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Wie weit passt sich der Dom der Sub an?


Br****

Empfohlener Beitrag

(bearbeitet)
vor 13 Stunden, schrieb Filli:

Wenn ein Dom einfach „sein BDSM macht“ und die Sub schauen muss, ob sie reinpasst, ist das für mich weniger Führung als das Ausleben der eigenen Fantasie.

Das meinte ich vielleicht sogar @Filli Lieben Dank. 😉 Ich denke, dass mein Herr vorher schon gut schaut, ob die Neigung seinem bdsm entspricht. Dann kann er sein bdsm auch gut ausleben, entwickeln, vertiefen, natürlich individuell im Tempo und angepasst. Die wichtigsten Fragen klärt er vorher und wenn es mit Subs gar nicht gepasst hat, ja da sie nicht genug in sein bdsm gepasst hatten, dann findet das auch ein recht schnelles Ende. Und das meint nicht zwangsläufig direkt extreme Sachen, es ginge um die Art von bdsm. Die muss für Subs auch nicht passen. 

Was ich tatsächlich mag ist, wenn ein Dom rein nach seiner Vorstellung benutzen kann. 😍 Aber in dem Sinne: ja, einfach die eigene Fantasie an der Sub auszuleben ? Auch ohne Rücksicht nach Möglichkeit!, finde ich richtig befriedigend. 

Mein Herr hatte sowas direkt in der ersten Session umgesetzt (das würde er nicht mit jeder Sub machen!). Ich weinte sogar schon vorher. Was mit Klammern abreißen (das Abnehmen zuvor tat schon weh, ich wusste nicht, was mich da erwartet). Eine Konstruktion. Einen aufblasbaren Plug dick aufgepumt. Ein Ablauf und eine "Kettenreaktion", Schnüre, Gewichte.. 🙈 unaufhaltbar. Er hatte diese Fantasie aufgeschrieben und einfach "Fantasie No 7" genannt. Die genaue Nr. weiß ich nicht mehr, es gab mehrere. 😅 Es war ihm egal, dass ich geweint habe. Er hat das ganz trocken so gemacht. Sein Werk vollendet. Es war der absolute Bringer! 😍 Sich so ausgeliefert zu fühlen. Das war extreme Befriedigung! Wenn sowas geht, top! 

Aber ich will auch nicht sagen, dass das immer bei mir ginge. Bei Spanking hatte ich mir ja auch mal etwas mehr Nähe gewünscht, bzw. "Halt" zwischendurch. Lustspanking nennt mein Herr nichts mehr. Das finde ich gut und passend. Nach einem schon harten Spanking auf einer Veranstaltung, gab es zwei Tage später das nächste Zuhause, die Haut war noch geschwollen, ging schnell auf, der Rohrstock war quasi in Blut "getränkt". Er hatte mir den gezeigt und ich konnte gar nicht hinsehen. Ich habe Angst vor Schmerz, es tut mir weh...😭 Und ich finde das so am besten. Aber ja, etwas Halt dabei, das kann mir helfen. Am liebsten würde ich mir das gar nicht wünschen. 

Und mein Herr sucht Nähe auch eher außerhalb von bdsm. Er sagt auch, dass meine Ketten das Einzige sind, worin ich Halt finden werde. 😔 Nicht unbedingt durch ihn. Das wäre eher wenn es "notwendig" wäre und so ist es nicht immer einfach. Natürlich finde ich auch durch ihn Halt, das ist nicht ausgeschlossen. 😉 Aber tatsächlich quält er einfach gerne nach "Lust und Laune". 

Und sicher, wenn ich da einfach das "Opfer" oder quasi eine "Figur der Fantasie" bin, das ist doch total geil! 😍 Wenn er gar keine Rücksicht nehmen muss. 

