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Rollenkonflikt, dominante Rolle


HerrinJeanna

Empfohlener Beitrag

Mit Sub drüber sprechen, das kann Ängste nehmen. Das Empfinden ist meiner Erfahrung nach eher subjektiv und andersherum gibt es eine solche Erwartungshaltung häufig gar nicht in diesem Ausmaß. Im Gegenteil ergeben solche Gespräche eher, dass Sub es sogar mag, wenn Dom(me) sich diesbezüglich keinen Druck macht und eigene Bedürfnisse stärker in den Mittelpunkt rückt. Das ist aber natürlich nur mein eigener Eindruck und auf keinen Fall allgemeingültig gemeint.

Kenne das nicht🤔 suche mir aber auch nicht so fordernde subs aus… und wenn eine abspringt gibs genug Ersatz

Ich bin natürlich keine Lady und möglicherweise kann man das nicht 1:1 übertragen, aber vielleicht liegt der Schlüssel darin, für wen man denn perfekt sein möchte. Ich möchte auch gut darin sein, meine Subs optimal zu bespielen, aber der Grund dafür ist, dass ich Macht liebe und je besser ich die Bedürfnisse meiner Subs verstehe, desto mehr sind sie Wachs in meinen Händen, desto mehr Macht bekomme ich also. Hilft es dir vielleicht, dir zu sagen: Ich möchte zwar möglichst gut in der dominanten Rolle sein, aber nicht für eine andere Person, sondern für mich selbst, denn je besser ich bin, desto besser kann ich mit der Person spielen und desto mehr Möglichkeiten habe ich entsprechend?

Vor 34 Minuten , schrieb Lycaone:

Ich bin natürlich keine Lady und möglicherweise kann man das nicht 1:1 übertragen, aber vielleicht liegt der Schlüssel darin, für wen man denn perfekt sein möchte. Ich möchte auch gut darin sein, meine Subs optimal zu bespielen, aber der Grund dafür ist, dass ich Macht liebe und je besser ich die Bedürfnisse meiner Subs verstehe, desto mehr sind sie Wachs in meinen Händen, desto mehr Macht bekomme ich also. Hilft es dir vielleicht, dir zu sagen: Ich möchte zwar möglichst gut in der dominanten Rolle sein, aber nicht für eine andere Person, sondern für mich selbst, denn je besser ich bin, desto besser kann ich mit der Person spielen und desto mehr Möglichkeiten habe ich entsprechend?

Mal Butter bei die Fische: Natürlich sind die Bedürfnisse meiner Sub genauso wichtig, wie meine. Aber das klingt danach, als wenn man sich "komplett" nach der Sub ausrichtet und sich selbst hintenanstellt. Widerspricht meinem persönlichen Verständnis von D/s; wenn sie meine Art der Dominanz nicht mag, ist das völlig fein und es passt halt nicht, aber ich werde mich doch selbst nicht verstellen, um sie "optimal" zu bespielen. Dann ist man, wie @Tau08 schon schrieb, im Rollenspielbereich und performt nur.

Allerdings habe ich den Grundgedanken der TE, der Sub etwas bieten und folglich abliefern zu wollen, schon häufiger gehört. Davon sollte man sich freimachen, die meisten Subs erwarten so etwas überhaupt nicht aus meiner Erfahrung, sondern vielmehr Authentizität des eigenen Handelns.

vor 4 Stunden, schrieb HerrinJeanna:

Hallo zusammen, welche Lady kennt dieses zeitweise störende und hemmende Gefühl, die dominante Rolle möglichst perfekt erfüllen zu müssen, um dem Sub etwas ‚bieten‘ zu können? Gibt es Tipps, wie man aus diesem Denken bzw. System ausbrechen kann?

ich ja nu andre seite aber... denk nich zuviel nach, jeanna! und hey, du bist kein robot! :) 

Vor 30 Minuten , schrieb Alexiel_Mistress:

Und du hast es nur mit w subs was zu tun? 

Wenn nein lies nicht weiter wenn ja dann lies bitte weiter... 

 

In meinen (und auch bei andern damen laut deren Erzählungen) kommt es häufig zu ganzen Drehbücher und Forderungen was passieren soll innerhalb einer Saison, gerade bei solchen MSubs die ihr wissen aus pornos und ähnlichen haben. 

Erst heute 2 (potenziell 3 aber ich warte noch auf Antwort) solcher Mails entsorgt btw. 

Dienen heisst bei vielen (nicht allen, kommt runter) solange sie geil sind, geil gemacht oder geil gehalten werden ist das vorbei ist auch das dienen vorbei und das Spielzeug Fdom kann in den Schrank... 

Weisst du wie viele Gesuche hier grassieren mit *will nur mal testen* geh ins Studio... 

*will lecken und ficken * geh ins Studio oder zu anderen Dienstleister oder auf poppen. De... 

Das ist keine Hingabe das ist Wünsch erfüllen... Da ist nix mit sie soll sich entfalten und ihre Bedürfnisse im Mittelpunkt... 

