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25 letzte Sommer


Ca****

Empfohlener Beitrag

Zum Glück hat sich da ja in Deutschland etwas getan, auch wenn wir noch hinten anstehen, dass der Lebensweg selbstbestimmter beendet werden kann seit 5 Jahren. Vielleicht ging es nur an mir vorbei aber aus meiner Sicht, ist auf dem Thema wenig Präsenz.
Ich wünsche jedem im Falle des Falles an transparentes Klinikpersonal zu kommen, (sowohl selbst als auch als Angehörige) die sich in solchen Situationen mitunter sehr vage ausdrücken, sodass man doch nicht weiß woran man ist, weder obs um wenige Stunden oder wieder nach Hause geht.

(bearbeitet)
Am 18.2.2026 at 17:49, schrieb Candala:

Zum Glück hat sich da ja in Deutschland etwas getan, auch wenn wir noch hinten anstehen, dass der Lebensweg selbstbestimmter beendet werden kann seit 5 Jahren. Vielleicht ging es nur an mir vorbei aber aus meiner Sicht, ist auf dem Thema wenig Präsenz.
Ich wünsche jedem im Falle des Falles an transparentes Klinikpersonal zu kommen, (sowohl selbst als auch als Angehörige) die sich in solchen Situationen mitunter sehr vage ausdrücken, sodass man doch nicht weiß woran man ist, weder obs um wenige Stunden oder wieder nach Hause geht.

Sorry, OT: Also ob nach Hause oder wenige Stunden sagt man den betroffenen schon. Aber keiner wird und darf sich so weit aus dem Fenster lehnen, da genaue Aussagen zu treffen. Man weiß das einfach nicht. So kenne ich es jedenfalls in 21 Jahren Beruf

bearbeitet von Darkfairy81
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vor 46 Minuten, schrieb Darkfairy81:

Sorry, OT: Also ob nach Hause oder wenige Stunden sagt man den betroffenen schon. Aber keiner wird und darf sich so weit aus dem Fenster lehnen, da genaue Aussagen zu treffen. Man weiß das einfach nicht. So kenne ich es jedenfalls in 21 Jahren Beruf

Das ist schön, dass du dies so aus deiner 21 beruflichen Erfahrung her kennst, so wünsche ich es auch jedem. Habe ich dennoch soeben zweifach anders erlebt. Sei es am gleichen Krankenbett von verschiedenen Diensthabenden, eben genau diese beiden gegensätzlichen Aussagen. Bis hin zu „Ja die Op ist gut verlaufen“ um fünf Minuten später zu revidieren „Ach doch nicht, Sie können aber noch kommen um sich zu verabschieden“. Beides wünsche ich niemanden. 

 

bearbeitet von Candala
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jack@jackXjacqueline:

Sommer klingt so, als wären der Herbst, Winter und Frühling weniger bedeutsam. Aber ich verstehe natürlich, wie es gemeint ist. In unseren Breiten ist diese Zeit mit Licht und Wärme verbunden.

Was es mit mir macht? Fünfundzwanzig Jahre ist eine gewaltige Hausnummer. Da kann ich, wenn ich realistisch bin, allenfalls eine grobe Perspektive wagen. Und als jemand, der schon zweimal in der Situation war, dass alles auch schon lange hätte vorbei sein können, fokussiere ich mich seither eher auf den Moment. Die Menschen, die mir wichtig sind. Die Zeit mit meiner Sklavin. Das Heute kann immer das letzte sein.

Alles im Leben hat seine Zeit und es gibt bereits jetzt schon Dinge, bei der kein weiterer Sommer mehr vor mir liegt, beispielsweise was sportliche Leistung angeht. Zumindest keiner, wie er vor zehn, zwanzig Jahren noch möglich war. Aber es war schön, ich blicke gern auf diese Episode zurück. Das Einzige, was mir für die Zukunft wirklich Kopfzerbrechen bereitet, ist die Entwicklung, die die Gesellschaft während der letzten 25 Sommer genommen hat. Die eine Richtung eingeschlagen hat, die schon lange nicht mehr die meine ist, die teilweise brandgefährlich ist, die kulturellen Verfall bedeutet - dem ich als Einzelner aber nur wenig entgegensetzen und dem ich mich leider auch nicht entziehen kann, weil das bedeuten würde, die zivilisierte Welt weitestgehend hinter mich zu lassen. Und zur nächsten Alternative, dem Auswandern in eine mir genehmere Region, fehlen schlicht die Mittel. So bleibt mir nicht viel übrig als Zeuge zu werden, wie ich Gefahr laufe, von Blinden vereinnahmt potenziell mit in den Abgrund gerissen zu werden. Der Blick zurück wird so absurderweise angenehmer als die Ausschau voraus. Trotz aller damaligen Probleme und die Tatsache, dass früher bei Weitem auch nicht alles perfekt war, bleibt unterm Strich die Erkenntnis, dass das Leben in meinen jungen Jahren angenehmer war als heute. Weniger komfortabel vielleicht, dafür langsamer, kultivierter, bedachter, menschlicher. Ich möchte darüber aber nicht melancholisch werden, vielmehr entsteht dabei in mir Dankbarkeit, dass ich diese Zeit erlebt habe, in dieser Zeit aufgewachsen bin, ein Kind der 90er gewesen zu sein. Und für die Zukunft muss ich schauen, wie ich mir die Essenz daraus bewahren kann. Mit den Menschen, die mir wichtig sind. Als Außenseiter habe ich da vielleicht sogar einen Vorteil auf meiner Seite, da ich so immer schon mehr oder weniger gezwungen war, kreative Lösungen für mich zu finden.

Also ja, egal wieviele Stunden, Tage und Sommer noch vor mir liegen. Ich versuche das Beste für mich (und meine Sklavin) daraus zu machen. Im Hier und Jetzt.

bearbeitet von jackXjacqueline
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