Aber das ist vermutlich etwas, was nicht immer hinkommt, sich der Dom situativ auch mal mehr anpassen muss und im Endeffekt recht logisch.

vor 13 Stunden, schrieb Filli:

Gute Dynamiken entstehen nicht dadurch, dass eine Seite sich einpasst, sondern dadurch, dass beide sich aufeinander einstellen.

Auf Dauer stimmt das natürlich @Filli. Aber ich passe mich gerne so viel wie möglich ein. 🤭 Das ist befriedigend für mich. 

vor 6 Stunden, schrieb jackXjacqueline:

dass ich meine Neigung nicht mehr zu meiner Zufriedenheit ausleben könnte, weil dann verzichte ich lieber darauf. Darum lege ich im Kennenlernen auch auf zwei Dinge besonderen Wert: zum einen sich mit dem anderen über den Ist-Zustand auszutauschen, was Neigung und Vorlieben angeht, um zu sehen, ob man zueinander passt, ein Konsens möglich ist und zu welchen Kompromissen ich dabei bereit wäre, zum anderen aber auch eine Perspektive in die Zukunft zu wagen, nach dem Motto: was hältst du von dies und jenem?

Das ist absolut nachvollziehbar. 

vor 6 Stunden, schrieb jackXjacqueline:

Auch wenn es keine Garantie gibt, dass dies auch ausgeschöpft werden kann, so hilft es mir ungemein um eine Ahnung zu bekommen, in welche Richtung es gehen könnte, was möglich erscheint und ob ich das Wagnis eingehen möchte. Alles andere - Dinge wie Rhythmus, Tempo, wie weit ich bei jemanden gehen kann etc. ergibt sich dann aus der individuellen Dynamik.

Das ebenfalls, denn man möchte ja Entwicklung und damit einhergehend Potential ausschöpfen. Es muss natürlich auch vorhanden sein, damit man Dinge ausbauen kann. 😅 

Tempo und wo dann individuell doch die Grenzen erreicht werden, ergibt sich. 

Wenn Grenzen zu eng liegen, muss es nicht passen. Aber das sollte sich im Idealfall recht frühzeitig ergeben, dann ist am Ende auch niemand enttäuscht. 

bearbeitet von Bratty_Lo
(bearbeitet)
vor 13 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Es kommt auch immer auf die Art der Dynamik an. Und daraus ergibt sich eben auch der Wert des Bottoms. Wenn ich morgen einfach nicht mehr das leisten kann was er braucht, überlegt er sich ob er noch Verwendung für mich hat. Es tut weh, wäre aber richtig.

Das wäre nicht meins @Rosenrot82, meine Wertigkeit von bdsm abhängig zu machen. Natürlich bietet man da gerne viel, aber Neigungen ergänzen sich für mich dann dauerhaft schon. 

Wenn dies nicht mehr so möglich wäre von einer Seite aus, ließen sich Kompromisse und auch Alternativen finden. Dazu gehört natürlich die Bereitschaft, von Monogmie auch abzuweichen. Zumindest, wenn die Neigung ein tragendes Element ist. 

Aber das sind dann individuelle Absprachen und Rücksichtnahme in einer Beziehung. Ich führe in der Hinsicht ja auch eine Liebesbeziehung und mein Herr hat sozusagen immer "Verwendung" für mich. 🥰 Auch wenn es natürlich hart wäre, im bdsm Abstriche zu machen. Aber gänzlich wird das wohl nie verschwinden. 😃

vor 13 Stunden, schrieb DevoteVorführung:

Oder bewegt man sich als Dom vielleicht doch der eigenen Sub entgegen, ohne dass das Machtgefälle vollständig verloren geht? Macht es einen Dom weniger dominant?

Ich stecke derzeit in genau dieser Situation. Und bin meinem Partner unglaublich dankbar, dass er mich nicht einfach fallen lässt. Dass er mit mir gemeinsam einen Weg findet, wie wir unser BDSM weiter genießen können.

