht. Ich mag es durchaus, wenn meine Sub Regeln bricht, denn dann habe ich einen Grund, sie zu bestrafen. Man kann sogar absichtlich Regeln aufstellen, die die andere Person nicht wird einhalten können- eben damit man sie bestrafen kann. Aber das muss natürlich kommuniziert sein und manche Regeln sollten lieber nie gebrochen werden. Ich denke, die erste Art Regeln sind eher weiche Grenzen und häufiger in einer Brat/Brat Tamer Dynamik, die zweite Art eher harte Grenzen und in einer Meister/Sklave Dynamik. Wie sich dein Partner vermutlich fühlt, hängt also davon ab, wie eure Dynamik aussieht. Und was der Grund für diese Regel war.

vor 9 Minuten, schrieb ichbines1:

 

auch ohne Augenhöhe, ich habe doch Verantwortung und möchte das es ihr gut geht.

ja klar, aber dann iss anders, woll

 

vor 9 Minuten, schrieb Lycaone:

Das hängt denke ich sehr davon ab aus welchem Grund man Regeln aufstellt und was für ein Machtgefälle man sich wünscht. Ich mag es durchaus, wenn meine Sub Regeln bricht, denn dann habe ich einen Grund, sie zu bestrafen. Man kann sogar absichtlich Regeln aufstellen, die die andere Person nicht wird einhalten können- eben damit man sie bestrafen kann. Aber das muss natürlich kommuniziert sein und manche Regeln sollten lieber nie gebrochen werden. Ich denke, die erste Art Regeln sind eher weiche Grenzen und häufiger in einer Brat/Brat Tamer Dynamik, die zweite Art eher harte Grenzen und in einer Meister/Sklave Dynamik. Wie sich dein Partner vermutlich fühlt, hängt also davon ab, wie eure Dynamik aussieht. Und was der Grund für diese Regel war.

ein 'machtgefälle iss immer 24/7, alles andre iss rollenspiel.. und wat bestrafen?  geh spielen!

 

Gerade eben, schrieb towel:

ein 'machtgefälle iss immer 24/7, alles andre iss rollenspiel.. und wat bestrafen?  geh spielen!

 

Das Thema ist nicht 247. 

Gerade eben, schrieb HirnHerzHumor:

Wenn Dom sagt, flieg los und egal was ich tue, ich kann nicht fliegen, hat dann Dom das Recht enttäuscht zu sein? Wir wissen nicht was los war, aber das sagt weder das Sub nicht alles versucht hat, noch das Dom realistisch genug war, etwas zu verlangen. Ob es brattig war, begründet nicht erfolgte oder ob Dom einfach mal unmögliches verlangte, wissen wir nicht. Gar nicht. Also ist es vermessen zu sagen Sub hat versagt, weil Verhalten oder Regel nicht eingehalten wurde oder was auch immer. 

Und sub immer die Schuld zuzuweisen und Dom hat das alleinige Recht enttäuscht zu sein, da frage ich mich, ob Dom nicht besser ein Herr der Steine sein sollte. Menschen führen ist mehr Verantwortung. Viele Führungskräfte jammern immer über schlechte Mitarbeiter. Und übersehen, dass die Führungskraft dafür da ist, das zu ändern. Dom hat Verantwortung, wie eine Führungskraft. Enttäuscht zu sein ist menschlich, spricht aber nicht für Führungsstärke sondern Schuldumkehr. 

es zerknirscht in mir, aber ja- du hast recht!  :)

 

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