 

Nicht selten kommt es vor das verhandelt wird: aber wenn ich das aushalten darf ich dich ficken! Nein ficki ficki ist eben nicht jeder fdoms Sache insbesondere nicht in einer Saison. 

Jup, bin ne olle Hete. MaleSubs sollen ja ohnehin eine recht ungewöhnliche Gruppe sein, von dem, was man hier manchmal so liest.

Ich hatte die TE jedoch erstmal so verstanden, dass es sich um einen passenden Sub und ein bereits bestehendes Vertrauensverhältnis handelt. Aber an deinen Worten mag durchaus was dran sein, bei weiblichen Subs sind derart strikte Forderungen zwar nicht ausgeschlossen, aber doch ungewöhnlich. Da äußert sich das eher auf andere Weise, wenn eine komische Erwartungshaltung vorhanden ist.

Hinzukommt, dass ich n langweiliger, monogamer Beziehungs-Dom bin, was vernutlich auch nochmal eine andere Dynamik beinhaltet 😂

Kann die TE hier vielleicht noch was beisteuern und konkreter werden?

Vor 2 Stunden, schrieb Tau08:

 

Das Rollenspiel einer nicht authentisch dominanten Person funktioniert nur innerhalb der Rolle.

Also weil jemand möglichst perfekt sein will, spielt er oder sie nur die Rolle? Das hat wohl viel mehr was mit zu hohe Ansprüche an sich selbst zu tun, als mit fehlender Dominanz...

Wenn ich zu perfekt sein möchte, dann denke ich an den Mond oder das Meer. Beides zählt als perfekt aber der Mond ist voller Krater und Narben. Das Meer ist dunkel und kalt. Es hilft mir dabei mich darauf zu besinnen, das Perfektion Fehler, macken und Eigenheiten beinhaltet.

vor 52 Minuten, schrieb DreamGirlYuki:

 

Also weil jemand möglichst perfekt sein will, spielt er oder sie nur die Rolle? Das hat wohl viel mehr was mit zu hohe Ansprüche an sich selbst zu tun, als mit fehlender Dominanz...

Das Wort "Rolle" habe habe ich aus dem ersten Beitrag verwendet (dominante Rolle). Eine Rolle ist ein Schauspiel. Es stößt an Grenzen, wenn Handlungen außerhalb der Szene oder Rolle erforderlich sind.

Jemand der "möglichst perfekt" sein will und zu hohe Ansprüche an sich selbst hat, hat sich noch nicht gefunden und das wirkt auf mich persönlich als gar nicht dominant. In einer Rolle kann man das zwar ausleben, vielleicht sogar authentisch, es bleibt aber darauf beschränkt.

 

vor 39 Minuten, schrieb DreamGirlYuki:

Wenn ich zu perfekt sein möchte, dann denke ich an den Mond oder das Meer. Beides zählt als perfekt aber der Mond ist voller Krater und Narben. Das Meer ist dunkel und kalt. Es hilft mir dabei mich darauf zu besinnen, das Perfektion Fehler, macken und Eigenheiten beinhaltet.

Menschen können und müssen gar nicht perfekt sein. Auch das Meer und der Mond sind es nicht. Perfektion kann man bei gewissen Tätigkeiten, Aufgaben anstreben. Du hast eine wichtige Erkenntnis daher bereits erlangt und wenn sich das verfestigt,  ergibt sich im Idealfall eine authentische Führung oder Führungsrolle die es gar nicht mehr nötig hat ständig darüber nachzudenken was man subby bieten muss. 

Bei vielen männlichen Bottoms sind die Erwartungen an Ihre weiblichen Tops eh fast auf null. Ich sag's mal so, wenn man als weibliche Top es schafft immer wieder seine Meinung mit Worten auszusprechen und man konsistent ist bei dem was man sagt was man will oder nicht will dann ist die Zufriedenheit schon ziemlich hoch.

Dieses Gefühl hatte ich zuletzt als ich jemanden ein Bild gesendet hab...und zurück kam nix...auf Nachfrage dann...ja ohne Leder ist es nicht so Dominant.
Wenn ich den in die Finger kriege, dann kommt der "Ausbruch" 😜

vor 3 Stunden, schrieb Aberration:

Allerdings habe ich den Grundgedanken der TE, der Sub etwas bieten und folglich abliefern zu wollen, schon häufiger gehört. Davon sollte man sich freimachen, die meisten Subs erwarten so etwas überhaupt nicht aus meiner Erfahrung, sondern vielmehr Authentizität des eigenen Handelns.

Das kann ich gut nachvollziehen und glaube auch, dass entsprechende Bedenken oder ein gefühlter Druck häufig von selbsterzeugtem Druck, einem Hauch Perfektionismus und/ oder Neigung zu People Pleasing kommt, weniger von vermittelter Erwartungshaltung der Sub-Person.