Das finde ich sehr schön @DevoteVorführung, dass dein Dom da Wege findet. 🥰

Eine tiefe Verbundenheit bemisst sich ja nicht an "maximal bdsm". Zumindest wäre das bei mir nicht der Fall. 

bearbeitet von Bratty_Lo
Vor 17 Minuten , schrieb Bratty_Lo:

Das ebenfalls, denn man möchte ja Entwicklung und damit einhergehend Potential ausschöpfen. Es muss natürlich auch vorhanden sein, damit man Dinge ausbauen kann. 😅 

Tempo und wo dann individuell doch die Grenzen erreicht werden, ergibt sich. 

Wenn Grenzen zu eng liegen, muss es nicht passen. Aber das sollte sich im Idealfall recht frühzeitig ergeben, dann ist am Ende auch niemand enttäuscht. 

Absolut. Wenn es Teil der gewünschten Dynamik ist, die eigenen Bedürfnisse bewusst hinten anzustellen, ist das absolut schlüssig. Der entscheidende Punkt ist für mich, dass das funktioniert, weil man sich genau dafür den passenden Partner sucht. Ich mutmaße mal, dass das Thema After-Care bei einer solchen Dynamik, daher auch eine tendenziell wichtigere Rolle spielen wird. So oder so, Topf und Deckelprinzip :)

vor 1 Minute, schrieb Bratty_Lo:

Das wäre nicht meins @Rosenrot82, meine Wertigkeit von bdsm abhängig zu machen. Natürlich bietet man da gerne viel, aber Neigungen ergänzen sich für mich dann dauerhaft schon. 

Wenn dies nicht mehr so möglich wäre von einer Seite aus, ließen sich Kompromisse und auch Alternativen finden. Dazu gehört natürlich die Bereitschaft, von Monogmie auch abzuweichen. Zumindest, wenn die Neigung ein tragendes Element ist. 

Aber das sind dann individuelle Absprachen und Rücksichtnahme in einer Beziehung. Ich führe in der Hinsicht ja auch eine Liebesbeziehung und mein Herr hat sozusagen immer "Verwendung" für mich. 🥰 Auch wenn es natürlich hart wäre, im bdsm Abstriche zu machen. Aber gänzlich wird das wohl nie verschwinden. 😃

Das finde ich sehr schön @DevoteVorführung, dass dein Dom da Wege findet. 🥰

Eine tiefe Verbundenheit bemisst sich ja nicht an "maximal bdsm". Zumindest wäre das bei mir nicht der Fall. 

Ich sehe da keine Seperation und verstehe auch nicht, wie man so denken kann. Alles ist eins. 

vor 13 Stunden, schrieb Filli:


Ich glaube, hier werden Neigung und Ausführung vermischt.
Natürlich hat ein Dom eine eigene Grundneigung und einen Stil, das lässt sich nur begrenzt ändern. Aber Führung bedeutet trotzdem, permanent auf die Sub zu reagieren und Intensität, Tempo und Dynamik anzupassen.
Wenn ein Dom einfach „sein BDSM macht“ und die Sub schauen muss, ob sie reinpasst, ist das für mich weniger Führung als das Ausleben der eigenen Fantasie.
Gute Dynamiken entstehen nicht dadurch, dass eine Seite sich einpasst, sondern dadurch, dass beide sich aufeinander einstellen. Die Neigung bleibt, aber die Ausführung ist immer individuell

Ist dann nur Mikromanagement ein gutes Führen? 

vor 6 Minuten, schrieb Filli:

 

Absolut. Wenn es Teil der gewünschten Dynamik ist, die eigenen Bedürfnisse bewusst hinten anzustellen, ist das absolut schlüssig. Der entscheidende Punkt ist für mich, dass das funktioniert, weil man sich genau dafür den passenden Partner sucht. Ich mutmaße mal, dass das Thema After-Care bei einer solchen Dynamik, daher auch eine tendenziell wichtigere Rolle spielen wird. So oder so, Topf und Deckelprinzip :)

Aftercare kann auch das ganze ins negativ kippen. Es ist nicht gesagt, dass es eine wichtige Rolle spielt.

