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Regelwerk, Ego und Dynamik


La****

Empfohlener Beitrag

Vor 10 Minuten , schrieb LaLaLausemädchen:

Klarheit in der eigenen Suche finde ich absolut sinnvoll.
Mich würde in dem Zusammenhang interessieren:
Wie selektiv gehst du bei der Kontaktaufnahme vor?
Also schaust du dir vorab sehr genau an, ob das Profil der anderen Person grundsätzlich zu deinen Vorstellungen passt,
oder schreibst du auch Menschen an, die sich nicht eindeutig in der von dir gesuchten Rolle sehen?

weil ich aus meiner eigenen Erfahrung häufig erlebe, dass sehr klar formulierte „Sklaven“-Ansprachen auch bei Personen landen, die sich explizit nicht so definieren.
Wenn die Ansprache eher breit gestreut wird, erhöht das ja zwangsläufig die Wahrscheinlichkeit von Absagen.
Und mehr Absagen bedeuten mehr Reibung….was ich wiederum nicht selten als Ausgangspunkt für Frustration oder abwertende Reaktionen beobachte, obwohl die Absage respektvoll formuliert wurde.

Mhh ich werde meisst angeschrieben. Wenn mich eine Person interessiert schreibe ich diese auch mal an . Wobei ich eher Die Person direkt Anspreche so draußen in freier Wildbahn ☺️ da kommuniziere ich ehrlich was ich suche und was nicht . Wenn ich gerade Akut eine Fusssklavin suche dann nur das … oder puppy etc . Keine Dudes mit Ausnahme TVs und da bin ich picki…Raucher kommen auf nicht prio. Gewisse Ausrichtungen werden aussortiert. Frauen includiere ich Trans( macht kein unterschied) .

(bearbeitet)

Es gibt sicher Beziehungen, die rein einer Dynamik folgen, welche selbstverständlich immer vorhanden ist, aber oft existiert eben nicht nur eine Dynamik, sondern auch eine gemeinsame Basis.

Dies kann eine emotionale Basis sein, aber auch etwas ganz konkretes, konkrete Vorstellungen die Entwicklung der Beziehung betreffend, z.B. eine Familiengründung.

Ich wähle hier bewusst ein klassisches Vanilla-Beispiel zur besseren Nachvollziehbarkeit, dass es nichts Besonderes ist, wenn man konkrete Vorstellungen die Beziehung betreffend hat und nicht einfach nur alles einer Dynamik überlassen möchte.

Wenn Frau die Gründung einer Familie plant, dann wird sie bei der Partnerwahl darauf achten, dass der Partner ebenfalls passende Vorstellungen hat. Und wenn ein geeigneter Partner gefunden wurde, der dies ebenfalls als seine Vorstellungen ausgedrückt hatte, dann wird dies zu einer Basis der Beziehung (neben anderem) und es wird darauf vertraut.

Was, wenn dieser Partner dies dann alle paar Wochen in Frage stellt, sich nicht mehr sicher ist oder sich generell so verhält, dass sich Frau eine Familiengründung mit diesem Partner nicht vorstellen kann? Dann kann die übrige Dynamik noch so gut und schön sein, aber Frau muss dann entweder auf ihre ursprünglichen Vorstellungen der Familiengründung verzichten oder eben erkennen, dass das Vertrauen in den Partner, der sich auch zu dieser Basis bekannt hatte, verletzt wurde.

In einer wirklichen D/s-Beziehung, die beide eben auch genau deswegen eingehen, weil sie eine Beziehung nach diesem Beziehungsmodell führen wollen, ist D/s diese Beziehungsbasis. Und D/s bedeutet hier ganz klar Dominanz und Unterwürfigkeit.

Ein dominanter Partner der sich im Rahmen der Dynamik dann von Sub bemuttern lassen will, würde sicher nicht dieser Basis entsprechen.

Aber auch eine Sub, die sich nicht wirklich unterwürfig verhalten will, entspricht nicht dieser Basis.

