Dies ist ein beliebter Beitrag. BL**** Geschrieben Februar 21 Dies ist ein beliebter Beitrag. Mich würde es einfach mal interessieren was ihr über "Freunde" und Bekanntschaften in der Szene denkt. Ist es euch wichtig für den Austausch? Fühlt ihr euch auf Veranstatungen wohler, wenn ihr bekannte Gesichter oder bekannte Masken dort begegnet? Bevorzugt ihr wenige vertraute Kontakte oder eher ein breites Spektrum an Leuten? Oder ticken hier einige wie ich? Ich bin überzeugter Einzelgänger und vermeide solche Beziehungen/Freundschaften in dieser Szene auch aus Gründen der Involviertheit in Communities generell. Ich sehe mich als Teil der "schwarzen Szene", der Metalheads und auch der BDSM-Szene integriere mich aber bewusst nicht voll in irgendwelche Szenen. Wie sieht es bei euch aus?
Dies ist ein beliebter Beitrag. Dr**** Geschrieben Februar 21 Dies ist ein beliebter Beitrag. BDSMler sind meist Welt offene Menschen und gerade daher sind mir die Kontakte wichtig. Freunden Hass oder ähnliches ist prozentual weniger und es ist einfach so. Wer fremdes hasst, hasst auch Menschen wie mich. Außerdem kommt es mir so vor, als ob BDSMler selbst reflektierter sind und besser kommunizieren können. Auch deshalb ist es mir wichtig.
BL**** Geschrieben Februar 21 Autor Da sprichst du einen entscheidenden Punkt an der mich sehr stört an Szenen/ Bubbles/ Communities, die Toxizität innerhalb wie gegen Außenstehende gerichtet, wenn man nicht mit ihren Ansichten d'accord geht. Die Anfeindung von außerhalb darf natürlich nicht unterschlagen. Es fehlt prinzipiell an Kompromissbereitschaft. Empfinde ich zumindest so.
Dies ist ein beliebter Beitrag. Benni31139 Geschrieben Februar 21 Dies ist ein beliebter Beitrag. Ich finde es "leichter" oder "angenehmer" zumindest 1-2 Bekannte Gesichter zu sehen, als so komplett "allein" zu sein...das macht das Ankommen und wohl fühlen für mich irgendwie einfacher...
Benni31139 Geschrieben Februar 21 Wobei ich dazu sagen muss, das ich bisher nur Open minded people getroffen habe und jeder absolut offen war 😊
Dr**** Geschrieben Februar 21 Vor 17 Minuten , schrieb BLACK_EVIL23: Da sprichst du einen entscheidenden Punkt an der mich sehr stört an Szenen/ Bubbles/ Communities, die Toxizität innerhalb wie gegen Außenstehende gerichtet, wenn man nicht mit ihren Ansichten d'accord geht. Die Anfeindung von außerhalb darf natürlich nicht unterschlagen. Es fehlt prinzipiell an Kompromissbereitschaft. Empfinde ich zumindest so. Die Toxizität von der BDSMler nach außen hin kann ich so nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil. Offen und freundlich. Wie bei anderen rand Szenen. Natürlich gibt es überall auch Ausnahmen aber gerade in der Matel Szene und kinky Szene habe ich diese feindlichkeit nach außen nie erlebt. Als Teil der Szene.
BL**** Geschrieben Februar 21 Autor @DreamGirlYuki das freut mich für die, wenn du so gut herzlich aufgenommen wirst. Ich habe auch in diesen vermeintlich toleranten Szenen andere Erfahrungen. Ich nehm mich aber auch nicht heraus und gebe zu in manchen Gepflogenheiten als befremdlich zu empfinden und daher etwas judgy zu sein. Doch das größte Naserüpfen kommt deutlich von außen, wenn realisiert wird, dass man anders ist und nicht den Stereotypen entspricht.
Dies ist ein beliebter Beitrag. le**** Geschrieben Februar 22 Dies ist ein beliebter Beitrag. Den realen Kontakt zu anderen Menschen, die auch BDSM leben, halte ich für super wichtig. Klar gibt es nicht die eine Szene, sondern einen ganzen Strauß. Klar sind manche Grüppchen echt schräg, da möchte ich auch nicht in Verbindung gebracht werden. Aber es gibt heute in Deutschland doch fast überall auch wirklich gute Communities, die Gold wert sind. Zum Austausch. Als Korrektiv. Als Safe Space. Zum Ausheulen. Zum miteinander feiern. Als Partnerbörse. Als hier-bin-ich-richtig-und-okay-so-wie-ich-bin-Ort. Als Netzwerk von Brettspielabend bis Leder-Workshop. Werden das dann alles enge Freund:innen? Natürlich nicht. Da ist alles dabei von "das Gesicht habe ich irgendwo schon mal gesehen" bis enge Freundschaften. Und das ist ja auch okay. P.S. Für Anfänger:innen, die die Spreu vom Weizen im Internet noch nicht unterscheiden können, halte ich reale Communities für super wichtig. Den Support, den man sich dort holen kann, ist gerade zu Anfang unbezahlbar.