(bearbeitet)
vor 12 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Kommt auf die Art der Dynamik an. 

Für mich besitzt der Top wesentlich mehr Wert als der Bottom. Das ist eine Frage des Mindset und des tieferen Verstehens. 

Ich weiß, daß kann nicht jeder nachvollziehen. 

 

Ich sehe es als individuelles Mindset. Und im TPE oder Cnc nicht ganz so selten. 

Nur den Sinn eines "tieferen" Verständnis teile ich nicht. Es ist für dich das richtige, diese sakrale Haltung gegenüber Top. Aber tiefer impliziert auch einen Vergleich. Wie es auch ein "besser" abbilden würde. 

Und lustigerweise bekommst du dafür aus der SM Ecke nun Kontra. Weil die dich mit sich vergleichen. Und sich für besser halten. Süß, das zum Beispiel @towel dir gerade das vorhält, was sie selbst macht. 

Während du ihr nicht unter die Nase reibst, dass sie falsches Bdsm macht. 

Dafür schätze ich dich auch sehr. Aber das tiefere kann aus meiner Erfahrung nur ein tiefer gegenüber deinem alten Bdsm sein, nicht im Vergleich zu anderen. Nur dein Ding. 

bearbeitet von HirnHerzHumor
vor 18 Minuten, schrieb Rosenrot82:

Ich sehe da keine Seperation und verstehe auch nicht, wie man so denken kann. Alles ist eins. 

Das ist lediglich Betrachtungssache. Ich bin auch immer Eins. Ich lege meine Neigung ja nun nicht auf einmal ab oder rufe die ab, wenn ich gerade möchte. 😅 

Sie kann natürlich mal mehr im Hintergrund sein, aber manchmal nervt es mich sogar, wenn sie sehr präsent ist und ich das gar nicht so leicht abschalten kann...😆 (eigentlich aber auf anderes konzentriert sein müsste). Na ja, auch das geht dann.

Ich bin immer Alles und Eins und natürlich Sub, wie auch Partnerin. Ob man das gesondert betrachtet oder nicht, ist eigentlich weniger relevant für mich. 🙂 Ich würde das nicht tun. 

Es gesondert zu benennen, macht in der Intention natürlich Sinn. Weil eine D/S-Beziehung die eben auch eine Liebesbeziehung ist, vermutlich weniger rein auf Zweckmäßigkeit ausgerichtet sein wird. 😉 Auch wenn es sicher ein Fokus ist, bdsm. Denn man hat ja Neigungen. 

Es wird nur anders damit umgegangen, wenn dies dann nicht mehr so ganz möglich ist und Lösungen gefunden, anstatt: ersetzen. 

vor einer Stunde, schrieb Rosenrot82:

Wenn dein Top, dich ihm gleichsetzt dann tut *er* das und nicht *du*.

Ich habe nur die allgemeingültige Art deiner Aussage korrigiert. 

Vor 13 Stunden, schrieb Rosenrot82:

Das ist ja als ersten Mal auf partnerschaftlicher Ebene zu sehen. Es gibt Menschen die einander verlassen wenn der andere krank wird, weil sie damit nicht umgehen können. 

Es freut mich für dich, dass er dich weiter an seiner Seite behält. 

Es kommt auch immer auf die Art der Dynamik an. Und daraus ergibt sich eben auch der Wert des Bottoms. Wenn ich morgen einfach nicht mehr das leisten kann was er braucht, überlegt er sich ob er noch Verwendung für mich hat. Es tut weh, wäre aber richtig.

Ich finde diese Sichtweise sehr reflektiert. Wie oft kommt es vor... dass entgegen aller Absprachen jemand zurück gelassen wird.
Das die Herrschaft damit umgehen mag und kann, ist ja nicht ausgeschlossen. Es wird halt einfach nicht erwartet, getreu dem Motto es kann nur besser als erwartet werden.