Im Grunde geht es hier, wie in dem Vanilla-Beispiel darum, dass unabhängig von einer Dynamik auf eine Basis vertraut wird, was auch durch die Dynamik nicht in Frage gestellt werden darf.
 

bearbeitet von SirTorben

Mein Herr hat nie nach "Rollen" gesucht. Auch die einer Sklavin kann sehr verschieden sein. Da gibt es nicht nur die Variante "perfekt gehorsam". Für ihn darf sie sich gerne auch auflehnen. Der Sklavin muss ja nicht alles gefallen. 😜 Die besten dynamischen Erfahrungen hat er wohl mit selbst ernannten Brats gemacht. 🤭 Er mag das Kontern. Er liebt Frechheiten. Ob subtil oder sehr direkt. Und Brat zeigt auch oft genug an, dass er noch einen drauflegen kann. Natürlich beginnt das Ganze langsam. 

Was er selbst mag, sind einfach Masochistinnen. Aber die Neigung hat man oder nicht. 

Gewissermaßen hat er allerdings auch Regeln und mag auch dauerhaftes D/S. Da wäre es für ihn jetzt allerdings auch ein Unterschied zu einzelnen Sessions, oder ob sich gerade auch durch D/S eine bestimmte Tiefe entwickeln soll. In der Hinsicht hat mein Herr wohl auch Vorstellungen einer Sub und Regeln, die er schätzt. Dabei sind nur sehr wenige vorab vorgegeben. 

Die meisten entwickeln sich dann eher individuell. Und auch die können ja beiden was geben.

Mehr noch als Regeln, bevorzuge ich individuelle Rituale die sich ergeben, teilweise in Kleinigkeiten, die immer wieder wundervoll sind. 🥰

Ich denke, wenn man Regeln vorgibt, werden das für einen persönlich schon wichtige Dinge sein. 

Regeln der Regeln wegen, also nun 20 Sklavenregeln, das finde ich immer etwas unpersönlich und ja, man könnte vermuten, dass der Dom dann unsicher ist. Er einfach schon eine Sklavin möchte, welche so dabei ist sich an zig Regeln zu halten, dass ihr gar nichts anderes in den Sinn kommt...🤭 

Aber auch das mag ja für einige passen, dadurch gut in die Rolle zu finden. Und einige mögen wohl auch "Dienen nach Perfektion". 

Nicht dass er Perfektion in einigen Dingen nicht mal gerne sehen würde, welche sich aus Gehorsam ergibt. 

Letzendlich lenkt er ja und meinte schon immer, sein bdsm sei zu facettenreich, um sich auf ein bestimmtes Szenario festlegen zu wollen. 

Handlungsspielraum macht es auch für den Dom interessant. Wir hatten letzens eine Sklavin gesehen, die durfte beim Laufen nur ihre Hände auf dem Rücken halten. Permanent.

Nun ja, wenn mein Dom meine Hände direkt unbrauchbar haben will, kommen die Handschellen. 😈 Wehrhaftigkeit mit den Händen mag er auch mal. Und wenn er befiehlt, dass Sub sie auf den Rücken nehmen und so laufen soll, dann wird er das tun. Und er persönlich sagt immer, aus beidem was zu ziehen: dem Gehorsam und auch das Spiel, der Weg dahin, wenn Sub da zunächst nicht ist. 

Grundsätzliche Dinge mag er dennoch und das kann er auch beeinflussen. Durch verschiedene Wege. Ob Konditionierung, Lob, Strafe - angepasst. 

Alles vorab schon starr geregelt, ist dann eben auch immer genau so... Dann hält die Sub immer ihre Hände auf dem Rücken. Natürlich nimmt das Dynamik. Und je mehr Regelungen es da gibt, umso weniger Spielraum. 

Ebenfalls werden bei zig Regeln diese doch irgendwann so zur Gewohnheit, dass der Reiz daran für ihn doch abnehmen dürfte. Sub empfängt Dom immer auf der gleiche Art? Er gibt das gerne mal spontan vor. Sub hat eine permanente ohne Slip Regel? Kann situativ vorgegeben werden. 