le**** Geschrieben Februar 22 Vor 55 Minuten , schrieb DreamGirlYuki: Die Toxizität von der BDSMler nach außen hin kann ich so nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil. Offen und freundlich. Wie bei anderen rand Szenen. Natürlich gibt es überall auch Ausnahmen aber gerade in der Matel Szene und kinky Szene habe ich diese feindlichkeit nach außen nie erlebt. Als Teil der Szene. Für mich hat die Hacker-Szene und die BDSM-Szene einen sehr ähnlichen Vibe. Vielleicht, weil in beiden Szenen so ein bisschen jede:r auf sich selbst und die anderen aufpassen muss. Und wie Du sagst, dieses "all creatures welcome" 🤗
Dr**** Geschrieben Februar 22 Vor 10 Minuten , schrieb letsplay: Für mich hat die Hacker-Szene und die BDSM-Szene einen sehr ähnlichen Vibe. Vielleicht, weil in beiden Szenen so ein bisschen jede:r auf sich selbst und die anderen aufpassen muss. Und wie Du sagst, dieses "all creatures welcome" 🤗 Ich kenne keinen ITler (zähle jetzt einfach mal Hacket dazu) die nicht Kinky sind 😂😂😂. Keinen 😅 Aber ja. Ich denke, dass das einerseits daran liegt. Das es eher kleine Szenen sind. Also sozusagen Rand Szenen. Hass können diese sich sozusagen nicht leisten. Andererseits woraus eine Szene entspringt. Rapper z.B. hat seinen Ursprung in der Kriminalität und Gefängnis. Daher z.B. die XXY Klamotten. In den USA werden oft Einheits Gefängnis Kleidung im Gefängnis vergeben. Was vielen viel zu groß ist. Früher (***ager) war ich in der Szene. Bei einem Konzert war es nicht so (gefühlt!!!). Das wenn man zusammen gebrochen ist, andere einem versorgten oder Hilfe leisten. In der Matel Szene hilft jeder jedem. Auch wenn man das Konzert verpasst. Ich liebe es. Ich kann auch hin, wie ich will. Rose Einhorn Oberteil in mitten schwarz gekleidete Menschen? Kein Problem. Rapper wäre es das. Gleiches in der BDSM Szene. Es interessiert nicht welche Stellung du hast. Zumindest nicht welche gesellschaftliche. Es interessiert auch nicht, was man anzieht oder sonst was. Nur ob du offen da ran gehst.
Davina87 Geschrieben Februar 22 Hatte mir früher eigentlich nie gezielt Leute aus der Scene gesucht, es war eher erstmal anders herum, das Leute mit denen ich mich gut verstanden habe, sehr häufig in irgendeiner Form mit der BDSM Scene zu tun hatten. 🤷 Mich bewusst mit Leuten aus der Scene zu verbinden, kam erst viel später...
De**** Geschrieben Februar 22 Im "realen" Leben bin ich nicht sonderlich wild drauf, neue Bekanntschaften zu knüpfen. Ich habe einen sehr ausgesuchten Freundeskreis, einen kleineren Bekanntenkreis und ansonsten Kollegen und Familie. Mir wurde schon vorgeworfen, ein Fake zu sein, weil auf meiner Freundesliste hier keine Einträge sind. Und ich halte BDSMler auch für nix Besonderes, auch wenn das viele von ihnen anders sehen. Mir wurde schon oft versucht zu erklären, wie sich "echte" BDSMler zu verhalten haben - und das geht mir echt auf den Keks. Ich bin auch kein Clubgänger - insofern: brauche und möchte ich nicht. Der Austausch mit potenziellen Partnern reicht vollkommen aus, ansonsten mag ich mir von niemandem reinquaken lassen.
BL**** Geschrieben Februar 22 Autor @DevoteVorführung du sprichst mir aus der Seele. Könnte meine Einstellung zum BDSM und der Interaktion innerhalb dessen nicht besser zum Ausdruck bringen. Grade solche Punkte was "echt" und "richtig" sein soll, ist genau der toxische Shit weshalb ich nichts mit der "breiten Masse" zu tun haben will und meine Interessen, Wissen und Erfahrungen ausschließlich potentiellen playpartner zur Verfügung stehen.