Vor 21 Minuten , schrieb HirnHerzHumor:

Ist dann nur Mikromanagement ein gutes Führen? 

Nein, nicht Mikromanagement. Führung heißt für mich eher Kalibrierung, also wahrnehmen, wie die andere Person reagiert, und Intensität oder Dynamik entsprechend anpassen und nicht jeden Schritt kontrollieren..

vor einer Stunde, schrieb Rosenrot82:

Wenn dein Top, dich ihm gleichsetzt dann tut *er* das und nicht *du*.

Richtig, seine Entscheidung, wie er mich behandelt, meine Entscheidung, wir ich mich behandeln lasse. 

Mir fehlt inzwischen der Selbsthass für Bullshit.

(bearbeitet)

Wenn das was ich mache nicht das Ereignis bringt, das ich möchte, habe ich ja auch nichts davon, wenn ich da ganz stumpf weiter " mein Ding" durchziehen würde... 🤷🏻‍♂️

Ich bin innerhalb von Dynamik eher zielorientiert und kann da auch nur mit dem "arbeiten", wofür mein Gegenüber die entsprechenden Knöpfe hat, die das auslösen. 

Und neben der Person, mit der ich spiele, muss ich mich ja noch den Umständen anpassen - es ist einfach anders, ob wir in einem öffentlichen Spielbereich sind und wieviele andere Personen sich da noch bewegen, ein abgetrenntes Spielzimmer nutzen oder abends outdoor unterwegs sind.

Die Frage für mich ist da, wieviel Freude habe ich daran, bestimmte Knöpfe zu drücken, die funktionieren und nicht welche Praktiken haben mein Gegenüber und ich auf den Listen - da ist es eher so, dass ich sage, dass ich da raus bin, wenn bestimmte Dinge gewollt werden, die Widerwillen bei mir auslösen und umgekehrt sollte das eben auch so sein... Ich bin da auch immer gleich sehr eindeutig, was von mir eben nicht zu erwarten ist. Ich bin da einfach der Dealer, der die süchtigmachenden körpereigenen Opioide verteilt und nicht der Verwalter, der das Leben anderer organisiert - wer Struktur sucht, ist bei mir eben falsch und da werde ich mich auch nicht anpassen, und höchstens beratend und motivierend zur Seite stehen. 

Wenn ich mit der Persönlichkeit einer (Spiel-)Partnerin etwas anfangen kann, bin ich da schon ziemlich flexibel, wenn es mir Freude macht - was genau wann passiert bleibt meine Entscheidung. Ich Strafe auch nicht - aber ich finde es witzig sagen zu können, sie wäre gerade in einer sehr ungünstigen Position, so frech zu mir zu sein und einen Gang höher zu schalten, was ich ja eh im Verlauf später noch gemacht hätte.

Vielleicht beschreibt es dieser Vergleich ganz gut - ich bin der Handwerker, der einen Baum sieht und sich denkt, dass ich daraus einen Stuhl bauen kann und wenn ich feststelle, dass das Holz dann eher für einen Tisch geeignet scheint, bin ich am Ende nicht unzufrieden, wenn ich einen Schrank gebaut habe, weil mir die Arbeit mit Holz einfach gefällt... Der Baum kann ja trotzdem glauben, von Anfang an ein Schrank werden sollen zu sein, weil der nur mitbekommt, wie ich Bretter und Leisten säge und hoble...

bearbeitet von Ropamin
Gerade eben, schrieb Filli:

Nein, nicht Mikromanagement. Führung heißt für mich eher Kalibrierung, also wahrnehmen, wie die andere Person reagiert, und Intensität oder Dynamik entsprechend anpassen und nicht jeden Schritt kontrollieren..