Im Prinzip alles, was kein Tabu darstellt. Aber da schon den festen Katalog zu haben, ist weniger unser Ding. 🙂

 

Vor 5 Minuten , schrieb LaLaLausemädchen:

Darum ging es mir gar nicht.
Natürlich kann jede dominante Person verletzlich, unsicher oder nicht immer souverän sein – das widerspricht für mich überhaupt nicht der Rolle.
Meine Frage zielte eher auf etwas anderes:
Was steckt dahinter, wenn ein System von Anfang an so statisch und so fertig formuliert ist, dass kaum Spielraum für gemeinsame Entwicklung bleibt?
Das hat für mich nichts mit „Stärke“ zu tun, sondern mit Dynamik.
Also mit der Frage, ob sich zwei Menschen gemeinsam eine Basis erarbeiten – oder ob eine Struktur bereits komplett definiert ist und nur noch ausgefüllt werden soll.
Mich interessiert dabei weniger das Idealbild eines Doms…

Eben…oder wenn ein vorgefertigtes Pamphlet vorgibt, dass es keinerlei Grenzen und Tabus geben kann/darf, weil das einfach eine reine Einstellungssache ist.

vor 8 Minuten, schrieb LaLaLausemädchen:

Was steckt dahinter, wenn ein System von Anfang an so statisch und so fertig formuliert ist, dass kaum Spielraum für gemeinsame Entwicklung bleibt?
Das hat für mich nichts mit „Stärke“ zu tun, sondern mit Dynamik.
Also mit der Frage, ob sich zwei Menschen gemeinsam eine Basis erarbeiten – oder ob eine Struktur bereits komplett definiert ist und nur noch ausgefüllt werden soll.
Mich interessiert dabei weniger das Idealbild eines Doms

Ziemlich genau darauf habe ich eben schon geschrieben, sieh Igeltext oben. 

vor 8 Minuten, schrieb LaLaLausemädchen:

Darum ging es mir gar nicht.
Natürlich kann jede dominante Person verletzlich, unsicher oder nicht immer souverän sein – das widerspricht für mich überhaupt nicht der Rolle.

So hatte ich das auch verstanden @LaLaLausemädchen. Wobei für mich einige Dinge auf Unsicherheit hindeuten können, aber nicht müssen. 

Dies beträfe allerdings nicht nur die reine bdsm Frage und Schwächen haben alle Menschen.

Ich denke, dass Doms sehr souverän in ihrem bdsm sein können und dennoch einfach nicht auf die riesen "Dynamik" stehen. Das dies am Ende eher eine Frage des Geschmaks ist. Denn Führung kommt ohne Reibung aus und bekanntermaßen führen viele Wege nach Rom... 

vor 1 Stunde, schrieb LaLaLausemädchen:

Oder auch das Bedürfnis, möglichst wenig Reibung zu riskieren?

Also wir mögen und brauchen Reibung. 😊 Die Rollen sind dennoch klar verteilt. 

Vor 35 Minuten , schrieb Igel:

Warum „müssen“ Dom-Menschen denn immer stark sein? Nur, weil es mir gefällt, anderen weh zu tun, Schmerzen zu machen, kann ich doch trotzdem in manchen Bereichen unsicher, verletzlich und / oder sonst wie „nicht so stark“ sein.

Pah Sterbliche 🤣😈

vor 4 Minuten, schrieb Bratty_Lo:

Dies kann sich gemeinsam entwickeln, mit den Ideen des Gegenübers.

Für mich: „Dies SOLLTE sich gemeinsam entwickeln, mit den Ideen des Gegenübers", wenn nicht gar: “Dies MUSS sich gemeinsam entwickeln, mit den Ideen des Gegenübers“.

vor 15 Minuten, schrieb Kilonewton:

Monarchie oder Demokratie das ist hier die Frage!

Laissez faire 

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