Ich glaube, wenn das eine Dom-Person, gleich welchen Geschlechts, belastet dann kann es helfen sich etwas stärker auf seine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen zu besinnen.

Hierzu kann es natürlich auch helfen gezielt mehr Feedback und Rückmeldung (in Gesprächen oder in schriftlicher Form) von der Sub-Person einzufordern, um seine eigenen Bedenken im besten Fall dadurch entkräften zu können und die innere Stimme, die einem gern mal Druck macht, den Wind aus den Segeln zu nehmen. 

Vor 4 Stunden, schrieb Aberration:

Mal Butter bei die Fische: Natürlich sind die Bedürfnisse meiner Sub genauso wichtig, wie meine. Aber das klingt danach, als wenn man sich "komplett" nach der Sub ausrichtet und sich selbst hintenanstellt. Widerspricht meinem persönlichen Verständnis von D/s; wenn sie meine Art der Dominanz nicht mag, ist das völlig fein und es passt halt nicht, aber ich werde mich doch selbst nicht verstellen, um sie "optimal" zu bespielen. Dann ist man, wie @Tau08 schon schrieb, im Rollenspielbereich und performt nur.

Allerdings habe ich den Grundgedanken der TE, der Sub etwas bieten und folglich abliefern zu wollen, schon häufiger gehört. Davon sollte man sich freimachen, die meisten Subs erwarten so etwas überhaupt nicht aus meiner Erfahrung, sondern vielmehr Authentizität des eigenen Handelns.

Wie ich geschrieben habe: Wenn man die Ausübung von Macht genießt, ist die Bedürfnisse kennen und erfüllen können wollen alles andere als sich selbst hinten anstellen, sondern das Gegenteil. Weil man natürlich immer noch nach Belieben entscheidet, wann man Bedürfnisse erfüllt und wann nicht.

Ich glaube Du solltest Dich weniger selbst unter Druck setzen und mehr Du sein. Wenn Du dich so gibst, wie Du bist bringt das beide am meisten.

Dazu fang lieber im Kleinen an und entwickelt Euch zusammen!

Moin,

 

Kurz gesagt:

Na. Lebt nicht, um die Erwartungen Anderer zu erfüllen.

Selbst wenn man Geld bekommt, die Erwartungen Anderer zu erfüllen ( zum Beispiel im Beruf) legt man selbst den Preis und den Umfang der Erwartungen fest, welche man erfüllen kann ohne daran kaputt zu gehen 

 

In einer Partnerschaft in welcher man die dominanten Part übernimmt, geschieht es häufig aus Liebe heraus. Man möchte dem geliebten Partner, geschlechtsunabhängig, Liebe und Wertschätzung zeigen und übernimmt den dominanten Part. Leider wird häufig dabei vergessen, dass der dominante Part auch lernen muss die Rolle auszufüllen, vergessen wird zudem,cdass auch der dominante Part Grenzen und Tabus hat.

 

Es hilft nur Reden. Reden was geht, was nicht geht oder wenn es ganz blöd läuft offen zu erklären, dass man die Wünsche des Partners nicht erfüllen kann. 

Dann muss man sich "Alternativen" überlegen.

 

@Alexiel_Mistress,

Dein Hinweis mit deinem Postfach.

Ich kann das Leiden von dominanten Frauen voll nachvollziehen, da ich eine Reise solcher Damen kenne von privat ausgelebter Dominanz bis zu gewerblicher Arbeit .

Viele "devote", vorwiegend Männer vermitteln bereits in ihrem Anschreiben eine ganze Liste von "Must have" welche alleinig zu ihrer Lusterfüllung dienen. Die Bedürfnis der Dame, sind völlig uninteressant.

Besonders perfide Männer sind in letzter Zeit dazu übergegangen, ihre Wünsche, ihre Must Have' s solange in die 2. Reihe zu rücken, bis er n Vertrauensverhältnis mit der Feme  aufgebaut ist. Die ersten Treffen, die ersten Spiele , alles OK und dann werden die "Must Have' s" auf den Tisch gelegt und subtil versucht der Dame zu erklären, sie soll den langen Weg begreifen und ob es wirklich ein sinnloser Weg sein solle,wenn sie jetzt nicht über ihren Schatten springen würde.

Hier kann und muss man klar sagen, sorry passt doch nicht, ansonsten ist man als Top ständig getrieben von der Erwartungen seitens des submessiven Parts.

vor 5 Stunden, schrieb Einfach-Ich:

In einer Partnerschaft in welcher man die dominanten Part übernimmt, geschieht es häufig aus Liebe heraus. Man möchte dem geliebten Partner, geschlechtsunabhängig, Liebe und Wertschätzung zeigen und übernimmt den dominanten Part. Leider wird häufig dabei vergessen, dass der dominante Part auch lernen muss die Rolle auszufüllen, vergessen wird zudem,cdass auch der dominante Part Grenzen und Tabus hat.

wenn man so ist, muss man das nich lernen- ud wollt ich persönlich auch nich!  das führt BDSM ad absurdum

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