Sa**** Geschrieben Februar 22 Ich war sehr lange und intensiv in der Szene. Ich habe sehr schöne Bekanntschaften und Freundschaften gefunden, die mir auch bis heute wichtig sind. Die aber wenig bis Nix mit ausgelebtem BDSM zu tun hatten.
SklavinTanja Geschrieben Februar 22 hm gute Frage. Für mich als introvertierter Mensch ist es eh sehr schwer überhaupt in Kontakt zu anderen zu kommen, da spielt es keine Rolle ob mit oder ohne BDSM Bezug
Te**** Geschrieben Februar 22 Ich habe Stammtische besucht und habe so automatisch einen großen Bekanntenkreis an BDSMern. Dabei bin ich eher introvertiert und habe nur einen kleinen Kreis echter Freunde. Reale BDSMer scheinen mir immer viel vielfältiger als z.b. hier im Forum. Es wird gefragt was man wie macht aus Interesse, nicht um zu sagen, dass man es falsch macht. Und da ist eigentlich jeder anders und hat eigenen Sachen, die gemacht werden. Und man lernt viel voneinander. Kommt selten vor, dass wir hier im Umkreis irgendwo hin gehen und dort dann niemanden kennen. Das finde ich gut. Ich könnte auch allein auf Veranstaltungen gehen und wäre sicher. Wir Subs bieten uns gegenseitig außerdem ein Sicherheitsnetz. Dabei gilt, dass es Freunde oder gute Bekannte sind, nicht dass ich auch mit diesen spiele. Wir treffen diese Menschen einfach mal zum Essen gehen, Grillen, letztens waren wir zusammen im Theater. Und trotzdem müssen wir nie dabei verstecken, dass wir ein bdsm leben haben. Wer real raus geht "in die Szene" wird dort Menschen kennen lernen. Und er wird Partner kennen lernen. Und es werden Erfahrungen folgen. Irgendwie automatisch.
Ro**** Geschrieben Februar 22 Für mich ist der Austausch im Forum komplett ausreichend, ich habe hier schon wertvolle Menschen gefunden und eine besondere Freundschaft. Manchmal träume ich eine Freudin zu haben, die genauso tickt wie ich. Ist leider nur Wunschtraum. Aber wer weiß, möglich ist alles. Im realen möchte ich von anderen aus der "Szene" isoliert leben. Eine gewisse Isolation ist mir sehr wichtig. Ich brauche nur einen und dass ist mein Papa. Niemand sonst wird in meinen Gedanken und Gefühlen rum mischen. Nur der Master ist Wahrheit ❤️ Meine Art "BDSM" ist für viele nicht in Ordnung, aber ich brauche da keinen Segen von fremden Leuten. Ich bin mir genug wenn ich mich binden kann, an den EINEN.
Raphaela Geschrieben Februar 22 Schließe mich meinen Vorredner an. Für uns sind Freunde oder Bekannte wichtig. Erstenmal ist der Einstieg leichter wenn du neu auf einer Veranstaltung bist die können dich an der Hand nehmen und einführen und alles zeigen. Auch wenn es Probleme gibt kann man mit ihnen darüber reden. Gerade die haben auch ein Auge darauf wenn mal jemand zu aufdringlich wird die können da ganz schnell mit einschreiten genauso umgekehrt. Und das letzte wenn du Freunde oder Bekannte in der Szene hast kann man auch miteinander treffen zum spielen oder in der Freizeit. Das Thema reden ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Gerade mit anderen Subs wenn es dir gerade nicht so gut geht.
le**** Geschrieben Februar 22 Vor 4 Stunden, schrieb BLACK_EVIL23: @DevoteVorführung du sprichst mir aus der Seele. Könnte meine Einstellung zum BDSM und der Interaktion innerhalb dessen nicht besser zum Ausdruck bringen. Grade solche Punkte was "echt" und "richtig" sein soll, ist genau der toxische Shit weshalb ich nichts mit der "breiten Masse" zu tun haben will und meine Interessen, Wissen und Erfahrungen ausschließlich potentiellen playpartner zur Verfügung stehen. Die Leute, die für Dich definieren wollen, was "richtiges" BDSM ist, sind im besten Fall oberlehrerhaft typisch deutsch und im schlimmsten Fall manipulativ. Mir geht das sowas von auf den Zeiger. Tatsächlich habe ich in den späten 90ern / frühen 00ern, als ich bei BDSM eingestiegen bin, auch solche Erfahrungen gemacht und damals deswegen wie Du Abstand gehalten. I feel you. Heute ist für mein Gefühl zumindest die jüngere Szene sehr anders geworden. Vielleicht anderen Communities nochmal eine Chance geben? Aber wer unter vier Augen happy ist und Kontakte nicht vermisst, das ist natürlich völlig fein.