👍 Weiß auch nicht, wie man da jetzt auf "Micromanagement" kam...😂

vor 3 Minuten, schrieb Teaspoon:

Ich habe nur die allgemeingültige Art deiner Aussage korrigiert. 

Das ist mir klar.

Vor 25 Minuten , schrieb Rosenrot82:

Aftercare kann auch das ganze ins negativ kippen. Es ist nicht gesagt, dass es eine wichtige Rolle spielt.

Klar, Aftercare muss nicht immer klassisch aussehen. Gemeint war eher irgendeine Form von Auffangen oder Regulation nach intensiven Szenen… die kann auch Distanz oder Ruhe sein, nicht zwingend Nähe

vor 3 Minuten, schrieb Ropamin:

Wenn das was ich mache nicht das Ereignis bringt, das ich möchte, habe ich ja auch nichts davon, wenn ich da ganz stumpf weiter " mein Ding" durchziehen würde... 🤷🏻‍♂️

Ich bin innerhalb von Dynamik eher zielorientiert und kann da auch nur mit dem "arbeiten", wofür mein Gegenüber die entsprechenden Knöpfe hat, die das auslösen. 

Und neben der Person, mit der ich spiele, muss ich mich ja noch den Umständen anpassen - es ist einfach anders, ob wir in einem öffentlichen Spielbereich sind und wieviele andere Personen sich da noch bewegen, ein abgetrenntes Spielzimmer nutzen oder abends outdoor unterwegs sind.

Die Frage für mich ist da, wieviel Freude habe ich daran, bestimmte Knöpfe zu drücken, die funktionieren und nicht welche Praktiken haben mein Gegenüber und ich auf den Listen - da ist es eher so, dass ich sage, dass ich da raus bin, wenn bestimmte Dinge gewollt werden, die Widerwillen bei mir auslösen und umgekehrt sollte das eben auch so sein... Ich bin da auch immer gleich sehr eindeutig, was von mir eben nicht zu erwarten ist. Ich bin da einfach der Dealer, der die süchtigmachenden körpereigenen Opioide verteilt und nicht der Verwalter, der das Leben anderer organisiert - wer Struktur sucht, ist bei mir eben falsch und da werde ich mich auch nicht anpassen, und höchstens beratend und motivierend zur Seite stehen. 

Wenn ich mit der Persönlichkeit einer (Spiel-)Partnerin etwas anfangen kann, bin ich da schon ziemlich flexibel, wenn es mir Freude macht - was genau wann passiert bleibt meine Entscheidung. Ich Strafe auch nicht - aber ich finde es witzig sagen zu können, sie wäre gerade in einer sehr ungünstigen Position, so frech zu mir zu sein und einen Gang höher zu schalten, was ich ja eh im Verlauf später noch gemacht hätte.

Vielleicht beschreibt es dieser Vergleich ganz gut - ich bin der Handwerker, der einen Baum sieht und sich denkt, dass ich daraus einen Stuhl bauen kann und wenn ich feststelle, dass das Holz dann eher für einen Tisch geeignet scheint, bin ich am Ende nicht unzufrieden, wenn ich einen Schrank gebaut habe, weil mir die Arbeit mit Holz einfach gefällt... Der Baum kann ja trotzdem glauben, von Anfang an ein Schrank werden sollen zu sein, weil der nur mitbekommt, wie ich Bretter und Leisten säge und hoble...

Kurz, du bist pragmatisch? 

vor 8 Minuten, schrieb Teaspoon:

Richtig, seine Entscheidung, wie er mich behandelt, meine Entscheidung, wir ich mich behandeln lasse. 

Mir fehlt inzwischen der Selbsthass für Bullshit.

Wenn man zu nichts Nein-sagt , schließt das dann nicht eventuellen Bullshit ein?

(bearbeitet)
vor 50 Minuten, schrieb HirnHerzHumor:

Aber das tiefere kann aus meiner Erfahrung nur ein tiefer gegenüber deinem alten Bdsm sein, nicht im Vergleich zu anderen. Nur dein Ding. 