kleiner_phönix Geschrieben Februar 22 Ich war ein einziges mal auf einem Stammtisch, war nicht meins von den Leuten her. Aber ich habe Freunde aus dem BDSM und das schätze ich sehr. Menschen von früher, bei denen ich irgendwann Andeutungen gemacht habe und offene Türen eingerannt bin. Ist sehr wertvoll für mich
Robin-1995 Geschrieben Februar 22 Zitat: „…psychisch krank…“ // „…wie kann eine Frau sich nur so unterwerfen/unterordnen…“ -Ende-
MaxDark Geschrieben Februar 22 Ich persönlich finde das gewisse Bekanntschaften in der Szene dazugehören, jedoch jeder selbst wissen muss wie viele und wie stark! In der Clubszene habe ich selbst wenige Freunde im privaten Partybereich schon eher das sich das auch alle anders verhalten. Foren sind gewöhnungsbedürftig und nicht gerade bereichernd. Da ich wohl auch eher eine Person bin auf die man nicht gerade zugeht ist es auch einfach zu sortieren wen man in den Kreis der ausgewählten lässt.
SM-Art-5-GG Geschrieben Februar 22 (bearbeitet) Der Spannungsboden zwischen virtuellen und realen Kontakten ist spannend. Ich erlebe reale Kontakte, v.a. am Beispiel von Stammtischen und daraus resultierenden Kontakte, als erheblich entspannter, als hier. Das liegt sicher auch daran, dass man im realen Kontakt differenzierter aufeinander eingehen und damit Missverständnisse viel früher ausräumen kann. Und zudem die gesamte Persönlichkeit mehr wirkt. Beim Versuch einen Stammtisch Düsseldorf zu etablieren, musste ich aber leider auch feststellen, dass an realen Kontakten noch weniger Interesse zu bestehen scheint, als noch vor 10 Jahren. Und zudem der Datingfaktor sehr viel mehr Raum einnimmt, als der eigentliche Austausch über BDSM und Go** und die Welt (auch immer klassisches, kurzweiliges Stammtischthema). Dass es bereits genug andere Stammtische (z.B. von SMart Rhein Ruhr e.V.) gibt, glaube ich eher nicht, da es diese ja auch in der Vergangenheit gab. bearbeitet Februar 22 von SM-Art-5-GG
Dies ist ein beliebter Beitrag. Ro**** Geschrieben Februar 22 Dies ist ein beliebter Beitrag. Bevor ich auf die Frage antworte, wundere ich mich erstmal über ein paar Punkte. Wie kann man sich als Teil einer Szene verstehen, wenn man die aus Überzeugung ablehnt? Wie kann man denn Menschen toxisch nennen, mit denen man nichts zu tun hat? Was soll das denn für ein außergewöhnliches Wissen sein, das man mit anderen nicht teilen möchte? - Als ob Andere da nicht mehr "Expertenwissen" in manchen Bereichen hätten als man selbst. Klingt für mich einfach nach Vorurteilen... Ich mag die Szene und die Leute, die ich dort kenne - es ist für mich tatsächlich ein Safespace, in dem ich mich einfach wohl fühle und nicht aufpassen muss, wie ich mich zeige oder was ich sage. Da hat auch der "schrägste Vogel" seinen Platz, ist willkommen und gehört selbstverständlich dazu - nur aus dem Grund, dass man einfach da ist. Und was ich gut finde ist, dass es sich auch sehr schnell rumspricht, wenn jemand ein unsicherer Spielpartny ist... Da kommt bei mir auch schneller der Verdacht auf, dass jemand der die Szene vehement ablehnt, vielleicht schon innerhalb der Szene "verbrannt" ist oder befürchten muss, sich selbst bloßzustellen, weil man vielleicht doch keine Ahnung von dem hat, was man mit anderen Menschen anstellen möchte... Gerade für erste Dates und erstes gemeinsames Spiel kann es für Anfänger sicherer sein, das bei einer Veranstaltung, Workshop oder einem Stammtisch zu machen, weil da immer jemand ist, der aufpasst und im Notfall helfen wird. Kleine Anekdote für eher introvertierte Leute - ich habe schon mehr als einmal erlebt, dass gerade bei Workshops eher schüchterne Menschen zu "Übungspaaren" verkuppelt wurden, die sich dann hinterher auch privat getroffen haben um das gemeinsame Üben fortzusetzen...
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