Es denkt doch ohnehin jede*r das Tiefste gefunden zu haben. 😉

Als wäre das nun im bdsm was Neues. Aber ich gebe das zu, ich geselle mich da auch mal hinzu. 🤭 

Für mich ist es tatsächlich so, wenn ich mein bdsm mit dem der anderen vergleiche, finde ich meins halt am besten. 😅 Das trifft auch die Vorstellungen, die ich schon immer von bdsm hatte. Ja, D/S (ohne geht's nicht für mich!), SM, insgesamt ein "Quäl-" und "Lustobjekt" zu sein. Auch zu leiden. 

Aber das ist bei anderen auch nicht unbedingt so viel anders. Die Stile von bdsm können dennoch sehr abweichen. Ich weiß bis heute nicht genau, wie ein bdsm ohne Strafen für Ungehorsam geht...😅 Ok, außer man wäre das nie. Aber dass jemand nie mal Nein sagt? Schwierig vorstellbar. Oder man "modelliert" das Wort um. In "geht nicht" oder so...😅 wobei geht nicht von den Möglichkeiten her ja was anderes als Weigerung wäre. 

Egal, es wird dann vermutlich schon immer passen. 

Ich spüre Tiefe. Und meine bdsm Beziehung ist die tiefste, die ich bisher hatte, wie auch die längste Beziehung überhaupt. 

Dass die hier verschiedene Leute haben - auf ihre Art - ist schon logisch. 

 

bearbeitet von Bratty_Lo
(bearbeitet)
vor 38 Minuten, schrieb Rosenrot82:

Wenn man zu nichts Nein-sagt , schließt das dann nicht eventuellen Bullshit ein?

Gute Frage 😅 Es ist vermutlich so gemeint @Rosenrot82, dass der Dom dann ohnehin nie tut oder tun würde, was für einen selbst "Bullshit" ist. Bei einiger nicht gleichen Wertigkeit bin ich auch absolut nicht. Man hätte allerdings dennoch ein anderes Wort wählen können. 

bearbeitet von Bratty_Lo
vor 36 Minuten, schrieb Rosenrot82:

Wenn man zu nichts Nein-sagt , schließt das dann nicht eventuellen Bullshit ein?

Da BDSM auf einem Konsens basiert, bedeutet doch, dass man „zu nichts Nein sagt“ eigentlich, dass man in dem vorher definierten Rahmen zu den vorher definierten Personen zu nichts nein sagt, was das Ganze schon wieder stark eingrenzt. Anderenfalls: Alle Konto- und Kreditkartendaten sofort zu mir!

 

Ich glaube ja nicht, dass ich jetzt PNs kriege.

 

Zum eigentlichen Thema: Ein Dom ist Dom, weil er die Führung übernimmt. Ein guter Führer geht immer auf die Führenden ein, passt seinen Führungsstil wo nötig an. Erfordert es zu viel Anpassung, passt man nicht zusammen.

Das konnte ich bisher überall erkennen, wo geführt wird: Zum Beispiel im Berufsalltag, in der Schule, bei einer Stadtführung, beim Skikurs, und nicht zuletzt beim BDSM. Der Führende gibt die Richtung vor, trägt aber auch Sorge dafür, dass ihm gefolgt werden kann.

vor 35 Minuten, schrieb Bratty_Lo:

Gute Frage 😅 Es ist vermutlich so gemeint @Rosenrot82, dass der Dom dann ohnehin nie tut oder tun würde, was für einen selbst "Bullshit" ist. Bei einiger nicht gleichen Wertigkeit bin ich auch absolut nicht. Man hätte allerdings dennoch ein anderes Wort wählen können. 

Da jeder Mensch ein anderes empfinden hat was jetzt "Bullshit" ist, kann man nicht davon ausgehen, das des einen "Bullshit" nicht des anderen "Non-Bullshit" ist.

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